Mal wieder ein Erstteleskop :-)

Bricki

Mitglied
Hallo liebes Forum,
auch bei mir geht es um das erste Teleskop. Da ich schon etwas "reifer" bin und das Budget zum Glück nicht mehr so knapp ist, wie mit 20, möchte ich vielleicht gerade deswegen keinen oder wenig Fehler machen. Vielleicht könnt Ihr mir dazu etwas sagen. Ich bin zu Zeit auch in einem Astronomiekurs, so daß ich mit machen Begriffen schon etwas anfangen kann. Mein Budget liegt so bei 2.000 Euro +/-.

Nun meine Wünsche bzw. das Einsatzgebiet:
- Visuelle Betrachtung
- Keine Fotografie. Kommt vielleicht später, ggf. mit einer eigenen Optik
- Gestartet werden soll mit dem Mond / den Planeten, bzw. leichter auffindbaren Deep Sky-Objekten

Mein Standort:
Das Teleskop soll hauptsächlich im eigenen Garten, an der südwestlichsten Ecke Kontinental-Europas, an der Westalgarve in Portugal eingesetzt werden. Vorteil. Wenig Streulicht. Nachteil: Es sind nur ca 1km bis zum Atlantik, also häufig Wind und feuchte, salzige Luft. Auch soll das Teleskop ausreichend mobil sein, damit ich es bei Nichtbenutzung wettergeschützt unterbringen und auch damit vielleicht ins Monchique-Gebirge (30 Min. Fahrt) fahren kann. Da ist dann gar kein Streulicht mehr und ich kann im Camper am Standort auch übernachten.

Meine bisherigen Ideen:
- Vielleicht ein 10 oder 12" Dobson mit Starsense oder so, die mir als Anfänger die Navigation am Sternenhimmel erleichtern, mich aber auch nicht überfordern.
- Da ich nichts gegen knackig scharfe, kontrastreiche Bilder habe, vielleicht doch einen APO-Refraktor?
- Eine Nachführung fände ich schön, habe aber noch keine Erfahrung in der manuellen Nachführung und kann die Bedeutung noch nicht einschätzen. Ich bekomme ab Mittwoch einen 8" Dobson ohne Elektronik zum Probieren.

Mir ist bewußt, dass ich beim gefallen am Hobby, irgendwann mal die Garage "voll" mit Zeugs haben werde. Ich suche aber etwas für den Einstieg, der auch nach Jahren noch seinen Einsatzzweck haben wird.

Bestimmt könnt Ihr mich inspirieren...
Danke und Gruß
Peter
 
Hallo Peter,
schau Dir erst mal das 8"-Dobson an - was Du damit sehen kannst, wie das Handling ist, wie schwer Dir das Gerät ist usw. Das ist wirklich ein gutes Einstiegsgerät nicht allzu schwer und vom Preis her kriegst Du viel für's Geld.

Wenn Du deutlich mehr im visuellen Bereich haben willst, musst Du mindestens auf 12" gehen. Das ist signifikant teurer, aber auch signifikant schwerer.

Vom Gewicht her das komplette Gegenteil ist ein kleiner APO, so um die 80mm Öffnung. Der wiegt so im Bereich 1-2kg vs. 10-15kg bei einem 12" Dobson. Welche Richtung das beste ist, dass hängt von Deinem Stil ab, da gibt es keine eindeutige Richtung...

Was ich auf jeden Fall empfehlen würde: schau Dir den Gebrauchtmarkt an, aktuell wird ziemlich viel angeboten. Da ist bestimmt auch für Dich was dabei.

LG Wolfgang
 
Hallo Peter,

Vielleicht ein 10 oder 12" Dobson mit Starsense oder so, die mir als Anfänger die Navigation am Sternenhimmel erleichtern, mich aber auch nicht überfordern.
Also ich komme gut ohne aus und finde alle gewünschten Objekte mit Hilfe der Freeware Stellarium und mittels Starhopping.
(Von einem hellen Ausgangsstern über andere helle Sterne zum Ziel hangeln)

Die Sternbilder sind da gute Orientierung und du lerst den Himmel bersser kennen.
Manchmal macht das eigene Auffinden sogar mehr Freude als der spätere Anblick.

