Hyperstar für C11 selber bauen??

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Hallo Gerd,

Dann frage ich mich, warum damals der ganze Zirkus mit Film zusammenbiegen gemacht wurde, wenn eine extra-Linse das Ganze benutzerfreundlicher gemacht hätte?

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,
ein Stück Film in einen gebogenen Filmhalter einzulegen war eben die einfachste Lösung.
Eine bildfeldebnende Linse hätte nur Nachteile mit sich gebracht. Die muss schließlich für jeden Spiegel gerechnet, geschliffen und vergütet werden, und braucht dazu eine (justierbare) Halterung, die im Strahlengang liegt. Kosten, Aufwand, zusätzliche Glas-Luft-Flächen, Obstruktion, Beugungseffekte, vielleicht auch Vignettierung hätte man sich unnötigerweise eingekauft.

Der gebogene Film war damit sicher nicht nur die einfachste, sondern auch die beste Lösung.

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

na, das klingt doch anders als "simple plankonvexe Linse";)

Das andere Problem, für jede Aufnahme an das Teleskop ranzumüssen, weil ein Filmbehälter für Rollfilm unnötig breit gewesen wäre, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Hier hatte das trotzdem mal jemand gemacht – schon ein Irrsinn, der damals betrieben wurde. Mit hatte schon das manuelle Nachführen mit Fadenkreuzokular gelangt.

Beste Grüße,
Alex
 
Dann frage ich mich, warum damals der ganze Zirkus mit Film zusammenbiegen gemacht wurde, wenn eine extra-Linse das Ganze benutzerfreundlicher gemacht hätte?

Weil man damals mit sehr großem Filmformat gearbeitet hatte und eine Feldebnungslinse bei derart riesigen Feldern ihre Grenzen hat.
Bei dem im Vergleich dazu bescheidenen Feld welches ein RASA korrigieren kann kommt man mit echter Schmidtkamera und Feldebnungslinse aber sogar zu besseren Ergebnissen.

Hier eine 200F2 Schmidtkamera die mit Feldebnungslinse gerechnet wurde bei 2° Feldwinkel ( 4° Felddurchmesser)

Schmidtkamera200F2.jpg


Eine bildfeldebnende Linse hätte nur Nachteile mit sich gebracht. Die muss schließlich für jeden Spiegel gerechnet, geschliffen und vergütet werden, und braucht dazu eine (justierbare) Halterung, die im Strahlengang liegt. Kosten, Aufwand, zusätzliche Glas-Luft-Flächen, Obstruktion, Beugungseffekte, vielleicht auch Vignettierung hätte man sich unnötigerweise eingekauft.

Die Berechnung der Linse ist sehr simpel und kein Vergleich zur Berechnung des Korrektors für ein RASA .
Es genügt eine handelsübliche Plankonvexlinse, die Kosten belaufen sich auf wenige Euro.

Die Linse kann wie ein IR Sperrfilter unmittelbar vor dem Sensor platziert werden.
Der Aufwand ist also nicht größer wie bei dem Filter.
Vergütung ist nun wirklich heutzutage kein Thema und wo bei einer Linse eine Obstruktion herkommen soll wird wohl dein Geheimnis bleiben.
Natürlich muss man eine Linse in passender Größe verwenden und dann gibt es auch keinerlei Vignettierung.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Das andere Problem, für jede Aufnahme an das Teleskop ranzumüssen, weil ein Filmbehälter für Rollfilm unnötig breit gewesen wäre, kann man sich heute kaum noch vorstellen.
Hallo Alex,
das klingt schlimmer als es damals tatsächlich war.
Mit chemischem Film wurde ja schließlich eine Aufnahme mit einem Stück Film durchbelichtet.
Das Stacken von unzähligen Aufnahmen gab es ja nicht.
Also musste man für die Aufnahme eines Objektes, nur einmal Film einlegen und belichten.

Ich schätze, das Fokussieren und das „korngenaue“ Nachführen waren die größeren Herausforderungen…….


Es genügt eine handelsübliche Plankonvexlinse, die Kosten belaufen sich auf wenige Euro.
Hallo Gerd,
war das zu den Hoch-Zeiten der Schmidtkameras auch schon so? Um diese Zeit geht es ja.
Ich gehe davon aus, dass zu der Zeit der Aufwand für solche Linsen anders war im Vergleich zu heute. Oder sehe ich das falsch?

