Vergleich: Kallisto 2024-09-04 und Winjupos

MikeWölle

Aktives Mitglied
Hallo, heute Seeing mit S4/10 nicht besonders gut für Jupiters zarte Details, aber gut genug für Kallistos harte Kontraste( blankes Eis auf dunklem Staub). Hier ein Vergleich Foto mit Winjupos Simulation. Oben im Süden befindet sich Krater Lofn und Adlinda, rechts unten Valhalla.
CS Mike Wölle
2024-09-04-0317_9-R_lapl5_ap1_Drizzle30_2.jpg
2024-09-04-0317.6-Jupiter-SR.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mike,

ich weiß ja nicht. Also beim Merkur habe ich bei mir selbst schon immer Schwierigkeiten da die Details zur Winjupos Ansicht zuzuorden.

Hier sehen ich eigentlich auch kaum Übereinstimmungen. Links viele Verdickungen / Stackingartefakte durch sehr grobe Schärfung.
Am Rand die typischen Aufhellungen / hellen Verdickungen, die ich bei mir auch beim Merkur habe.

Ist nur meine Meinung, kann ja sein, dass hier vorhandene Details nur überbetont sind aber dennoch real, keine Ahnung.

Gruß,
Holger
 
Hallo Mike
Man kann das nicht vergleichen und sagen ,oh die Aufhellung passt vielleicht . Alle anderen passen aber nicht. Jeder Bearbeitungsschritt verändert dein Bild
. Umso mehr du willst um so schlimmer wird es . Nicht Aussagekräftig ist meine Meinung .
Vielleicht mit einer SW Kamera um nur die dunklen und hellen Regionen sichtbar zu machen . Die Farbe stört gewaltig .

Gruß Frank
 
Die Idee mit der Mono finde ich ebenfalls interessant. Farbe stört hier nur bei diesen reinen Albedo Formationen. Die Polkappe ist ein Artefakt der Schärfung bzw Rand Artefakt.
Ganymed habe ich mit den RGB Filtern und einer schnellen Monokamera auch einmal probiert. Da war der Blaukanal mit einer deutlich sichtbaren Albedoformation erfolgreich.
VG und CS
Frank
 
Haha, Leute als Pionier hat man''s nicht leicht, hat auch lange gedauert auch die Amis zu überzeugen, aber die Sache funktioniert tatsächlich.
Zuerst glauben die Leut es ist Schwindel, dann Zufall, mittlerweile kommt aber bereits Neugierde auf wie das geht.

Nun ich kann euch versichern: Es geht!
Ganymed hab ich 2022/23 kartiert und auf Alpo veröffentlicht.
IO Karte 2023/2024 hab ich heuer im Frühjahr auch auf Alpo veröffentlicht, auch auf der Obsession Homepage zu finden.
Und jetzt ist eben Kallisto an der Reihe, da habe ich mittlerweile 2 Dutzend brauchbare Aufnahmen beieinander, dabei ist die Saison noch lange.

@ Holger: Zu Merkur kann ich nichts sagen, Merkur geht auf meinem Balkon/ Garten einfach nicht.

@ Frank: Um die Details heraus zu kitzeln habe ich eine eigene Technik an Ganymed entwickelt, die sich auch hier bei Kallisto eignet.

Drehe ich die Helligkeit/ Kontrast entsprechend rauf oder runter passiert folgendes.
DUNKLER: Der Rand flöten, dafür kommen die hellen Krater schärfer, getrennter und hoch aufgelöster heraus.

HELLER: Der Rand wir rund und korrekt vom Durchmesser dargestellt, dafür werden die hellen Krater zu hell, zu groß und unscharf wie oben in meinem Foto. Es ist also ein mehrstufiger dynamischer Prozess um die Fotos auszuwerten.
Bei Kallisto ist die Farbe nicht so entscheidend, obwohl sie hilfreich ist den ADC korrekt einzustellen, sie ist aber bei Io sehr wichtig.

Ich würde euch raten es selbst einmal zu probieren und zwar an Ganymed der ist relativ einfach.

