Hilfe bei Kaufentscheidung!!!

Romina1412

Neues Mitglied
Moin:)

Ich bräuchte mal eure Hilfe…
Ich möchte mir ein neues Teleskop zulegen und hoffe, ihr könnt mir bei meiner Kaufentscheidung etwas helfen.
Zur Zeit habe ich noch ein Omegon Advanced 150/750 EQ-320.
Langsam stoße ich mit dem Teleskop an meine Grenzen. Deshalb soll was „größeres“ her:sneaky:
Ich habe zwei in der engeren Auswahl:
Einmal das Omegon Dobson Advanced X N 304/1500 und das Celestron N 254/1200 StarSense Explorer.
Zu dem Omegon Dobson würde ich mir noch das Push+ Go Standalone-Encoder System dazu kaufen.
Ich bin hin und her gerissen. Beide haben Vor-und Nachteile.
Welches würdet ihr den kaufen?
Schonmal vielen Dank für eure Hilfe
Liebe Grüße Romina;)
 
Servus Romina,

ich gehe davon aus, dass es um das visuelle Beobachten geht... Wenn du bereits einen 6-Zöller hast, dann würde ich dir eine Verdopplung des Spiegelradius' empfehlen. Du willst ja einen deutlichen Zugewinn haben und deutlich tiefer beobachten. Natürlich ist der Schritt von 6 Zoll auf 10 Zoll auch ein guter Schritt nach Vorne, aber Verdopplung ist eine vierfache Spiegelfläche. Von 6 auf 10 Zoll nur ein Faktor von 2,8 was die Fläche betrifft.

Ist die Fläche um den Faktor 2,5 größer, dann kommst du eine Größenklasse tiefer (visuell). Fünfte Wurzel von Hundert sind ca. 2,5. Bewim Schritt von 6 auf 10 Zoll hast du also nur etwas mehr als eine Größenklasse mehr an Tiefe. Bei Faktor 4 sind es ist es deutlich mehr als eine Größenklasse.

Ohne Öffnungsfieber auslösen zu wollen: wenn du dich vergrößern willst würde ich überlegen, ob ich das einmal oder noch zweimal machen möchte. Wenn nur einmal, würde ich eher auf einen 16-Zöller sparen. Der ist bei passender Bauweise noch transportabel. Ein weiterer Sprung nach oben ist dann zwar noch möglich, aber sooo viel mehr bringt das dann nicht.

Die Transportabilität ist ein sehr wichtiger Punkt, denn sonst staubt das Teleskop nur ein. Ob da ein Volltubus wirklich Spaß macht? 12 Zoll Volltubus ist sicher sperrig. Ein 16 Zoll mit Stangenbauweise ist zusammenpackbar und einfacher zu transportieren als ein 12 Zoll Volltubus-Dobson.

Ich selber bin habe von 8 Zoll aufgerüstet und wollte eigentlich 16 oder 18 Zoll haben. Mir wurde dann ein 22-Zöller angeboten, der tarnsportierbar ist, weshalb ich da zugeschlagen haben. Ist ein Bisserl extrem, aber auch das geht. Mein Dino ist in 10 Minuten aufgebaut.

Wichtig ist auch zu wissen, was du beobachten möchtest. Wenn du z.B. ferne Galaxienhaufen bewundern willst, dann kann eine Größenklasse mehr oder weniger viel ausmachen. Aber egal, welche Öffnung dein Teleskop hat, es gibt immer Objekte, die kanpp jenseits dessen Möglichkeiten liegen. Das ist dann der Verursacher für den sog. Öffnungswahn.

Ich kenne beide Teleskope nicht, die du zur Auswahl hast. Wenn es aber vom Transport her geht, würde ich 12 Zoll den 10 Zoll vorziehen. Starsense kann man auch an den 12-Zöller anbringen (man kauft ein kleines Celestron-Teleskop mit StarSense, verschenkt das Teleskop und nutzt Starsense am Dobson). Was die Qualität der beiden Dobsons angeht, kann ich eben leider nichts beitragen.
Generell würde ich bei 12 Zoll schon auf Stangen oder zumindest Flextube setzen.

Liebe Grüße,
Christoph
 
Hallo Romina,

willkommen im Forum.

Langsam stoße ich mit dem Teleskop an meine Grenzen.
was heißt das genau?

Du weiß schon das die gewählten Teleskope ziemliche Brocken sind.
Ich möchte da auf die erwähnte Transportabilität meines Vorschreibers verweisen.
Das Zeugs muss halt geschleppt werden.