Stellarium könntest du dir ja schon eimal ansehen.

Zum Teleskop: Ich habe einen 8" und 12" Dobson.
Der 8er ist ein tolles Einstiegsgerät und den Tubus kannst du noch locker unter einen Arm klemmen.
Transport mit dem Auto sollte auch locker gehen. Rockerbox in den Kofferraum und den Tubus auf den Rücksitz.

Gruß,
Holger
 
Hallo Peter,

an der Küste ist erfahrungsgemäß oft lokal schlechtes "Seeing" d.h. starke Luftunruhe, so dass höhere Vergrößerungen für Objekte in userem Sonnensystem seltener möglich sind. Tau ist hier ebenfalls ein Dauerproblem. Vorteilhaft ist der tendenziell geringere Temperaturgradient. Nichts desto trotz solltest Du mit einer mobilen Ausrüstung planen, bis du die lokalen Verhältnisse genau einschätzen kannst.

Ein 8 Zoll Dobson erscheint hier als eine gute Wahl. Das Ausmaß elektronischer Unterstützung ist Geschmacksache. Leider sind die handelsüblichen Dobsons mechanisch oft nicht gut ausgeführt um ein niedriges Preisniveau zu gewährleisten. Durch die oft sehr schwere Konstruktion wird einiges an Mobilität verschenkt, bzw. dem Preis geopfert. Ein vernünftig gelagerter und gut konstruierter Dobson mit gutem OAZ und Mittelklasse Okularen wird dein Budget schon ausreizen. Bei 8-10 Zoll ist ein Volltubus noch händelbar und dieser ist schnell einsatzbereit. Leider kann ich kein aktuell erhältliches Modell nennen, dass meine Anforderungen komplett erfüllen würde. Über 12 Zoll rate ich zu einem Gitterrohrtubus, dieser verlangsamt den Aufbau, ist aber leichter und hat ein geringeres Packmaß. Gitterdobsons in guter Qualität sind von verschiedenen Herstellern am Markt erhältlich, ohne dass man basteln muss. Wegen des Taubefalls würde ich eine Fangspiegelheizung einplanen. Beispiele wären Noctutec, Taurus oder Spacewalk Telescopes (ab16").
Ich würde also mangels verfügbarer qualitativ ansprechender Alternativen zu einem Gitterdobson ab 12 Zoll raten. Die Gefahr, dass man dem Öffnungswahn verfällt ist bei Dobsons groß, ein 12er ist aber schon ein ordentlicher Einstieg.

Einen anderen Weg ist der beschriebene kleine Refraktor auf einer leichten Montierung. Bis 4 Zoll auf einer guten azimuthalen Montierung ist die pure, einfache und bequeme Art in das Hobby einzusteigen. Ein hochwertiges Spektiv oder den Refraktor mit einem Amiciprisma könnte man an der Küste oder auch zur Tierbeobachtung sicher gewinnbringend nutzen. Natürlich kann man auch einen kleineren Newton auf so eine AZ Montierung packen und die mechanischen Probleme der Chinadobs umgehen. Das Maß der elektronischen Unterstützung ist auch hier wieder Geschmacksache. Ein solches Setup kann auch für die Reise oder zum schnell mal die Bedingungen testen genutz werden und wird auch den Kauf weiterer Teleskope überstehen, vorausgesetzt, die Qualität passt.
Noch ein Wort zum Budget: wichtig ist nicht nur Optik und Montierung sondern auch eine Grundausstattung an Zubehör mit einzuplanen: 3 Okulare mit auf die Optik abgestimmten Brennweiten, UHC, OIII und Sonnenfilter kosten auch mal schnell einige hundert Euro.