Vergütung ist nun wirklich heutzutage kein Thema
Ja, heutzutage ist das bestimmt so. Aber wie war das denn zu Zeiten der Schmidt-Kameras? War das damals nicht aufwändiger und teurer?

wo bei einer Linse eine Obstruktion herkommen soll wird wohl dein Geheimnis bleiben
Obstruktion sehe ich zunächst nicht bei der Linse selbst. Ich gehe aber davon aus, dass eine solche Linse von irgendetwas in ihrer Position gehalten werden muss. Möglicherweise auch so, dass man den Abstand zum Film fein einstellen kann. Oder spielt das in dem Fall keine Rolle?
Die Filmhalter hat man ja sehr klein gehalten, um nicht unnötig abzuschatten. Eine Linse vor dem Film, die sehr wahrscheinlich größer gewesen wäre als das Filmmaterial, zuzüglich einer noch so kleinen Halterung würde ich schon Obstruktion nennen. Aber vielleicht irre ich mich ja an der Stelle.


Wenn die von mir angenommenen Nachteile einer bildfeldebnenden Linse gar keine Rolle spielen, dann bleibt ja weiterhin die Frage von Alex, warum man derzeit auf das Wölben von Filmmaterial gesetzt hat, und eben nicht auf eine Linse. Darüber nachgedacht hat man damals bestimmt.....

Was nicht heißen soll, dass man immer nur Film gewölbt hat. Es gab schließlich auch spezielle Schmidt-Kameras, mit planem Film und Korrekturlinsen.
Diese waren sogar beschnitten, um die Abschattung zu minimieren......... Das war aber bestimmt eher Ausnahme, und nicht Regel.

CS

Dietmar
 
das klingt schlimmer als es damals tatsächlich war.
Mit chemischem Film wurde ja schließlich eine Aufnahme mit einem Stück Film durchbelichtet.
Wobei ich bei den paar Versuchen, die ich noch analog fotografiert hatte, maximal eine halbe Stunde am Stück belichtet hatte – spätestes dann konnte ich Leitstern und Fadenkreuz nicht mehr auseinanderhalten. Gut, dank Schwarzschildeffekt und abnehmender Filmempfindlichkeit konnte man wohl zwischendurch den Deckel aufs Teleskop setzen, um sich eine Pause zu gönnen, vermute ich mal... Von daher kamen schon ein paar Bilder zusammen, und spätestens beim ersten Flugzeug war die nächste Aufnahme dran.

Wobei ich dann stattdessen Pause gemacht hatte, bis die Digitalkameras bezahlbar geworden waren und ich bei 5-Minuten-Aufnahmen einfach nur den Ausschuss löschen konnte, anstatt den ganzen Film wegzuschmeißen, weil das Zurückspulen nicht geklappt hatte. War ne geile Zeit ;)

Beste Grüße,
Alex
 
Eine Schmidtkamera benötigt lediglich eine simple Plankonvex Linse von der „Stange“ zur Feldebnung kurz vor dem Sensor.
Sie wäre also auch heute noch eine erstklassige Lösung und man könnte auf den ganzen Zirkus eines RASA getrost verzichten und wäre dem RASA trotzdem sogar noch überlegen.

Einziger Nachteil der Schmidtkamera, die Kamera mit Feldebnungslinse muss hier natürlich zwischen Schmidtplatte und HS und man würde eine Spinne zur Befestigung derselben benötigen.
Und um das zu vermeiden dürfte man den Aufwand mit dem RASA treiben.

Grüße Gerd

Hallo Gerd,

das RASA- und/oder Hyperstar-System hat natürlich den großen Vorteil, dass man in der Auswahl der Kamera flexibel ist. Auch schwerere gekühlte Kameras lassen sich einsetzen. Bei der echten Schmidt-Kamera könnte man natürlich eine entsprechende Spinne konstruieren, so wie ich es auch bei meiner SC gemacht habe. (Nochmals Danke für Deine Hilfe zur Feldebnungslinse ;))
Allerdings muss hier die Feldebnungslinse direkt auf dem Sensor-Chip platziert werden. Das ist durch das Auflagemaß der gängigen Kameras nicht ohne weiteres möglich.

