Jupiter in guter Auflösung vom 20. 12. 2024

pem.fue

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

gestern war es nochmal Calima-frei und halbwegs klar. Obwohl immer wieder Wolken über den Himmel zogen. Auch während der Aufnahmen. Dadurch variierte die Helligkeit stark. Das scheint aber auf die Ergebnissen kaum Einfluss gehabt zu haben.
Die Bearbeitung der Daten (AVIs) geht auch recht fix. Am längsten dauert das Herunterlanden auf den Desktop. Das Bearbeiten mit dem PlanetarySystemStacker dauert 2min und das Schärfen und weiterbehandeln mit waveSharp_LINUX dauert nur Sekunden, weil man die Einstellungen abspeichern kann.

2024-12-20-233628-Jupiter-Bin1+27,3C_pss_gpp_WS_3.png


Mit auf dem Bild ist Kallisto. Am Anfang war es sehr windig, und der Jupiter wackelte über den gesamten ROI-Bereich. Offenbar war er zeitweise kurzzeitig aus oder am Rand des ROIs, was das Programm PlanetarySystemStacker dazu veranlasst hat, den Bildbereich zu beschneiden. Deshalb sind viele AVIs unbrauchbar geworden, weil offenbar das Bild mit dem kleinsten Abstand zum Rand als Maß genommen wird. Ich muss wohl eine selber eingreifen und die Einzelbilder zentrieren..

2024-12-20-223056-Jupiter-Bin1+27,0C_pss_gpp_WS_2.png


Hier ist noch das Beste von vielen, die das Programm automatisch beschnitten hat. :rolleyes:

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Sieht nach vielen Details aus.
Bei mir war das Seeing teilweise sehr gut.
Findest du die Farbgebung von deinem Jupiter gelungen?
Ja, es zeigt, wie wild es auf der Jupiter-Atmosphäre zugeht. Ich habe die Farbsättigung im waveSharp_LINUX Programm auf Anschlag gestellt. Das sind dann die Farben, die meine Kamera ASI715MC liefert. Ich habe aber schon den Grünkanal auf 0.8 herunter skaliert. Die anderen beiden Kanäle stehen um 1.0 herum. Und darauf verlasse ich mich.

Ich mag die superblassen Aufnahmen nicht, die keine Details zeigen. Aber für typisch deutsches Seeing sind die blassen Aufnahmen sicher besser, weil mehr einfach nicht drin ist.

Gruß,
Peter
 
Hallo Namensvetter,
Da sind dir sehr detailreiche Aufnahmen gelungen!
Zu den Farben: das war bei mir auch so, bis ich festgestellt habe, dass ich, aufgrund der Empfindlichkeit des Sensors im IR Bereich, für natürliche Farben einen UV IR cut Filter brauche. Nur so als Hinweis.

Viele Grüße
Peter
 
Da sind dir sehr detailreiche Aufnahmen gelungen!
Zu den Farben: das war bei mir auch so, bis ich festgestellt habe, dass ich, aufgrund der Empfindlichkeit des Sensors im IR Bereich, für natürliche Farben einen UV IR cut Filter brauche. Nur so als Hinweis.
Hallo Peter,

danke für den Hinweis. Das erklärt es wohl. Aber ich finde das gar nicht mal so schlecht, weitere Information aus dem UV und IR im Bild zu haben. Das ist nur erst mal ungewohnt. Ich habe auf dem Handy noch etwas mehr »wärme« hereingebracht (Google Foto).

2024-12-20-223644-Jupiter-Bin1+27,8C_pss_gpp_WS_2.png


Ich habe schnell mal ein Programm geschrieben, um die AVIs zu bearbeiten, wo der Jupiter aufgrund von Windböen aus dem ROI (zumindest teilweise) gelaufen ist. Nun werden die Bilder wieder halbwegs zentriert. Das Gewackel auf dem ROI macht offenbar nichts am Gesamtbild.

Offenbar hat der Jupiter auch eine Stratosphäre, an der das Licht ins blaue gestreut wird. Das sieht man gut am Rand.

