Herschelkeil, welcher?

VierZollLinse

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In die liebe Gemeinde.

Für meinen FC100DZ möchte ich einen Herschelkeil. Die Angebote von APM, Baader und Lunt sind sicher bekannt.
Im Lichte des Angebotes meine Fragen nach Vergleichen und ob ich mit den Modellen in den Fokus komme.
Bei meinen damaligen 100er Vixen musste ich seinerzeit am Stutzen des OAZ die Drehbank bemühen. Das sollte mir am TAK erspart bleiben.
Verwendung primär visuell, gelegentlich auch einmal ein Foto - mit Digitalkamera via Adapter.

Vor,-Nachteile der Platzhirsche bekannt ? Ratschläge?

Danke vorab.
 
Hallo Dominique,

du hast den von Lacerta vergessen, den ich für ausgesprochen gut halte. Die Polarisation ist konstruktionsbedingt bei 100%, falls du mit Polfilter/ var. Polfilter abreiten willst, ein wichtiger Fakt.
Falls deine Fokuslage so knapp ist und du nichts kürzen möchtest, kommst du nicht umhin, den exakten optischen Weg herauszubekommen und danach zu entscheiden. Ich denke, ab einer gewissen Preislage sind die optischen Eigenschaften, sprich Qualität, sehr dicht beeinander.

Gruß Thomas
 
Hallo Dominique

Bei 800mm Brennweite reicht in der Regel ein kleines 1 1/4"-Herschel Prisma denn die Sonne hat bei dieser Brennweite gerade mal einen Durchmesser von ca. 8mm in der Bildebene. Du solltest auch mal das Herschel Prisma von Lacerta ins Auge fassen. Es ist etwas günstiger und benötigt etwa 83mm Lichtweg. Das sollte reichen um in den Fokus zu kommen.
Gruß,
Peter
Sorry, Thomas unsere Beiträge haben sich gerade zeitlich überschnitten!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Die Signatur wird am Handy nicht angezeigt...

Ich habe privat einen >20 Jahre alten, schwarzen Baader Herschelkeil, im Verein haben wir den Nachfolger, und die neueste Version konnte ich auch mal direkt mit meinem vergleichen – sie hat tatsächlich noch etwas weniger Streulicht als mein schwarzer, der Unterschied war aber nicht so groß, dass ich ein Upgrade hätte machen wollte.

Der Backfokus ist etwa der eines 2"-Spiegels (nicht Prisma). Die Lichtfalle mit Sucherfunktion ist sehr praktisch.

Der fest eingebaute drehbare Polfilter des aktuellen Baader ist gut, wenn mehrere Leute damit arbeiten (so kann er nicht vergessen werden); da ich öfter die Kamera dran habe, bin ich ganz froh, die Okularklemme einfach abschrauben zu können, um den ND3 ausbauen zu können und ggf. für die DSLR den Okularstutzen durch einen SC/T-2-Adapter ersetzen zu können. An meinem habe ich jetzt einfach einen Polfilter für das Übersichtsokular und einen für die 2"/1,25"-Reduzierung.

Den größeren Dämpfungsbereich vom Lacerta habe ich auch nie vermisst, ND3+Polfilter langen bei mir an allen Teleskopen (f/7,5-f/15). Fotografisch kommen eh nur feste ND-Filter zum Einsatz, oder der Solar Continuum.

Von Lunt kenne ich nur die 1,25"-Version, mit gelbem statt neutralem ND3-Filter. Geschmackssache... in einen Herschelkeil gehört eine Neutral-weiße Sonne.

Beste Grüße,
Alex
 
Ich habe den Lacerta 2“ Herschelkeil in Verwendung am TS 102/11 SD.
Das geht sich mit dem optischen Weg gerade so aus, dass man in den Fokus kommt. Allerdings könnte ich am TS-Tubus hinten ein Stück abschrauben und somit den Backfocus verlängern. Mit 2“ Okularen oder Bino wäre das auch notwendig.
Im Prinzip ist ein 2“ Herschelprisma bei der Öffnung Overkill. Ein gutes 1 1/4“ Herschelprisma reicht vollkommen. Die Sonnenscheibe hat hier am Prisma einen Durchmesser < 1cm. Thermisch ist die Belastung unwesentlich.
Ich würde daher zum Lacerta 1 1/4“ Prisma tendieren.
 