Das mit dem StarSense sehe ich genauso. Wird dann preislich auch nicht viel um sein.
 
Servus Romina,

ich gehe davon aus, dass es um das visuelle Beobachten geht... Wenn du bereits einen 6-Zöller hast, dann würde ich dir eine Verdopplung des Spiegelradius' empfehlen. Du willst ja einen deutlichen Zugewinn haben und deutlich tiefer beobachten. Natürlich ist der Schritt von 6 Zoll auf 10 Zoll auch ein guter Schritt nach Vorne, aber Verdopplung ist eine vierfache Spiegelfläche. Von 6 auf 10 Zoll nur ein Faktor von 2,8 was die Fläche betrifft.

Ist die Fläche um den Faktor 2,5 größer, dann kommst du eine Größenklasse tiefer (visuell). Fünfte Wurzel von Hundert sind ca. 2,5. Bewim Schritt von 6 auf 10 Zoll hast du also nur etwas mehr als eine Größenklasse mehr an Tiefe. Bei Faktor 4 sind es ist es deutlich mehr als eine Größenklasse.

Ohne Öffnungsfieber auslösen zu wollen: wenn du dich vergrößern willst würde ich überlegen, ob ich das einmal oder noch zweimal machen möchte. Wenn nur einmal, würde ich eher auf einen 16-Zöller sparen. Der ist bei passender Bauweise noch transportabel. Ein weiterer Sprung nach oben ist dann zwar noch möglich, aber sooo viel mehr bringt das dann nicht.

Die Transportabilität ist ein sehr wichtiger Punkt, denn sonst staubt das Teleskop nur ein. Ob da ein Volltubus wirklich Spaß macht? 12 Zoll Volltubus ist sicher sperrig. Ein 16 Zoll mit Stangenbauweise ist zusammenpackbar und einfacher zu transportieren als ein 12 Zoll Volltubus-Dobson.

Ich selber bin habe von 8 Zoll aufgerüstet und wollte eigentlich 16 oder 18 Zoll haben. Mir wurde dann ein 22-Zöller angeboten, der tarnsportierbar ist, weshalb ich da zugeschlagen haben. Ist ein Bisserl extrem, aber auch das geht. Mein Dino ist in 10 Minuten aufgebaut.

Wichtig ist auch zu wissen, was du beobachten möchtest. Wenn du z.B. ferne Galaxienhaufen bewundern willst, dann kann eine Größenklasse mehr oder weniger viel ausmachen. Aber egal, welche Öffnung dein Teleskop hat, es gibt immer Objekte, die kanpp jenseits dessen Möglichkeiten liegen. Das ist dann der Verursacher für den sog. Öffnungswahn.

Ich kenne beide Teleskope nicht, die du zur Auswahl hast. Wenn es aber vom Transport her geht, würde ich 12 Zoll den 10 Zoll vorziehen. Starsense kann man auch an den 12-Zöller anbringen (man kauft ein kleines Celestron-Teleskop mit StarSense, verschenkt das Teleskop und nutzt Starsense am Dobson). Was die Qualität der beiden Dobsons angeht, kann ich eben leider nichts beitragen.
Generell würde ich bei 12 Zoll schon auf Stangen oder zumindest Flextube setzen.

Liebe Grüße,
Christoph
Hi Christoph,
Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung :)
Ja, es geht ausschließlich um die visuelle Beobachtung. Gerne würde ich auch Richtung Deep Sky gehen. Habe mal gelesen, dass Deep Sky erst ab einer Öffnung von 200mm „Spass“ macht. Würde es auch gerne auf unserem Balkon aufstellen, da er relativ groß ist.
Aber ein 16“ passt da leider nicht hin:LOL:
Deshalb wollte ich entweder einen 10“ oder 12“ Dobson.
LG Romina
 
Hallo Romina,

willkommen im Forum.


was heißt das genau?

Du weiß schon das die gewählten Teleskope ziemliche Brocken sind.
Ich möchte da auf die erwähnte Transportabilität meines Vorschreibers verweisen.
Das Zeugs muss halt geschleppt werden.

