ZWO kündigt neues Seestar an

Raumfisch

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Quelle: ZWO Facebook
 
Leider wohl noch keine technischen Details bekannt. Bin gespannt. Bei größerer Öffnung und besserer Bildqualität steige ich vielleicht wieder ein. Allerdings darf es auch nicht deutlich teurer werden.

CS Olaf
 
Ich finde das auf jeden Fall spannend! Weder der Dwarf II, noch die S50 konnten mich abholen bislang. Mir fehlt nen vernünftige EQ-Möglichkeit, und die Bildqualität ist so lala…
Der Dwarf III scheint ja echt schon ganz cool zu werden, und würde mich FAST reizen - wenn, ja wenn diese vermeintliche Weitwinkellinse für die Milchstraße nicht eine 44mm equivalent. Brennweite hätte. Damit mach ich keine Milchstraße ehrlich gesagt… und somit ist das eher nutzlos.
Wenn der S50-Nachfolger da oben drin was weitwinkligeres haben sollte als zweite Optik, sagen wir mal mit 20mm equivalent. Brennweite, dann wäre das schon sehr spannend! Oder wenn das da oben ein Guidescope darstellt, und das Teil dann auch noch EQ kann… Eine Möglichkeit (gern auch nur manuell) den Sensor auch noch drehen zu können für ein vernünftiges Framing würde auch noch ganz weit oben auf meiner Liste stehen….
Man wird es sehen - unterm Strich bestimmt ein coole Gerät, aber bestimmt wieder mit zu vielen Abstrichen, wenn man bereits gutes Equipment sein eigen nennt.
 
Wenn das da oben eine Linse sein soll, dann gehe ich davon aus, dass das ein Guidingsystem ist, um die Sternabbildung zu verbessern. Das ist mein größter Kritikpunkt am Seestar. Die Nachführung ist einfach schlecht, vielleicht geht es ohne Guiding halt auch einfach nicht besser. Das war der Grund für mich, das Ding wieder zu verkaufen. Es hatte für mich ein paar Monate schon seinen Nutzen, ich hab damit den PonsBrooks Kometen gesehen, den ich mit meinen anderen Teleskopen nicht erreichen konnte. Es ist schnell aufgebaut und man kann damit schön rumspielen, auch die Vernetzung mit anderen Seestar-Nutzern gefiel mir. Gemeinschaftsprojekte sind toll möglich, weil alle Geräte gleich sind.

Der neue muss besser nachführen können und möglichst einen etwas größeren und rotierbaren Sensor haben. Dann würde ich eventuell noch mal ins Grübeln kommen, ob er mir einen Mehrwert bieten kann. Mehr Spaß machen mir in jedem Fall konventionelle Setups. Sie sind für mich auch mehr als reine Werkzeuge. Der Seestar strahlt halt als Gerät selbst nichts aus, er ist ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Schöne Teleskope sind für mich mehr als nur ein Werkzeug, aber darüber schütteln vielleicht andere den Kopf, was völlig okay ist. ;)

LG Olaf
 
ich warte bis Celestron das Origin mit 8" Optik und Polhöhenwiege raus bringt ;)

CS.Oli
 
Sehr spannend! Ist es ein S30? Leider vermutlich kein EQ. Hoffentlich De-Rotator eingebaut. Es gibt eine zusätzliche kleine Cam- vermutlich fürs Guiding.
Extrem kompakt. Das Design finde ich persönlich ansprechend.
CS Thomas
 
Schade das ZWO diesen Markt für sich entdeckt hat...
Mir persönlich wäre es lieber sie würden ihre Resourcen in die Bereiche stecken wo Produkte bereits angekündigt und versprochen sind.

- Rotator
- IMX585mono
- ASIAIR direct guiding und weitere Funktionen

Aber was nörgel ich eigentlich herum. Ich habe den Spielzeug Markt von ZWO ja selbst mit angekurbelt :censored:
 
