Einnorden mit NINA funktioniert nicht richtig

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JohannesM

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Hallo.

Ich nutze zum Einnorden der Montierung NINA mit "Three Point Polar Alignment."
Ich habe hier meist einen Gesamtfehler von unter 1"
Die letzten beide Male überprüfte ich das dann mit dem Guidingassistant von PHD2.
Diesen ließ ich 10 Minuten laufen. Dann kam ein Fehler von ca. 8" raus.
Was könnte hier die Ursache sein?

CS
Johannes
 
Hallo Johannes,

das ist innerhalb der realistischen Fehlertolleranz.
Da reicht schon ein Umschwenken um diesen 'Mini'- Fehler zu bekommen.
Damit kannst du glaube ich mehr als zufrieden sein.
Welches Equipment benutzt du eigentlich ?
Das sieht bei mir meist deutlich schlechter aus 30-60" und habe trotzdem keinerlei Einbusen in Tracking.

CS,
Franz
 
Hallo Franz.
Das Beruhigt mich. Du hast recht. PHD lief erst nach einem Schwenk.
Ich benutze einen bunt zusammengewürfelten Haufen. :cool:
Die Montierung ist eine Vixen SP DX die habe ich mit zwei Schrittmotore mit Riemenantrieb ausgerüstet. Steuern tut es OnStepX
Als Stativ benutze ich eines von einer Skywatcher EQ5. Dazu habe ich mir eine Adapterplatte gebaut. Damit ich die Vixen darauf befestigen kann. Und das Teleskop ist ein Skywatcher 150P Newton

Edit: Meist Guide ich unter 1" Gesamtfehler
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo.

Ich nutze zum Einnorden der Montierung NINA mit "Three Point Polar Alignment."
Ich habe hier meist einen Gesamtfehler von unter 1"
Die letzten beide Male überprüfte ich das dann mit dem Guidingassistant von PHD2.
Diesen ließ ich 10 Minuten laufen. Dann kam ein Fehler von ca. 8" raus.
Was könnte hier die Ursache sein?

CS
Johannes
Hallo Johannes,
du schaffst es tatsächlich , die Montierung in beiden Achsen auf 1“ genau einzunorden? Oder meinst du 1s RMS Fehler beim Guiden?
CS Peter
 
OK - ich peile auch immer < 1 Bogenminute an, das reicht eigentlich auch locker. Eine nicht ganz perfekte Ausrichtung verbessert sogar meistens das Guiding, weil die Korrekturimpulse dann vorwiegend in die selbe Richtung gehen -> Keine Probleme mit Backlash, Zahnflankenspiel etc. Wie weit man das Treiben kann hängt halt stark von der Belichtungszeit, Bildausschnitt und den Koordinaten ab. Irgendwann schlägt dann die Bildfelddrehung zu und man bekommt Strichspuren am Bildrand.

Ciao, Udo
 
Hallo Johannes,

auch wenn Du ein "Polar Alignment" PA mit drei Sternen machst und das dort mit einer Fehlertoleranz von 1" einstellst, ist der Fehler meist viel größer.
Denn das PA wird mit PlateSolve gemacht. Du benutzt also die optische Achse des Teleskops für das Einnordungsverfahren. Und die optische Achse stimmt nie mit den Teleskopachsen überein. Die Abweichung von diesen Achsen sind auch als "Pointingfehler" bekannt.

Insbesondere bei "weichen" Teleskopen, wie eine Newton, bewegt sich auch noch der Spiegel während des GoTo. Es kann sogar sein, dass ein "Three Point Polar Alignment" ein schlechteres Ergebnis für den Pol liefert, als ein klassisches "Two Point Polar Alignment". Das liegt daran, dass die Pointingfehler (siehe oben) sich dann auf den Fehler der Einnordung auswirken und der Pol falsch berechnet wird, da die Poitingfehler zum PA Fehler zusammengerechnet werden. Den geringsten Pointingfehler macht man, wenn man (für das Polar Alignment) auf einer Deklination bleibt und nur in RA fährt. So macht das z.B. ZWO in ASIAir.