Das mit dem StarSense sehe ich genauso. Wird dann preislich auch nicht viel um sein.
Ich meinte damit, dass die 150mm Öffnung einfach nicht ausreicht, um die „einfachen“ Deep Sky Objekte zu sehen. Deshalb wollte ich mir was mit mehr Öffnung und Brennweite zulegen:sneaky:

LG Romina
 
Servus Romina,

ja, den Spruch höre/lese ich auch immer wieder:

Habe mal gelesen, dass Deep Sky erst ab einer Öffnung von 200mm „Spass“ macht.
Ich finde den Spruch ehrlich gesagt gar nicht gut. Jedes Teleskop hat seinen Himmel. Mit kleinerer Öffnung stehen nur weniger Objekte offen, die man bewundern kann. Vermutlich bezieht sich das mit den 8 Zoll aufwärts auf Galaxien. Es gibt aber so viele Objekte... O'Meara hat beispielsweise jahrelang mit einem 4-Zoll-Refraktor den Himmel beobachtet (allerdings bei sehr gutem Himmel) und auch Bücher mit seinen Beobachtungen veröffentlicht. Egal ob Sternhaufen oder Nebel... manchmal hilft da auch eine kleine Brennweite.

Es gibt so viele Objekte am Himmel, da gehen einem auch mit kleiner Öffnung die Ziele nicht aus. Selbst für's Fernglas ist der Himmel reich gedeckt. Ich habe auch schonmal meinen großen Dobson aufgebaut, dann aber fast die ganze Nacht nur mit meinem 9 × 42-Fernglas beobachtet.

Ich weiß jetzt nicht, wie gut dein Himmel auf dem Balkon ist. Ich selber fahre viel lieber raus in die Natur und genieße das ganze Umfeld, die Geräusche der Tiere, die Stimmung und den Sternenhimmel. Wenn du aber vom Balkon aus gut beobachten kannst, dann würde ich, wenn das Budget dazu passt, die größte Öffnung nehmen, die hinpasst. Einen 12-Zoll Volltubus würde ich mir dennoch sehr genau überlegen, denn wenn das mal weggeräumt werden muss, ist es wirklich ein sperriges, großes Trumm. Dann lieber eben mit Stangen.

Liebe Grüße,
Christoph
 
Servus Romina,

ja, den Spruch höre/lese ich auch immer wieder:


Ich finde den Spruch ehrlich gesagt gar nicht gut. Jedes Teleskop hat seinen Himmel. Mit kleinerer Öffnung stehen nur weniger Objekte offen, die man bewundern kann. Vermutlich bezieht sich das mit den 8 Zoll aufwärts auf Galaxien. Es gibt aber so viele Objekte... O'Meara hat beispielsweise jahrelang mit einem 4-Zoll-Refraktor den Himmel beobachtet (allerdings bei sehr gutem Himmel) und auch Bücher mit seinen Beobachtungen veröffentlicht. Egal ob Sternhaufen oder Nebel... manchmal hilft da auch eine kleine Brennweite.

Es gibt so viele Objekte am Himmel, da gehen einem auch mit kleiner Öffnung die Ziele nicht aus. Selbst für's Fernglas ist der Himmel reich gedeckt. Ich habe auch schonmal meinen großen Dobson aufgebaut, dann aber fast die ganze Nacht nur mit meinem 9 × 42-Fernglas beobachtet.

Ich weiß jetzt nicht, wie gut dein Himmel auf dem Balkon ist. Ich selber fahre viel lieber raus in die Natur und genieße das ganze Umfeld, die Geräusche der Tiere, die Stimmung und den Sternenhimmel. Wenn du aber vom Balkon aus gut beobachten kannst, dann würde ich, wenn das Budget dazu passt, die größte Öffnung nehmen, die hinpasst. Einen 12-Zoll Volltubus würde ich mir dennoch sehr genau überlegen, denn wenn das mal weggeräumt werden muss, ist es wirklich ein sperriges, großes Trumm. Dann lieber eben mit Stangen.

Liebe Grüße,
Christoph
Vielen Dank für deine Hilfe. :)
Du hast mir sehr weitergeholfen:y:
 
> Würd auch gern mal erfahren, wie man an die Grenzen stößt?

Das hatte ich vor sehr langer Zeit mal in meinem Astro-Lexikon erläutert - es ging darum, wann man ein Teleskop "leer oder zuende geguckt" hat.
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, dann sieht man eben nichts mehr durch das Okular - entweder die Optik ist dann leer geguckt oder man hat den Tubusdeckel vergessen abzunehmen. Kann vorkommen. ;)

> Habe mal gelesen, dass Deep Sky erst ab einer Öffnung von 200mm „Spass“ macht.

Entschuldigung, aber das ist so ziemlich der dümmste Spruch, den man immer wieder liest. Quelle völlig unbekannt.

Als Faustregel galt früher übrigens, bei einer Aufrüstung eines Newton eine Stufe zu überspringen, um visuell eine sinnvolle Leistungssteigerung zu erfahren. Für den "leer geguckten" 6-Zöller heißt das: 10 Zoll muß her.
 