Naja - letztlich ist es clever:
1. Die Teile sind ne prima „Einstiegsdroge“! In dieser Preisklasse sind die Ergebnisse top (vor allem wenn man die Rohdaten selber bearbeitet), und sehr einfach zu erhalten! Viele schreckt eine Astromodifikation ab, und auch der technische Aufwand den man normalerweise hat! Wer dann mehr will, wird oftmals dann im gewohnten ZWO Universum verweilen, da er den Umgang mit der ASIair quasi bereits kennt (oder zu kennen glaubt). Somit schlägt ZWO zwei Fliegen mit einer Klappe bei den Neukunden: Gekauft wird es, und ein paar der Käufer gehen dann noch weiter…
2. Auch „gestandene“ Astrophotographen sehen den Reiz dieser Geräte. Endlich mal NICHT alles komplex aufbauen, und dennoch zum Beispiel im Urlaub ein bisschen dem Hobby nachgehen - ohne dass der Kofferraum voll und die Frau genervt ist. Aufstellen, fertig! Somit hat ZWO auch hier eine potentielle Kundschaft erschlossen - und je besser die Resultate aus den Kisten sind, umso mehr Käufer aus dieser Schicht…
Einziges Problem: Die Gratwanderung bei der Bildqualität! Diese muss gut genug sein um alle Käufer anzusprechen, aber darf nicht so gut sein, dass keiner mehr Lust auf teures ambitionierteres Material hat. Das „Rabbit Hole“ muss offen und tief bleiben. Sicherlich auch ein Grund dafür, warum EQ-Mode nur umständlich zu bewerkstelligen ist bei diesen Kisten.
Andere Hersteller gehen „all-in“, und bieten HighTech-Lösungen inzwischen an. Diese sind dann aber unterm Strich nicht günstiger als der Einzelkauf der Teile - lediglich unkomplizierter. Auch ne Möglichkeit Kunden zu bekommen…

Alles in allem sind diese kleinen Teile ne nette Bereicherung! Und je kleiner, umso reizvoller (für mich jedenfalls)… Allerdings denke ich mir dann immer:
Schön, nun bin ich also im den Westalpen auf 3000m mit meinem LandRover. Für das „richtige“ Equipment war kein Platz auf der Reise. Über mir der perfekte Nachthimmel. Klar, dann kann man das Seestar oder den Dwarf auspacken… ABER: Wird das Resultat besser als daheim mit dem guten Equipment aber unter schlechterem Himmel? Wohl eher nicht! Lohnt sich also das Photo, bzw. das investierte Geld?!?! Hmmmm… Oder vielleicht einfach besser doch die Nacht genießen, mit der ganz normalen Cam ein paar schöne Milchstraßen-Landscapes schießen, und DeepSky einfach DeepSky sein lassen?! Vermutlich sinnvoller (wenn man daheim gutes Equipment hat)…
 
Ich habe mir den Seestar nicht gekauft, da ich in Sachen Astrofotografie schon gerne mit meinem Equipment hantiere, selbst wenn nicht immer alles funktioniert. Aber ich erkenne den Reiz. Geben wir dem ganzen noch ein paar Jahre, dann werden die Roboscopes genauso gute Bilder schießen wie wir mit unseren Equipment.
 
Dann kosten sie aber auf genauso viel! Ansonsten würden sich die Hersteller ins eigene Fleisch schneiden. Das wollte ich oben im Posting auch zum Ausdruck bringen… IMHO ist es schlau, wenn die Teile NICHT so gut sind, oder eben mindestens genauso viel kosten!
Die Vereinfachung des Equipments ist natürlich ein logischer Trend! Auch mich reizt ja die ASI2600MC Air sehr aus diesem Grund!
 
Naja, machen wir uns nix vor. Früher oder später wird das "Standard-Equipment" wegfallen. Dann können wir alle im Keller sitzen und unsere alten Montierungen streicheln oder mit der Zeit gehen. Andererseits, ob das noch zu meinen Lebzeiten passiert, wag ich zu bezweifeln.
 
Das glaube ich nicht! Ein Teil des Reizes an diesem Hobby ist ja genau das Equipment zu optimieren, und zum Laufen zu bekommen…
Andere Branchen zeigen das auch! Trotz RTF gibts immer noch „echten“ RC-Modellbau…
 
Hallo,

der Trend wird an mir wohl komplett vorbeigehen. Reizt mich 0 % !
Naja, die Zielgruppe ist wohl vorhanden, sonst würde das ja nicht weiterverfolgt werden.

Astrofotografie ist für mich mehr als nur ein Gerät hinzustellen und das liefert mir im Alleingang die Bilder.
Nein, ich will da was aufbauen, das Objekt selber suchen, mit der zum Objekt passenden Optik / Objektiv meiner Wahl aufnehmen und dann freue ich mich immer schon auf die Nachbearbeitung. Was da dann so zum Vorschein kommt ...

Gruß,
Holger
 
Hallo,

ich hab nix dagegen, wenn sich Leute mit sowas beschäftigen und Spaß haben. Wenn ich mir aber überlege wie klein schon M 51 mit diesem Ding wird, dann find ich das ziemlich witzlos. Klar erkennt man noch, dass es M 51 ist ;). Also definitiv nix für mich!

Dass der Orionnebel damit schön anzusehen ist und es noch ne Handvoll anderer Objekte gibt, die hell und groß sind ist auch klar. Aber dann hört es auch schon bald auf.

Trotzdem - denen das reicht: viel Spaß damit!