Noch eine Möglichkeit wäre ein Großfernglas mit Wechselokularen, das wird aber noch etwas teurer.

Eine katadioptrische Optik (Schmidt-Cassegrain oder Maksutov) würde ich wegen der feuchten Luft, dem geringen erreichbaren Gesichtsfeld und den thermischen Eigenschaften nicht empfehlen.

Mein Rat ist daher so einzusteigen (Beispiel): Rollei Rock Solid Alpha + SVbony SV225 Alt AZ Motierung, TS80f6 Apo, TS Zenitspiegel + Amiciprisma 45° in 1,25 Zoll + SVBony Zomm 3-8mm + TSED 12mm + APM UF24mm + Baader Sonnenfilterfolie ggf. mit Fassung, TS/APM UHC und OIII Filter, TS Peilsucher.
Der kleine Refraktor kann ggf. später auf einer entsprechenden Montierung auch Fotografisch den kurzen Brennweitenbereich abdecken und auch als Spektiv und für die Sonnenbeobachtung genutz werden.

Mit diesem Setup würde ich zunächst die lokalen Bedingungen testen und dann weiter entscheiden. Der Einblick von hinten zusammen mit dem Peilsucher und einer passenden App erleichtern das Aufsuchen der Objekte. Wenn das soweit ausgetestet ist und der Wunsch nach mehr Leistung aufkommt, dann der Schritt zum Gitterdobson wie oben beschrieben oder zur Parallaktischen Montierung und zum Fotografieren oder beidem.

cs Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Wolfgang, Holger und Alex,
vielen Dank für die wertvollen Tipps. Leider hat es heute mit der Übergabe des 8" Dobson zum Testen nicht geklappt. Nun hoffe ich auf morgen. Dann werde ich mal ein wenig spielen. Am Freitag bin ich noch im DarkSky Observatorium, hie rin Portugal. Das Wetter soll ja nicht soo schlecht werden. Ich denke, nach dem Wochenende bin ich ein wenig schlauer - oder verwirrter,,, mal sehen.
Danke und Gruß an Alle
Peter
 
Hi Peter,
die Algarve ist ja recht hell und intensiv beleuchtet. Für Planeten kein großes Thema, für Deepsky schon.
Da bist Du auf dem Monchique sicher besser dran schon allein wegen der gut 1000m Höhe, wenn ich das richtig erinnere.
Perspektivisch ergibt sich für mich daraus an Anforderungen:
Transportabilität - ergo kaufe das größte/beste, was Du dauerhaft transportieren magst
Öffnung - ist am Planeten und für Deepsky wichtig
Brennweite/Öffnungsverhältnis - abhängig vom gewählten Gerät, wäre ich bei moderat schnell. Langsame Geräte mit hoher Brennweite, relativ zur Öffnung, sind nicht so variabel, weil man die Brennweite i.d.R. nicht verkürzen kann.
Okulare und... - sind wesentlich bei der Bildgewinnung, sprich keine simplen Beigaben. Für eine ordentliche Startausrüstung kannst Du ruhig 50% des Budgets verplanen. Irgendwann wird es mehr.

Optisch hätte ich die guten alten 10" f/6,3 Newton im Kopf, gibt es aber wenn dann i.d.R. nur als Volltubus. Ich würde spätestens ab 8" ein Gitterrohrnewton wählen. So habe ich das gelöst: Deepsky Brothers
Evtl kannst und magst ja auch bauen. Dann ist der Okularkoffer deutlich schwerer als das Gerät.

