C8-EHD Gurke?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
bei den allermeisten SC kommt diese Unschärfe durch Dejustage. Es ist leider tatsache das nur ganz wenige User Ihr SC ab und an nachjustieren , derweil ist das su super einfach mit den Justageschrauben am Fangspiegel.
Ich bin zu 99,9999 % überzeugt, das das Problem hier beschrieben, nur an der Justage hängt.
Diese SC egal aus welchem Jahr sind nach wie vor nicht ganz justagestabil
 
Hallo,
hier kurz die positive Seite meines C 8 (orangene Farbe, wurde 1984 von einem Sternfreund gekauft und das Gerät mir im Sept. 2023 geschenkt !!)
Erreichte dieses Jahr hier am Wohnort mit 270fach die Größe 14.0mag im Bereich des Orionnebels. War auf der Suche eines Veränderlichen, Grundlage eine Karte aus dem Burnham. Mi bloßem Auge war jedoch noch nicht 5,5mag erreichbar (Testfeld Kl. Bär). Ein Freund von mir, wohnt im Süden unterhalb Regensburg in einem kleinen Ort, erreichte mit seinem C 8 schon bis 14,9mag, mit einem 7mm Okular, Vergr. wäre 290fach, (da will ich auch noch hinkommen.....).

Gruß Günther
 
Sorry, die Bilder dazu.
 

Anhänge

  • IMG_20230324_080219.jpg
    IMG_20230324_080219.jpg
    284,8 KB · Aufrufe: 126
  • IMG_20230407_131527.jpg
    IMG_20230407_131527.jpg
    842 KB · Aufrufe: 130
Aber von den geschlossenen Varianten bin ich immer enttäuscht gewesen, wenn ich mal die Gelegenheit hatte durch zu schauen, als visueller Beobachter. Für Fotografen gelten da sicher andere Gesetze.
War ich auch fast immer bis mir eine alte Intes MN86 De Luxe Optik in einem ca. 5mm dicken Hartpapiertubus zugelaufen ist. Tschüss Auskühlproblematik, die dämmende Wirkung des Hartpapiers reicht um Tubusseeing dauerhaft zu unterdrücken. Am Anfang blubbert es vor dem Meniskus je nach Temperaturunterschied gibt sich das aber recht schnell dann steht das Bild völlig ruhig wenn der Himmel mitspielt.

Ein einfacher und relativ billiger Versuch wäre es dem SC eine Tubusisolierung und eine Taukappe zu spendieren und mal das "Hot-Tube Prinzip" auszuprobieren?
Es gibt viele positive Berichte darüber im Netz.

Genau das führt bei geschlossenen Teleskopen oft zum Ziel ganz ohne Lüfter etc... ;)

Viele Grüße Felix
 
War ich auch fast immer bis mir eine alte Intes MN86 De Luxe Optik in einem ca. 5mm dicken Hartpapiertubus zugelaufen ist. Tschüss Auskühlproblematik, die dämmende Wirkung des Hartpapiers reicht um Tubusseeing dauerhaft zu unterdrücken. Am Anfang blubbert es vor dem Meniskus je nach Temperaturunterschied gibt sich das aber recht schnell dann steht das Bild völlig ruhig wenn der Himmel mitspielt.



Genau das führt bei geschlossenen Teleskopen oft zum Ziel ganz ohne Lüfter etc... ;)