Hallo Romina,

150mm Öffnung einfach nicht ausreicht, um die „einfachen“ Deep Sky Objekte zu sehen. Deshalb wollte ich mir was mit mehr Öffnung und Brennweite zulegen
Wunder darfst du auch dann nicht erwarten. Mein erstes Upgrade von 114/900mm Newton auf 8" F6 Dobson war ein riesen Schritt.
Das 2. Upgrade auf 12" F5 Dobson brachte da weniger aber natürlich dennoch ein Fortschritt.

Aber viele Deepsky Objekte sind halt nur milchige Flecken. Aber z.B. M13, der Kugelsternhaufen wird schon prachtvoller bei 12" Öffnung.
Mond und Planeten profitieren aber auch viel von der größeren Öffnung und Auflösungsvermögen.

Würde es auch gerne auf unserem Balkon aufstellen, da er relativ groß ist.
Sieht stark nach meinem 12" F5 GSO Dobson aus und ich bin damit sehr zufrieden.
Die Lagerung und ein unkomplizierter einfacher Aufbau sollten vorher aber genau bedacht werden.

Ich lagere den Tubus im Original Lieferkarton auf einem halbhohen Schränkchen in der kühlen Garage.
12er-dobsonklc.jpg

Die Rockerbox steht auf dem Boden.
So ist der Aufbau schnell erledigt. Rockerbox raustragen, Tubus ohne Bücken aufnehmen und draußen einhängen, fertig.

Ich weiß jetzt nicht wie groß dein Balkon ist und wie witterungsgeschützt. Vielleicht teilweise Überdacht ?
Wo soll der Tubus gelagert werden um den schnell und einfach griffbereit zu haben ?
Vielleicht direkt mit einer stabilen witterungsbestänigen Aufbewahrungsbox auf dem Balkon ?

Darüber würde ich mir vorher genau Gedanken machen denn je einfacher der Aufbau desto häufiger wird auch beobachtet.

Gruß,
Holger
 
Hi!

Als Richtwert kenne ich: Man sollte beim Kauf eines neuen Teleskops (bei gleicher Bauart sowie Himmels- und Optikqualität) mindestens etwa die Hälfte mehr Öffnung haben, damit man wirklich einen Unterschied sieht. Ansonsten ist der Gewinn zu gering.

Was die 8"-Grenze angeht: Ab 8" machen viele Deep-Sky-Objekte mehr Spaß, weil sie dann anfangen, Details zu zeigen. Also man es dann einfacher hat, viele Kugelsternhaufen deutlich(er) in Sterne aufzulösen oder Strukturen in Galaxien aufzulösen, wo kleinere Optiken nur einen körnigen Nebel zeigen. Das heißt nicht, dass kleinere Objekte nichts zeigen (sonst wäre ich nicht seit Jahren mit 80mm Refrator-Öffnung glücklich), sondern nur, dass ab hier viele Objekte endlich besser aufgelöst werden. Von daher hat der Spruch schon seine Berechtigung; problematisch wird es nur, wenn er so gedeutet wird, dass alles unter 8" keinen Spaß machen würde.

Die nächste Grenze ziehe ich übrigens bei 10": Alles, was größer ist, wird gerne unhandlich, was Transport oder Aufbauzeit angeht, und stellt höhere Ansprüche an die Motivation. Klar, man kann einen Gitterrohrtubus recht schnell zusammenschrauben, aber ich habe am Balkon auch schon gemerkt, wie viel mehr ein Teleskop genutzt wird, wen da bereits eine Säule steht und ich mir den Aufbau vom Stativ sparen kann. Und die meisten bezahlbaren kommerziellen Geräte sind halt doch keine montagefreundlicher Leichtbau.

Ich meinte damit, dass die 150mm Öffnung einfach nicht ausreicht, um die „einfachen“ Deep Sky Objekte zu sehen.
Da könne zwei Sachen mit reinspielen. Der Standort (je dunkler der Himmel, desto mehr zeigt ein kleines Teleskop) und die Beobachtungserfahrung. Auch am lichtverschmutzten Standort hilft viel Öffnung; während an einem dunklen Standort auch was kleines viel Spaß macht. Ganz wichtig ist aber auch, sich Zeit zum Beobachten zu nehmen und nicht nur anzuschauen. Klar, einem kleinen Teleskop geht an lichtschwachen, kleinen Zielen eher "die Puste aus" als einem großen. Aber wenn du mit 150mm wirklich nichts siehst (und nicht nur die Details nicht siehst, die du erwartest), klingt das für mich nicht so, als ob mehr Öffnung das Heilmittel ist.

