2" Bino zusammenstellen

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Kusifu

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Ich spinn gerade nen bissl rum, ich möchte mir in Zukunft also vermutlich was für nächstes Jahr ein kleines mega Fernglas, vielleicht auch Reise geeignet mit 2" bauen.

Das geht recht einfach kosten je nach Tuben 2000€ + mit denen ich würde die UL nehmen kosten 1116€ für ein Paar.

Die Frage ist welcher Tubus, am Anfang könnte ich auch mit nem achro experimentieren, ist ja austauschbar aber auf dauer, sollte es schon nen Apo sein, ich hab jetzt den Im Visier. Der hätte 414mm bei 94mm mit dem APM 70° Bino geeignet da sehr schlank wäre ich bei über 5° 14 fach vergrößerung und 6,8mm ap.

Das Problem könnte der Backfocus sein das er für die EMS nicht reicht und zum kürzen der Tubus zu schnell den Strahlengang beschneidet was denkt ihr?
Ich weiß das wäre echt extrem.

Wie gesagt ist was für nächstes Jahr spinn aber frühzeitig rum, vermutlich wegen dem miesen Wetter

clear skies
Felix
 
Hallo Felix,

ein guter Plan, aber ganz so trivial ist die Sache leider nicht.
Ich habe einige Binos mit EMS gebaut und war dazu ein einem regen und sehr hilfreichen Austausch mit Tatsuro, was ich Dir auch unbedingt empfehlen würde.

Dass er verschiedene EMS mit verschieden großen Spiegeln anbietet hat einen guten Grund, das Zauberwort heisst Ausleuchtung der Okulare.
Öffnung und Brennweite der Objektive, die Okulare (insbesondere kurzbrennweitige Weitwinkelokulare) und die EMS müssen zusammen passen, sonst wird das nix.
Einfach einen Tubus mit irgendwelchen EMS zu bestücken und hinten Okulare reinstecken führt nicht zum erwünschten Ziel, deshalb geht es auch nicht, bei einem bestehenden EMS Bino eben mal Tuben und Objektive auszutauschen bzw. aufzurüsten, denn es verändert sich das ganze System.

Erst wenn man weiss welche Objektive und Okulare verwendet werden sollen kann man das System rechnen.

Ich bin aus guten Gründen ja inzwischen auf ein APM Großfernglas umgestiegen und würde Dir raten auch über diesen Weg nachzudenken.
Klar, beim 100er oder 120er gibt es keine 2" Okulare, dafür aber andere handfeste Vorteile und ja, gerade weil ich auch unbedingt 2" haben wollte und die Erfahrungen mit den EMS gemacht habe bin ich beim 150er APM gelandet und habe das keine Sekunde bereut.

Wenn aber die Bastellaune und Experimentierfreude im Vordergrund stehen geht natürlich nichts über EMS :)
Es ist aber ein sehr steiniger und auch teurer Weg, ohne Drehbank im Keller kann man es eigentlich auch gleich wieder vergessen...

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
(insbesondere kurzbrennweitige Weitwinkelokulare
genau die setz ich nicht ein. Dafür hab ich meinen 16" Dobson es geht mir eher ums durch Sterne surfen und objekte wie den Cirrus Nebel als gesammten komplex betrachten, ich denke an das APM 30mm 70° vielleicht noch nen 17mm 82° Nagler, da hab ich bereits eins. Aber ja wenn es ernst wird, wird was nächstes ja schätze ich dieses Jahr stehen noch andere Sachen an. Werde ich mich mit ihm in Verbindung setzen.
Erst wenn man weiss welche Objektive und Okulare verwendet werden sollen kann man das System rechnen
interessant, da bleibt aber die Frage ob bei sehr Kurzbrennweitigen Fotooptiken f5... der backfocus reicht, wenn ich das im Vorfeld wüsste könnte ich die direkt ausschließen.