Weiters ist es wichtig euch von der Vorstellung schöner Fotos zu lösen, was manche schön finden, finde ich weichgespült. Es geht mir ums letzte Detail und nicht um perfekte glänzende fehlerfreie Fotos. Tiziano hat gestern gemeint, ich habe die Grenze der Auflösung erreicht.
Das hat mich sehr gefreut, möglicherweise brauche ich irgendwann ein größeres Teleskop.
;)
CS Mike
 
Moin.
Erfahrungen mit Merkur habe ich jede Menge, aber das spielt nicht wirklich die Rolle.
Bei strittigen Fragen wie dieser gibt es eine klare Methode des ziemlich sicheren Nachweises: Mehrere Videos nacheinander machen. Ergibt sich bei der Bearbeitung ein gleiches oder mindestens sehr ähnliches Aussehen, darf man schon mal halbwegs sicher von realen Strukturen ausgehen.
Kritisch dabei: Überschärfen schafft Artefakte. Die können gerade bei Hell-Dunkelunterschieden in Randnähe dann durch die Schärfung gleichermaßen auftreten und reale Objekte vortäuschen. Zum Beispiel durch Seeingeinflüsse oder nicht hundertprozentige Justage.
Gleichwohl steht außer Frage, dass auf den großen Jupitermonden Detail erfassbar ist. Die hellen Stellen am leichtesten, der Rest an Albedo bei Ganymed ist aber keineswegs trivial und für eine Bezeichnung als real würde ich obigen Nachweis als Voraussetzung ansehen. Zudem ließe sich über mehrere Ergebnisse der Rauscheinfluss besser herausmitteln.
Farbe würde ich gar nicht zum Einsatz bringen. Mono mit kleinen Pixeln wäre da klar im Vorteil.
Ganz persönlich würde ich bei 4/10 nicht mal einen Versuch unternehmen. Und solche Luft habe ich leider hier eher als Standard denn Ausnahme.
CS
Rudolf
 
Haha, Leute als Pionier hat man''s nicht leicht, hat auch lange gedauert auch die Amis zu überzeugen, aber die Sache funktioniert tatsächlich.
Zuerst glauben die Leut es ist Schwindel, dann Zufall, mittlerweile kommt aber bereits Neugierde auf wie das geht.
Ja, dass kenn ich selbst auch gut. Als ich bereits Anfang der 90er mit der SBIG ST 5 den Mars aufnahm und sich in der Polkappe die Rima tenuis abzeichnete, hat man mich bei der Violauer Planetentagung fast wie einen Scharlatan behandelt und mit Händen und Füße erklären wollen, das sei unmöglich. War es aber doch, heute steht die Realität der Beobachtungen außer Frage (nicht zuletzt durch einen damaligen Kontakt zu Donald Parker).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hihi, heute braucht man keine Angst mehr haben vor der heiligen Inqusition und hochnotpeinlicher Befragung, das haben wir " gottseidank" hinter uns.
Ich geb euch einen Einstieg in die Sache:
Schaut euch im Sterne und Weltraum 4/2024 auf Seite 68 den Jupiter an. Nicht den oben von Enrico auf La Palma mit seinem extrem teuren Gerät, sondern meinen auf der unteren Hälfte der Seite.
Da seht ihr nicht nur Jupi mit GRF ( den hat die Redaktion übrigens ungefragt umgedreht und eingenordet grrrr), sondern ganz knapp neben Jupiter Ganymed. Auf Ganymed sind unschwer und auch für große Skeptiker unleugbar ein Haufen Details sichtbar. Dabei hab ich den Ganymed einfach nur mit "gestacked" und nicht irgendwie besonders behandelt. Jetzt nehmt ihr einfach die Aufnahmedaten und vergleicht mit Winjupos Anblick, und ihr werden feststellen, die Details stimmen exakt.
Vielleicht überzeugt auch das ja.
Oder wie ein Ami neulich zu mir gesagt hat: "Es fällt immer schwerer deine Fotos zu widerlegen".
CS Mike
 
@ Rudolf, ja hätte ich früher auch nicht geglaubt, geht aber. Hier eine andere, bessere Aufnahme.
Na Frank, was sagst du jetzt?
CS Mike
2024-08-28-0226_3-R_lapl5_ap1_Drizzle30_3.jpg
2024-08-28-0226.0-Jupiter-SR.png
 
Hallo Mike
Ich glaube ich habe mich verkehrt ausgedrückt .
Mit einer Sw Kamera glaube ich die hellen und dunklen Regionen besser zu trennen .
Ich glaube das wirkt realistischer .