Noch eine Kleinigkeit:
Die Herschelkeile bieten ja die Möglichkeit mit einem Polfilter am Okular die Helligkeit des Sonnenbildes quasi stufenlos zu regulieren. Das ist eine sehr praktische Sache und ein entscheidender Vorteil ggü. einem Objektivsonnenfilter.
Und betreffend Okular: Habe hier die besten Ergebnisse erzielt mit den Fujiyama HD-Orthos. Ein großes Bildfeld an der Sonne bringt aus meiner Sicht nicht viel und vom Kontrast und Bildschärfe sind die HD-OR-Okulare recht gut brauchbar.
 
Hi!

Zum Thema Kontrast: Ich habe auch schon einige Okulare durch – gute Weitwinkelokulare stehen guten Orthos mittlerweile nicht mehr viel nach; irgendwann sind die Unterschiede gering. Deutliche Unterschiede gibt es mehr bei Mittelklasse-Weitwinkeln um die 150€, dann sind Orthos eine gute und bezahlbare Alternative.

Was wesentlich mehr Kontrast bringt als der Okularwechsel: Schatten. Das Astrogarten Beobachtungstuch lohnt sich; vor allem, wenn man keine rundum dichte Augenmuschel hat.

Dann noch ein Bino-Ansatz für entspanntes Beobachten (die höhere Vergrößerung durch den Glaswegkorrektor stört da auch nicht, selbst wenn beim 2"-Herschelkeil ein größerer Faktor nötig ist):cool:

Frage, da du die Kamera ansprichst: Welchen Backfokus hat das Teleskop denn? Takashi gibt hier einen Metal Back Distance von 223mm an. Falls das der Backfokus ist, sollte das kein Problem sein. Der 2" Baader braucht etwa 115mm, also ähnlich einem 2"-Spiegel. Das würde, wenn man die Okularklemme durch ein T-2-Gewinde ersetzt, sogar fast für einen Binoansatz ohne Glaswegkorrektor langen ;) Beim Kameraanschluss kommt es immer auf die Kamera an: Eine DSLR braucht 55mm ab dem T-2-Gewinde; Astro-Kamers sind näher an der Fokuslage eines Okulars oder versenken den Sensor sogar in der Okularaufnahme. Fotografisch habe ich mit Mono-Kamera plus Solar-Continuum-Filter (neue Version) die besten Ergebnisse.

Beste Grüße,
Alex
 
Ich hatte auch mal das 2" mit Brewster Winkel.
Es brauchte den längsten optischen Weg und war optisch miserabel.
Die Auflage eines Pobeglas zeigte auch warum.
Mehr als 80x ließ sich die Sonne nicht vergrößern, danach gab es nur noch Seeing.
Während bei einem schwarzen Baader und einem alten Intes Keil 250x an einem 6" APO problemlos möglich war.
High End Weißlicht Sonne gibt es mit APO, Herschelkeil, Binokularansatz und ADC.
LG
 
Ich hatte auch mal das 2" mit Brewster Winkel.
Es brauchte den längsten optischen Weg und war optisch miserabel.
Die Auflage eines Pobeglas zeigte auch warum.
Interessant. Mit meinem 2" mit Brewster Winkel habe ich bis 150x durchaus brauchbare Ergebnisse erhalten. Konnte hier keine Auflösungsverluste im Vergelich zu einer Objektiv-Sonnenfilterfolie feststellen, im Gegenteil, das Bild ist am Herschelkeil besser.
Nun, ein Baader Herschelkeil ist natürlich auch eine sehr feine Sache und bietet viel Zubehör, das mehr oder weniger "Hand in Hand" geht. Allerdings ist der Preis des Baader ca. doppelt so hoch wie der Preis des 2" mit Brewster-Winkel....
 
Hallo Alex,

bin gerade berufsbedingt nicht bei meinem Teleskop. Aber ich nutze den 2" Baader ZS BBHS und seitens deiner Ausführung nach, sollte das also passen (?)
Werde am WE versuchen eine zugesagte Leihgabe vom Händler abzuholen und dann den Baader einmal testen, beste Variante.
Kamera Adaption sollte dann mit der Oly EM1 MKII möglich sein. Adaptiert auf ein XW Okular - keine professionellen Ansprüche anstehend, mehr mit Spaß an der Sache.
 
Hi!

Der BBHS-Spiegel hat 112mm laut Hersteller, der Baader Herschel 115mm Baulänge. Sollte eigentlich Chancen haben.