Viele Grüße Felix
Hallo Felix,

ich habe mich wohl etwas zu pauschal ausgedrückt. Ich kann Dir nur voll zustimmen!
Praktisch alle Intes Geräte möchte ich davon ausnehmen. Ich kenne das MN76 gut, das MN78 etwas und das Alter 603 (Ich hoffe die Bezeichnung stimmt noch Maksutov Cassegrain f10). Alle Geräte waren super, okay der MN76 hatte zunächst einen wackeligen Fangspiegel, bis zu seiner Otpmierung. Die Teleskope waren durchdacht und liefert ab Werk was man sich von erhoffte. Praktisch von allen russichen Geräten, auch von den TAL Newton's TAL Alkor, TAL 1, TAL 2M kann man sagen, sie waren im besten Sinne gebrauchtstüchtig kontsruiert und lieferten tolle Fernrohre.
Die Tuben waren schön überdimensioniert mit einem tollen Blendensystem, es gab zumindest bei den Deluxe Versionen ab Werk Lüfter. Alles zusammen verminderte die Auskühlproblematik erheblich. Das waren tolle Teleskope, da wußte jemand in Rußland wie man richtig Teleskope konstruiert!
Die MN's konnten mit Apos ähnlicher Größe mithalten. Einziger Nachteil, sie waren sauschwer... ;) Leider ist das auch schon alles über 20 Jahre her. Schade, das sie ausgestorben sind... :cry:
Aber für weniger Geld (und Gewicht) bekam man irgendwann 8-10" Newtons von der Stange und beim Vergleich 10" China Newton gegen MN76 blieben die Intes leider wohl auf der Strecke.
Wer heute ein Gebrauchtangebot sieht, kann meiner Meinung nach immer noch bedenkelos bei diesen Geräten zuschlagen.
Viele Grüße
Jürgen
 
Ach ja, die lieben SCs und ihne Anverwandten... Meine Story enthält alle hier erwähnten Erfahrungen, nur nicht immer in der selben Reihenfolge.

Ein Freund von mir hatte ein C11 und ein C8. Letzteres führte ein Schattendasein in seiner Diele und wurde nie benutzt.

Die Beobachtungen mit dem C11 haben mich leider nie überzeugt. Allerdings wurde es auch so, wie es halt vom Werk kam, benutzt. Ob er es je justiert hat, weiß ich nicht. Irgendwann war ich mit dem Nachlass betraut und habe es verkauft, ohne noch ein weiteres Mal durchzuschauen. Die bisherigen Erfahrungen mit diesem C11 deckten sich ja mit den üblichen Vorurteilen bezüglich der Abbildung eines SCs.

Nun kam das C8 an die Reihe, welches ich auch verkaufen wollte. Da das aber leichter zu montieren war, dachte ich, ach schau doch wenigstens einmal durch. Und was soll ich sagen, ich war baff, ob der knackscharfen Bilder, die das Teil am Mond lieferte! Und das ohne jegliche Optimierung!

Weitere Versuche zeigten jedoch, wenn es darum geht, die Auflösungsgrenze zu erreichen, egal ob visuell oder fotografisch, legt einem die geschlossene Konstruktion immer wieder Steine in den Weg. Ich hab dann fast alles probiert. Von Lüftereinbau, Temperatursensoren, Tubusisolierung, bis hin zum Gitterrohr Umbau. Erst die letzte Variante hat das thermische Verhalten am besten in den Griff bekommen.

Mein Exemplar ist jedenfalls optisch hervorragend. An meinen Mewlon reicht es trotzdem nicht heran, aber das wäre auch zu viel verlangt gewesen.

In Bezug auf das SC des TO, ist die Sache für mich völlig klar. Ein Sterntest bei ruhiger Luft offenbart nicht nur ob mit der Thermik was nicht stimmt, sondern auch den Zustand der Kollimation und ob es eine Gurke ist, oder nicht. Alles andere ist reine Spekulation.

Viele Grüße
Peter
 
Wenn ich mir das Mondfoto hier „nach der Justage“ ansehe, ist mein C8 ja perfekt justiert.
Warte jetzt mal auf besseres Wetter um hier weiterzukommen. Eine Überprüfung der Justage am Stern und dann schau mer mal, dann sehen wir schon.
 
Warte jetzt mal auf besseres Wetter um hier weiterzukommen. Eine Überprüfung der Justage am Stern und dann schau mer mal, dann sehen wir schon.
Beim Sterntest muss man auch auf die Backfokus Position achten. Die Geräte sind für einen bestimmten Abstand gerechnet, auch wenn der Bereich in dem man in den Fokus kommt und noch keine Vignettierung auftritt, größer ist. Selbst gute Exemplare zeigen trotzdem Abweichungen beim Sterntest. Das ist wohl designbedingt. Das können andere aber besser erklären.

Viel Erfolg.