Ich bin aus guten Gründen ja inzwischen auf ein APM Großfernglas umgestiegen und würde Dir raten auch über diesen Weg nachzudenken.
Klar, beim 100er oder 120er gibt es keine 2" Okulare, dafür aber andere handfeste Vorteile und ja, gerade weil ich auch unbedingt 2" haben wollte und die Erfahrungen mit den EMS gemacht habe bin ich beim 150er APM gelandet und habe das keine Sekunde bereut.
Ich kenn das 150er in Heppenheim haben wir es inzwischen davor hatten wir das 120mm gerade 1. ist mir zu groß und zu viel Brennweite ansonsten geht es mir um 2" bei um 100mm. dieses gigantische Feld eben

Wenn aber die Bastellaune und Experimentierfreude
Die hab ich auch
ohne Drehbank im Keller kann man es eigentlich auch gleich wieder vergessen
ka worauf du hinaus willst Adapter hab ich in der Vergangenheit sowohl von Freunde wie auch von Firmen anfertigen lassen zbsp. einen der den Baader Diomond steeltrack bei meinem Lichtenknecker etwas ins Teleskop setzt, mehr backfocus, wegen des historischen Wertes wollte ich den Tubus nicht kürzen. So teuer sind die Sachen auch wieder nicht. oder was meinst du sonst außer Adapter Jochen? Ps mein Selbstbau H-alpha Teleskop hab ich sehr preis günstig um 5cm kürzen lassen um den Etalon in den exakten abstand zu bekommen.

Ich hab natürlich noch nie ein Fernglas gebaut daher bin ich wahrscheinlich sehr Optimistisch aber werden wir sehen ist eh erst ende des Jahres oder sogar nächstes Jahr auf dem Plan, mir kam das heute einfach in den Sinn da wollte ich mal abklären. Aber nochmal für Hochvergrößerung bau ich das nicht, da hab ich anderes und da reicht natürlich 1,25"

clear skies
Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade die Brennweite des APM 150 ist mit 840mm doch extrem gering.
Es gibt keinen 150mm APO Refraktor mit so geringer Brennweite, das war mit ein Hauptgrund kein 150mm EMS Bino zu bauen.

Klar gibt es die 150/750 Achromaten, daraus kann man schöne Binos bauen und Tatsuro macht das auch häufig.
Ich wollte aber wegen der weiten Felder die minimal mögliche Brennweite bei 150mm als APO und das geht nur mit dem APM

Klar, mit weniger Öffnung gibt es auch wieder weniger Brennweite, aber die Öffnung ist elementar wichtig, ich hatte ja den Vergleich zwischen 120mm Bino und 150mm Bino und der Unterschied ist deutlich extremer als ich erwartet hätte.

Du willst weite Felder, aber keine Weitwinkelokulare?
OK :)
Ich finde 100° oder sogar 110° Okulare binokular einfach den Oberhammer.
Dürfte ich nur ein Okularpaar besitzen wäre das ganz klar das 17mm Ethos.

Tatsuro hat übrigens einen Adapter, mit dem man die Masujama 2" Okulare an den 1,25" APM Binos verwenden kann, das könnte auch noch ne Option sein?

https://www.astrotreff.de/forum/index.php?thread/245934-apm-binos-mit-2-weitwinkelokularen/

Damit gehen die 32mm, 26mm und 20mm Masujama, die 85° haben, das ist schon ganz nett und in Verbindung mit einem 70, 80, 100 oder 120mm APM Kosten - und Gewichtsmässig noch überschaubar.
Da würde ich wirklich keine EMS Basteleien mehr anfangen - wenn einem 85° Okulare reichen ;-)

Beim EMS Binobau gibt es einiges zu frickeln und anzupassen bis alles stimmt.
Da immer Teile fertigen lassen und rumzuschicken stelle ich mir nervig vor, mit Drehbank kann man schnell was ändern und gleich wieder schauen, ob es passt.

Grüße Jochen
 
Weite felder heist nicht Zwnagsläufig Weitwinkel Okulare sondern weites Tatsächliches Sichtfeld und 70° Okulare wähl ich nur weil es keine dünnen Okulare mit mehr Feld gibt Ethos ausgenommen, Das wäre mir zu viel Feld Tunnelblick ist aber auch was ganz anderes mir nem Bino hatte ich die noch nicht aber der Freund (hat sehr viel mehr Ahnung von Optik als ich) meint wenn die 100° Okulare mir so nicht gefallen dan wird das am Bino nicht anders.