CS.Oli
 
Hallo,

der Trend wird an mir wohl komplett vorbeigehen. Reizt mich 0 % !
Naja, die Zielgruppe ist wohl vorhanden, sonst würde das ja nicht weiterverfolgt werden.

Astrofotografie ist für mich mehr als nur ein Gerät hinzustellen und das liefert mir im Alleingang die Bilder.
Nein, ich will da was aufbauen, das Objekt selber suchen, mit der zum Objekt passenden Optik / Objektiv meiner Wahl aufnehmen und dann freue ich mich immer schon auf die Nachbearbeitung. Was da dann so zum Vorschein kommt ...

Gruß,
Holger
Sehe ich ebenso. Aber das ist am Ende immer Geschmackssache. Den Gedanken an Remote Fotografie fand ich am Anfang auch nicht sonderlich reizvoll. Das Wetter hat mich eines besseren belehrt...
 
Ich finde auch beides irgendwie nett - aber mich schreckt halt ab, dass ich dann vermutlich mit der Bildqualität nicht zufrieden sein werde. Und dann denk ich mir, hätt ich mir die Kohle sparen können…
 
Ich habe mir den Seestar nicht gekauft, da ich in Sachen Astrofotografie schon gerne mit meinem Equipment hantiere, selbst wenn nicht immer alles funktioniert. Aber ich erkenne den Reiz. Geben wir dem ganzen noch ein paar Jahre, dann werden die Roboscopes genauso gute Bilder schießen wie wir mit unseren Equipment.
Hallo Ulrike,

das glaube ich auch, aber das würde mir keinen Spaß mehr machen, da wäre ich nach zwei Jahren durch mit dem Hobby. Dann kann ich wirklich denjenigen zustimmen, die den Sinn der Astrofotografie nicht erkennen. Dann gilt der Satz: Alles schon mal fotografiert, nur noch nicht von jedem.

Ich hatte den Seestar, weil ich neugierig auf die Kiste war. Aber ich hab schnell gemerkt, dass es mich langweilt, erst recht, wenn die Bildqualität schlechter ist als mit meinem immer noch vergleichsweise mediokren Equipment, das allerdings schon teuer genug war.
Warum die wenige Zeit des CS damit verplempern? Ja, kann nebenbei mitlaufen, aber genau das reizt mich ja nicht am Hobby, ich will nicht alles automatisieren, sondern auch mitbekommen, was gerade passiert. Trotzdem reizt mich schon jetzt der neue Winzling. Mal sehen, was er technisch drauf hat, für einen Urlaub unter dunklem Himmel, wie ich ihn jetzt in Italien hatte, wäre er mir zu klein, aber für einen kurzen Wandertrip in der Eifel oder einem anderen Mittelgebirge, bei dem ich mein normales Zeug nie mitnehmen würde, wäre das ideal. Quasi wie ein Funmobil als Drittwagen. Überflüssiger Luxus, aber schön, wenn man drauf zugreifen kann. Ist halt die Frage, was einem das wert ist.

CS Olaf
 
Ich habe mal eine verständnissfrage. Wenn das nun ein S30 wird, also sprich die Öffnung ist ja dann kleiner als das s50. Würde das nicht heißen das die Bilder dann bescheidener werden, da ja noch weniger Licht rein kommt?
 
Kann ich jetzt nur halb mit was anfangen, stecke da zu wenig in der Materie.
Dann warte bitte die ersten Bilder ab und vergleiche. Du musst ja nicht gleich bestellen ;-)

Ggfs. ist auch das DWARF 3 die bessere Ergänzung zum Seestar s50 wegen des Querformats und der Vielzahl individueller Eingriffsmöglichkeiten, die eher für Astrofotografen interessant sind, und nicht so sehr für die "Genuss-Seher", die mit EAA im Kampf gegen die Lichtverschmutzung schon zufriedengestellt werden.

Gruß,
Peter
 
Kleines Update: irgendwo in den Weiten Facebooks hab ich heut Früh offiziell von ZWO gelesen, dass die kleine Linse als Weitfeld-Kamera dienen wird! Also quasi direktes Pendant zum Dwarf III
 
Schöne Teleskope sind für mich mehr als nur ein Werkzeug, aber darüber schütteln vielleicht andere den Kopf, was völlig okay ist. ;)
Hi Olaf, das fühle ich sehr ähnlich! Es erinnert mich auch an den Gefühlsunterschied zwischen einem 'echten' Drumset und einem E-Drum-Set. Auch wenn das E-Drum verblüffend echt klingt, so spielt es sich nie ganz gleich wie analoge Trommeln und Becken (gerade Becken...!!), UND es strahlt keine 'Aura' aus, wie ich sie beim Anblick eines analogen Drumsets immer erlebe.