Gruß,
Peter
 
Ja, es zeigt, wie wild es auf der Jupiter-Atmosphäre zugeht. Ich habe die Farbsättigung im waveSharp_LINUX Programm auf Anschlag gestellt. Das sind dann die Farben, die meine Kamera ASI715MC liefert. Ich habe aber schon den Grünkanal auf 0.8 herunter skaliert. Die anderen beiden Kanäle stehen um 1.0 herum. Und darauf verlasse ich mich.

Ich mag die superblassen Aufnahmen nicht, die keine Details zeigen. Aber für typisch deutsches Seeing sind die blassen Aufnahmen sicher besser, weil mehr einfach nicht drin ist.

Gruß,
Peter
Hier scheinen sich ziemlich viele Peters rumzutreiben...😝

Ich habe mich gestern mal in PlanetarySystemStacker eingearbeitet, war mir bislang unbekannt. Gefällt mir ganz gut, muss mal schauen, ob das as! bei mir ablösen wird.
Gibt eine tolle Präsentation in YouTube vom Autor.
Ich mags eher so wie der Mario Weigand seine Bildbearbeitung macht, alles Geschmackssache.
Habe am 20.12. auch aufgenommen, mal sehen wann ich da ein brauchbares Ergebnis von habe.
IR Sperrfilter nutze ich bei meiner Farbkamera.
Hast du derotiert mit Winjupos oder einfach 1min am Stück aufgenommen? Welche Belichtungszeit?
Gruss
Peter
 
Ich habe mich gestern mal in PlanetarySystemStacker eingearbeitet, war mir bislang unbekannt. Gefällt mir ganz gut, muss mal schauen, ob das as! bei mir ablösen wird.
Gibt eine tolle Präsentation in YouTube vom Autor.
Ich mags eher so wie der Mario Weigand seine Bildbearbeitung macht, alles Geschmackssache.
Habe am 20.12. auch aufgenommen, mal sehen wann ich da ein brauchbares Ergebnis von habe.
IR Sperrfilter nutze ich bei meiner Farbkamera.
Hast du derotiert mit Winjupos oder einfach 1min am Stück aufgenommen? Welche Belichtungszeit?
Hallo Peter,

ich verwende den PlanetarySystemStacker vor allem deshalb, weil der bereits fertig compiliert im Repository von Debian 12 liegt. Die anderen Programm für die Bearbeitung von AVIs gibts nur für Windows. Die Präsentation in YouTube vom Autor habe ich mir noch nicht angeschaut. Ich habe mich ganz auf die Defaultwerte im Programm verlassen. Die einzigen Änderungen, die ich vorgenommen habe, sind:

- Umstellen auf Planet
- Ausgabe auf TIFF
- Alignment box pixel auf 70 (sonst gibts hässlich Kästchen)
- Percent of frames to be stacked 50%

Das sind meine Standardeinstellungen, die ich nicht verändere. Außer bei den Mondbildern mit dem Seestar S50, da habe ich »restore standard vaules« benutzt mit Umstellung auf TIFF-Ausgabe.

Ich benutze keine Sperrfilter oder Barlow oder ADC. Jedes zusätzlich Element im optischen Weg ist eines zu viel. Und warum soll ich Informationen wegschmeißen durch Filter? Eine Barlow brauche ich nicht aufgrund der Pixelsize von 1.45µ und ADC kann die Software genauso gut.
Deroation macht auch keinen Sinn, weil die Gesamtbelichtungszeiten unter 2 Minuten sind. Das kann der PlanetarySystemStacker kompensieren.

Die Filegröße ist bei mir (ASIAir, 32bit unsigned) auf 4GB begrenzt. Hier die Einstellung meiner ASI715MC Kamera für das oben abgebildete Jupiterbild:
[ZWO ASI715MC]
Bin = 1
Capture Area Size = 1280 * 720
Colour Format = RAW8
Exposure = 0.015 Sec
Flip = None
Gain = 125
StartX = 1292
StartY = 736
Temperature = 27.8 C
Bayer = RG
Debayer Type = RGGB
White Balance (B) = 80
White Balance (R) = 55
Duration=102 Sec

Aber generell gilt: »Dem Seeing ein Schnäppchen schlagen« ist nur eine Marketing-Gag. Der gilt nur für gutes Seeing. Bei schlechtem Seeing kann auch die beste Software nicht viel machen. Dann ist das Ergebnis halt schlecht. Bei schlechtem Seeing ist das Einzelbild schon verwaschen und ändert sich in der Verwaschung von Bild zu Bild. Vielleicht würden eine Einzelbelichtungszeit weit unter 1ms noch was retten können.