Aktuell bewege ich mich bei meinen Okularen bei 68°-82° da fühl ich mich wohl. Hab zumbeispiel, das 31mm Nagler und nen 24mm Panoptic einige Morpheus sowas eben, ich hab tatsächlich festegestellt das 100° mir zu viel sind, bin nicht sicher wiso nen Freund, der das gleiche Problem hat konnte es ganz gut erklären.

Ich finde 100° oder sogar 110° Okulare binokular einfach den Oberhammer.
Dürfte ich nur ein Okularpaar besitzen wäre das ganz klar das 17mm Ethos.
Deshalb wird oft gesagt Okulare sind etwas persönliches Individuelles.

Tatsuro hat übrigens einen Adapter, mit dem man die Masujama 2" Okulare an den 1,25" APM Binos verwenden kann, das könnte auch noch ne Option sein?
weis net, ob mir das Gefällt zu dem ich nen par negative Sachen über die Okulare gehört habe aber ne möchte schon 2" Anschluss

Warte 32mm 85° das geht aber nur an den Binos nicht generell an jedem Teleskop, wie funktuniert der Adapter kann ich weiterhin Filter verwenden, wie viel Feldblende haben die 32mm kann mir das irgendwie schlecht vorstellen? Ja dann wäre ich doch beim 100er APM ed
 
Ok hab etwas gelesen 32mm werden nicht komplett ausgeleuchtet. Auch wird von den Okularen berichtet nur bis 60° scharf sind eben nur aufgedrehte erfle um nen Freund zu zitieren.

Bin da doch wieder bei meinem alten Plan.

Wobei die Matsumoto 32mm vielleicht doch ne alternative zum 30mm 70° apm okular sind, welches ich bisher als einziges schlankes okular in dem bereich dachte.
 
Ich hab mal in stellarium geschaut wie es mit meinen 24mm Panoptic 1,25° aussieht, damit ich da ein vergleichbares Feld erreiche wie mit dem 2" Plan muss ich auf 70mm runter. Ich mach jetzt was anderes das ich auch schneller umsetze. Ich besorge mir nen kleiben Apo nen 102/714 apo hab ich tatsächlich aber das ist mein H-alpha Sonnenteleskop und jedes mal den Etalon abschrauben, ne, ich schau nach was extra und dan setz ich mein vorhandenes 31mm Nagler ein. Damit hab ich dan das gigantische Feld aber erstmal Monokular, dan werde ich feststellen ob ich dieses Bino unbedingt möchte und mir den Stress den du andeutest mit dem EMS mache.

Clear skies
Felix
 
Hi Felix,

von Monokular auf Binokular zu schliessen ist schwierig bis unmöglich.
Klar, vom Feld her schon, aber das sieht man ja auch in Simulatoren.

Aber wen Du Zugang zu einem 150er APM hat macht doch einfach mal den beliebten Test beim Beobachten immer mal wieder ein Auge zu schliessen und Dir den Unterschied anzusehen.
Ich mache das immer noch und immer wieder, weil der Unterschied so frappierend ist als und ich mich jedesmal darüber freue, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Als ich mich damals, als ich das 120mm EMS Bino hatte, entschieden habe auf das 150er APM zu wechseln fand ich das von der Theorie her eigentlich schwachsinnig, es war erstmal nur Größenwahn im wahrsten Sinne des Wortes.
Rechnerisch macht der Sprung von 5" auf 6" ja nicht sehr viel aus, praktisch monokular auch nicht.
Binokular ist es aber was ganz anderes, durch die binokulare Summation kommt (für punktförmige Objekte) mindestens Faktor 1,4 dazu, bei schwachen, flächigen Objekten sogar deutlich mehr.

Ich war nie ein Freund von faint fuzzies, die Galaxien in Virgo z.B. fand ich im 120er Bino nie interessant, es war meist ein "ist da was oder eher doch nicht", was ich nicht spannend fand.
Als ich dann zum ersten mal mit dem 150er in diese Richtung geschaut habe war ich baff, die Galaxien waren deutlich sichtbar da, nicht mit indirektem Sehen an der Wahnehmungsgrenze.
Und sobald man ein Auge schliesst sind sie wieder weg.