Habe gerade erst von dem S50 gehört und nicht schlecht gestaunt, was mit den 5 cm Öffnung damit alles machbar zu sein scheint. Wenn der Nachfolger im Herbst tatsächlich die doppelte Öffnung hätte, und nicht gleich den doppelten Preis, wäre mir das wohl einen Versuch wert!

LG
Martin
 
Hi Olaf, das fühle ich sehr ähnlich! Es erinnert mich auch an den Gefühlsunterschied zwischen einem 'echten' Drumset und einem E-Drum-Set. Auch wenn das E-Drum verblüffend echt klingt, so spielt es sich nie ganz gleich wie analoge Trommeln und Becken (gerade Becken...!!), UND es strahlt keine 'Aura' aus, wie ich sie beim Anblick eines analogen Drumsets immer erlebe.

Habe gerade erst von dem S50 gehört und nicht schlecht gestaunt, was mit den 5 cm Öffnung damit alles machbar zu sein scheint. Wenn der Nachfolger im Herbst tatsächlich die doppelte Öffnung hätte, und nicht gleich den doppelten Preis, wäre mir das wohl einen Versuch wert!

LG
Martin
Hallo Martin,

ich habe auch jahrelang Schlagzeug gespielt, akustisch und elektronisch, und kann Dir da nur zustimmen!

Was den Seestar angeht: Die Öffnung finde ich gar nicht so verblüffend, es gibt ja auch teurere Astrografen mit vergleichbaren Öffnungen (Askar SQA55, Askar FMA230), die mit entsprechender Kamera und Montierung bessere Ergebnisse liefern, das kostet dann aber locker das fünffache. Wichtiger als die Öffnung finde ich bei Smartteleskopen die Kamera und die Nachführungsgenauigkeit. Den S30 halte ich aktuell sogar für die bessere Wahl, hab ihn aber noch nicht im Einsatz gesehen. Ein S100 dürfte hingegen gerade wegen der Öffnung exorbitant teuer werden, glaube nicht, dass der unter 1500-2000 Euro zu haben wäre. Daher glaube ich nicht, dass es da über 60 mm Öffnung hinausgeht. Verbesserungen wird man bei den Sensoren und der Nachführung (Guiding) vornehmen, so jedenfalls meine Erwartung.

LG Olaf
 
Habe gerade erst von dem S50 gehört und nicht schlecht gestaunt, was mit den 5 cm Öffnung damit alles machbar zu sein scheint. Wenn der Nachfolger im Herbst tatsächlich die doppelte Öffnung hätte, und nicht gleich den doppelten Preis, wäre mir das wohl einen Versuch wert!

Es braucht mittlerweile bei DS Fotografie keine besonders große Öffnung mehr um beeindruckende Ergebnisse zu erhalten.
Hier mangelt es der kleinen Öffnung nämlich nicht an Auflösung sondern am Licht und da hat sich dank moderner Sensoren und EBV enorm viel getan so das nun das Lichtsammelvermögen einer kleinen Öffnung völlig ausreicht um vergleichbares oder gar Besseres zu erreichen das vor 20 Jahren mit der damaligen Sensortechnik noch wesentlich größere Öffnungen erforderlich gemacht hatte.

Es ist daher auch nicht unbedingt sinnvoll es mit der Öffnung zu übertreiben und damit die ganzen Vorteile des S50 wie geringes Gewicht Kompaktheit und sehr günstiger Preis über Bord zu werfen.
Wesentlich vernünftiger ist es weiter an der Sensortechnik und Software zu arbeiten um so noch bessere Aufnahmen zu ermöglichen und eventuell einen Derotator einzubauen um die Bildfeldrotation bei AZ Aufstellung zu kompensieren.

Bei der Öffnung ist hingegen nur eine geringe Steigerung sinnvoll und genau das macht ZWO ja auch.
Das Neue heißt wohl S70 was auf 70mm Öffnung schließen lässt.
Ich denke die 70mm sind sehr vernünftig und es ist in etwa die Grenze wo das Ganze noch kompakt und bezahlbar bleibt.
Zumindest mit Refraktor.

Die Preise skalieren beim Refraktor nicht linear sondern exponentiell mit der Öffnung!!!
Also doppelte Öffnung und lediglich doppelter Preis so wie du dir das vorstellst kannst du vergessen!
Da musst du dann schon mindestens mit Faktor 4 beim Preis rechnen.

Zum neuen S70 wird hier mal etwas spekuliert.



Grüße Gerd
 
Danke Olaf und Gerd für eure Antworten. Klingt alles sehr einleuchtend und nachvollziehbar.
Wie seht ihr das mit der Entscheidung zwischen dem S50 und dem ca. 5 mal so teuren Celestron Origin?

LG
Martin
 
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