Anschließend verwende ich waveSharp_LINUX mit abgespeicerten Werten.

Welche Ausrüstung hast du verwendet, bin wirklich fasziniert von Jupiter und Deine Bilder genauso wie Mikes' lassen mich immer wieder um den Planeten fliegen 😁
Hallo Sascha,

ich habe ein Celeston 9.25 Edge HD montiert auf einer AM5 und gesteuert mit ASIAir. Ich habe das C925 schon lange nicht mehr fokussieren müssen. Die Einstellung bleibt erhalten. Das kontrolliere ich natürlich immer. Und danke fürs Lob.

TeleskopTaukappe.jpg
Hier ist das Teleskop mit Montierung und Taukappe.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter

Das C9 war schon immer ein kleiner Wunschtraum, aber da keine Sternwarte vorhanden ist und nach meiner C8 Pleite vor vielen Jahren werd ich wohl beim C5 und 73mm Lacerta bleiben
Freu mich aber immer über tolle Bilder im Forum

CS

Sascha
 
Ich benutze keine Sperrfilter oder Barlow oder ADC. Jedes zusätzlich Element im optischen Weg ist eines zu viel. Und warum soll ich Informationen wegschmeißen durch Filter?
Hallo Peter,

Da solltest du nochmal drüber nachdenken. Es geht nicht darum, Informationen wegzuschmeißen, sondern gezielt zu gewinnen. Da das IR Signal nicht nur die Farben verfälscht, sondern (physikalisch bedingt) auch eine andere Auflösung bietet, ist es vielleicht nicht so günstig, es unkontrolliert einzustreuem.

Deine Kamera bietet aber eine sehr interessante Möglichkeit. Wenn du dir das Spektrum anschaust in dem der Chip empfindlich ist, siehst du, dass ab etwa 800 nm alle Pixel gleich empfindlich sind. Dann hast du quasi eine monochrome Kamera im IR Bereich.

1000044673.jpg

Quelle: ASI715MC - Discovery Astrophotography with ZWO ASTRO


Viele Grüße
Peter
 
Hallo Peter,

Da solltest du nochmal drüber nachdenken. Es geht nicht darum, Informationen wegzuschmeißen, sondern gezielt zu gewinnen. Da das IR Signal nicht nur die Farben verfälscht, sondern (physikalisch bedingt) auch eine andere Auflösung bietet, ist es vielleicht nicht so günstig, es unkontrolliert einzustreuem.

Deine Kamera bietet aber eine sehr interessante Möglichkeit. Wenn du dir das Spektrum anschaust in dem der Chip empfindlich ist, siehst du, dass ab etwa 800 nm alle Pixel gleich empfindlich sind. Dann hast du quasi eine monochrome Kamera im IR Bereich.
Hallo Peter,

das ist natürlich ein Argument. Ich hatte das Spektrum noch gar nicht auf dem Schirm. Wenn alle Farben im IR nach oben gehen, verwundert es nicht, dass das Bild grünstichig ist. Ich habe gerade bei AliEpress zwei IR/UV-Cut Filter von ZWO bestellt (2 für zusammen knapp 45€ inkl Versand). Ich brauche zwei, weil ich mit dem ASI1600MC das PlateSolve mache und sonst der Fokus nicht übereinstimmt mit der ASI715MC. Die wechsle ich immer, ohne nach fokussieren zu müssen.

Gruß,
Peter
 
Man verwendet ir Sperrfilter, weil der Fokus vom IR Bereich in einer anderen Fokusebene liegt meine ich und dass dieser Bereich nicht zu präsent wird.
Mit der derotation von PSS wäre ich mir jetzt nicht sicher. Ich sehe deutlich Unterschiede zwischen 30sek Aufnahmen in der Rotation.
Ich werde evtl mal alte Clips stacken und vergleichen.
 
Ich habe schnell mal ein Programm geschrieben, um die AVIs zu bearbeiten, wo der Jupiter aufgrund von Windböen aus dem ROI (zumindest teilweise) gelaufen ist. Nun werden die Bilder wieder halbwegs zentriert. Das Gewackel auf dem ROI macht offenbar nichts am Gesamtbild.
...