Deshalb finde ich auch 100er oder 120er Binos nicht mehr wirklich interessant, ja, sie zeigen weitere Felder aber was nützt mir das, wenn sie ansonsten deutlich weniger zeigen?

Mit EMS kann man ein 150er Bino deutlich leichter bauen, ich denke 50% des Gewichts des APM wären machbar.
Aber wie schon erwähnt gibt es dafür einfach keine passenden APOs (mehr) 120mm Brennweite oder mehr bedeuten riesige Instrumente und Hebel, dazu engere Felder.

Grüße Jochen
 
Wie oft noch ich bin nicht an nem 150er Bino interessiert. Für schwaches Zeug, hab ich mein 16 zoll Dobson. Da kann ich dan auch richtig in Vergrößerung gehen. Möchte was handliches zum Sterne surfen, mit irre viel Feld.

Imgrunde kann ich auch erstmal nen Binokularansatz an nen Apo anschließen hab das großfeld Baader und das Mak1 mit 1,25 glaswegcorrector. Da hat man beide Augen auch.

Auf dauer, nicht dieses Jahr wäre mein Ziel eben 2" Bino.

Clear skies
Felix
 
OK, dann mach einfach Deine eigenen Erfahrungen, ich hab alle Varianten exzessiv durchprobiert und verglichen.

Einen Binoansatz kann man gar nicht vergleichen, da hat man erstmal 50% Lichtverlust pro Auge, mit Glaswegkorrektor noch mehr, um dann wieder Faktor 1,4 zu gewinnen.
Unterm Strich ist es also dunkler als monokular, für weite Felder völlig ungeeignet und eigentlich nur für Mond und Planeten tauglich.

Noch ein Tip: Vergleiche mal an schwachen Objekten Deinen 16" Dobs direkt mit dem 150er APM auf der Sternwarte und lass Dich überraschen :-)

Das beste und handlichste 2" für sehr weite Felder ist übrigens das hier, leider nicht ganz günstig...

sw71.jpg


Grüße Jochen
 
swarovski muss nicht sein??. Ansonsten geht das in die Richtung ja.
 
da hat man erstmal 50% Lichtverlust pro Auge, mit Glaswegkorrektor noch mehr, um dann wieder Faktor 1,4 zu gewinnen.
Wirklich 50% wie kommst auf den wert.

Wenn das wirklich so krass ist, dan wäre das 100er apm vielleicht doch ne Option zumindest kann ich mir dan sagen mit Binokularansatz bekomm ich das bei halbwegs gleicher Brennweite nicht hin.
 

Na das Licht vom Objektiv wird im Binoansatz zu gleichen Teilen auf beide Augen verteilt, ergibt bestenfalls 50% Licht pro Auge, denn der Strahlteiler selbst schluckt auch noch was.
Die Binokulare Addition gleicht das zum Teil wieder aus, aber eben nicht komplett
Wie gesagt, für Mond und Planeten super, für deepsky und weite Felder aber halt nicht.

Ich hatte an meinem 12,5" Dobs sogar mal nen Binoansatz für 2" Okulare, ich hab wirklich alle Optionen durchprobiert.
Aber wie gesagt, ich habe meine Erfahrungen auch alle selbst machen müssen :)

Grüße Jochen
 
swarovski muss nicht sein??. Ansonsten geht das in die Richtung ja.
Es gibt da sehr nette Sachen, hier ein wunderschönes 70mm Borg Fluorit 2" Bino


cmp71b1.jpg


Ich habe mit solchen Teilen immer geliebäugelt, am Ende war mir der Preis für die Öffnung zu hoch und in geringerer optischer Qualität wollte ich es auch nicht haben.