Gruß Frank
 
Das hab ich noch nicht probiert, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass in den allermeisten Fällen die ASI462mc ausreicht, sogar hochauflösende Mondfotos sind bei gutem Seeing spitze. Die ASI462mm hab ich auch, bis jetzt aber nur geringe Vorteile an Neptun und Saturn.
Gerade bei Io ist Farbe aber wichtig und auch Ganymed hat ein pasr Schattierungen von Braun.
Hier ein Stückerl von meiner Karte und oh Wunder- Norden ist oben!
Screenshot_20240904_165929_Gallery.jpg

Zu Donald Parker: Das war der großartige Planetenfotograf in Florida, der jahrelang die besten Aufnahmen mit 12" Newton und TP 2415 Kodak Technical Pan machte und praktisch in fast jeder Sky and Telscope Ausgabe eine Aufnahme drinnen hatte, guter Mann!
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin zwar nicht Frank, aber auch nicht überzeugt von dem neuen Bild. Die "Übereinstimmung" kann genausogut hochgerechnetes Rauschen erzeugt haben. Zu scheinbar passenden Punkten gibt es ebensoviele, die nicht passen.
Es ist unbestritten, dass Unterschiede in Hell- und Dunkel auf Kallisto aufnehmbar sind, aber in der Auflösung?
Halte ich für solange unwahrscheinlich, bis Du mir zum Beispiel durch mehrere solcher Aufnahmen, die nacheinander an einem Morgen erfolgt sind, beweisen kannst, dass sie reproduzierbare Ergebnisse liefern. Ist es fein- und scharfgerechnetes Rauschen, wird das nicht gelingen. Bei Details schon.

Mal theoretisch gepackt: Ein optimaler 18-Zöller hat ein Auflösungsvermögen von 0,31". Kallisto hatte am 28. August einen Durchmesser von 1,28", das ist schon mächtig winzig. Theoretisch wäre das Teleskop unter besten Bedingungen in der Lage, vier Punkte noch als trennbar erkennen zu lassen. Bei Dir sind es sieben bis acht, wenn ich mal die Helligkeitsschwerpunkte und -wechsel zähle. Zudem wird die Aufnahme nicht unter stehender Luft, sondern Seeingverschmierung stattgefunden haben. Das reduziert die Auflösung spürbar. Realistisch wäre dann, dass drei Punkte über den Durchmesser vielleicht noch als getrennt erschienen.
Das allein macht es schon sehr unwahrscheinlich, zu einem solchen Ergebnis zu kommen. Zumal der Einsatz einer Farbkamera als suboptimal eingestuft werden muss. Er geht zwangsläufig mit einem Auflösungsverlust einher.

Wie gesagt, und so habe ich das auch bei anderen Kommentatoren hier herausgelesen: Meine persönliche Skepsis bleibt bestehen. Es bedarf des Gegenbeweises in Form reproduzierbarer Ergebnisse.
Ein weiterer Weg wäre auch, allen Interessierten einfach mal eine Rohdatei zur Verfügung zu stellen. Dann könten wir selbst versuchen und schauen, was da tatsächlich drin steckt und was wir rausholen würden. Bislang ist das alles aber samt Deinem Hinweis auf ein "eigene Technik bei der Bearbeitung" für alle Außenstehenden solange eine Blackbox, bis Du den Prozess mal offenlegst.
CS
Rudolf
 
Hi Rudolf,
also an einem Morgen mehrfach was zu machen geht schon mal aus praktischen Gründen nicht: Ich muß in max. 1h30 Mars,Jupiter, Kallisto eventuell Mond und Europa aufnehmen, wenn was nicht hinhaut oder Wetter nicht mitspielt ist das schon knapp, dann geht der Speicher aus, der Strom vom Laptop, die EQPlattform ist dann auch am Anschlag. Kallisto dreht auch extrem langsam, braucht 16 Tage, da tut sich in einer Stunde nix.
Mein Ziel im Moment ist nicht euch zu überzeugen, sondern euch nur am Laufenden zu halten, und euch zu animieren es selbst zu versuchen. Ich arbeite währenddessen an meinem Galileo Projekt weiter.
Ich hab euch mehr als genug Hinweise gegeben:
Grosse Optik von erstklassiger Qualität, perfekte Justage, perfekt eingestellter ADC, möglichst gutes Seeing, möglichst gute Transparenz, möglichst viele Einzelbilder, möglichst kurze Einzelbelichtungszeit, alles kein Hexenwerk.
CS Mike
Screenshot_20240904_183401_Gallery.jpg
 