Gruß,
Peter
Hallo Peter,

wenn es "windete" hatte ich natürlich auch schon "Rauswackelprobleme".

Hast Du schon mal versucht an folgenden Parametern zu drehen (bei mir hat's durchaus geklappt, außer bei hoffnungslosen Fällen):

Zu finden unter Menü EDIT -> Framed-related Parameters
Ich zitiere aus der deutschen Beschreibung:

Stabilization patch size =
Größe des Stabilisierungsbereichs in beiden Koordinatenrichtungen relativ zur Bildgröße (in Prozent).

Stabilization search width =

Maximal zulässige Verschiebung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bildern in Pixeln pro Koordinatenrichtung. Wenn innerhalb dieser Suchweite keine Übereinstimmung gefunden wird, wird die Bildausrichtung abgebrochen. Wenn „Automatic frame stabilization” aktiviert ist, versucht PSS es erneut mit einem anderen Stabilisierungsbereich.

Wenn das Problem mit keinem Stabilisierungs-Bereich gelöst werden kann, wird der Job abgebrochen. Versuchen Sie es in diesem Fall erneut mit einem höheren Wert (bis zu 150) für diesen Parameter.


Hallo Peter,

ich verwende den PlanetarySystemStacker vor allem deshalb, weil der bereits fertig compiliert im Repository von Debian 12 liegt. Die anderen Programm für die Bearbeitung von AVIs gibts nur für Windows. Die Präsentation in YouTube vom Autor habe ich mir noch nicht angeschaut. Ich habe mich ganz auf die Defaultwerte im Programm verlassen. Die einzigen Änderungen, die ich vorgenommen habe, sind:

- Umstellen auf Planet
- Ausgabe auf TIFF
- Alignment box pixel auf 70 (sonst gibts hässlich Kästchen)
- Percent of frames to be stacked 50%

Das sind meine Standardeinstellungen, die ich nicht verändere. Außer bei den Mondbildern mit dem Seestar S50, da habe ich »restore standard vaules« benutzt mit Umstellung auf TIFF-Ausgabe.

Gruß,
Peter
Das mit der Kästchenbildung habe ich ab und an, dann ging ich schrittweise höher (auch so bei 60 - 80 z. B.).
Meist funktioniert es aber bei deutlich geringeren Werten.
Manchmal kommt es mir so vor, als "bräuchte er" das irgendwann - warum kann ich mir aber nicht erklären.
Im direkten Vergleich (wenn ohne Klötzchenbildung) konnte ich aber beim Endergebnis, egal ob Wert hoch oder niedrig, bisher keine üermarkanten bis gar keine Unterschiede feststellen.

Als Späteinsteiger in Sachen Stacking und speziell als macOS Nutzer bin ich in der Softwarefrage etwas eingeschränkter.
Ich muß aber sagen, daß mir der PSS gut gefällt. Auch wenn die meisten AutoStackert (AS) kennen und loben:
Ich komme damit bisher nicht wirklich zufriedenstellend zurecht. Ja, ich müßte mehr Tutorials studieren...
Wenn man weiß wie, ist ja immer alles viel einfacher ;-)
Mir ist unabhängig vom "Unwissen" AS bisher nicht so sympatisch, weil ich meine Filme erst noch alle umwandeln muß.
Das ist mehr als lästig. PSS nimmt einfach meine MOV-Dateien und gut ist es!

Das große PSS Problem ist wiederholt die Installation unter macOS.
Nach meinem letzten OS-Update habe ich PSS nicht wieder zum Laufen bekommen.
Da fehlt mir einfach das Verständnis, um die ganzen auftauchenden Hürden zu umgehen...
Mittlerweile habe ich es unter CrossOver als Windows-Version laufen.
Die Optik sieht damit billiger aus, aber es funktioniert wie gewohnt.


Gruß, Olaf
 
Man verwendet ir Sperrfilter, weil der Fokus vom IR Bereich in einer anderen Fokusebene liegt meine ich und dass dieser Bereich nicht zu präsent wird.
Mit der derotation von PSS wäre ich mir jetzt nicht sicher. Ich sehe deutlich Unterschiede zwischen 30sek Aufnahmen in der Rotation.
Ich werde evtl mal alte Clips stacken und vergleichen.
Das gilt aber nur für Refraktoren. Bei Spiegelteleskopen haben alle Farben immer den gleichen Fokus.