Heute, mit Verfügbarkeit der APM Binos als ED oder SD Variante, sehe ich dazu auch keine Notwendigkeit mehr, insbesondere da man ja die Masujama 2" Okulare verwenden kann.
Klar ein Kompromiss mit reduzierter Ausleuchtung, dafür aber bezahlbar.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

oh, schön, das Borg 71FL Bino. Die Fokussierung von der Okularseite zu entkoppeln macht Sinn, da es die Probleme auf jener Seite reduziert.

Sebastian hier im Forum hat mal ein Borg 71FL Bino zusammengestellt und hier vorgestellt. Doch dann packte ihn der Öffnungswahn und er tauschte die Objektive durch 90FL aus. Eins der 71FL wurde frei und fand den Weg in meine Hände - eine herrliche Optik!

Beste Grüße, Christopher
 
Beim letzten Wort musste ich herzhaft lachen.
Erklärt mir mal was so kompliziert sein soll, Adapter anfertigen lassen, ist eigentlich kein Problem, das hab ich für anderes schon machen lassen. Tubus kürzen auch schon. aufeinander einstellen dafür gibt es verschiedene Optionen. Was ist da noch was seh ich nicht?
Doch dann packte ihn der Öffnungswahn und er tauschte die Objektive durch 90FL aus
70mm sind mir auch zu wenig, seh mich bei 100mm wenn ich tatsächlich feststelle, das, das doch zu kompliziert ist was ich aktuell nicht sehe. würde ich wohl zum 100mm APM ed Bino gehen mit 550mm Bietet das schon ein recht angenehm großes Feld zum Surfen und das mit den 32mm Matsumoto Erfle ausprobieren (geht das eigentlich dan auch mit Filtern? . oder bei den 24mm Panoptic bleiben.

Screenshot 2024-03-25 141317.pngScreenshot 2024-03-25 141342.png
 
Ich spinn gerade nen bissl rum, ich möchte mir in Zukunft also vermutlich was für nächstes Jahr ein kleines mega Fernglas, vielleicht auch Reise geeignet mit 2" bauen.

Das geht recht einfach kosten je nach Tuben 2000€ + mit denen ich würde die UL nehmen kosten 1116€ für ein Paar.

Die Frage ist welcher Tubus, am Anfang könnte ich auch mit nem achro experimentieren, ist ja austauschbar aber auf dauer, sollte es schon nen Apo sein, ich hab jetzt den Im Visier. Der hätte 414mm bei 94mm mit dem APM 70° Bino geeignet da sehr schlank wäre ich bei über 5° 14 fach vergrößerung und 6,8mm ap.

Das Problem könnte der Backfocus sein das er für die EMS nicht reicht und zum kürzen der Tubus zu schnell den Strahlengang beschneidet was denkt ihr?
Ich weiß das wäre echt extrem.

Wie gesagt ist was für nächstes Jahr spinn aber frühzeitig rum, vermutlich wegen dem miesen Wetter

clear skies
Felix
Hallo Felix,

ich finde dein Projekt sehr interessant, Binos ,ob groß oder klein haben einen große Reiz. Ich habe nicht all die diversen Kommentare gelesen, und bitte schon mal um Verzeihung wenn ich etwas kommentiere und scheibe, was andere schon erwähnt haben. Wie du richtig vermutest, der 94 mm APO und EMS Spiegel passen nicht zusammen.

Ich weiß nicht viel Aufwand du treiben möchtest, die Borg FL 71 / FL 72 oder die größeren Borg 90 FL sind eine sehr gute Wahl. Momentan bau ich auch mal wieder ein Bino, ein Weitwinkelbino und möglicherweise lande ich auch beim Borg 71 FL. Ich bin gespannt in welche Richtung sich dein Projekt entwickelt.

beste Grüße

Thomas
 
Hi in die Runde.
Jochen ist sicher einer der Erfahrensten Binobauer hier im Forum, so leicht würde ich seine Anmerkungen also nicht abtun.

Ich kann Jochen in allen Punkten nur beipflichten, vor Allem: es ist nicht so trivial wie es aussieht. Die wichtigsten Punkte:

Zunächst müssen die Tuben zueinander ordentlich ausgerichtet sein, auch die EMS schaffen keine allzu großen Abweichungen.