Hi Rudolf,
also an einem Morgen mehrfach was zu machen geht schon mal aus praktischen Gründen nicht: Ich muß in max. 1h30 Mars,Jupiter, Kallisto eventuell Mond und Europa aufnehmen, wenn was nicht hinhaut oder Wetter nicht mitspielt ist das schon knapp, dann geht der Speicher aus, der Strom vom Laptop, die EQPlattform ist dann auch am Anschlag. Kallisto dreht auch extrem langsam, braucht 16 Tage, da tut sich in einer Stunde nix.
Sorry, aber das lass ich so nicht gelten.
Das Mondeprojekt ist Dir offenbar sehr wichtig. Wieso musst Du dann in die 90 min auch noch Mars und Jupiter oder gar Mond reinstopfen. Dann hätten bei entsprechenden Bedingungen die Monde doch klar Priorität. Ich kenne Deine Aufnahmeroutinen nicht, aber an einem morgen mal zwei oder drei Durchläufe an einem Mond zu machen, die dann gleichermaßen ausgewertet werden und wir einen Blick auf die Ergebnisse dreier eigenständiger Videosequenzen schauen könnten, das muss drin sein. Schon zur Absicherung Deiner eigenen Ergebnisse, denn was ist, wenn bei der einen Sequenz das Seeing nicht so gut war, wie es im Livebild aussahe., oder der Fiokus nicht perfekt getroffen war... Ich baue nie auf nur einen Durchlauf. Schon aus der Erfahrung, das von drei Aufnahmen nacheinander gerade die erste nicht der Beste war.
Gruß
Rudolf
 
Mein Ziel im Moment ist nicht euch zu überzeugen, sondern euch nur am Laufenden zu halten, und euch zu animieren es selbst zu versuchen. Ich arbeite währenddessen an meinem Galileo Projekt weiter.
Ich hab euch mehr als genug Hinweise gegeben:
Grosse Optik von erstklassiger Qualität, perfekte Justage, perfekt eingestellter ADC, möglichst gutes Seeing, möglichst gute Transparenz, möglichst viele Einzelbilder, möglichst kurze Einzelbelichtungszeit, alles kein Hexenwerk.
Schade. Ein wenig Überzeugung wäre aber schon gut.
Das Selbstversuchen geschieht da draußen ohnehin schon. Ich habe mir gerade noch einmal exzellente Jupiterbilder von dem Mann angesehen, der laut Deiner Aussage Dein Auflösungsvermögen so gelobt hat. Tizianos Jupiter-Bilder beinhalten auch immer wieder die Monde. Dabei fällt zweierlei auf: Er bildet sie glatter und damit aber auch deutlich weniger detailreich ab. Eine solche Menge wilder Details wie bei Dir zeigt er nie. Dafür aber sind die Jupiteroberflächen der selben Bilder (Monde und Jupiter waren zusammen zu sehen) deutlich schärfer und detaillierter als bei Dir. Wie geht das zusammen: Feinstes Detail auf der Oberfläche, weniger auf den Monden? Und ich gehe fest davon aus, dass Olivetti genau den Kanon perfekt beherrscht bzw. zur Verfügung, den Du hier auflistest. Warum sind seine Monde dann so und nicht wie bei Dir?
Die Skepsis bleibt.
Ausräumen kannst nur Du sie.
Gruß
Rudolf
 
Hallo,
meiner Meinung nach würde keine strukturierte Mondkarte zustande kommen, wenn die über viele Sessions gesammelten Daten keine realen Strukturen enthalten würden. Auch ein geforderter "Beweis" durch mehrere Bilder vom gleichen Morgen, kann doch gleichwertig durch Bilder von aufeinanderfolgenden Tagen erbracht werden, wenn der Mond so langsam dreht.
Weiter so, Mike.
CS Frank
 
Hallo,

und euch zu animieren es selbst zu versuchen.
Hatte ich auch schon gemacht. Callisto als Beifang zum Jupiter und Ganymed mit seperater Aufmahme.