Ich empfehle auch immer gerne den Sternatlas von Peter Vizi, weil er Zeichnungen enthält statt bunten Fotos. Das gibt einem eine realistischere Erwartungshaltung bei der Objektauswahl als Fotos das können.
Starsense kann man auch an den 12-Zöller anbringen (man kauft ein kleines Celestron-Teleskop mit StarSense, verschenkt das Teleskop und nutzt Starsense am Dobson).
Prinzipiell völlig d'accord, hängt aber vom StarSense-Teleskop ab. Ich habe hier ein ausgeschlachtetes StarSense-Teleskop im Keller, das ich nicht weiterverschenken würde, weil es ohne StarSense das klassische Aussteigerteleskop ist – die Montierung ist zu wacklig und gibt zu sehr nach. Mit StarSense ist es benutzbar, weil man die Objekte halt doch wiederfindet; ohne ist das eher frustrierend. Vom Handling her ist das StarSense aber klasse und macht sogar das Billig-Teleskop nutzbar.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Romina,
ich persönlich finde die Starsence Dobson überteuert, da man letztlich doch noch von Hand nachführen muss.

Mit etwas Übung, dem DeepSky Atlas und 1-2 guten Suchern findet man die Objekte auch so.
Etwas Übung im Auffinden müsstest du ja mittlerweile haben, daher ist das vielleicht nicht mehr das vordergründige?

Wenn schon Elektronik am Dobson, dann mit Nachführung, damit man auch bei hohen Vergrößerungen entspannt beobachten kann.
Damit rückt auch das Beobachten in den Vordergrund.

Daher würde ich auch die Skywatcher synscan Dobson in Betracht ziehen.


Beim 12" Skywatcher synscan hat man durch die Stellräder sogar beide Optionen, zum einen die Goto Nachführung und wenn man keine Lust drauf hat kann man auch einfach herum Dobson.
Beim 10" sind es leider nur Rutschkuplungen.

Von der Öffnung würde ich zum 12" tendieren, da sieht z.B. M13 auch unter "nicht" so guten Bedingungen wie ein glitzernder Kugelsternhaufen aus mit weißlich und rötlichen Sternen und Spinnenbeinen.
Und nicht wie ein grün gesprenkelter Wattebausch.
Auch M57 zeigt deutlicher und einfacher seine Ringstruktur und wird nicht ein dunkles Scheibchen bei hohen Vergrößerungen.
Insgesamt leben DeepSky Objekte sehr von der Öffnung weshalb nicht umsonst mindestens 8" Öffnung angegeben werden.
LG
 
Hi Romina,
Deepsky vom Balkon, wäre nicht meine Lösung. Normal hat man dort Seeing - Luftwabern von Haus - und Störlicht /Weißlicht.

Für Deepsky ist dunkler und transparenter Himmel das a und o. Dazu ein Standort der wenig Seeing hat und dann geht viel.
Da sieht man mit einem normalen Fernglas wenn alles paßt alle Messierobjekte und mit einem 6" jede Menge NGC Objekte.
Unter einem solchen Himmel konnte ich z.B: M51 mit der verbindenden Brücke sehen mit einem 6" Skywatcher Standartspiegel.
Das gleiche Objekt unter hellem Stadthimmel und Lampen in der Nähe ist im 12" Topspiegel um Welten schlechter und Detailärmer.

Du bekommst mit dem Teleskop 1 magnitude mehr Grenzgröße, wenn der Lichtsammler die 2,5fache Fläche des Vergleichsgerätes hat.
Das ist ein Zuwachs, den viele als signifikant erachten. Upgrades um je 1 Mag wären vom 8 auf 12 auf 18 auf 25 Zoll. Einfach die Kreisfläche berechnen.
Über die Himmelsgüte wäre es womöglich leichter 1-2 mag mehr Grenzgröße zu erreichen. Vllt mal hier Light Pollution Map schauen, ob es in der Nähe dunklen Himmel gibt.
Dann wird jedes Teleskop, egal welcher Größe, nicht aus- sondern neugeguckt. ;)
CS
 
Mit etwas Übung, dem DeepSky Atlas und 1-2 guten Suchern findet man die Objekte auch so.
Genau so ist es und für mich ist das "Selber Finden" fast noch interessanter als der tatsächliche Anblick.
Mir reicht da aber die Freeware Stellarium und dann hangel ich mich mit dem Sucher von einem hellen Ausgangsstern mittels Starhopping zum gewünschten Objekt.

Gruß,
Holger
 
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