Präzise Kollimation eines Maksutov-Cassegrain bei Tag (Projektionsmethode)

alex_stars

Aktives Mitglied
Hallo Sternenfreunde,

momentan bastle ich viel an meinem Mak (OMC-140) und daher bin ich ständig dabei den Mak neu zu kollimieren. Gestern hab ich wieder am echten Stern gearbeitet, aber heute möchte ich euch eine vielleicht "neue" Methode vorstellen. Zumindest hab ich diese so noch nirgends gesehen. Sie basiert auf zwei bekannte Tagesmethoden und kombiniert diese:
Beide Methoden sollten auch für alle Cassegrain Arten funktionieren. Ich hab nur einen Mak und daher kann ich nur bestätigen dass es für Maks sehr gut funktioniert. Also was braucht ihr zum Ausprobieren.
  1. A4-Blatt karriert oder Milimeterpapier (wenns ganz genau sein soll)
  2. Ein Stück Karton, auch ca A4 Größe
  3. Zirkel
  4. Stift
  5. Doppelklebeband
  6. Ein Handy mit Taschenlampen-Funktion (LED neben der Kamera hinten)
  7. Ein Fotostativ
  8. Das Teleskop und die Schraubschlüssel zum justieren
  9. Einen Tisch
  10. Eure Augen (und optional eine Kamera oder ein Cheshire Okular [kann auch gebastelt sein])
Und jetzt geht's ans basteln

I) Das Kollimations-Ziel:

Dazu zeichnet ihr zuerst ein Fadenkreuz auf die Mitte des A4 Blatts, wobei die Linien mindestens so lang sein sollen wie eure Teleskop Öffnung.

Dann nehmt ihr den Zirkel und zeichnet konzentrische Kreise von der Fadenkreuz Mitte aus. In meinem Fall hat das Teleskop eine Öffnung von 140 mm und eine Obstruktion von 44 mm, daher mache ich folgende Kreise mit diesen Radii: 25mm, 35mm, 50mm, 63mm, 70mm und 90mm. Ein Kreis sollte etwas größer als die Obstruktion des Teleskops sein (das ist bei mir 25mm) und einer etwas kleiner als die Öffnung (das wären dann die 63mm bei mir).

Nun wird das A4 Blatt auf den Karton geklebt und das zentrale Loch vom Zirkeleinstich noch mit einer Nadel auf ca 1 mm Durchmesser vergrößert und durch den Karton verlängert.

Hinten am Karton klebt ihr nun das Handy mit eingeschaltetem LED zentral hinters Loch im Ziel, damit ihr eine Justage-Lichtquelle habt. Fertig sieht das Kollimation-Ziel dann so aus:
DSC00229.JPGDSC00230.JPG
Das Ziel wird dann am Fotostativ eingeklemmt und ist startklar.

II) Ausrichtung des Teleskops:

Das Teleskop wird jetzt mit der Prismenschiene nach unten auf den Tisch gestellt und das Justageziel davor. Ich beginne mit ca 50 cm Abstand Vorderkante des Teleskops zum Kollimation-Ziels.
DSC00228.JPG
Nun müsst ihr das Teleskop und das Kollimations-Ziel ausrichten, damit die optischen Achsen gleich sind. Dazu stellt ihr zuerst die Höhe des Stativs so ein dass ein Lichtkreis, der vom Teleskop reflektiert wird genau auf Höhe eines gezeichneten Kreises und der horizontalen Fadenkreuzlinie ist. Horizontal könnt ihr das Stativ verschieben oder auch das Teleskop.
DSC00227.JPG
Ich mach es so dass ich den kleinsten Schattenring und den darauf folgenden hellen (ist der hellste) Ring so zentriere dass er genau in meinen R=25 mm Kreis passt (siehe Bild).

III) Kollimation

Nun könnt ihr loslegen und mit den Justageschrauben arbeiten, bis alle projezierten Kreise (dunkel und hell) so konzentrisch wie möglich sind. Das Bild oben zeigt schon ein gute Kollimation bei mir.

Wichtig! Wenn ihr an den Justageschrauben dreht, dann wandert der innere hellste Ring aus dem Kreis an dem Kollimation-Ziel. Nach jeder Bewegung der Justageschrauben müsst(!) ihr wieder den hellsten Ring am Kollimation-Ziel neu zentrieren um die optische Achse auszurichten.

Das könnt ihr entweder am Stativ (besonders wenn er vertikal gewandert ist) und auch horizontal am Teleskop selber, wenn ihr es am Tisch leicht dreht.

Das karrierte Papier oder das Milimeterpapier hilft bei der genauen Justage. Ihr werdet überrascht sein wie genau und feinfühlig man mit dieser Methode justieren kann.

IV) Abschließende Überprüfung

Zum Schluss solltet ihr durch die Okularklemme schauen, oder eine Kamera (oder Cheshire Okular) verwenden um die Justage vom Hinten zu überprüfen.
DSC00226.JPG
In der Mitte ist ein riesiger Poisson Punkt (na eher Scheibe oder? ;)) der hilft euch um auch hier die optische Achse zu finden. Wenn ihr auch hier zufrieden seit, ist das Teleskop offiziell kollimiert.
Nun kann man natürlich am realen (oder künstlichen) Stern nachjustieren. Besonders die photographisch arbeitenden KollegInnen werden dem zustimmen. Ich muss aber sagen, dass für mich, der ja nur visuell arbeitet, diese Kollimationsmethode vollkommen ausreicht. Ich sehe kaum bis nie Bedarf, am Stern nachzubessern.

Also viel Spaß beim ausprobieren und postet doch ein Kommentar mir euren Erfahrungen.

CS
Alex

Zusatzinfo:
Diese Methode setzt voraus, dass der Sekundärspiegel zentral im Tubus und auch zentral mit dem Okularklemmen-Mittelpunkt justiert ist. Bei einem handelsüblichen Makustov kann man diesen nicht eh nicht justieren. Sollte an einem de-fokusiertem Stern der Poisson Punkt nicht mittig sein, wenn der defokusierte Stern mittig im Okular ist, dann ist es wahrscheinlich, dass der Sekundärspiegel zentriert werden muss. Dazu entweder beim Hersteller reklamieren (falls gerade gekauft) oder selbst versuchen, aber das ist eine andere Geschichte. Ich musste das noch nie tun.
Auch wird vorausgesetzt dass das Blendrohr und die Okularklemme mittig im Tubus sitzen und nicht gegenüber der optischen Achse verkippt sind. Auch diese Arten von Justage kann man an einem handelsüblichen Mak nicht vornehmen, somit gilt das gleiche wie oben für den Sekundärspiegel.
 
Der Beitrag ist zwar schon eine Weile her, aber ich antworte trotzdem mal.
Habe heute versucht mein INTES MK66 danach zu Justieren. Entweder stelle ich mich zu blöde an, oder irgendetwas stimmt nicht.
Habe alles genau nach Anleitung aufgebaut, sehe ich aber keine Ringe auf der Scheibe. Nur einen in der Mitte der aber immer gleich bleibt.
Ich habe Stundenlang versucht auch nur annähernd ein Bild zu bekommen wir oben gezeigt. Leider ohne Ergebnis. So ganz schlecht kann der MK66 nicht justiert sein, denn ich habe eigentlich recht gute Ergebnisse am Sternentest. Nur bei hohen Vergrößerungen zeigt er ein unscharfes Bild.
Ist diese Methode für das INTES nicht anwendbar?
 
Das MK66 ist etwas tricky, weli du tatsächlich erst einmal den Hauptspiegel richtig einstellen mußt - und dazu wissen solltest, welche Schrauben du in welche Richtung drehen darfst :) Da gibts einige Seiten zu, z.B. CN
 
Du hast aber schon das MK66 vor- und zurückbewegt, um das ordentlich am Zielkreuz auszurichten, oder?
Ich habe jetzt kein Maksutov (mehr), aber ich meine mich zu erinnern, dass das bei mir kein Problem war, es nach der oben beschriebenen Methode zu machen.
Evtl. ist deine Lichtquelle zu schwach oder das Umgebungslicht zu stark?
Und schau dir auch mal die englischsprachige verlinkte "kitchen table method" an.

Beste Grüße
 
Also ich habe mir beide Anleitungen zug mal durchgelesen und ausprobiert. Der Raum ist stock dunkel und die LED so Hell, dass man nicht hineinschauen sollte.
Ich habe von 10cm bis 2m Abstand alles quasi stufenlos ausprobiert. Da wird nichts aber auch gar nichts auf dem Papier reflektiert, was auch nur im Ansatz so aussieht, wie das auf den Bildern gezeigte.
Ich sehe nur einen Ring und zwar die Reflexion des Hauptspiegels. Keine weiteren Ringe, egal was ich auch versuche.
Nehme ich den Sekundärspiegel raus, dann sieht es ähnlich aus, aber das ist ja Quatsch.
Ich habe mir jetzt erst einmal einen kleinen Adapter gedruckt, mit dem ich theoretisch erst einmal den Laser im Okularauszug, mittig auf dem Sekundärspiegel justieren kann. Allerdings schlägt das auch fehl, denn die Klemmerei ist alles andere als gerade. Drehe ich den Laser, wandert der immer wieder aus der Mitte heraus. Am Laser liegts wohl nicht, der ist auf der Drehbank 1a in der Mitte.

So siehts ohne Spiegel aus:
IMG_3606.jpeg
So mit bei 50cm:
IMG_3609.jpeg

So bei 1m:
IMG_3610.jpeg

Und so bei 20cm:

IMG_3608.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, ich muss sagen, für mich als Laie sieht doch alles gut kollimiert aus.
Besonders die Ringe beim Bild ohne Sekundärspiegel zeigen doch, dass der Primärspiegel und Sekundärspiegelhalterung sauber zueinander ausgerichtet sind (wenn ich jetzt die Kästchen richtig gezählt habe).
Dein Maksutov ist auch von der Bauweise etwas anders als Alex' OMC, evtl. gibt es bei dir nicht mehr Ringe...
Wie sieht denn der Blick durchs Cheshire-Okular aus (oder der Filmdose)?

Vielleicht meldet sich Alex ja auch noch direkt und gibt etwas Input, dann müssen wir nicht rumrätseln :D.
Mein (begrenztes) Wissen/Verständnis ist jedenfalls am Ende ;).

Beste Grüße
Gabriel
 
So keines Update von meiner Seite.
Ich habe mir jetzt alles auf eine Aluprofilschiene geschraubt, damit alles mittig angeordnet ist.
Die oben beschriebene Methode funktioniert bei mir trotzdem nicht. Ich sehe keine Ringe mit Sekundärspiegel.
Ich gehe aber davon aus, dass Hauptspiegel, Blendenrohr und Zenitspiegelhalterung alle in einer Flucht sind.
IMG_3618.jpeg
Dann habe ich mir noch eine Schablone gedruckt, welche statt des Sekundärspiegels aufgestckt werden kann. Hiermit kann man prüfen, ob die optische Achse auch genau mittig zum Spiegel sitzt.
Mit dem Laser im Tubus sieht das auch sehr gut aus, sogar wenn ich den Laser in der Halterung drehe. Alles mittig und bleibt schön zentriert.
IMG_3619.jpegIMG_3620.jpeg
Beim Einbauen des Spiegels bemerkte ich jedoch ein Klappern. Das konnte eigentlich nicht sein, denn es gibt hier keine Teile die irgendwie Spiel haben könnten.
Weit gefehlt... Der Sekundärspiegel klapperte in seiner Halterung. Er ist original an 3 Punkten angeklebt.
Da hatte sich doch tatsächlich nach 25 Jahren einer der Klebepunkte des Spiegels gelöst. Somit war je nach Lage des Tubus die optische Achse fürn A....
Es scheint eine Art Acryl zu sein, was ich natürlich nicht da hatte. Aber ich denke ein Displaykleber für Handys tut es auch. Der bleibt ähnlich elastisch und klebt wie [zensiert]. Quasi wie Scheibenkleber im Automobilbereich.
IMG_3621.jpeg
Ich hoffe dass morgen alles trocken ist und ich den Sekundärspiegel einbauen und justieren kann. Vielleicht ist dann auch die mysteriöse Unschärfe verschwunden.

Tino
 
Hallo Tino,

Das hört sich doch gut an. Es würde erklären, warum du ohne Sekundärspiegel solche vorbildlichen Ringe hast, du aber bei der Nutzung trotzdem den Eindruck hast, dass da etwas noch nicht ganz korrekt ausgerichtet ist.
Respekt auch für deine saubere und professionelle Vorgehensweise :y:.

Dann mal alles Gute für morgen. :)
Grüße
Gabriel
 
Hallo, sorry ein bissl spät hier,
Aber ich denke ein Displaykleber für Handys tut es auch. Der bleibt ähnlich elastisch und klebt wie
Ich habe diesen schwarzen T700 (oder T7000), weiß gerade nicht wo ich den versteckt habe nach meiner letzten iPad Touchscreen Reparatur.
Nachteil vom Kleber sehe ich nur dass man den aufgeklebten Spiegel nicht mit Isopropyl Alkohol behandeln kann falls irgendwann mal erwünscht wäre als last Resort.
Ich habe die Erfahrung mit dem Bapper gemacht das Reinigungen sehr erschwert werden zwecks hartnäckigen Schlieren, so grünliche.
Muss man dann halt 10x waschen mit lauwarmen Wasser. Spülen mit destilliertem wird einiges mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Kollimieren wie oben suggeriert funktioniert NUR wenn alle optischen Komponenten zentriert sind(Abrollen), das ist eher Glücksache. Ich habe schon ne ganze Woche verbracht auf die Weise, und war nichts. Zwei Zehntel Millimeter reichen dem FS oder Meniscus gegenüber dem HS/OAZ. Und am Himmel sieht es dann sehr schlecht aus.
Nach dem abrollen mache ich weiter am Stern(auch künstlicher geht prima) mit ner Cam.
An Hand der "Fahne" am Stern sieht man ob das Teleskop an die Temperatur angepasst ist oder nicht.
Am schnellsten geht das mit dem (dicken)Korrektor direkt nach oben. OAZ lass ich offen.

Clear skies,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin.

Am Stern stelle ich mir aber echt schwierig vor. Mein Problem war ja, dass man beim INTES einmal den Skekundärspiegel justieren kann und auch die restlichen Komponenten. Der Hauptspiegel ist gest mit dem Blendenrohr und der Okularklemme verbunden. Das mit dem Abrollen geht schon deshalb nicht ,weil nicht alle Komponenten wirklich mittig im Tubus sitzen. Ich hoffe ja dass ich mit dieser Methode wenigstens halbwegs die Mitte getroffen habe. Es gibt ja Justiersysteme auf dem Markt für solche Zwecke. Die kosten aber ein vielfaches des aktuellen Wertes eines MK67.

Was ist eigentlich mit den Zenitspiegeln? Die scheinen ja auch nicht so ganz genau zu sein. Am Stern ohne Spiegel siehts gut aus und mit dann wieder schief. Je nachdem wie rum ich ihn drehe. Das betrifft aber auch meine anderen Teleskope. Hängt sicher mit der Klemmung zusammen. Wie kann man das denn eigentlich abstellen?


Tino
 
Hallo Tino,
Das mit dem Abrollen geht schon deshalb nicht ,weil nicht alle Komponenten wirklich mittig im Tubus sitzen.
Doch geht, ist halt was arbeitsreicher.
Du baust dir ein Gestell wo du die Okular Aufnahme/Umlenkoptik zentriert aufhängen kannst, am anderen Ende liegst du den z.B. die Fassung vom Korrektor auf, oder das vorstehende Gehäuse des FS.
Wenn man sich so nen Ding baut, versteht man recht schnell wo es hapert.

Ein par Kugellager, Gewindestangen, Gewindeschneider und was Alu und man kann das für seine ganzen Teleskope anwenden.

Ja mit meinem OMC140 ist mir erst mal die Schublade offengeblieben.
Zum Spass dazu haben die Jungs nicht mal den FS zentrisch aufgedampft, somit war die obrige Methode bei mir für die Katz.
Ich konnte mein Problem nur mechanisch abrollend lösen.
Und das hat einiges gedauert....

Ein RC fein justieren im Feld mit 30sec Lights dagegen ist ein Kinderspiel und intuitiv Schritt für Schritt....

Clear skies,
- Martin
 
Ich habe gestern noch mal bei klirrender Kälte auf dem Balkon gestanden und versucht Aufnahmen mit dem MK zu machen.
Leider ohne Erfolg. Erst war das Bild nur unscharf und nach 40 Minuten war quasi nichts mehr zu erkennen. Dachte erst an gefrorene Spiegel aber die waren alle frei.
Ich habe dann das Teleskop gleich zerlegt um zu schauen, ob ich irgendetwas falsch zusammengebaut habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass der Sekundärspiegel fest in der Fassung klemmte. Die Aluminiumfassung hatte sich bei der Kälte so zusammengezogen, dass die den Spiegel irgendwie quatschte. Die Konstruktion halte ich auch für nicht besonders clever. Auf der Drehbank habe ich dann auch bemerkt, dass die Fassung gar nicht richtig rund ist. Sie hatte einen "Schlag". Das muss doch mit Sicherheit nicht so sein. Nach 10 Minuten habe ich dann auch den Spiegel aus der Fassung bekommen, diese etwas ausgedreht und den Spiegel nur eingesetzt.
Wenns heute Abend klar wird, werde ich wohl wieder auf dem Balkon frieren und testen. Ich glaube ich weiß inzwischen, wieso ich das Teleskop damals so günstig bekommen habe. Bei der Gelegenheit habe ich aber auch gleich das Zahnradspiel vom Hauptspiegel neu eingestellt.

Tino
 
Hallo Tino,

Kinderspiel, damit hast praktisch alles um dir nen Allround-Abrollständer zu bauen. :y:
Wenn deine Drehbank etwas kompletter ausgestattet ist, geht auch das ganze Teleskop drauf locker, das musste ich beim Kollegen machen mit nen par Bier zum Mieten am Samstag.

Ich hab mir so einen zusammen gebastelt zum schnell mal durchlaufen lassen.
Hab ihn jetzt noch nicht verfeinert, sind zwei drei Teile noch dran zu bauen.
Grad mal schnell vom Schrank runter mit nen bissl Staub... :LOL:

thumbnail_IMG_6894.jpg


Wie du siehst, ganz einfaches Ding, aber sehr informativ im ersten Lauf.

Wo ich mein am Stern justiertes Mak draufgemacht hatte, wurde es mir schlecht.
Alles am Eiern, juuuh was ist dass denn !

Beim Kollegen auf der Drehbank habe ich dann meins zusammengebaut.

Jetzt sieht es anständig aus auf dem Satnd oben.

Aber no matter, der aufgedampfte FS ist halt Off, gut is halt so. Zentriert ist die Meniscus auf jedenfall rechtwinklig mit HS und OAZ im Tubus. Laser kommt auch peilgerade zurück.

So kleine billigere(!!!)Maks sind Bastelsachen.....

Wenigstens kein Fehler im Korrektor/HS, ansonsten zum ausschlachten. _jungeschlagen:

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin.

Ich packe das Teil jetzt ersteinmal in den Schrank. Habe heute noch mal am Stern versucht alles einzustellen.
Sah auch alles gar nicht so schlecht aus, aber am Ende wars doch nur Murks.
Jup_180730_0000.jpg
Ich habe keine Ahnung woran es liegt. Hier noch ein Bild vom Jupiter:
Jup_180443_MK66_Planet_50_Sharp71_B1.0_C1.0_S1_N59.jpg
Alles verschwommen und matschig. Ich habe kein Ahnung wieso ich das nicht besser hin bekomme.
Als Vergleich der kleinere MN56 macht ein super Bild:
Jup_182737_MN56_2fach_Planet_50_Sharp38_B1.0_C1.0_S1_N24.jpg

Tino
 
Tubus seeing? Wie lange belichtet?, welche Höhe vom Horizont?.....
Instrument angepasst an Aussentemperatur? War die Fahne schon weg, sieht man auch bei einem descollimierten Instrument.
Das Bild 1) viel zu gross, zu stark defokussiert, da sieht man nichts, oder wenn eventuell könnte man nur eine schwere Descollimation sehen.
Intrafokal? Extrafokal? Kamera muss zum kollimiern aufrecht ausgerichtet sein. D.h, die Fahne sollte nach oben sein, kann man auch mal frech den Finger vorne von oben einfügen vorm Teleskop. Sicht muss aufrichtig sein am Bildschirm. Ich justiere Extrafokal, mit aufrichtigem Bild am Mak.

Am besten mit ner Asiair oder Laptop draussen eine kleine Sequenz von (Video)Bildern stacken auf der EQ. Je nach Seeing und Vergrösserung muss man ein bissl probieren, nicht zu schnell und nicht zu langsame Aufnahmen. Stacks sollten mittel kurz sein, ich mach so 10sec, das reicht bei mir.

Wenn Aufnahmen zum kollimieren, oben im Zenit, oder recht nah.
Kann man auch einen künstlichen Stern nehmen auf ner AZ(oder EQ), Cam ist sehr praktisch dabei. Mein Favorit zum unkomplzierten justieren ist eine RGB Cam, am besten ein bissl was grösseren Sensor, bei nem kleinem ist man wieder am Suchen.....

Monocams fang ich mit dem grünen an.

Eine simple Bahtinov Maske gibt sehr schnell einen Indiz darauf wenn was krumm geht.
Tribahtinov Masken sind auch sehr gut, zum verfeinern(!), gibt es Freeware um das auszulesen. Macht schon was Arbeit.....
Mit W11 24H2 besser im Moment nicht....., das läuft nicht bei mir.

By the way, Beugungsringe konnte ich schon vom Balkon runter auf die Autos auf dem Lack bei guter Feuchtigkeit ausmachen. Ich habe schon viel probiert, hast viele Möglichkeiten, die keine zusätzlichen 800Euro kosten.
Ich schiel auch gerne rein vom OAZ mit ner Guidingcam und nem CS etwas längerem Objektiv. Am RC macht mir das die Grundjustierung, nach dem abrollen of course.

Ich staue meine Teleskope im Schrank zur Strafe(also nicht im Koffer), wenn ich keine Zeit habe, die letzten Monate hatte ich kaum was Zeit.....

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin.

Danke für deine Ausführungen.
Ich packe das Ding trotzdem wieder in den Schrank. Ich habe einfach keine Lust mehr mich damit rumzuärgern.
Sicher kommt das irgendwann wieder aber im Moment habe ich einfach die Schn.... voll.
In der Zeit kann ich mir ja die Geschichte mit den Rollen überlegen.
Ich habe versucht alles zu zu machen, wie es soll. Habe das Teleskop bei der Justage auf meiner Halterung gedreht und es sah immer gleich aus mit den Ringen.
Auch der Laser war genau mittig, wenn man den überhaupt nutzen kann.
Ob ich am Stern jetzt Ex oder Int war, kann ich dir nicht mehr sagen. Darauf habe ich nicht geachtet.
Ich habe trotzdem den Eindruck, dass etwas generell nicht stimmt. Vielleicht etwas verpannt oder generell schief.
Ich muss dazu sagen, dass der MK von Anfang an nie ganz scharf war. Hatte ihr vor einigen Jahren gebraucht gekauft.
Scheint aber generell ein Problem bei den Maks zu sein. Die Vorgänger als Skywatcher ,Meade und Bresser, hatten alle ähnliche Probleme.
Bevor ich es vergesse. Ich hatte das Teleskop extra am Morgen auf den Balkon in eine Kiste verbracht, damit es ordentlich auskühlen konnte. Daran kann es also nicht liegen. Der Jupiter ist ein Stack aus 50% der Bilder des 2Min Videos. Genau wie beim MN56, oben zu sehen. Es ging auch nicht schärfer zu stellen, egal was ich versucht habe.
Meine anderen Teleskope waren auch draußen und liefern viel besser ab. Der MN56 scheint ein echt super Teil zu sein.

Tino
 
So kleiner Nachtrag.
Ich hab alles noch einmal zerlegt und von Grund neu aufgebaut und versucht alles genau zu justieren.
Habe extra ne Justierschablone für den hinteren Teil auf der CNC gefräst.
IMG_3628.jpegIMG_3630.jpeg
Der Laser ist jetzt auch völlig mittig ausgerichtet.
IMG_3631.jpeg

Selbst wenn man ihn dreht, bleibt der Punkt immer genau in der Mitte.
IMG_3629.jpegIMG_3632.jpeg

Nun scheint das Problem der Sekundärspiegel zu sein. Baue ich diesen ein, wird der Laser nicht mehr mittig reflektiert.
Drehe ich ihn, eiert er wie wild auf der Scheibe des Justierlasers.
Habe ihn dann samt Halterung in die Drehbank eingebaut und auch hier scheint er zu eiern.
Ich hoffe ja dass der Spiegel nicht das Problem ist, sondern nur schief in der Halterung sitzt.
Nur geht er irgendwie nicht ab. Da muss ich mir wohl was einfallen lassen. Der Trick mit Isoprop hat leider auch nicht geholfen. Der Kleber sitzt fest wie Bombe, egal was ich tue.

Tino
 
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