Auch das Justieren der Komponenten innerhalb des Tubus einer Schmidt-Kamera ist mit der damaligen Bauweise eines geschlossenen Tubus mit der heutigen Sensortechnik nicht kundenfreundlich realisierbar gewesen. Von daher halte ich die RASA-Systeme für einen guten Kompromiss. Wobei man sich hier natürlich andere konstruktionsbedingte Nachteile erkauft.

Viele Grüße
Sven
 
Hallo Dietmar,

war das zu den Hoch-Zeiten der Schmidtkameras auch schon so? Um diese Zeit geht es ja.
Ich gehe davon aus, dass zu der Zeit der Aufwand für solche Linsen anders war im Vergleich zu heute. Oder sehe ich das falsch?

eine einfache BK7 Linse zu fertigen dürfte auch damals schon keine sonderliche Herausforderung gewesen sein und unabhängig von ihrem absoluten Preis dürfte der Preis so einer Linse in Relation zum Preis der Schmidtkamera immer schon sehr gering gewesen sein.
Es ist ungleich aufwendiger die große Schmidtplatte zu fertigen und den großen HS als eine kleine simple Plankonvexlinse.
Angesichts dieser Tatsache sollte es also an den im Vergleich sehr geringen Kosten einer kleinen einfachen Linse nun wirklich nicht scheitern.

Obstruktion sehe ich zunächst nicht bei der Linse selbst. Ich gehe aber davon aus, dass eine solche Linse von irgendetwas in ihrer Position gehalten werden muss. Möglicherweise auch so, dass man den Abstand zum Film fein einstellen kann. Oder spielt das in dem Fall keine Rolle?

Natürlich muss die Linse in Position gehalten werden aber das muss der Film natürlich auch und ich sehe keinen Grund warum die Fassung der Linse größer sein soll als die Haltevorrichtung für den Film. Und ja der richtige Abstand der Linse ist wichtig aber auch das ließe sich sehr platzsparend sicherstellen.

Die Filmhalter hat man ja sehr klein gehalten, um nicht unnötig abzuschatten. Eine Linse vor dem Film, die sehr wahrscheinlich größer gewesen wäre als das Filmmaterial, zuzüglich einer noch so kleinen Halterung würde ich schon Obstruktion nennen. Aber vielleicht irre ich mich ja an der Stelle.

Da die Linse sehr nah am Film ist muss sie nicht größer als der Film sein und auch die Fassung einer Linse lässt sich sehr schmal verwirklichen so dass sie nicht größer als der Halter für den Film ist.
Man könnte die Fixierung des Films die man ja eh benötigt auch gleich mit der Fassung der Linse erledigen.
Also einfach die Fassung so gestalten das der richtige Abstand der Linse gegeben ist wenn die Fassung direkt auf den Film aufliegt und diesen so auch gleichzeitig fixiert.
Man schlägt dann gleich 2 Fliegen mit einer Klappe.
Der Film wird fixiert und der richtige Abstand der Linse wird auch sehr präzise eingehalten.

Wenn die von mir angenommenen Nachteile einer bildfeldebnenden Linse gar keine Rolle spielen, dann bleibt ja weiterhin die Frage von Alex, warum man derzeit auf das Wölben von Filmmaterial gesetzt hat, und eben nicht auf eine Linse. Darüber nachgedacht hat man damals bestimmt.....

Die Antwort hatte ich doch schon gegeben.

Weil man damals mit sehr großem Filmformat gearbeitet hatte und eine Feldebnungslinse bei derart riesigen Feldern ihre Grenzen hat.