Peter
 
Hi Peter

Den Unterschied an verschiedenen Backfoki ( sagen wir mal plus / minus 3 bis 5 cm ) siehst du am Sterntest nicht.
Erst wenn du zu weit raus gehst und dadurch eine Vignetierung erzeugst kann man das sehen. Das geschieht zum Bsp wenn du einen Okukarsuszug hinten anschließt , oder Bino ohne Glaswegkorrektor , dann verändert sich die Systembrennweite und durch die Blendenvignetierung vergrößerst du die zentrale Abschattung, wer genau vergleicht sieht den Unterschied
 
Das ist aber schon ein extremer Umbau und sicher auch nicht ganz billig.
So etwas würde ich mir nur antun, wenn die Basisdaten vielversprechend sind, d.h. die optische Qualität den Aufwand rechtfertigen kann. Aktuell ist das sicher nicht der Fall.
Ist dieser Umbau alles in Eigenregie entstanden? Gibt es Quellen hierfür?
 
Servus Walter41,
mein Grund war genau dieser. Optische Qualität schnellstmöglich einsatzbereit zu bekommen.
Peter (gibeon) kann das ja gut bestätigen.
Beobachtungszeit ist kostbar.

Für den Umbau habe ich mir natürlich inspurationen aus'm Netz geholt.
Und ein gutes altes Gerät in die Hand bekommen.
Einem "Neu Gerät" hätte ich diesen Versuch nicht angetan.

Die Kosten sind minimal, da alle Teile mit einfachen Maschinen gefertigt werden können.

Grüße
Wolfi
 
Das ist wirklich schade, um nicht zu sagen eine Tragödie, dass die Schmidt Cassegrain nicht ab Werk eine gute Abbildung abliefern.

Dabei haben sie das Potenzial APO mäßige Bilder zu zeigen, genauso wie die Maksutov Teleskope, da keine Spikes durch eine Fangspiegelhalterung zu sehen sind.

Man kommt zwar nicht so leicht in den Hochvergrößerungsbereich wie mit einem APO, was jedoch für die größeren SCs mit 14"-16" kein Problem ist, da man dort mit Austrittspupillen um 1mm, bei 356-406x in der Regel genügend Reserven hat.

Der Einzige Unterschied ist bei hellen Sternen zu sehen, wo der APO feinere bzw. kleinere Sterne zeigt.
Die SC/MC jedoch durch ihre hohe Obstruktion einen helleren ersten Beugungsring zeigen.
Wen das stört kann man auch mit einem ND-Filter die Helligkeit des Sterns etwas reduzieren um den ersten Beugungsring schwächer zu machen, so wird auch die Doppelternbeobachtung zu einen ästhetischen Genuss.

Die neueren Koma freien Systeme, wie das ACF von Meade mit asphärischem Fangspiegel und das Celestron EdgeHD mit integriertem Korrektor haben dann zudem noch ein besser korrigiertes Bildfeld.

Ich denke die Fehlkonstruktion hat mehrere Gründe.
Zum einen ist es ein geschlossenes System, würde man da richtig mit Lüftern an die Grenzschicht rangehen, müsste man früher oder Später das System mal öffnen und reinigen, was nicht jedermanns Sache sein wird.
Auch als Hersteller umgeht man so Reklamationen von Kunden, die vielleicht etwas unbedarft den Lüfter laufen lassen, wo vielleicht gerade starker Pollenflug, oder starke Staubentwicklung stattfinden.
Des weiteren sind diese Systeme allein schon von der Obstruktion her auf die Fotografie ausgelegt, quasi eine möglichst große und kompakte Öffnung um auch die Montierung zu schonen und um Platz in der Sternwarte zu haben.
Für die Fotografie und die anschließende Bildbearbeitung spielen die Themen große Obstruktion, Grenzschicht, hoher Strehl, keine so große Rolle wie für die Visuelle Beobachtung, die Bildbearbeitung stellt das später alles wieder her.

Von daher glaube ich auch nicht das sich bei den SCs viel ändern wird und wer es visuell nutzen möchte, der muss es halt umbauen.
LG
 
Das ist aber schon ein extremer Umbau und sicher auch nicht ganz billig.
Das ist tatsächlich nicht sooo schlimm, wie es aussieht. Ich hätte mich ohne Wolfis (Newtonuser) Vorbild da aber auch nicht rangetraut. Rückblickend kann man sagen, mit handwerklichen Geschick, einer durchschnittlich ausgestatteten Werkstatt und Tipps und Tricks derer, die das schon gemacht haben, ist es machbar.

Allerdings würde ich das auch nicht bei einem Exemplar mit unklarer Qualität anfangen.