Für die Kamera musst du wahrscheinlich die Okularklemme durch einen T-2-Adapter ersetzen, welches Teil du da brauchst, steht in der Anleitung – bin auch grad unterwegs.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

Für meinen FC100DZ möchte ich einen Herschelkeil. Die Angebote von APM, Baader und Lunt sind sicher bekannt.

Ich verwende am 110/770mm Refraktor ein 1,25" Herschelprisma von Lunt. Zusätzlich verwende ich am diesem Prisma noch einen Kontrastfilter von Altair Astro:

Kontrastfilter.jpg

Am 152/1200mm Refraktor verwende ich ein 2" Herschelprisma von Lacerta. Bei diesem verwende ich noch den Solar Continuum Kontrastfilter.

Ich kann zwischen beiden Herschelprismen optisch keinen Unterschied in der Abbildung erkennen. Das Lunt Prisma ist ein leichtes und kompaktes Prisma das nicht viel Backfokus benötigt. Das 2" Prisma von Lacerta ist ein klobiges Teil das auch viel Backfokus benötigt.
Die variable Lichtdämpfung mit einem Polfilter lässt sich beim Lacerta Prisma feinfühliger und umfangreicher einstellen als wie beim Lunt Prisma.
Bei beiden Prismen verwende ich noch einen UV/IR Cut auf KG3. Beim Lacerta Prisma habe ich diesen fest im Lichtweg nach dem Prisma eingebaut.
Bei einem Neukauf würde ich mir das 1,25" Lacerta Prisma anschaffen.

Viele Grüße
Gerd
 
Ein Vergleich von Größe und Gewicht der Prismen:
ach du Schreck :oops:
Da bekommt der Käufer aber etwas für sein Geld :)

Komme gerade vom netten Händler meines größten Vertrauens und habe jetzt den Baader als Leihgabe hier. Ich kenne nur die alte Version, die neue mit dem extern bedienbaren Polfilterelement scheint eine runde Sache. Morgen werde ich einmal die Sonne in das Visier nehmen und schauen, welche Spuren der Qualitätseindruck hinterlassen wird.
 
...... so ihr lieben Ratgeber und Unterstützer.

Jetzt hatte ich keinen Vergleich zu anderen Modellen, und auch nicht wirklich sehr sehr viel Zeit. Aber das, was ich gesehen habe, hat überzeugt.
Beobachtet habe ich von ca. 10:00 bis kurz vor 11:00 Uhr. Die Lebensspenderin stand also noch nicht sehr hoch und zudem auch beschaulich hoch über den gegenüber liegenden Häusern. Will sagen, keine wirklichen "Testbedingungen".
Zuvor habe einmal das komplette Filtergehäuse entfernt. Wissbegier, wie denn wenn die Filter gewechselt werden. Das dazu die 4 Schrauben am Gehäuse gelöst werden müssen zeugt nicht gerade von komfortabler Handhabung. Der Polfilter bekäme eine eigene Fassung, für die wiederum andere Schrauben gelöst werden müssen. Umständlich? Ich weiß nicht, Wenn einmal die Präferenzkombi gefunden, dann wohl kein echtes Hemmnis.

Verbaut waren der SC-Filter und der ND3, ein Polfilter stand leider nicht zur Verfügung, die Lichtdimmung hätte mich einmal sehr interesseirt.
Mit Okular 14mm / V 57x habe ich den Umständen entsprechend dennoch teils ein sehr ruhiges Bild gehabt. Die Schärfe war m.E. sehr beachtlich und trotz dieser Einstiegsvergrößerung konnten die Details überzeugen. Die körnige Oberflächenstruktur, dazu die feinen Details in den Flecken, der erstaunliche Kontrast, keine Fremdlichtstörungen, die hohe Schärfe,.......... puh, dass hatte etwas. An das grün eingefärbte Bild darf ich mich gewöhnen. Hätte aber gern den SC-Filter gegen einen Polfilter getauscht (wär die richtige Kombi?)

Fazit: Der Baader hat erst einmal überzeugt - obwohl eine Preiserhöhung vom Himmel gefallen ist, puh.

Randbemerkung: Konnte bei der Gelegenheit meinen FT testen, seit dem Anbau noch nicht geschehen. Von der Zustellschärfe in die Schärfeebene fahren - ein Traum!

Einzig die beginnenden Pollenwolken aus den umliegenden Sträuchern,............. schrecklich ..............

Ich denke, den Baader werden ich trotz fehlender Vergleiche kaufen, das komplette System samt umfangreichen Zubehör vermag zu punkten.