Und man hat übrigens nicht nur über eine Feldebnungslinse nachgedacht, sondern so etwas auch damals schon verwirklicht, nur eben bei den damals üblichen großen Filmformaten nicht weshalb die Feldebnungslinse damals eben nicht so oft verwendet wurde.
Das geniale an einer Schmidtkamera sind ebnen die gigantischen Felder die sie mit erstklassiger Korrektur ermöglicht und da ist sie auch heute noch ungeschlagen.
Kein anderes System kann ihr da das Wasser reichen.
Und wenn man diesen Vorteil voll nutzen möchte dann geht, dass nur mit gekrümmtem Film.
Mit Feldebnungslinse ist man bezüglich des Feldes limitiert.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sven,

das RASA- und/oder Hyperstar-System hat natürlich den großen Vorteil, dass man in der Auswahl der Kamera flexibel ist. Auch schwerere gekühlte Kameras lassen sich einsetzen. Bei der echten Schmidt-Kamera könnte man natürlich eine entsprechende Spinne konstruieren, so wie ich es auch bei meiner SC gemacht habe.

wie ich schon sagte ist der Nachteil einer Schmidtkamera nun mal das man mit der Kamera zwischen Schmidtplatte und HS muss so das man diese nicht an der Schmidtplatte anbringen kann und eine extra Spinne benötigt.
Und ja die Position ist natürlich auch etwas fummeliger insbesondere bei geschlossenem Tubus wo dann nur ne kleine Klappe als Zugang da ist.

Das ist letztlich der einzige Grund der gegen die Schmidtkamera spricht.
Insbesondere die extra Sapine scheint für Celestron und co ein Problem zu sein denn man nimmt ja nicht nur beim RASA erhebliche Nachteile in Kauf nur um die extra Spinne zu vermeiden.
Auch beim klassischen SCT das ja eine erhebliche Koma hat nimmt man diese in kauf nur um den Sekundärspiegel gleich an der Schmidtplatte anbringen zu können.
Es wäre ein leichtes dieses Koma vollständig zu korrigieren, wenn man nur die Schmidtplatte in größerem Abstand zum HS verbauen würde.


Allerdings muss hier die Feldebnungslinse direkt auf dem Sensor-Chip platziert werden. Das ist durch das Auflagemaß der gängigen Kameras nicht ohne weiteres möglich.

Na ja als Bastler mag man da ein Problem haben aber ein Hersteller könnte schon exakt passende Drehteile fertigen welche die Linse aufnehmen und in die Kamera eingeschraubt werden können.,
Das sehe ich jetzt nicht als großes Problem.

Auch das Justieren der Komponenten innerhalb des Tubus einer Schmidt-Kamera ist mit der damaligen Bauweise eines geschlossenen Tubus mit der heutigen Sensortechnik nicht kundenfreundlich realisierbar gewesen. Von daher halte ich die RASA-Systeme für einen guten Kompromiss. Wobei man sich hier natürlich andere konstruktionsbedingte Nachteile erkauft.

Ja da sind wir wieder bei der Position der Kamera zwischen Schmidtplatte und HS.
Das sollte aber heutzutage kein so großes Problem sein und ich sehe hier die Nachteile eines RASA als größer an so das ich dieses als keinen guten Kompromiss sehe.
Eine echte Schmidtkamera mit simpler Feldebnungslinse wäre deutlich preisgünstiger und wäre dennoch dem RASA sogar noch überlegen.

Grüße Gerd
 
Zum Hebel: Hier gibt's einen Belastungstest zur Schmidtplatte vom C14 (wenn auch nicht dazu, ab wann die Bildqualität schlechter wird):
EXPERIMENT: How Much Weight Can a Celestron C14 Corrector Hold?
Beim Anschauen müsst ihr ganz stark sein:cool:
Was die statische Last betrifft, da habe ich bei dem Hyperstar auch wenig Bedenken. Hab nur immer Sorge, dass ich beim Auf- oder Abbau mal abrutsche und mit der vorstehenden Linse irgendwo anstoße. Die Belastung dürfte in dem Fall etwas anders zu bewerten sein.
Gruß
André
 
Weil ich hier nach einer Direktbestellung bei Starizona gefragt hatte, möchte ich paar Zahlen von meiner Bestellung geben.
Bestellt wurden HyperStar V4 für C8, Nexus 0,75x und Adapter für SCT Reducer.
Die Versandkosten DHL Express betrugen $63,46 und bezahlt wurde per Paypal.
Alle Kosten wie Versand, Zoll, Steuer usw. eingerechnet, haben mich die Produkte folgendes gekostet:
HyperStar für C8 1.243€, Nexus 560€, Adapter 49,8€
 
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