Selbst wenn man sich sehr viel mehr Mühe gibt mit dem PA und den Fehler auf 1" reduziert, ist er in Wirklichkeit viel größer. Wegen der Pointingfehler. Es ist eine Illusion zu glaube, mit den PA-Methoden, die sich auf PlateSolve stützen, könnte man sehr genau einnorden.

Wenn man eine präzise Einnordung machen will, muss man ein vollständiges Pointing-Model fahren. Das dauert aber sehr lang. Oder eine von den Alignmentfehlern der Achsen unabhängige Methode wählen, wie das Einscheinern. Aber das dauert auch noch relativ lange.

Aber bei kleineren Teleskopen mit großem Gesichtsfeld reichen auch die PlateSolve Methoden mit zwei Sternen für das PA. Bei drei kann es schon wieder schlecher werden.

Gruß,
Peter
 
Danke Peter.

Jetzt habe ich wieder was gelernt.
Wenn ich es richtig verstanden habe dann müsste ich es ja mit dem mit PHD2 über Drift Align sich korrigieren lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Johannes,

eigentlich ja. Aber es kommt auf das Gesichtsfeld an. Und die Größe der Poitingfehler. Wenn letztere klein sind und das Gesichtsfeld groß, wirst Du mit der PlateSolve-Methode auskommen. Das geht schnell und ist meist genau genug. Den Rest erledigt das Guiden.

Letztlich ist das PA mathematisch gesehen Operationen mit Drehungen auf der Sphäre. Bei einem idealen Teleskop mit idealer Montierung (also ohne Poitingfehler), überträgt sich der Fehler im Einnorden in der gleichen Größenordnung auf das GoTo. Wenn Du 3' Polabweichungs hast, bekommst Du auch nach dem GoTo 3' Abweichung vom Objekt im Bildfeld. Und der Rest wird durch die Pointingfehler verursacht.

Wenn Du Deinen Aufbau stationär hast (was bei der AM5 meistens nicht gegeben ist), lohnt sich ein Pointing-Model oder ein Einscheinern z.B über "Drift Align".

Gruß,
Peter

Anmerkung: Bei der AM5 gibt es einen periodischen Fehler von +/-20". Von daher ist die Genauigkeit des Einnordens ohnehin limitiert.
 
Nach meiner Erfahrung kommt es eher auf ein anständiges Guiding, den korrekten Sensorabstand, optimalen Fokus etc. an als auf eine superoptimale Einnordung. Ich schätze, mein Fehler beim Einnorden liegt meistens um 1‘ und phd2 guided bei gutem Seeng mit 0,3“ rms. Probleme mit Bildfelddrehung habe ich bei Brennweiten zwischen 380 mm und 910 mm und Belichtungszeiten bis 15 min noch nie festgestellt.

CS Peter
 
Probleme mit Bildfelddrehung habe ich bei Brennweiten zwischen 380 mm und 910 mm und Belichtungszeiten bis 15 min noch nie festgestellt.

CS Peter
Dann fotografiere mal die Region um Polaris... Aber wie gesagt: 1 Bogenminute ist eh noch sehr wenig "Fehler" - da spielt das noch keine wirkliche Rolle. Zu viel sollte es halt auch nicht werden - kann man auch berechnen, aber dafür ist es mir gerade zu warm...

Ciao, Udo
 
Dann fotografiere mal die Region um Polaris... Aber wie gesagt: 1 Bogenminute ist eh noch sehr wenig "Fehler" - da spielt das noch keine wirkliche Rolle. Zu viel sollte es halt auch nicht werden - kann man auch berechnen, aber dafür ist es mir gerade zu warm...

Ciao, Udo
…yep, und im Winter frieren einem die Finger ab, wenn man > 1‘ erreichen will ;) . Ich wollte doch nur rüberbringen, dass es in der Regel andere Faktoren gibt, die sich stärker auf die Qualität des Bildfeldes auswirken, als ein Einnordungsfehler in der vom TO genannten Grössenordnung - und sei sie auch „nur“ mit Platesolve ermittelt.

Peter
 
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