Baader HK am TAK.JPG
 
Hallo,


Zuvor habe einmal das komplette Filtergehäuse entfernt. Wissbegier, wie denn wenn die Filter gewechselt werden. Das dazu die 4 Schrauben am Gehäuse gelöst werden müssen zeugt nicht gerade von komfortabler Handhabung. Der Polfilter bekäme eine eigene Fassung, für die wiederum andere Schrauben gelöst werden müssen. Umständlich? Ich weiß nicht, Wenn einmal die Präferenzkombi gefunden, dann wohl kein echtes Hemmnis.

Das hat mich schon immer davon abgehalten, das Baader Herschelprisma anzuschaffen.
Ich wechsle bei der Beobachtung der Sonne zwischen der visuellen Beobachtung mit einem Polfilter zur Helligkeitseinstellung und ohne Polfilter zum fotografieren der Sonne. Bei meinem Lacerta Prisma wechsle ich von visuell auf fotografisch werkzeuglos. Ich halte es nicht für sehr praxistauglich, mit einem kleinen Inbus die Polfiltereinheit abschrauben zu müssen.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

gibt es da belastbares, oder war es ein Eindruck und eventuell ein Montagsmodell?
Ich habe auch solch einen Winkel und bin ich zufrieden. Zwischen der Folie und em Keil liegen qualitativ Welten, deshalb überascht mich
deine Aussage.
Hast du dich mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt, denn offensichtlich wast du ja nicht mit der Abbildungsleistung zufrieden.

Ich hatte auch mal das 2" mit Brewster Winkel.
Es brauchte den längsten optischen Weg und war optisch miserabel.

Gruß Thomas
 
ch halte es nicht für sehr praxistauglich, mit einem kleinen Inbus die Polfiltereinheit abschrauben zu müssen.
ja, da hast du einen Punkt, keine Frage.
Im Lichte des nach Gebrauchsanweisung umfangreichen Zubehörs und An,-Umbauvarianten, scheint es wohl nach Auslegung des Baader der einzig gangbare Weg?

Da ich aber primär den Herschkeil visuell nutzen möchte und nach der einen oder anderen Konfiguration die für mich geeignete finden werde, hält sich der Umbau auf die selten fotografisch notwendige in Grenzen.

Aber ja, in Summe ist das eine Kritikpunkt für jene, die den Keil 50/50 o.ä. nutzen möchten...
 
ein Polfilter stand leider nicht zur Verfügung
.... aber heute und wen es interesseirt:

Habe also heute um 08:00 Uhr aufgebaut und den Herschelkeil (HK) vorerst OHNE SC-Filter aber mit dem Polfilter (+ND3) konfiguriert.
Als die Sonne genug Höhe hatte erstmalig im Weißlicht beobachtet und das Bild hatte schon etwas. Es gefiel mir besser als mit SC-Filter.
Es entspricht wohl der Vorstellung und diese untermauert jenes Bild, welches ich von der Sonne haben soll, unverfälscht farbstichfrei neutral (?).
Irgendwie scheinen wir mit einer Farbvorstellung von der Sonne sozialisiert zu sein :) ?
Der Kontrast war gut, obwohl das Seeing hätte wesentlich besser sein können. Beobachtet habe ich meist mit dem 14er und 10er XW Pentax.
Der letzte Kick an Schärfe fehlte meist, in den Momenten der Bildruhe aber sehr schön anzusehen.
Anfänglich jedoch legte sich ein kleiner Schleier über das gesamte Bildfeld, dieser legte sich bis gänzlich verschwunden, je mehr die Sonne an Höhe gewann.

Der Polfilter ist m.E. ein wirklicher Gewinn und die seitliche Einstellmechanik lässt sich butterweich regulieren. Die variable Helligkeitseinstellung erlaubt eben doch die optimale Kontrastierung / Helligkeit für jegliche Vergrößerung zu finden.

Dann habe ich den SC_FIlter + ND3 + Polfilter im HK ausprobiert. Wenn auch die grüne Sonnenscheibe "widernatürlich" erscheint, diese Kombination ergab nochmals eine kontrastreichere, seeinggedämpfte und schärfere Abbildung.

Wo im Weißlich die körnige Oberflächenstruktur nur ab und an in Erscheinung trat, war sie mit SC-Filter doch klar sichtbar. Die Flecken mit den Randstrukturen haben nochmals an Konturstärke gewonnen.