Da gegenüber einer Imagtrain mit rotierbarer Umlenkung ein Freiheitsgrad fehlt, ist eine azimutale Montierung notwendig oder ein extrem aufwendiger Dremechanismus beider Tuben.

In jedem Fall ist ein höhenverstellbarer Unterbau der Montierung wesentlich komfortabler, m.E. eigentlich fast Pflicht.

ALT AZ Montierungen müssen recht genau austariert sein um gut zu funktionieren, das wird beim Bino durch die 2 Okulare erschwert. Beim Okularwechsel muss ja der doppelte Gewichtsunterschied der Okulare ausgeglichen werden.
(Jochens getunte Okulare sind da natürlich die Goldrandlösung)

Das Thema Backfokus ist zwar relativ einfach zu messen aber es ist ein großer Unterschied im Aufwand (Kostenfaktor) ob der ab Werk reicht oder die Tuben bearbeitet werden müssen.

Die EMS erzeugen mit schwereren Okularen ein gewisses Drehmoment, nicht alle rotierbaren OAZ, Okularklemmen und Gewinde können das halten ohne ungewollt zu verdrehen.

Das Einstellen des Augenabstands bei mehr als einem Beobachter und bei unterschiedlichen Okularen geht entweder mit einer verstellbaren Lagerung der Tuben oder Helicalauszügen an dem EMS. Beides hat vor und Nachteile.

Die Größen Ausleuchtung/Strahlengang/Öffnungsverhältnis/Spiegelgröße/Backfokus/Augenabstand/Tubusdurchmesser müssen zusammen betrachtet werden. Wie Jochen schon schreibt, kann man nicht einfach eine Variable ändern ohne das gesamte System zu beeinflussen.

Mein aktuelles Projekt ist ein 130/1000 Bino. Mit 105/1000 hat das gut funktioniert, ob es mit den größeren Tuben auch so gut funktioniert und auch noch handhabbar ist, ist aber noch lange nicht gesagt.

Die APM Binos haben einen deutlichen Gewichts- und Preisvorteil gegenüber EMS Binos und zwar in jeder Größe.
Die Nachteile (Ausleuchtung, Schärfe, Transmission) liegen in den Prismen begründet. Da musste APM sich für einige Kompromisse entscheiden und der Erfolg am Markt gibt der Konzeption Recht.
Gerade für Widefield sind die APM Binos sehr preiswert, praktisch und durchdacht.
Ich halte das 100er da für den besten Kompromiss aus Lichtleistung/Feld/Preis/Transportabilität, aber das ist nur meine Meinung.
Das Systemgewicht des 100er APM mit Okularen und Sucher liegt bei unter 10kg, das des 105er EMS Binos bei 18kg. Dabei ist die Montierung nicht berücksichtigt.

cs Alex
 

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@Felix: in deiner Preiskalkulation fehlt der Zoll, die EMS mit Hülsen werden ehr ~1400€ kosten.
Dazu kommt eine Binoplattform oder Rohrschellenkonstruktion zur parallelen Montage der OTAs.
Eine entsprechende Montierung/Fluidhead oder zumindest ein stabiler L Winkel.
Ein Stativ mit Kurbelsäule oder eine Hubsäule.
Zusätzliche Okulare und die OTAs.
Wenn du da nicht sehr viel selber machen kannst, wird das selbst bei einem vorhandenen OTA einiges kosten.

Das 105er Bino inklusive Montierung kommt auf etwa den 4 fachen Preis des 100er APM mit Montierung. Das geht bestimmt auch für das doppelte, aber wesentlich günstiger wirds nicht werden.
 
@Felix: in deiner Preiskalkulation fehlt der Zoll, die EMS mit Hülsen werden ehr ~1400€ kosten.
Dazu kommt eine Binoplattform oder Rohrschellenkonstruktion zur parallelen Montage der OTAs.
Eine entsprechende Montierung/Fluidhead oder zumindest ein stabiler L Winkel.
Ein Stativ mit Kurbelsäule oder eine Hubsäule.
Zusätzliche Okulare und die OTAs.
Wenn du da nicht sehr viel selber machen kannst, wird das selbst bei einem vorhandenen OTA einiges kosten.

