Aufnahmen alle mit dunklen Rändern - Was mache ich falsch?

MyQuarks

Mitglied
Hallo Astrofreunde,

nach fast 1.5 Jahren konnte ich endlich mal wieder einige Sonnentage im Norden genießen und die Chance nutzen Licht einzusammeln.
Nach 3 Nächsten Fotosession stoße ich aktuell aber auf große Problem bei der Bildbearbeitung mit WBPS in Pixinsight.
Jetzt ist mir Aufgefallen, dass alle Aufnahmen einen schwarzen (runden) Rand haben.
Mir ist aber nicht ganz klar was ich falsch mache bzw. was der Fehler ist. Es wird sicherlich etwas mit Abschattung sein aber die Frage ist, wie kommt es dazu?
Abstand des Kamera-Sensors vom Okularauzug ist mit Filterrad und Verlängerung 82mm.
Ich vermute dass dies evtl. das Problem ist.

Laut Teleskop-Express heisst es aber:
"Optimaler Arbeitsabstand ab dem Anschlussgewinde: 85 mm bis zum Kamerasensor. Zwischen 70-90 mm sind die Ergebnisse sehr gut."

Für Hinweise und Tipps was ich falsch mache oder besser machen kann wäre ich super Dankbar.

Mein Setup ist folgendes.
  • TS-Optics 8" f/8 Ritchey-Chretien
  • 0,67x CCD Reducer für Astrofotografie
  • ATIK Filterrad mit Antlia 36 mm ungefasst LRGB-V Pro Series
  • TS-Optics MONO Astrokamera 2600MP Sony IMX571 Sensor D=28,3 mm

Vielen Dank schon mal an alle.

Clear Sky
MyQuarks

Bild ist das RAW Bild in Pixinsight gestretcht.
300 s Aufnahmezeit mit Luminanz-Filter

2025-02-22 15_08_47-PixInsight - [Gray 1_5 PLANSHORT_L_OBJNAME_M44_FILTER_Luminanz_EXP_240s_GA...jpg



Kann nicht sagen ob das so richtig ist ?
IMG_0325.jpg
 
Sieht stark nach Vignette aus. Hast du Flats gemacht?
 
36mm Filter sind perfekt für die 2600, aber wie Rüdiger richtig schreibt, müssen die Filter so nahe wie möglich an den Sensor. Also Kamera-Filterrad-Distanz-Reducer.
 
36mm Filter sind perfekt für die 2600, aber wie Rüdiger richtig schreibt, müssen die Filter so nahe wie möglich an den Sensor. Also Kamera-Filterrad-Distanz-Reducer.
Hallo Mike, das würde ich so nicht unterschreiben. Bei meiner ASI2600 bekomme ich mit 2"-Filtern und einem M48-Imagetrain bereits eine leichte Vignettierung. Allerdings mit sehr kurzen Brennweiten.
 
Hallo Mike, das würde ich so nicht unterschreiben. Bei meiner ASI2600 bekomme ich mit 2"-Filtern und einem M48-Imagetrain bereits eine leichte Vignettierung. Allerdings mit sehr kurzen Brennweiten.

Bist du sicher, dass die Vignette von den Filtern stammt und nicht vom OTA? Ich nutze die 36mm Filter an meiner 2600M und 2" Filter an meiner 2600C. Beide zeigen aber die gleiche Vignettierung, stärker oder schwächer je nach OTA.
 
Nein Mike, bin ich nicht (deswegen hatte ich ja auch "wahrscheinlich" geschrieben). Ich besitze nur 2"-Filter. Insofern können auch OTA/OAZ als Ursache in Frage kommen. Alex hat ja mit der langen Brennweite des RC ebenfalls kein Problem und ich hatte geschrieben, dass ich das Problem mit kurzen Brennweiten (180 und 270mm) habe. Jetzt kenne ich Deine Brennweiten nicht, aber Du kannst zumindest beide Filtergrößen vergleichen. Ich reduziere meine Empfehlung daher sicherheitshalber darauf, wenigstens das Filterrad an die Kamera zu setzen 😀
 
Ich nutze die beiden Kameras mit den entsprechenden Filtern am Sharpstar 61 EDPH III mit Reducer (270mm) über SW Quattro mit Nexus (450mm), TS Photon mit Nexus (750mm) bis hin zum RC10 mit (2000mm). Bei allen Kombinationen bleibt die Vignette beim Teleskop, egal ob 36mm Filter oder 2".
Bei beiden Imaging Trains sitzt das Filterrad aber unmittelbar an der Kamera. :y:
 
Das mit dem Kamera-Abstand lässt sich lässt sich einfach testen. Bei der nächsten Nacht werde ich das mal versuchen.

Besten Danke für alle Hinweise.
Gruß Oliver
 
Hallo Oliver,

das Problem ist:
durch den Reducer werden die Randstrahlen stark konvergent, dadurch reicht der Filterdurchmesser so weit vor dem Chip nicht mehr. Das ursprüngliche Bild hat ja 28.3/0.67 = 42.2 mm Durchmesser. Mit ca. 10mm Stahlkegeldurchmesser am Ort des Reducers müßte der Reducer ca. 52mm Durchmesser haben, damit er völlig vignettefrei arbeitet. Sonst führt er bereits leichte Vignette ein, die aber gut korrigierbar ist.
Den prinzipiellen Stahlengang sieht man gut im Cloudy Nights Post für einen Cassegrain mit Reducer.
Aber der Lichtkegel hinter dem Reducer ist ein Kegelstumpf, der am Reducer den vollen Austrittsdurchmesser von 44mm hat und am Chip den Chipdurchmesser. Damit sind die 36mm Filter vermutlich zu knapp. Filter näher zum Chip verringert die Vignette, macht sie aber noch härter im Übergang.

CS, Arnold
 
Vignette ist vollkommen normal und lässt sich meist sehr gut mit Flats korrigieren.
36mm Filter funktionieren selbst bei F3 mit APS-C

Einen Filtergrößenrechner gibt es u.a. bei
astronomy.tools

CS, Ralf
 
Meine Flats habe ich noch mal geprüft und die sahen gut aus.
Am Ende waren es die Darks, die ein Problem hatten.
Da muss irgendwie Licht an den Sensor gekommen sein. Habe die Darks nochmal neu erstellt und danach ging es mit Pixinsight auch ohne Problem.

Ich werde bei der nächsten Session auf jeden Fall mal den Abstand zum Filter verkürzen und mal schaue was das bringt. Am Ende ist ein doch ganz nettes Bild entstanden.

Besten Danke nochmal.
Gruß
 
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