Was aber der Polfilter in Kombination mit dem SC-Filter erstaunlicherweise sehr deutlich macht, sind die Fackelgebiete. Durch die Helligkeitsregulierung war ich in der Lage die feinen Ausläufer in einem sehr guten Verhältnis zur übrigen Sonnenoberfläche einzustellen. Kleinere feinere "Äderchen" konnten mittels Helligkeitsregulierung quasi herausgearbeitet, herausgeschält werden. Das hatte mich doch ein wenig überrascht.

Würde ich ein vorläufiges Fazit ziehen müssen, würde ich den Polfilter zu der Standardkonfiguration empfehlen wollen.
Für die Experten unter euch ist das ggf. keine neue Erkenntnis.
 

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Hallo Dominique

Hast du nur das Baader Cool am Tak 100 DZ verbaut???
Dachte immer es geht nur bis 80er Öffnung!!!

Grüße Dirk
 
Hatte irgendwie eine Info im Kopf ab mehr als 80er Öffnung muss noch ein ERF Filter davor
Hab es deshalb nicht an mein Tak FC 100DZ montiert. :cry: War bis jetzt nur am Tak FS 60 CB

Jetzt die Woche soll es ja schön viel Sonnenstunden geben
 
Hallo Dominique,

Es entspricht wohl der Vorstellung und diese untermauert jenes Bild, welches ich von der Sonne haben soll, unverfälscht farbstichfrei neutral (?).
Irgendwie scheinen wir mit einer Farbvorstellung von der Sonne sozialisiert zu sein :) ?

So ging es mir auch als ich das erste mal mit dem SolarContinuum beobachtete. Ich war mir nicht sicher, ob ich mich an das grüne Bild der Sonne gewöhnen würde. Jetzt ist dieser Filter für mich der wichtigste Filter im Herschelprisma.

Der Polfilter ist m.E. ein wirklicher Gewinn

Das sehe ich ebenfalls so. Ein einfacher Polfilter gehört zum Herschelprisma einfach dazu. Da aus dem Herschelprisma schon teil polarisiertes Licht herauskommt, kann mit einem Polfilter die Helligkeit stufenlos geregelt werden.
Mit dem Polfilter kann verhindert werden, das die photosphärischen Fackeln und auch Strukturen in den Flecken überstrahlt werden. Außerdem lässt sich dadurch die Helligkeit im Okular bei verschiedenen Vergrößerungen einfach einregulieren.

Wo im Weißlich die körnige Oberflächenstruktur nur ab und an in Erscheinung trat, war sie mit SC-Filter doch klar sichtbar. Die Flecken mit den Randstrukturen haben nochmals an Konturstärke gewonnen.

Was aber der Polfilter in Kombination mit dem SC-Filter erstaunlicherweise sehr deutlich macht, sind die Fackelgebiete.

Der Unterschied ist meiner Meinung nach erheblich, ob mit oder ohne Kontrastfilter beobachtet wird.
Wie du schon schreibst, können die randnahen photosphärischen Fackeln mit dem Kontrastfilter in Verbindung mit dem Polfilter deutlich herausgearbeitet werden. Auch die Strukturen in den Penumbren und auch die Granulation ist mit dem Kontrastfilter deutlich besser zu sehen. So ist zumindest meine Erfahrung.

Würde ich ein vorläufiges Fazit ziehen müssen, würde ich den Polfilter zu der Standardkonfiguration empfehlen wollen.

Das ist auch meine Empfehlung.


Dachte immer es geht nur bis 80er Öffnung!!!
Hatte irgendwie eine Info im Kopf ab mehr als 80er Öffnung muss noch ein ERF Filter davor

In der Weißlichtbeobachtung muss kein ERF vor das Objektiv angebracht werden. Ein ERF wird nur für H-alpha Sonnenfilter benötigt.
Die Herschelprismen werden meist bis 150mm Teleskopöffnung in den Händlerangaben geführt. Das Baader Prisma bis 200mm Teleskopöffnung.