Ein weiterer Weg wäre auch, allen Interessierten einfach mal eine Rohdatei zur Verfügung zu stellen.

Das möchte ich hier mal zeigen. Mit 12" F5 Dobson und Baader Q-Turret Barlow.
Callisto 22.09.22
Summenbild vergrößert auf 300%
Jup_220922_002147_g4_ap112_4summep300.jpg

Und einzelne Schärfungsschritte
callisto_220922_002147_ebv-ani-p300.gif

Hier das eigentliche Bild mit Jupiter als 150% Version:
Jupiter-Callisto_220922_002147p150c.jpg

Bei 150% und Bearbeitung auf Jupiter ausgelegt sieht man den extrem überschärften Callisto. Dunkles verdicktes Zentrum durch zu große Radien auf zu kleiner Fläche.
Bei der seperaten 300% Bearbeitung ist das deutlich besser gelungen und dennoch bin ich selbst unsicher wie viel davon realistisch ist.
Wenn man die Schritte oben in der Animation sieht, tauchen die schon recht schnell auf. Nach eigener Logik komme ich zu folgender Einschätzung:
Da werden schon Helligkeitsunterschiede erfasst aber durch recht grobe Schärfungsradien werden diese dicker / überbetont und evetntuell kommen dann auch noch Artefakte dazu.

Bei Ganymed hatte ich einmal definiertere länglichere Strukturen aufgenommen die auch während der Bearbeitung schnell sichtbar wurden.
21.08.23
Summenbild 100%
ganymed_210823_052626_lapl5_ap1.jpg

Dann auf 300% vergrößert und bearbeitet, hier als Animation:
ganymed_210823_052626-ebv-ani.gif


Gruß,
Holger
 
Hallo zusammen,

Mit welchem Tool wurde das Bild im Beitrag #1 bearbeitet? Das grüne und violette Artefakt ist merkwürdig.

Auch die fadenförmigen Strukturen auf Jupiter deuten auf eine KI Schärfung mit Topas hin?

Da Mike schreibt er besitzt noch eine Mono wäre doch die Gegenprobe schnell gemacht. Mike schreibt auch er würde Krater auflösen, aber sind es nicht eher reine Albedo Formationen wie zB. am Planeten Mars?
Kallisto ist der Dunkelste der Galileiischen Monde. Da muß man doch ziemlich lange belichten. Gerade da schlägt das seeing gnadenlos zu. Auch würde mich interessieren wie Mike das seeing vorher checkt! Ich habe da auch so meine Methode.
VG Frank
 
Kallisto ist der Dunkelste der Galileiischen Monde. Da muß man doch ziemlich lange belichten.
Nicht unbedingt. Bei mir war der ja nur Beifang, die Belichtungszeit war auf den Jupiter eingestellt, also nur wenige ms.
Callisto war im Summenbild dann zwar ziemlich dunkel aber mit dem Histogramm in fitswork lässt sich das schnell anpassen.

Bei einer speraten Aufnahme erhöhe ich schon die Belichtungszeit, allein schon um den Mond im Livebild besser zu erkennen und auch nochmal genau zu fokussieren. Aber insgesamt nehme ich immer noch recht dunkel auf und versuche die Belichtungszeit niedrig zu halten, auch wegen der höheren fps.

Gruß,
Holger
 
Moin
Sorry wenn ich mich Nochmal einmische .
Ich habe von Anfang an gesagt Mike nimm bitte mal eine sw Kamera und versuche es damit.
War ja nur ein Gedanke um alle Diskussionen zu beenden .
Dann mache mal 3 Bilder zum Vergleich .
Die Zeit sollte Mike sich wirklich mal nehmen .
Wäre doch für alle mal interessant .
Mike hat nun mal dafür eine sehr gute Ausrüstung und einen guten Standort.
Kallisto ist ja auch eine ganz andere Herausforderung.
Ich glaube nicht das dort eine Farbkamera sinnvoll ist .
Es geht ja auch nur um die Details.
Vielleicht hilft ein Farbfilter . Aber da kennt sich vielleicht ein anderer besser mit aus .
Ich glaube nämlich auch das es damit möglich ist .
Natürlich müssen die Bedingungen top sein.