Beim PlanetarySystemStacker gibts ein Häkchen »Object is changing fast (Jupiter, Sun [Vermutlich Protuberanzen])«. Da gehe ich davon aus, dass da was korregiert wird. Jedenfalls sehen meine Bilder nicht danach aus, als wäre Derotation notwendig.

Hallo Peter,

wenn es "windete" hatte ich natürlich auch schon "Rauswackelprobleme".

Hast Du schon mal versucht an folgenden Parametern zu drehen (bei mir hat's durchaus geklappt, außer bei hoffnungslosen Fällen):

Zu finden unter Menü EDIT -> Framed-related Parameters
Ich zitiere aus der deutschen Beschreibung:

Stabilization patch size =
Größe des Stabilisierungsbereichs in beiden Koordinatenrichtungen relativ zur Bildgröße (in Prozent).

Stabilization search width =

Maximal zulässige Verschiebung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bildern in Pixeln pro Koordinatenrichtung. Wenn innerhalb dieser Suchweite keine Übereinstimmung gefunden wird, wird die Bildausrichtung abgebrochen. Wenn „Automatic frame stabilization” aktiviert ist, versucht PSS es erneut mit einem anderen Stabilisierungsbereich.

Wenn das Problem mit keinem Stabilisierungs-Bereich gelöst werden kann, wird der Job abgebrochen. Versuchen Sie es in diesem Fall erneut mit einem höheren Wert (bis zu 150) für diesen Parameter.


Das mit der Kästchenbildung habe ich ab und an, dann ging ich schrittweise höher (auch so bei 60 - 80 z. B.).
Meist funktioniert es aber bei deutlich geringeren Werten.
Manchmal kommt es mir so vor, als "bräuchte er" das irgendwann - warum kann ich mir aber nicht erklären.
Im direkten Vergleich (wenn ohne Klötzchenbildung) konnte ich aber beim Endergebnis, egal ob Wert hoch oder niedrig, bisher keine üermarkanten bis gar keine Unterschiede feststellen.

Als Späteinsteiger in Sachen Stacking und speziell als macOS Nutzer bin ich in der Softwarefrage etwas eingeschränkter.
Ich muß aber sagen, daß mir der PSS gut gefällt. Auch wenn die meisten AutoStackert (AS) kennen und loben:
Ich komme damit bisher nicht wirklich zufriedenstellend zurecht. Ja, ich müßte mehr Tutorials studieren...
Wenn man weiß wie, ist ja immer alles viel einfacher ;-)
Mir ist unabhängig vom "Unwissen" AS bisher nicht so sympatisch, weil ich meine Filme erst noch alle umwandeln muß.
Das ist mehr als lästig. PSS nimmt einfach meine MOV-Dateien und gut ist es!

Das große PSS Problem ist wiederholt die Installation unter macOS.
Nach meinem letzten OS-Update habe ich PSS nicht wieder zum Laufen bekommen.
Da fehlt mir einfach das Verständnis, um die ganzen auftauchenden Hürden zu umgehen...
Mittlerweile habe ich es unter CrossOver als Windows-Version laufen.
Die Optik sieht damit billiger aus, aber es funktioniert wie gewohnt.


Gruß, Olaf

Guter Tipp. Das werde ich mal gleich versuchen. Ich hatte aber noch ein anderes Problem. Nämlich, dass der Wind so stark war, dass der Planet zum Teil aus dem ROI geflogen ist. Und in diesem Fall nimmt der PlanetarySystemStacker dieses Frame mit dem halben Planeten drauf, als Limit. Dann werden alle anderen Bilder darauf beschnitten. Ich habe jetzt ein Programm geschrieben, das die entsprechenden Bilder, die zu dicht am Rand sind, oder darüber hinaus gehen, aus dem AVI schmeißt.

Das mit den Kästchen kann nicht bestätigen. Egal, wie groß ich die wähle, kommt immer das gleiche Ergebnis heraus. Nur zu klein werden dürfen die nicht.

Ist das PlanetarySystemStacker Programm nicht im Repository vom Mac? Würde mich wundern ,dass dort niemand Astroprogramm pflegt. Ich bin mit dem Programm sehr zu frieden. Es macht, was es soll.