Viele Grüße
Gerd
 
Hab es deshalb nicht an mein Tak FC 100DZ montiert.
Hallo Dirk, ist ja kein Beinbruch, nur ein Missverständnis. Also, jetzt wird es aber Zeit, denn von 60 auf 100mm ist schon ein schöner, sichtbarer weiter Sprung.

können die randnahen photosphärischen Fackeln mit dem Kontrastfilter in Verbindung mit dem Polfilter deutlich herausgearbeitet werden. Auch die Strukturen in den Penumbren und auch die Granulation ist mit dem Kontrastfilter deutlich besser zu sehen. So ist zumindest meine Erfahrung.
Hallo Gerd, danke für deine Erläuterung.
Je nach Fackelgebiet, wird dessen Erkennbarkeit eher im Abdunkeln sichtbar, verliert ggf. das umliegende Gebiet an Details. Die Fackel selbst aber "strahlt" dann förmlich und zeigt weitere kleine Verästelungen auf.
Und ja, die Bruchlinien in den Penumbren gewinnen ebenfalls an besserer Erkennbarkeit. Das dies in der Kombination mit dem SC-F. und Pol.-F möglich ist, hätte ich in dieser Ausprägung nicht erwartet.
Schön zu lesen, dass deine und meine ersten gesammelten Erfahrungen sich decken.

Hast du den Eindruck, als das der Polfilter die Schärfe beeinflusst?

Sobald ich eine mobile Stromversorgung habe, werde ich extern einen Ort aufsuchen, der besseres Seeing als meine bebaute Umgebung erlaubt.
Da wünsche ich mir die Möglichkeit auf höhere Vergrößerungen und dementsprechende Bilder.
 
Hallo Dominique,

Hast du den Eindruck, als das der Polfilter die Schärfe beeinflusst?

Ich hatte einen 1,25" Bresser Polfilter, der preislich nahezu keinen Unterschied zum Baader Polfilter machte. Dieser Filter bildete
  • bei den gleichen Teleskopen,
  • den gleichen Herschelprismen,
  • bei der gleichen Beobachtungssitzung,
schlechter ab als der Baader Polfilter. Zum weiteren ließ sich mit dem Bresser Polfilter die Helligkeit deutlich geringfügiger verstellen als mit dem Baader Polfilter. Es gibt Unterschiede in der Qualität der Filter, die sich bei der Beobachtung bemerkbar machen.
Mit dem Baader Polfilter kann ich keine Änderung der Bildschärfe feststellen.

werde ich extern einen Ort aufsuchen, der besseres Seeing als meine bebaute Umgebung erlaubt.

Das habe ich auch immer wieder versucht. Draußen in der freien Natur habe ich meist besseres Seeing. Allerdings erkaufe ich mir das mit Wind, der in der freien Natur am Teleskop zerrt und dieses schwingen lässt. Gerade bei höherer Vergrößerung gibt es dadurch ein zitteriges Bild im Okular.

Viele Grüße
Gerd
 
Sorry, dass ich mich hier einklinke. Ich habe einen TS Refraktor (125/f7.8) und möchte in die Sonnenbeobachtung einsteigen.
Ist bei dieser Öffnung/Brennweite eher ein 2" oder 1.25" Herschelprisma zu empfehlen? Brauche ich einen Energieschutzfilter vor der Linse?
 
  • Du brauchst keinen Energieschutzfilter
  • die Sonne ist pro Meter Brennweite etwa 1cm groß, sodass 1,25" eigentlich langen
  • 2" haben aber den Vorteil, dass die Sonne auch bei schlechter Nachführung (manuell, falsche Geschwindigkeit schlecht eingenordete Montierung) immer im Herschelkeil bleibt und nicht das Innere vom Okularauszug/Reduzierstück erwärmt. Außerdem haben die 2"-Keile eher einen Sonnensucher integriert; die 1,25" die ich aktuell kenne haben ein geschlossenes Gehäuse.
ND3 und ein weiterer Filter (Solar Continuum, Polfilter oder Graufilter) müssen bei visueller Nutzung hinter dem Herschelkeil installiert sein.

Beste Grüße,
Alex
 
Aber gerne doch! Alles gut.

Ist bei dieser Öffnung/Brennweite eher ein 2" oder 1.25" Herschelprisma zu empfehlen?

1 1/4" hatte ich auch zunächst überlegt, schon wegen der Preise wegen......... schluck.

Ich nutze aber beispielsweise Pentax Okulare, die ihrem Volumen nach nicht gerade klein sind. Außerdem denke ich eine Kamera an diesen Okularen zu montieren, also ab und an ein Dokubild.
Soll heißen, 2" sind im OAZ auch m.M.n. besser zu fixieren, und erleichtern die Handhabung, je nach angedachten oder wachsenden Vorhaben. Aber da können die Kollegen, die mehr Erfahrungen haben, sicher noch hilfreichere Infos listen.
 
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