Gruß Frank
 
Sorry, aber das lass ich so nicht gelten.
Das Mondeprojekt ist Dir offenbar sehr wichtig. Wieso musst Du dann in die 90 min auch noch Mars und Jupiter oder gar Mond reinstopfen.
@ Canonist: Doch muss ich, warum? Weil sie da sind, sonst hätte ich diesen fantastischen Posidonius und einen Minimars mit detaillierter Syrte verpasst:)!
2024-08-24-0138_7-R_lapl5_ap144.jpg
2024-08-24-0340_7-R_lapl5_ap14_Drizzle30.jpg

Ausserdem scheint euch noch nicht klar zu sein, was ich mit möglichst vielen Einzelaufnahmen meine. Das dauert ganz schön lange, da geht sich nix mit mehrfach aus. Und Jupiter brauch ich zum Einstellen des Gerätes, den mach ich natürlich gleich mit.
CS Mike
 
Lieber Holger,
Danke für Deine ausführlichere Darstellung von Aufnahme und Bearbeitung. Was ich da sehe, kann ich aus eigener Erfahung nachvollziehen und finde vergleichbare Details auch bei anderen auf den Monden. Das erscheint damit dann auch realistisch, wenn zwei Beobachter unabhängig voneinander ähnliche Muster auflösen können. Das ist hier der Fall.
Zudem zeigen Deine Bearbeitungsschritte, dass Du zwar Rauschen anhebst, aber nicht gnadenlos in dieses hineinschärfst, womit Pseudodetails erscheinen würden, die nichts anderes sind als "Pixelklumpen". Da nicht selten auch die Jupiteroberfläche im selben Bild mit im Spiel ist, kann sie zudem als guter Maßstab für die eigentliche Bildqualität dienen. Ist der Jupiter nur Durchschnitt, kann ich vom Mond keine Spitzenergebnisse erwarten.
Zu den Belichtungszeiten: Kurz ist immer gut wegen des Seeings, allerdings steigerst Du das Rauschen dann wieder deutlich durch die spätere Helligkeitsanhebung. Es ist immer ein Spiel zwischen Kurz und Satt. Bei gutem Seeing tendiere ich zu Letzterem, wie Versuche im Methanband zeigten: Die länger belichteten und mit geringerem Gain und weniger frames (~500 nur) aufgenommenen Jupiterbilder waren detailreicher als die aus dem Video mit kürzerer Zeit, höherem Gain trotz mehr frames. Versuch macht klug.

@ Frank:
Teile Deine Gedanken und Vorschläge. Farbfilter (R oder IR mit Mono) kann hilfreich sein. Ein Rotfilter kostet auch nicht so viel an Licht, es wird ja bei RGB-Aufnahmen sowieso angewendet und auch da sind die Monde ja schon mit im Spiel. Bei Merkur arbeite ich grundsätzlich mit R oder IR685 (länger bringt nur Auflösungsverlust) zur Kontraststeigerung, zumal ich Merkur fast ausschließlich am Tage beobachte. Ohne oder gar in Farbe brächte gar nichts (habs versucht!), dann sind die Kontraste sehr flau.
Ein weiterer Gedanke: Die Brennweite. Um bei Mars zum Beispiel - gerade jetzt, wo er noch so klein ist - das Maximum an Auflösung herauszuholen, gehe ich am C14 auf f:28 bis sogar f:32 (nur bei bestem Seeing einsetzbar). Also: seeehr lang. Nun ist Mars extrem flächenhell. Jupiter nehme ich aber auch mindestens bei f:22, als mit 2xBarlow auf, um feinste Details auflösen zu können. Ich kenne die Brennweite nicht, die Mike einsetzt, sie sollte aber für solche Spezialzwecke aber schon so lang wie sinnvoll möglich sein.
CS
Rudolf
 
Schade. Ein wenig Überzeugung wäre aber schon gut.
Das Selbstversuchen geschieht da draußen ohnehin schon. Ich habe mir gerade noch einmal exzellente Jupiterbilder von dem Mann angesehen, der laut Deiner Aussage Dein Auflösungsvermögen so gelobt hat. Tizianos Jupiter-Bilder beinhalten auch immer wieder die Monde. Dabei fällt zweierlei auf: Er bildet sie glatter und damit aber auch deutlich weniger detailreich ab. Eine solche Menge wilder Details wie bei Dir zeigt er nie. Dafür aber sind die Jupiteroberflächen der selben Bilder (Monde und Jupiter waren zusammen zu sehen) deutlich schärfer und detaillierter als bei Dir. Wie geht das zusammen: Feinstes Detail auf der Oberfläche, weniger auf den Monden? Und ich gehe fest davon aus, dass Olivetti genau den Kanon perfekt beherrscht bzw. zur Verfügung, den Du hier auflistest. Warum sind seine Monde dann so und nicht wie bei Dir?
Die Skepsis bleibt.
Ausräumen kannst nur Du sie.
Gruß
Rudolf
@ Canonist: Tiziano hat eine komplett andere Technik ( RGB mit SW) und speziell auf Planeten konstruierten Gerät ( Monster DK mit langer Brennweite von Romano und superteurer Monti) und Zielsetzung ( fast nur Jupiter) und Standort in den Tropen.

Ich hingegen will möglichst viel aus meiner Farbcam herausholen und vermeide Derotieren.
Ganz andere Zielsetzung eben, mit unterschiedlichen Ergebnissen.
CS Mike
 
Hallo zusammen,

Mit welchem Tool wurde das Bild im Beitrag #1 bearbeitet? Das grüne und violette Artefakt ist merkwürdig.

Auch die fadenförmigen Strukturen auf Jupiter deuten auf eine KI Schärfung mit Topas hin?

Da Mike schreibt er besitzt noch eine Mono wäre doch die Gegenprobe schnell gemacht. Mike schreibt auch er würde Krater auflösen, aber sind es nicht eher reine Albedo Formationen wie zB. am Planeten Mars?
Kallisto ist der Dunkelste der Galileiischen Monde. Da muß man doch ziemlich lange belichten. Gerade da schlägt das seeing gnadenlos zu. Auch würde mich interessieren wie Mike das seeing vorher checkt! Ich habe da auch so meine Methode.
VG Frank
@ Sternbrot
Bearbeitet mit: FC, AS3,RX6,Fitswork,Gimp
Ich verwende keine KI.
Verfärbungen treten auf durch nicht ganz korrekt eingestellten ADC, zu viel bunt und Überbelichtung. Schau dir das andere zweite Bild von Kallisto an, das ist viel besser, da Seeing S8.
Es stimmt, Kallisto braucht wegen ihrer geringen Flächenhelligkeit längere Belichtungszeit, die ist aber immer noch kurz genug, kein Problem. Man kann nur nicht gleichzeitig Kallisto auf einer Aufnahme mit anderen Monden hell genug bekommen.
Kallisto bietet als einziger der g. Monde bei allerbestem Seeing einen hellen Krater live am Monitor zu sehen( 2mal gelungen in 3 Jahren)
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Canonist: Doch muss ich, warum? Weil sie da sind, sonst hätte ich diesen fantastischen Posidonius und einen Minimars mit detaillierter Syrte verpasst:)!
Ausserdem scheint euch noch nicht klar zu sein, was ich mit möglichst vielen Einzelaufnahmen meine. Das dauert ganz schön lange, da geht sich nix mit mehrfach aus. Und Jupiter brauch ich zum Einstellen des Gerätes, den mach ich natürlich gleich mit.
CS Mike
Och Mike.
Erstens musst Du Dich nicht gleich angegriffen fühlen, wenn es Mitleser gibt, die sich kritisch mit Deinen Ergebnissen oder Deinem Workflow auseinandersetzen.
Und zweitens kannst Du tun und lassen, was Du magst.
Verständnis muss Deine Aussage bei mir dennoch nicht unbedingt hervorrufen.

Müssen muss ich beim Thema Astronomie gar nichts, denn das ist ein Hobby und kein Zwang. Trotzdem findet jeder im Laufe der Jahre auch zu bestimmten Arbeitsformen, die Prioritätenentscheidungen beinhalten. Wenn ich am Taghimmel Planeten jage, was akut mit Mars und Merkur gut möglich ist, dann steht bei mir das umfängliche Tagesthema Sonne und h-alpha klar hinten an. Trotz Sonnenscheins ohne Ende habe ich wochenlang keine Sonne beobachtet, weil Planeten und Sonne einfach zuviel wären. Und da ist mir Mars einfach wichtiger, dem widme ich ausreichend Zeit, die es für verwertbare Ergebnisse braucht.