Gruß,
Peter
 
Das gilt aber nur für Refraktoren. Bei Spiegelteleskopen haben alle Farben immer den gleichen Fokus.
Da gebe ich zu bedenken, dass es sich beim Schmidt Cassegrain nicht um ein reines Spiegelteleskop handelt. Die vorhandenen Glaselemente bringen ein paar Probleme mit sich. So ist zum Beispiel der Strehl nicht bei allen Wellenlängen gleich. Unter 500 nm geht er gewaltig in den Keller. Das komplexe Thema kann man gut im Buch "Planetary Astronomy" von Christophe Pellier et. al. nachlesen.

So gesehen kann es schon sein, dass der Fokus abhängig von der Wellenlänge ist.

Viele Grüße
Peter
 
Ja, bei solchen Hybridmodellen schon. Aber da habe ich offenbar keine Probleme, wie man an den Bildern sieht. Weil die durch das Edge HD wieder kompensiert wird, vermute ich. Wobei Edge HD eher die Ränder korregiert. Wie auch immer. Die Empfindlichkeit der ASI715MC ist ja im IR für alle Farben am höchsten. Ich werde mit dem IR-Cut Filter vermutlich ganz schön an Empfindlichkeit einbüßen. Was wieder höhere Einzelbelichtungszeiten oder Gain verlangt. Und damit längere Gesamtbelichtungszeiten (dann kommt die Derotation wieder ins Spiel) und schlechtere Seeingeigenschaften oder Rauscherhöhung durchs Gain. Ich werde sehen, ob die Jupiterfärbung das wert ist.

Überall, wo Linsen, oder Korrekurglas im Spiel sind, auch bei Barlows hat man natürlich eine Wellenlängenabhängigkeit.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter, mein Vorbild Tiziano versucht auch ohne Linsen auszukommen. Er hat in seinem extrem langbrennweitigen DK keine Korrekturlinsen drinnen und benötigt auch keine Barlow. ADC auch nicht, da er die Planeten im Zenit hat. Also nur 2 Spiegel und die Kamera. Allerdings macht er meist RGB mit Mono, also doch sehr hochwertige Filter im Strahlengang.

CS Mike
 
Ist das PlanetarySystemStacker Programm nicht im Repository vom Mac? Würde mich wundern ,dass dort niemand Astroprogramm pflegt. Ich bin mit dem Programm sehr zu frieden. Es macht, was es soll.
Hallo Peter,

ja, wenn es das Wörtchen "grundsätzlich" nicht gäbe...
Bezüglich der Problemchen gibt es hier eine längere Strecke (tu Dir das aber jetzt nicht an - bei Dir klappt's ja!):

--> https://forum.astronomie.de/threads/pss-installationsproblem.293732/

Und ja, ansonsten bin ich auch zufrieden. Nur meine Hardware könnte mal besser werden.
Bei 4k bis 6k Filmchen habe ich doch ab manchen Schritten ziemlich lange Wartezeiten bis manchmal zu Sytemabstürzen.

Gruß, Olaf
 
Da gebe ich zu bedenken, dass es sich beim Schmidt Cassegrain nicht um ein reines Spiegelteleskop handelt. Die vorhandenen Glaselemente bringen ein paar Probleme mit sich. So ist zum Beispiel der Strehl nicht bei allen Wellenlängen gleich. Unter 500 nm geht er gewaltig in den Keller. Das komplexe Thema kann man gut im Buch "Planetary Astronomy" von Christophe Pellier et. al. nachlesen.

So gesehen kann es schon sein, dass der Fokus abhängig von der Wellenlänge ist.

Viele Grüße
Peter
Hallo Peter,
ich hätte eine Frage zum Buch von Pellier. Kannst du mir bitte sagen, ob es sich lohnt dieses Buch zu kaufen, oder ist es nicht mehr aktuell?
CS Mike
 
Hallo Mike,
Es ist natürlich schwierig, Dir da eine genaue Empfehlung zu geben. Das Buch enthält Kapitel zu fast allen Aspekten, die zur Planeten Fotografie gehören. Über Teleskoptypen, mit ihren individuellen Eigenheiten, über Grundsätze der Optik und ihren Fehlern, bis hin zu Aufnahmebedingungen, Filtern, Software und der gezielten Auswertung der fertigen Bilder, um Vorgänge auf den Planeten zu identifizieren. Technisch wird es sicher bald veraltet sein, aber vieles bleibt auch aktuell.