Das 105er Bino inklusive Montierung kommt auf etwa den 4 fachen Preis des 100er APM mit Montierung. Das geht bestimmt auch für das doppelte, aber wesentlich günstiger wirds nicht werden.
Zoll in der Schweiz, mh man könnte sie abholen ist net soweit aber ok.

An die Binoplattform hab ich schon gedacht, das geht aber auch günstiger, als für die 500€.
Montierungen hab ich (Ist ja nicht meine Erste Optik) aber ja dafür würde ich ne Gabel kaufen. Stativ müsste ich schauen aber die 2 Punkte Stativ und Montierung gelten für jedes Bino, also las ich die aus der Rechnung raus.

Okulare, ist etwas das man stück für Stück ergänzt. Favoriten hätte ich schon da ich nicht auf Hochvergrößerung möchte würde ich 2 30mm 70° oder das 32mm Msuyama 85° holen (beide dünn genug fürs Bino) und dazu nen 2. 17mm Nagler eins hab ich nämlich schon. Aber so wie alle mich extrem warnen mich schreckt da mehr der Preis als der bau, geh ich vielleicht doch zum APM 100mm SD Bino.
SD weil der Preis unterschied gegenüber ed gering genug ist, das ich sage das ist es wert. und probier denke das mit den Adaptern für die 32mm Masuyama,

Wenn mich die fehlende Ausleuchtung und die Fehler der Masuyama stören (nur bis 60° scharf...) hohl ich mir nen 2. 24mm Panoptic (eins hab ich schon) und arbeite damit.

In dem Fall wird es vielleicht sogar noch dieses Jahr was, hab noch anderes vorher auf der Liste aber dann könnte es passen, ende des Jahres vielleicht.

clear Skies
Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Jochen ist sicher einer der Erfahrensten Binobauer hier im Forum, so leicht würde ich seine Anmerkungen also nicht abtun.
Das habe ich auch nicht, ich nehm das schon ernst hab aber auch lust sowas zu machen und hab ja erklärt das ich mit spezial Adapter anfertigen lassen und Tubuskürzen schon erfolgreich Erfahrung gemacht habe und so richtig Praktisch konnte mir keiner erklären was da sonst auf mich zukommt.

Allerdings schreckt mich der von mehreren inzwischen angedeutete Preis doch sehr ab und da ich die SD APM Binos Persönlich kenne durch das 120mm hab ich früher, als ich noch häufiger Zeit hatte zum Verein zu fahren, schon sehr oft geschaut. Zieh ich doch das 100mm APM Bino mit 1,25" vielleicht mit der Adapter Lösung für Masuyama oder den 24mm Televue Panoptic, wenn mir die nicht zusagen doch wieder in betracht.

clear skies
Felix
 
Es wurde ja schon angedeutet, dass der ins Auge gefasste 94/414 Apo für so ein Binoprojekt wohl untauglich ist. Das EMS erfordert zunächst mal einen ganz beträchtlichen Backfokus. Zum anderen würde von solch einem schnellen f/4,4 Lichtkegel nur noch ein erheblich vignettierter Anteil am Okular ankommen.

Ich habe vor bald 20 Jahren mal so ein Bino für 2" Okulare aus zwei Tak FS102 gebaut, siehe unten. Die konnte man seinerzeit auch mit extra kurz bauenden Tuben bekommen und vor allem hat diese Optik mit f/8 auch ein wesentlich gutmütigeres Öffnungsverhältnis. Gleichwohl ist damit der Durchlass der EMS-UL so ziemlich ausgereizt.

Gruß, Peter

Doppelrefraktor.jpg
 
Binos mit EMS Spiegel kann man sehr viel leichter bauen als die APM Binos, der Preis liegt aber in der Tat höher
Definitiv, ich wollte das auch schon anmerken, es ist einer der ganz großen Vorteile der EMS Binos, der sich natürlich insbesondere bei größeren Optiken auszahlt.