Wenn Du Deine Zeit so vollstopfen möchtest, um möglichst viele Ergebnisse zu produzieren, ist das auch ok. Es wird - so mindestens meine Erfahrung - aber auch mit Qualitätseinbußen einhergehen, weil man eben nicht Spitze sein kann, wenn man unter Zeitdruck steht oder Gelegenheiten liegen lässt. Nicht nur Ralf Burkart berichtet immer wieder, wie lange er an einem Planeten klebt, bis die entscheidende gute Seeingphase kommt. Hast Du vorher beobachtet, entgeht Dir der perfekte Moment. Das ist auch meine häufige Erfahrung. Dienstag morgen war ich ausnahmsweise mal um 5 Uhr draußen. Bis 8 Uhr habe ich Mars dreimal in RGB aufgenommen. Ein Bild war sehr gut, zwei durchschnittlich...

Was heißt, ganz schön viele Einzelaufnahmen? Da müsstest Du ein bisschen mehr Workflow preisgeben, dann verstehe ich/verstehen wir das hier sicher auch. Wir sind ja schließlich allesamt keine Anfänger in diesen Fragen. Also bitte ein wenig konkreten Input.

Zu den beiden Bildern:
Die Auflösung bei Mars entspricht dem, was derzeit mit großen Geräten wie den unseren machbar ist. Da hast Du die Auflösung gut ausgenutzt. Die Farbgebung sehe ich kritisch, sie enthält zu wenig Blau, wodurch die NPH gelblich erscheint, sie ist aber an sich fast weiß, gelegentlich sogar leicht bläulich. Randartefakte sind derzeit bei der Schärfung kaum vermeidbar, man kann aber in der Bearbeitung des finalen Bildes etwas dagegen unternehmen (hab ich bereits beschrieben).

Dein Mondbild sehe ich als in der Auflösumng recht gut, ansonsten aber eher unterdurchschnittlich. Das ist zuvorderst der deutlichen Überschärfung geschuldet, die sich auch durch die allenthalben sichtbaren Überschwinger an den Kanten hohen Kontrastes abzeichnet, zum anderen der mangelnden Histogrammeinstellung. Die Lichter sind vollständig ausgebrannt und die Tiefen sind nicht schwarz, sondern ein Grau im 50%-Bereich.

Ich hoffe, Du kannst mit meiner ehrlichen Einschätzung umgehen. Sie kann und soll ja auch im besten Falle eher dazu dienen, es vllt noch besser hinzubekommen, und das Potenzial dazu sehe ich durchaus.
Mir ist Feedback wichtig, und das bekomme ich auch in der Mailingliste genauso. Anerkennung für schöne Bilder und Topergebnisse zu erhalten, ist gut und gerecht. Aber mit Kritik muss man auch leben und umgehen können, im besten Fall konstruktiv. Und nur so ist die meine hier zu verstehen.
CS
Rudolf
 
Moin
Sorry wenn ich mich Nochmal einmische .
Ich habe von Anfang an gesagt Mike nimm bitte mal eine sw Kamera und versuche es damit.
War ja nur ein Gedanke um alle Diskussionen zu beenden .
Dann mache mal 3 Bilder zum Vergleich .
Die Zeit sollte Mike sich wirklich mal nehmen .
Wäre doch für alle mal interessant .
Mike hat nun mal dafür eine sehr gute Ausrüstung und einen guten Standort.
Kallisto ist ja auch eine ganz andere Herausforderung.
Ich glaube nicht das dort eine Farbkamera sinnvoll ist .
Es geht ja auch nur um die Details.
Vielleicht hilft ein Farbfilter . Aber da kennt sich vielleicht ein anderer besser mit aus .
Ich glaube nämlich auch das es damit möglich ist .
Natürlich müssen die Bedingungen top sein.

Gruß Frank
Frank, die Arbeit ist zur Hälfte erledigt, warum sollte ich mittendrin plötzlich die Kamera wechseln? Ich will alle 4 Monde mit gleicher Technik fotografieren.
CS Mike
 
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