Ich persönlich habe viel gelernt und schaue nach wie vor regelmäßig hinein. Ob du ebensoviel davon profitieren kannst, kann ich schlecht beurteilen. Du gehörst schon zu den Profis.

Viele Grüße
Peter
 
Danke Peter, ich vermute schon, dass es sich um eine sinnvolle Anschaffung handelt.
Auf die Idee, 180 Sekunden an Jupiter belichten zu können ohne Derotieren zu müssen, hat mich Pellier mit seinen Vergleichsvideo gebracht.
CS Mike
 
Hallo zusammen,

macht euch das Leben nicht zu kompliziert. Die besten Ergebnisse bekommt man durch die Einfachheit der Auswahl seiner Zutaten. Und die lernt man durch überlegen und ausprobieren, nicht unbedingt durch anlesen und nachmachen.

Bei der Auswahl des Equipments muss man darauf achten, dass die Parameter alle zueinander passen. Aber man sollte sie möglichst einfach halten.
Wenn man anfängt mit einer Monokamera und Filtern, hat man schon verloren. Dann wird's kompliziert. Einfacher ist eine Farbkamera mit kleinen Pixeln. Es gibt ja Faustformeln für die Wahl der Pixelgröße: 5*pixelsize = f/D Maximum. Man muss bei Farbkameras aber im Hinterkopf haben, dass es sich um eine Bayermatrix handelt, wo die Farbpixel auseinanderliegen. 5*pixelsize = f/D ist aber ausreichend dafür.

Je weniger optische Glaselemente vorhanden sind, um so besser. Kann man sich ja denken.

Und bei der Auswertung ist es auch zunächst mal eine gute Idee, die Standardeinstellungen zu verwenden. Denn der Programmierer hat sich was dabei gedacht. Wenn man keine Ahnung hat, was im Programm abläuft und gemacht wird, kann man viel falsch machen. Es bringt auch in der Regel nicht viel, an den Parametern unüberlegt herumzuspielen. Das bringt nachher die Erfahrung mit sich. Wenn man darauf aus ist, ein Kunstwerk zu schaffen, kann man sicherlich Stunden investieren. Derotation interpoliert die Daten. Möchte ich nicht machen. Besser, man kommt ohne aus.

Der größte Feind der Planetenfotografie ist die Atmosphäre, das Seeing. Wenn das nicht stimmt, nützt alle Theorie nichts. Das kann auch die beste Software nicht richten. Dann gilt es, einen guten Ort auf der Erde suchen, wo die Planeten nahe dem Zenit stehen und beste Seeing-Qualität zu erwarten ist. Aber wer kann das schon?

In Mitteleuropa ist gutes Seeing eher Glücksache. Damit muss man leben. Wann man dann noch eine komplizierte Ausrüstung hat, wird's anstregend und das Ergebnis wird selten besser, als mit eine einfachen und kleinen Ausrüstung.

In diesem Sinne frohe Festtage,
Peter
 
Hallo Peter,

danke für den Hinweis. Das erklärt es wohl. Aber ich finde das gar nicht mal so schlecht, weitere Information aus dem UV und IR im Bild zu haben. Das ist nur erst mal ungewohnt. Ich habe auf dem Handy noch etwas mehr »wärme« hereingebracht (Google Foto).

Den Anhang 451545 betrachten

Ich habe schnell mal ein Programm geschrieben, um die AVIs zu bearbeiten, wo der Jupiter aufgrund von Windböen aus dem ROI (zumindest teilweise) gelaufen ist. Nun werden die Bilder wieder halbwegs zentriert. Das Gewackel auf dem ROI macht offenbar nichts am Gesamtbild.

Offenbar hat der Jupiter auch eine Stratosphäre, an der das Licht ins blaue gestreut wird. Das sieht man gut am Rand.

Gruß,
Peter
Hallo Peter

Das Programm würde mich interessieren. Der Planetary System Stacker macht schon gute Bilder aber leider auch diese Bilder, die Astrostakkert noch gut hin bekommt

CS

Sascha
 
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