Ich plane immer noch einen zweiten Umbau, der besonders auf Lightweight ausgelegt ist. Die Einzelkomponenten habe ich schon im CAD (Fusion 360) gezeichnet, nur zusammensetzen muss ich die Konstruktion noch.

Allerdings bin ich da blutiger Anfänger und momentan noch anderweitig beschäftigt. Aber wenn das Modell fertig ist, stelle ich das hier gern als Datei betreit.

Viele Grüße
Peter
 
Hallo,

@Walter41

Schnapp dir mal dein C8 und roll das mal ab auf nem gut gebastelten Ständer. ;)

Das verschafft recht schnell Klarheit was man da so in den Händen gerade hat.

Ich hatte dazu (4-)6 kleine Kugellager geschnappt und einige Zeit invertiert um die verschiedenen Abständen gegeneinander einstellen zu können(für mehrere verschiedene Teleskope) mit nem bissl Alu, Schrauben und Gewindestangen daheim.
Kann man auch mit Holz +/- provisorisch leicht basteln um so nen Teleskop abrollen zu können.

Probier auch mal dir dass so auszulegen mit einem Stopfen in der Okular/Camera Aufnahme als Abrollpunkt. Messuhr brauchst du nicht.

Nimm dir ein Bierchen gemütlich dazu eventuell bevors dir zu warm wird auf einmal.....




Bei mir war bei diversen Teleskopen recht Ralli-Dalli angesagt.




Dicke Fussel auf den optischen Oberflächen bevor die in die Vak-Kammer reingehen ist auch kein Sonderfall was bei mir schon durch die Hände ging. _jungeschlagen:

Mein Kollege in DE hatte den ED f11er dreimal(!!!) umgetauscht. Ich habs gerade noch gepackt mit dem miserablen V1 2.5" Auszug, wahrscheinlich solltest du den V2 haben der sorgfältiger gebaut wird.

Meine Erfahrungen mit Katadioptern verschiedener Bauweisen(offen wie geschlossener Tubus) aus den letzten Jahren aus GB und China sind wirklich nicht die besten. Da war schon 5.5"Mak, 6"RC+CC, 7"Mak und 8"CC+SC dabei.


Clear skies,
- Martin
 
Hallo,

@Walter41

Schnapp dir mal dein C8 und roll das mal ab auf nem gut gebastelten Ständer. ;)

Das verschafft recht schnell Klarheit was man da so in den Händen gerade hat.

Ich hatte dazu (4-)6 kleine Kugellager geschnappt und einige Zeit invertiert um die verschiedenen Abständen gegeneinander einstellen zu können(für mehrere verschiedene Teleskope) mit nem bissl Alu, Schrauben und Gewindestangen daheim.
Kann man auch mit Holz +/- provisorisch leicht basteln um so nen Teleskop abrollen zu können.

Probier auch mal dir dass so auszulegen mit einem Stopfen in der Okular/Camera Aufnahme als Abrollpunkt. Messuhr brauchst du nicht.

Nimm dir ein Bierchen gemütlich dazu eventuell bevors dir zu warm wird auf einmal.....




Bei mir war bei diversen Teleskopen recht Ralli-Dalli angesagt.




Dicke Fussel auf den optischen Oberflächen bevor die in die Vak-Kammer reingehen ist auch kein Sonderfall was bei mir schon durch die Hände ging. _jungeschlagen:

Hallo Martin,

Das Teleskop „abrollen“? Wie soll das gehen? Ein Teleskop ist ja kein Nudelwalger. Gibts dazu nähere Infos, oder ein Video dazu?
 
Hallo Walter,

Hier auf dieser Seite kann man sich ne Idee machen.

Eine weitere kleine nicht all zu Detailreiche Anleitung auch hier.

Diese Seite fand ich auch noch ganz Ok.


Abrollen fand ich bestens fuer mehrere Teleskope äußerst Hilfsreich bei geeigneten Supporten um FS und Frontseitige Korrektoren zu zentrieren.
Des Öfteren gibt es auch kleine Möglichkeiten komplette Systeme wie Rückseiten somit zu zentrieren.
Ist alles etwas aufwändiger, wer dazu Lust oder besser gesagt die Geduld aufbringen möchte.

Clear skies,
- Martin
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben