Jupiter mit GRF und Schattenwurf und Europa und Ganymed

Dane Vetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe mich gestern Abend wieder seit langem an der Planetenfotografie ausgetobt. Diesmal habe ich mein Glück an Jupiter versucht, welcher am 18.02.25 gegen 21:45 zum einen den GRF zeigte, aber auch einen Schattenwurf zeigte. Daneben noch Europa und Ganymed. Die Kombination ist für mich das erste Mal gewesen, und das Seeing lies nur ein kurzes Zeitfenster zu, bis wieder gar keine Details mehr zu erkennen waren. Es war auf jeden Fall ein schönes Erlebnis, wenn auch nur kurz.

Aufgenommen mit einem C11 EHD, eine ASI 585 MC mit L-1 UV-IR Block, an einer TeleVue Powermate 2x mit Greatstar ADK. Rund 7000 Aufnahmen, von denen 1000 gestackt wurden.

21_43_34_lapl6_ap998_Drizzle15_bear.jpg


Ich würde den Thread gleich mal für ein paar Fragen an die erfahrenen Planetenprofis nutzen:

- Eine blöde Frage zum Schattenwurf: Wie kann ich herausfinden, von welchen der beiden Monde der Schatten kommt?

- Zu den Rohdaten: Ich bin auf dem Gebiet noch nicht so erfahren, und weiß nicht so recht, wie viel man an Details durch Deconvolution, Wavelet Sharpening u.s.w. herausholen kann. Ich würde die SER Datei hier zur Verfügung stellen, falls jemand Lust hätte, diese mal selbst zu bearbeiten. Ich wäre neugierig, was die Profis hier so mit ihren Fähigkeiten herausholen können.

- Zu der SER Datei gerne noch eine Einschätzung, wie ihr das Seeing einstufen würdet. Auch hier habe ich leider noch null Gefühl zum Einschätzen.

- Hat jemand einen guten Tipp, wie ich aus diesen SER Dateien ein normales mp4/avi Video erstellen kann? Ich habe noch spätere Aufnahmen bei schlechten Seeing, und würde gerne ein Video als Vergleich zusammenschneiden.
 
Vielen Dank Peter, für deine Arbeit. Ich denke, das Ausgangsmaterial gibt einfach nicht mehr her. Gnadenlos drüber schärfen wird auch nicht mehr Details zum Vorschein bringen, wenn gar keine vorhanden sein.

Bezüglich meiner letzten Frage, das SER Format in ein gängiges Videoformat umzuwandeln: Das geht ja ganz einfach per PIPP. Da habe ich gar nicht dran gedacht.

Ich habe da schon ein bisschen damit herumprobiert.

 
Hallo Dane,

ich habe mir Dein SER File heruntergeladen. Was mir aufgefallen ist: Du hast die Farbkanäle übersteuert. Die Helligkeit ist zum Teil in der Sättigung. Die Farbbalance stimmt meines Erachtens auch nicht. Da ist noch zu viel Grün im Bild. Ansonsten ist das Bild seeing-bedingt gut bearbeitet.

Ich drehe meine Helligkeitskanäle um die 200 (von der 255 Dynamik). Ich kann in meiner Anzeige das Histogramm für die Farben einschalten. Dann sehe ich das.
Ich habe AVIs hier zum runterladen eingestellt. Daran kannst Du üben, wenn Du willst.

Welcher Mond mit welchem Schatten das ist, schaue ich mir in der App Stellarium an.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

danke für den Input. Ja richtig, ich bin ziemlich ans maximum gefahren, da ich vermeiden wollte, dass die Monde im dunklen absaufen. Ich sehe jetzt aber nicht direkt, dass etwas ausgebrannt ist? Oder zeigt sich das durch ein anderes Problem, welches ich übersehe?

Bezüglich zu viel Grün im Bild, wie kann ich das in SharpCap sinnvoll vermeiden? Oder ist deiner Meinung nach der Grünanteil im finalen Bild zu hoch? Ich vermute du meinst das auf die SER Datei bezogen?

Wo sieht in in Stellarium, von welchen Mond der sichtbare Schatten geworfen wird?
 
Hier habe ich das Histogramm der Farbverteilung Deines Jupiters:
000Screenshot_20250220_153344.png

Die Farben sind alle am Ende bei 16bit abgeschnitten. Im Vergleich zu Rot und Grün ist Blau in hellen Bereichen eher unterrepräsentiert. Für meine Kamera, die allerdings auch im IR-Bereich sehr empfindlich ist in allen Farben, mische ich meinen Farben immer gleich anteilig. Im Histogramm treffen sich die Farben.
Siehe hier:
Screenshot_2024-12-30_232135.jpg

In diesem Fall liegt das Maximum sogar bei 221 von 255. Da ist übrigens Europa gerade vor Jupiter getreten.

Gruß,
Peter
 
Du musst entschuldigen, ich werde da nicht ganz schlau draus. Deine Farbverteilung ist ja auch nicht gleichmäßig. Bei dir ist Grün auch einen Hauch drüber? Das kannst du ja auch gar nicht während der Aufnahme einstellen? Die Unterschiede sind ziemlich marginal. Ich habe mein Bild noch mal neu durchgearbeitet, und wenn ich am Ende das Histogramm anschaue, dann ist hier gar nichts abgerissen, und der Grünkanal macht auch keinen extremen Eindruck. Eher der blaue scheint einen Hauch schwächer zu sein.

1740085309404.png


Als kurzer Gegenvergleich, hier wäre Grün zu viel.

1740085361400.png


Was ich aber auf jeden Fall besser berücksichtigen muss, ist, dass ich am Histogramm nicht zu sehr am Anschlag fahre. Wobei ich sagen muss, dass ich hierdurch jetzt nicht wirklich einen sichtbaren Nachteil diesbezüglich erkennen kann. Vielleicht war das gerade noch grenzwertig?
 
Hallo Dane,

- Eine blöde Frage zum Schattenwurf: Wie kann ich herausfinden, von welchen der beiden Monde der Schatten kommt?
Schau dir das einfach in Stellarium an. Ein bisschen mit der Zeit spielen und die siehst genau welcher Mond den Schatten wirft.

Hat jemand einen guten Tipp, wie ich aus diesen SER Dateien ein normales mp4/avi Video erstellen kann?
Geht ja, wie du selbst schon herausgefunden hast mit Pipp. Ich nehme aber gleich als 8bit Avi auf.

Rund 7000 Aufnahmen, von denen 1000 gestackt wurden.
7000 Frames sollten reichen, ich stacke aber meist 40%-50%. 1000 wären mir zu wenig, da rauscht es beim Schärfen zu schnell.

falls jemand Lust hätte, diese mal selbst zu bearbeiten.
ja ich lade es gerade runter aber dein Ergebnis sieht eigentlich schon gut aus, auch farblich. Da besonders dein letztes Ergebnis, oberer Jupiter Post 8.

dass ich am Histogramm nicht zu sehr am Anschlag fahre.
Ja, ich nehme eher dunkler auf, damit bloß nichts ausbrennt aber solange du da unter der Sättigung bleibst sind die Unterschiede nicht der Rede wert.
Entscheidend bleiben eigentlich nur die Bedingungen und wie oft warte ich da mit der Aufnahme auf bessere Momente in denen plötzlich feinste Details auftauchen.
Dann ist auch das Fokussieren viel einfacher.

Gruß,
Holger
 
Hi Holger,

danke für den Input.

Schau dir das einfach in Stellarium an. Ein bisschen mit der Zeit spielen und die siehst genau welcher Mond den Schatten wirft.
Ich bin da wohl echt zu blöde, mir fehlt das dreidimensionale drehen, damit ich das besser abschätzen kann. :LOL:

7000 Frames sollten reichen, ich stacke aber meist 40%-50%. 1000 wären mir zu wenig, da rauscht es beim Schärfen zu schnell.
ich hatte den Stack einmal mit 1000 und einmal mit 2000 gemacht. Die Variante mit 2000 erschien mir irgendwie etwas weicher, weshalb ich mich für die 1000 entschieden habe. Ich werde da aber sicher auch noch weitere Versuche mit mehr machen, auch mal mit 50%.

Entscheidend bleiben eigentlich nur die Bedingungen und wie oft warte ich da mit der Aufnahme auf bessere Momente in denen plötzlich feinste Details auftauchen.
Dann ist auch das Fokussieren viel einfacher.
Ja ich glaube das war das erste Mal für mich, dass ich solche Bedingungen hatte. Bei vorherigen Versuchen war es nie so ruhig bei der aktuellen Aufnahme.
 
Ich bin da wohl echt zu blöde, mir fehlt das dreidimensionale drehen, damit ich das besser abschätzen kann
Naja, ich gehe in der Zeit zurück und sehe dann den Übeltäter vor der Jupiter-Scheibe, dann tritt er aus und irgendwann taucht der Schatten auf.

Vielleicht war das gerade noch grenzwertig?
Ich sehe mir gerade das Video an und sehe nichts ausbrennen, alles OK !
Komando zurück, das war in virtualdub, wenn ich die Datei in windows anklicke und mit der Medienwiedergabe ansehe, sieht es im Zentrum schon sehr hell aus.
Das 40% Summenbild sieht wiederum in Ordnung aus, war also wahrlscheinlich gerade noch so im Grenzbereich.

Gruß,
Holger
 
Danke Holger.

Bei einem Mond ist es einleuchtend. Aber in dem Fall mit zwei Monden, welche in einer ähnlichen Richtung liegen, finde ich das schon schwieriger. Für mich leuchtet es hier etwas ein, dass es sich um Europa handelt da dieser näher dran ist, aber sicher wäre ich da nicht gewesen ob das nicht von Ganymed kommen könnte, welcher grösser ist. Aber ok, ich habe ja eine Seite gefunden, welche mir das bestätigen kann.

Was ich mich bezüglich dem Histogramm frage: Erhöht sich eigentlich durch das stacken der vielen Aufnahmen nicht die Bittiefe und bildetet dementsprechend wieder etwas Spielraum?
 
Hallo Dane,

Keine Ahnung aber Details die im ausgebrannten Bereich verloren gehen bleiben eigentlich auch verloren.

Ich habe meine üblichen Arbeitsschritte angewandt und dein Ausgangsmaterial war gar nicht so schlecht.
Hier mein Ergebnis:
jupiter_lapl5_ap158_10g2as.jpg

Und ich habe meine Schritte genau protokolliert:

fitswork

Weißabgleich (Rechtsklick weiße Zone und Umgebung als Weißwert)

schärfen
iterativer gauss
Radius: 3.33
iterationen 6
Stärke 50

2. Durchgang:
2.40
6
50

Wavelet Rauschfilter - Detailsverstärkung
Rauschfilter: 0

Detailsverstärkung:
Layer
1. 4.00
2. 1.89
3. 1.27
4. 1.27

2. Durchgang.
1. 1.56
2. 1.56

NLM Rauschfilter
Radius 1
Suche Umgebung 2
Stärke 50

Detailsverstärkung:
Layer
1. 1.89

Farbsättigung: 130


gimp

Ich speichere nach jedem Schritt in fitswork immer ab.
Der rechte Planetenrand ist in der letzten Version überschärft. Über Ebenen arbeite ich nun mit dem Radierer den weicheren Rand einer frühreren Version ein.
Genauso auch beim Mondschatten und den Monden.

Farben - Farbton / Sättigung
Rot: 28,6

Schärfen - Unscharf maskieren
Radius: 1,228
Menge 0,500

Gruß,
Holger
 
Danke für das vorzeigen. Ich habe bei mir den Ring am äußeren Rand bei meiner finalen Version auch noch mit einer vorherigen Version überblendet, damit es nicht mehr so prägnant ist. Auch den Schattenwurf, der in einer Version bei mir etwas zu überschrärft war, und selbst auch schon einen leichten Ring bekommen hat.

Bei mir hab ich es nicht so hell wie bei dir gemacht. Ich habe da lange auch hin und her probiert. Ich finde es hat beides was. Die Frage ist, was kommt eher an das original heran. Besonders die hellen stellen sind da ja schon unterschiedlich.

 
Hallo Dane,

ich finde Deinen Jupiter auch gelungen, Glückwunsch.

Ich habe mich auch schon für die ASI-585MC interessiert, allerdings hat mich die maximale Bildrate etwas gestört. Auf Wolfis Seite steht etwas von "... hohe Bildrate von 47 fps ...". Ich finde das eigentlich nicht so hoch.

Mit welcher Bildrate konntest Du aufnehmen?

Danke.

Gruß,
Frank
 
Hallo Frank,

vielen Dank! Soweit ich mich erinnere waren es bei mir knapp um die 70 fps. Man nutzt ja eigentlich nicht den vollen Sensor mit seinen 3840x2160 Pixel, sondern nur den kleineren ROI. Ich hatte vorher die ASI 662 MC mit höheren fps, welche ja die gleiche Pixelgröße hat, aber einen kleineren Sensor. Würde bei meinem Setup im Grunde auch gehen, aber ich finde das größere Bildfeld für das aufsuchen zu Beginn deutlich angenehmer, und ich kann eben wie hier zu sehen, auch mal Aufnahmen mit den Monden machen, welche auch mal etwas entfernter sind.
 
Hallo Dane,

Bei mir hab ich es nicht so hell wie bei dir gemacht. Ich habe da lange auch hin und her probiert
Deine Version gefällt mir auch, ich habe halt meinen üblichen Workflow durchgezogen.
Vielleicht hätte ich etwas weniger schärfen sollen denn die helle Stelle über dem NEB ist schon etwas ausgebrannt.
Aber das sind nur kleine Unterschiede und viel hängt da vom persönlichen Geschmack ab.

Soweit ich mich erinnere waren es bei mir knapp um die 70 fps. Man nutzt ja eigentlich nicht den vollen Sensor mit seinen 3840x2160 Pixel, sondern nur den kleineren ROI.
Ich habe da ja die Erfahrung gemacht, dass eine schmale breite ROI höhere Frameraten ermöglicht als die selbe Größe aber diesmal die Höhe länger als die Breite.
Macht man beim Jupiter mit den Monden auf gleicher Höhe aber ja sowieso so.

Wie hoch war denn deine Belichtungszeit ?
Bei mir liegt die bei ca. F15 zwischen 5-6ms bei mittlerem Gainwert.
Durch eine schmale Roi komme ich dann auf ca. 130-150 fps.

Gruß,
Holger
 
Hi Holger,

die Frage ist, was kommt am ehesten an das Original heran? Wenn ich mir den Jupiter in ganz Nah in Stellarium anschaue, ist das noch mal ganz anders, und schwer zu vergleichen was Helligkeiten angeht. Klar, irgendwo ist es auch etwas Geschmackssache. Im nachhinein würde ich meinen noch einen kleinen Hauch heller machen wollen.

Die Belichtungszeit war glaube ich so an die 15 ms bei f/20, und Gain weiss ich nicht mehr, aber schon recht hoch geschraubt. Bei 15 ms bin ich theoretisch wohl bei 66 Aufnahmen beschränkt, da kommt das mit den 70 schon gut hin. Das geht bei dir natürlich schneller.
 
Da kannst Du ggf. noch optimieren. Mit meiner QHY462C schaffe ich bei Jupiter mit f/19.3 mit optimiertem ROI locker 100 fps und die Belichtungszeiten liegen immer < 10 ms. Eventuell kannst Du ROI und Gain noch optimieren, um die Bildrate noch weiter zu erhöhen? Aber das ist alles schon "Feinschliff", Dein Bild ist sehr gut, vor allem nicht überschärft und die Farben passen :)
 
Du kannst ja selber mal Belichtungsreihen machen mit viel gain und kurzer BLZ und sehr wenig gain und längerer BLZ. Dann siehst du ja was bei deinem Setup ein gutes Ergebnis bringt. Man braucht viele Frames wenn man viel Rauschen im Signal hat und weniger Frames bei wenig Rauschen. Ich würde auch sagen, mehr wie halbes Histogramm braucht es nicht aber das macht jeder anders, solange du nicht in die Saturierung des Chips kommst. Was ausbrennt ist unrettbar verloren. Ich sehe bei mir kaum Unterschiede zwischen 10ms und 20ms...hängt alles von Seeing ab.
 
Danke euch. Beim nächsten Mal versuche ich es mit 10 ms und schraube die Gain höher. Und schaue auch, dass am Ende des Histogramms auch nichts flöten geht.

Vielleicht noch eine Frage bezüglich Belichtungszeit und Derotation. Bei meinen 1:30 min würde so etwas nicht viel bringen? Oder ist das eigentlich allgemein eine Bereicherung und sollte ich auch mal ausprobieren?
 
Da machst du hier ein Fass aus.:D

Da gibt es zwei Lager.
Bei 1:30 würde ich darauf verzichten. Ein wenig gleicht autostakkert mit den Aps die Rotation aus.

Gruß,
Holger
 
Ja ich bin neugierig und muss ganz gierig alle Geheimnisse aufsaugen :LOL:

Das war aber auch meine Vermutung, dass das bei der Zeit noch im Rahmen liegt. Ich dachte irgendwo mal gelesen zu haben, dass bei Jupiter die 2 Minuten nicht überschritten werden sollten.

Wenn man jetzt aber einen längeren Zeitraum mehrere Aufnahmen belichten würde, und dann Derotiert, kann man da mehr rausholen?

Einfach für mein Verständnis, es geht hierbei einfach darum, die Chancen auf klare Sicht zu erhöhen, in dem man länger drauf hält, und die längere Zeit und Reotation dann mit Derotieren wieder brauchbar macht. Oder bringt das noch anderes Vorteile mit rein?
 
Teste das doch selber. Willst du dich wirklich auf Aussagen anderer verlassen?
Nimm einfach 60sek pro Clip auf, stacke es, Guck dir die Einzelbilder an, da siehst du schon eine Drehung. Derotiere die Einzelbilder, summieren es und vergleiche es mit dem Einzelbild.
Oder lies einfach hier...
 
Dich zwingt niemand auf meine Fragen zu antworten. Ich glaube so ein Forum wie das hier ist unter anderem auch genau dafür da, um Erfahrungen von anderen zu erfragen?

Willst du dich wirklich auf Aussagen anderer verlassen?
Nach über 5 Jahren hier, konnte ich mich durchaus auf so einige Aussagen von erfahren Mitgliedern verlassen, und weiß das auch zu schätzen, das andere hier ihr Wissen/Erfahrung teilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dane,

Wenn man jetzt aber einen längeren Zeitraum mehrere Aufnahmen belichten würde, und dann Derotiert, kann man da mehr rausholen?
Das kann sein, muss es aber nicht.

Ich bin ja eher weg vom Derotieren. Ich habe das früher häufiger gemacht, jetzt nur noch wenn es wirklich nötig ist.
Z.B. Zu großer Zeitabstand zwischen Mono & Farbaufnahme. Ich arbeite ja mit zwei Kameras.

Warum derotiere ich weniger:
1. Ich bin dann später mehr dazu geneigt das derotierte Bild mehr zu schärfen und schnell sieht es unnatürlich aus.
2. Ich nehme meherere Sequenzen auf, meist 2 x Mono, 1 x kurz Farbe / 2 x Mono.
Wenn ich dann später die Summenbilder vergleiche sticht doch nur eins heraus.
Das beste Summenbild sieht dann später häufig besser aus als das derotierte Bild, wo vielleicht auch ein paar schlechtere Summenbilder mit eingeflossen sind.

Kann man in ca. knapp über 1 Minute aber nur sehr wenig Frames sammeln, dann lohnt es sich wieder mehr die Summenbilder zu derotieren um mehr Frames zu erhalten.
Ich komme aber locker auf über 7000 Frames pro Avi, das reicht mir.

Gruß,
Holger
 
Man kann halt auch alles totquatschen.
Ich poste dir einen Link der im Grunde alles beinhaltet was es für gute Planetenaufnahmen braucht, du gehst da aber null drauf ein. Eine bessere Anleitung zu dem Thema wie diesen Link wirst du vermutlich nirgends finden, aber weiterhin viel Erfolg im Forum...
 
Hallo Dane,
Winjupos wäre eine Geheimwaffe! Wenn dein Aufnahmeprogramm die Dateien Winjupos kompatibel bezeichnen kann, kannst du alle Bilder einlesen und sofort erkennen welcher Mond und welcher Schatten auf deiner Aufnahme sichtbar ist.
Für die Derotation müssen deine Videos aber viel kürzer werden! Max. 30 sek, Jupiter hat die höchste Rotationsrate!
Mit AS3! kannst du deine 2 min Videos leicht in 30 Sekunden Videos splitten.
Viele Grüße Frank
 
Hallo Dane,

Keine Ahnung aber Details die im ausgebrannten Bereich verloren gehen bleiben eigentlich auch verloren.

Ich habe meine üblichen Arbeitsschritte angewandt und dein Ausgangsmaterial war gar nicht so schlecht.
Hier mein Ergebnis:
Den Anhang 464495 betrachten
Und ich habe meine Schritte genau protokolliert:

fitswork

Weißabgleich (Rechtsklick weiße Zone und Umgebung als Weißwert)

schärfen
iterativer gauss
Radius: 3.33
iterationen 6
Stärke 50

2. Durchgang:
2.40
6
50

Wavelet Rauschfilter - Detailsverstärkung
Rauschfilter: 0

Detailsverstärkung:
Layer
1. 4.00
2. 1.89
3. 1.27
4. 1.27

2. Durchgang.
1. 1.56
2. 1.56

NLM Rauschfilter
Radius 1
Suche Umgebung 2
Stärke 50

Detailsverstärkung:
Layer
1. 1.89

Farbsättigung: 130


gimp

Ich speichere nach jedem Schritt in fitswork immer ab.
Der rechte Planetenrand ist in der letzten Version überschärft. Über Ebenen arbeite ich nun mit dem Radierer den weicheren Rand einer frühreren Version ein.
Genauso auch beim Mondschatten und den Monden.

Farben - Farbton / Sättigung
Rot: 28,6

Schärfen - Unscharf maskieren
Radius: 1,228
Menge 0,500

Gruß,
Holger
Danke Holger für Deinen Workflow, den werde ich mal ausprobieren.
 
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