Mein 125mm Borg bringt mit Zentralmontierung und Fokussierern gerade mal 12 Kilo auf die Waage.
Und der weitere Vorteil ist, man kann beide Tuben getrennt transportieren und erst auf dem Stativ an der Zentralmontierung zusammensetzen, wobei die Justage zu 100% erhalten bleibt.
Sprich, man muss nur das Gewicht eines Tubus auf einmal tragen.

Beim 125mm Borg sind das knapp 4 Kilo und so werden auch noch Binos jenseits der 150mm handlich.
Wobei in diesem konkreten Fall auch noch die 12 Kilo von beiden Tuben mit Montierung noch sehr handlich sind.
Hier ein Bild eines kompletten Tubus mit EMS und Fokussierer auf der Waage:

borg14.JPG


Dennoch habe ich mich danach gegen den Bau eines 150mm EMS Binos entschieden und stattdessen das APM gekauft.
Hauptgrund war die Nichtverfügbarkeit von halbwegs kurzbrennweitigen 150mm APO Refraktoren, die 840mm des APM sind da unerreicht sensationell.

Grüße Jochen
 
Hey ja wer kann der kann. Mit Serienteilen wird es halt etwas schwerer und es kommt ja auch drauf an wie viel Aufwand betrieben werden darf.
Wenn man zum Beispiel die Binoptic BTs nimmt mit eigens angefertigten Tuben ist das ja was anderes als meine unverbastelten handelsüblichen Tuben.

Und die Binoplattform von AOK ist tatsächlich sehr schwer. Die TOA OTAs sind auch kein Leichtbau.

Da bietet Borg oder Vixen leichtgewichtigere Alternativen. Gewicht war aber auch nicht Priorität bei meinen BTs

cs Alex
 
Ja, die Borg machen es einem in Sachen Gewicht schon von der Stange recht einfach, und die Qualität stimmt auch.
Ich bin halt (leider) ein Perfektionist, und als ich die Chance zu so einem Leichtbau sah, habe ich es auch konsequent umgesetzt.

Hier das Herzstück der Zentralmontierung, Bronze und Messing wegen der sehr guten Gleiteigenschaften ohne Schmiermittel, aber halt eben extrem gewichtserleichtert.
OK, der äußere Ring hätte auch noch ein paar Bohrungen vertragen können :-)

mount05.JPG


Diesen Aufwand würde ich heute nicht mehr betreiben, aber damals hatte ich noch keine Erfahrungen mit Fluidköpfen und wusste nur, dass eine Gabel nicht der Königsweg ist. :)

Grüße Jochen
 
hallo Felix,
kann nur ermuntern ein Bino zu bauen , es lohnt sich !
Hier noch der Link zu meinem Takbino :
Die Dobsonmontierung ist sicher nicht jedermanns Sache, aber :
einfach, stabil und leicht selbst zu bauen.
Mit meinen 76mm bin ich übrigens echt zufrieden , sogar an Planeten geht einiges.
Jedenfalls ist meine Kombi leicht genug , daß ich dieses Jahr schon 12 Beobachtungsabende damit hatte.
Manchmal war ich auch einfach nur eine halbe Stunde draußen , zwischen zwei Regenschauern,
das geht mit was großem so nicht.
Wenn ich drei mal laufen müsste um aufzubauen, hätte ich schon gleich keine Lust mehr….
cs Alex
 
Wenn ich drei mal laufen müsste um aufzubauen, hätte ich schon gleich keine Lust mehr….

Ich hab andere umstände Planeten, hab ich schon oft gesagt, muss es nicht können. Ich würde es mit ner Abdeckung wahrscheinlich auf den Balkon stellen rein um Sternfelder und ausgedehntes durchzugehen und als Reisegerät.

Für alles andere hab ich anderes, ich hab mir ne Rolldachhütte gebaut. Ich bin noch dabei den Dobson auf rollen zu stellen und ne Rampe zu Instalieren, damit der einfach Aufgebaut auf die Terasse gerollt wird aber es ist auch so schon recht Einfach dadurch das er in der Hütte bleibt.

Aber schön das jemand mal dazu ermuntert was zu bauen. Wurde jedoch von den Kosten inzwischen abgeschreckt

Clear Skies
Felix
 

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