Kann man auch größer haben und bauen, je nach Leidensfähigkeit was Transport angeht.
CS
 
Hallo Antares,
danke für Deinen Input. Algarve hell ja. Ich bin aber ganz im Westen auf der Höhe von Aljezur an der Küste. Lichtverschmutzung ist hier keine großes Thema. Denke ich bisher :-) Aber Monchique ist sicher ratsam wegen der feuchten Meeresbrise hier. Selber bauen hätte auch was. Ich schaue mir das mal an. Heute kam die Leihgabe des 8" Dobson an. Heute Abend mal schauen, was die Nachbarplaneten machen...
LG
 
Servus Peter,

ich habe einen 8-Zoll RC auf einer parallaktischen Montierung mit GoTo und einen 22-Zoll Dobson zum manuellen Schubsen. Der große Vorteil des Dobsons ist eben, dass das Geld fast komplett in der Optik liegt. Bei meinem RC ist die Montierung teurer als das Teleskop selbst. Ich habe aber mit meinem RC sehr viel visuell beobachtet und mag dieses Teleskop sehr. Mit dem 22-Zöller habe ich visuell aber natürlich ganz andere Möglichkeiten.

Wie kann dir das helfen? Vermutlich erstmal gar nicht. Aber vielleicht folgende Gedanken dazu als Gegenüberstellung der beiden Montierungslösungen.

Die parallaktische Montierung kann sehr angenehm sein, da das Teleskop nachgeführt wird, man kann viele Objekte schnell mithilfe des GoTo finden, es ist sehr bequem. Die Nachteile: das Budget und unabhängig davon muss man die Montierung erst richtig einnorden, dann möglichst ein Dreisterne-Alignment ausführen und trotzdem ist das GoTo nicht völlig exakt. Man muss sich dennoch (auch fürs Alignment) am Himmel ein Bisserl auskennen.

Dobson-Montierung. Die Nachteile: keine Nachführung (aber nachrüstbar, z.B. EQ-Plattform), Spiegel in Bodennähe (bei Sanduntergrund kann das "staubig" werden), Finden der Objekte erstmal eine Hürde, Erlernen von Starhopping ist nötig. Die Vorteile: man ist völlig autark, kein Stromanschluss nötig. Man hat mehr Öffnung zum gleichen Preis im Vergleich zur parallaktischen Montierung. Man muss Starhoppen – ist ein Nachteil, für mich aber auch hobbytechnisch ein Vorteil, denn mir macht diese Form der Schatzsuche viel Spaß und man lernt den Himmel richtig kennen.

Insofern würde ich dir auch wie einige der Vorschreiber für den Einstieg zu einem 8- oder 10-Zoll-Dobson raten. Die gibt es gebraucht auch in guter Qualität. Und dazu dann in gute bis sehr gute Okulare investieren. Ein großes Gesichtsfeld mit scharfer Abbildung bis zum Rand ist etwas geniales. Und die Okulare behält man dann lebenslänglich, das Teleskop kann man später ersetzen oder ein zweites dazu kaufen. Man sieht auch im 8- oder 10-Zöller sehr viel. Sehr positiv ist die Transportabilität und die sind noch nicht so groß und sperrig. Man kann wirklich viel Freude mit so einer mittleren Öffnung haben, insbesondere bei dunklem Himmel.

Wenn dich dann das Fieber so richtig packt und du mit dem Dobson gut umgehen kannst, kannst du immer noch überlegen, ob du etwas sparst und dir später einen größeren dazu leistest. Du wirst aber auch dann oft genug den kleineren 8-Zöller nutzen, da er so praktisch und einfach in das Auto zu laden ist. Wenn ich mit meinem 22-Zöller rausfahre ist das ein- und ausladen schon ein gewisser Aufwand. Meinen "Kleinen" kann ich einfach so in den Kofferraum legen (auch mit der schweren Montierung, als Dobson wäre das gar kein Problem). Mein Großer hingegen ist groß und schwer – und ich liebe ihn. Den Kleinen liebe ich aber auch.

Daher als Fazit: fang nicht zu groß an – der Einstieg in das Hobby sollte nicht zu einem Ausstieg führen, weil einem das Equipment zu schwer und sperrig ist und es deshalb erst einstaubt und dann wieder verkauft wird. Öffnung kan zwar nur durch mehr Öffnung ersetzt werden, aber klein ist auch fein. Ein einfacher Einstieg ist Gold wert. Und wenn noch Budget bei einem kleinen Dobson übrig ist, unbedingt ein gutes Fernglas mit einplanen. Das braucht man auch ab und zu, um ein Objekt mit dem Dobson zu finden (Sternmuster zur Orientierung sieht mana uch im Fernglas). Zudem ist das Fernglasspazierensehen entlang der Milchstraße durch nichts zu ersetzen. Es gibt Nächte, da baue ich meinen Großen auf, bin aber die meiste Zeit dann doch mit dem Fernglas unterwegs und genieße das große Gesichtsfeld und die Fülle an Objekten, die ich auch da sehe. Will ich dann eines davon sehr groß sehen, gehe ich zum Dino (so heißt mein großer Dobson) und schaue es mir detailliert an.

Zusammenfassung meines Tipps:

  • Dobson
  • nicht zu groß als Einstieg, 8 Zoll, max. 10 Zoll
  • gute Okulare
  • Fernglas
  • Literatur (nicht vergessen)

Liebe Grüße,
Christoph
 
Servus Christoph,
Danke für Deine Gedanken zum Thema. Habe heute zum ersten Mal durch das geliehene 8" Dobson geschaut. War schon toll, den Jupiter mit den Streifen "live" zu sehen. Natürlich dürfte es immer "mehr" sein. Den Mars habe ich nicht besser als eine leuchtende Erbse hinbekommen. Es sind aber auch nur die Standard Okulare 25 und 10mm dabei und ich musste erst einmal alles säubern. Aber es geht schon in die richtige Richtung. Das manuelle Nachführen hat mich gar nicht so gestört wie gedacht, wenn die Achsen ein wenig geschmeidiger laufen würden. Aber das ist sicher der einfachen Bauart und der etwas lieblosen Aufbewahrung und Pflege geschuldet.
LG
Peter
 
Hallo zusammen,
nach den ersten Erfahrungen mit einem geliehenen 6" Skywatcher Dobson (1.200mm), der Hilfe der Forumsmitglieder und einigen Gesprächen, u.a. beim Besuch des Dark Sky Observatory in Alqueva, habe ich nun eine Einkaufsliste zusammengestellt. Vielleicht gibt es ja wieder hilfreichen Input, der mich vor einer Fehlentscheidung bewahrt. Los gehts:

Teleskop: GSO Dobson N 300/1500 DOB Deluxe
- Nur visuelle Beobachtung von Planeten und Deep Sky Objekten. Keine Fotografie
- Platz im Garten. 10m zwischen Aufbewahrungshütte und Aufbauplatz. Kaum Streulicht. Keine mobile Anwendung geplant.

Okulare (neben den bereits enthaltenen): Pentax Okular SMC XW 5mm 1,25" und SWA 38mm Okular 2''

Kleinkram wie Hülle, Justierlaser etc.

Optional vielleicht noch (nach einer Eingewöhnung):
- Equatorial-Plattform von astrothingy - Die Idee des Nachführens ohne eine bockschwere Montierung zu haben, finde ich ganz schick. Eine Stunde bis zum nächsten Reset reicht mich für die Beobachtung
- Vielleicht ein kleines Starsense, um dort den Spiegel zu "leihen" und die App freizuschalten.

So, jetzt könnt Ihr mich verbal ohrfeigen... :)

Gruß
Peter
 
Nun, Peter, ohrfeigen ist so ein hartes Wort ;-)
Hast Du Dir das Gewicht von dem Trumm angeschaut? 20kg das Teleskop plus 13kg die Rockerbox - glaubst Du wirklich, dass Du das öfter schleppen willst? Ich weiß es nicht genau, aber grob geschätzt wiegt mein 12" Dobson etwas mehr als die Hälfte. Ich weiß, es kostet deutlich mehr...
LG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
ja, da könntest Du recht haben. Habe ich mir schon ein paar (wenige) Gedanken dazu gemacht. Wenn mir das zu viel wird, baue ich einen neuen Geräteschuppen mit Dolly-Wagen zum raus ziehen auf Schienen. Oder gleiche eine Hütte, wo ich das Dach weg schiebe und mich rein setze. Dann kann der Trumm stehen bleiben... Platz für so'n Quatsch hätte ich... :)
LG
Peter
 
Na ja, bevor ich mir extra eine Hütte baue, würde ich mehr Geld für was Leichteres ausgeben. Noch‘n Versuch: das hier ist ein sehr schön kompakter 8-Zöller. Fang lieber etwas kleiner an, bevor Du Deinen Garten „möblierst“. Wenn Du Feuer gefangen hast, hörst Du eh nicht bei 12“ auf…
 
Hallo Peter,

ja das ist doch eine ordentliche Zusammenstellung. Damit lässt sich schon richtig viel anfangen.

Platz im Garten. 10m zwischen Aufbewahrungshütte und Aufbauplatz.
Sehr gut, das erleichtert den Aufbau und umso häufiger wird der Brummer dann auch benutzt.
Ich lagere meinen GSO 12" Standard Dobson in der kühlen Garage, den Tubus auf einem halbhohen Schränkchen im original Lieferkarton:
12er-dobson-c.jpg

So kann ich den ohne mich zu bücken mit zwei Händen aufnehmen und nach draußen tragen.
Zuvor stelle ich natürlich die Rockerbox in den Garten.

Gruß,
Holger
 
@Wolfgang: Naaa jaaa, ich weiß, dass ich wegen der Astronomie nicht viel reisen werde. Ich glaube nicht, dass ich der Typ bin, der sich dann mal abends von Frau und Heim verabschiedet und raus ins Schwarze fährt, um die Nacht draussen zu verbringen. Wenn die Frau drinnen strickt oder Netflix oder sonst was schaut, könnte ich in meiner Gartenhütte verbringen (wenn es das Wetter zuläßt. So meine romantische Vorstellung. Dann Geld für etwas auszugeben, was ICH eh nicht nutze, ist ja auch nix. Mit dem "...hörst Du bei 12" eh nicht auf.." liegst Du natürlich goldrichtig. :)
@Holger: Ja, ich muss das Zeugs aufgrund der feuchten, salzhaltigen Luft entweder auch jedes Mal aus der Hütte ziehen oder eine kleine Hütte bauen, in die ich mich dann zurückziehen kann.
LG
Peter
 
Hallo,
habe es so gehandhabt: nach dem Bino 25x100/Stativ auf 12.5" Dobson gegangen. Die Röhre wog 25 kg. Sie tat ihren Dienst bis 2023, dann ein C 8 geschenkt bekommen !, der Besitzer beobachtete nicht mehr. Habe das C 8 umgerüstet: Amiciprisma, 45 und 90° Einblick, alle 1 1/4" Okulare vom Dobson ließen sich nutzen. Seben-Zoom 8-24 mm ebenfalls. "Spezialgebiet" sind die Veränderlichen Sterne. Hier am Wohnort vis. Grenzgröße um 5mag.

Gruß Günther
 
Hi Bricki,

ich sehe das Liveerlebnis, war erfolgreich. Prima.
Nun out of the box sind die China 12" sehr schwer und als Volltubus auch recht unhandlich.
Ich habe auch einen 12" (neben dem anderen Kram) der mit allem Drum und dran als Gitterrohrdobson nur 17 Kilo wiegt.
Das ist gut transportabel für mich und eine ganz andere Nummer als oben beschriebene Geräte.

Mein Gerät als den von Dir verlinkten Hofheim 8" gibt es nur noch gebraucht. Neu werden keine mehr hergestellt.

Die Idee mit der Plattform ist nachvollziehbar, aber kostet wieder Gewicht und so Transportaufwand.
Leichter und einfacher ist es Hand anzulegen und nach Nachführung einfach zu optimieren.
Dazu gibt es massig Threads im Netz - u.a. auch auf meiner HP.
CS
 
OK, Eure Stimmen zum Thema Gewicht haben mich noch einmal recherchieren lassen. Im Bereich 12" wären noch das Bresser Dobson Teleskop N 305/1525 Messier Hexafoc DOB interessant. Ein bisschen leichter und ein Tubus aus GFK, da hier so nah am Atlantik alles aus Stahl das rosten anfängt. Da hilft es dann nichts, wenn ich eine Hütte für das Teleskop zimmere...Das Explore Scientific Dobson Teleskop N 305/1525 Ultra Light Generation II DOB wäre auch noch etwas. Bei der Generation II soll ja alles aus Alu sein...Das fängt hier früher oder später auch das galvanische Blühen an, wenn mit Stahl oder Edelstahlschrauben in Kontakt kommt, hält aber länger als Stahl...
Werde ich wohl noch mal drüber schlafen müssen...
 
Hallo,
stimme dir zu: mit 12" hast du was fürs Leben...., wenn die nicht dem "Öffnungswahnfieber" erliegst...... Gitterrohr ist leichter als Volltubus !!!

Gruß Günther
 
Hallo Peter,

ich würde den hier nehmen >
https://www.teleskop-express.de/de/...rrohr-dobson-teleskop-12-zoll-ffnung-f-5-2236
oder den Bausatz wenn Du eigene Spiegel günstiger bekommst.
https://www.teleskop-express.de/de/...adirus-12-zoll-dobson-bausatz-ohne-optik-7550

Ich konnte Den in Südfrankreich mit meinem 12" teilbarem Alu - Dobson vergleichen und messen, Er ist leichter und dadurch auch besser im handling.

Heizt sich in 34° C warmer Umgebungsluft ( bereitgestellt für Sonnen Beobachtung ) unterm Sonnenschirm, aber dennoch auch durch Reflexion und Seitenlicht vom Boden tagsüber weniger auf, der Alutubus wurde 44° C warm, der Hut + Spiegelkasten vom Geooptik Gitterrohr Dobson nur 36° C .

Mit EQ - Plattform gesamt immer noch kleiner im Packmass und leichter als mein Alutubus in der GSO - Dobsonmont !

Gruß Günter
 
Ich nutze einen 10“ Volltubus, und ehrlich gesagt würde ich alles was größer ist und mobil sein soll nur in leichter Gitterrohr-Bauweise haben wollen (und „mobil“ bedeutet bei mir nur aus der Waschküche im Erdgeschoss auf die Terrasse tragen).

Je anstrengender der Aufbau desto geringer die Motivation abends von der Couch aufzustehen ;)

Wenn das Teil in einer Rolldach-Hütte oder Sternwarte steht ist es was anderes.

Übrigens scheint dieser so genannte „ultralight“ aus China sackschwer zu sein, und die Qualität der Mechanik wirkt relativ schlecht, zumindest dem nach zu urteilen was ich hier gelesen habe.

Also ich komme gut ohne aus und finde alle gewünschten Objekte mit Hilfe der Freeware Stellarium und mittels Starhopping.
(Von einem hellen Ausgangsstern über andere helle Sterne zum Ziel hangeln)

Die Sternbilder sind da gute Orientierung und du lerst den Himmel bersser kennen.
Manchmal macht das eigene Auffinden sogar mehr Freude als der spätere Anblick.

Das mit dem kennenlernen ist unbestreitbar richtig, aber ich gebe zu dass das Starsense Teil bei mir das Beobachtungserlebnis schon positiv beeinflusst hat. Schwierige Objekte lang zu suchen wenn man z.B. unter der Woche abends noch eine Stunde raus geht und am nächsten morgen früh aufstehen muss kann schon auch frustrierend sein. Und leider fallen gute Bedingungen und Wochenende viel seltener zusammen als man sich das wünscht.

Funktionieren tut das Teil auf jeden Fall genial, einziger Minuspunkt ist das man den kleinen Plastik-Refraktor mitkaufen muss (hätte den Preis auch nur für den Starsense Aufsatz und Software allein gezahlt, um Plastikmüll zu sparen).
 
Hallo Simon,

man könnte sich so ein Starsense in Gemeinschaft kaufen und teilt die Lizenzen auf z.B. 2-3 Personen auf und Verschenkt den Rest.

Es gibt Aufsteck - Periskop Primas fürs Handy, damit ist Starsense dann für Jedes andere Teleskop im Besitz verwendbar!

Das Teleskop habe ich mit einer Lizenz und Starsense - Spiegel an einen Jungen Nachbar verschenkt !

Aber auch mit Freeware Stellarium oder ähnlichen Programmen, ist das mit dem Handy stehend im Handyhalter + 32mm Okular bei 1° Auflösung, den Großteil aller Objekte sehr gut aufzufinden !

Gruß Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt war ich gerade soweit, auf ein 10“ Bresser zu schwenken und mir den den Öffnungswahn für die Zeit aufzusparen, wenn die Hütte im Garten steht, sehe aber gerade, dass der 10“ Bresser Tubus aus Aluminium ist…

Ich glaube, es wird jetzt der 12“ Bresser aus GFK. Die Rockerbox kann ich mal aus POM oder anderem kunststoff nachbauen und auch eine Schrittmotorsteuerung zur Nachführung dran basteln (ich kann sowas). Dann habe ich was an Tagen mit schlechtem Seeing zu tun…:-)
 
Würde gebraucht nen gitterohr Dobson holen. Gibt da ne Menge von Martini, diverse sehr gute selbst bauten…
Der Preis ist da viel niedriger als im neu Kauf.

12 Zoll sieht man da seltener kommt aber auch vor. Am häufigsten sieht man 16 Zoll sind da um die 2000€.
20“ gibt es auch immer wieder

Spart viel Geld man kann auch ne Nacht vorher durchschauen und dan mitnehmen.
 
@Kusifu: Ja, würde ich auch machen, wenn ich "in der Nähe" wäre. Hier in Portugal ist das eine andere Sache. Und 5.500km für Hin- und Rückweg fressen den Preisvorteil leider schnell auf...Ungesehen werde ich sowas nicht von privat kaufen. Zwickmühle...
 
Hi Bricki
noch etwas Lesestoff zur Entscheidungsfindung gefällig?
CS
 
Hi Antares, habe ich gerade gelesen. Das Ergebnis ist schön und wie erwartet (wie auch in vielen anderen Bereichen): Es gibt nicht "das" Ideal. Vielleicht ist das ja ganz gut so, sonst würden alle in oder durch genau ein "Rohr" schauen. Fotografieren ja/nein, mobil ja/nein, Platz zur Benutzung sind ja schon mal Parameter, die über die eigene Wahl entscheiden. Gerade auch die Kombination der Parameter.
LG Peter
 
Hallo,
und hier ein bischen Senf von mir (stand schon mal an anderer Stelle): nach dem 25x100 Bino/Stativ Grenzgrößenerweiterung, "gg", hatte mich für den Starfinder 12,5" entschieden und ungezählte Beob. damit gemacht (V. St.), max. bis 304fach fürs Nachschubsen, war mir noch nie lästig......

Jetzt, seit Sept. 2023 erfreue ich mich an einem alten C 8 (orangene Farbe).

Gruß Günther
 
Hi Antares, habe ich gerade gelesen. Das Ergebnis ist schön und wie erwartet (wie auch in vielen anderen Bereichen): Es gibt nicht "das" Ideal. Vielleicht ist das ja ganz gut so, sonst würden alle in oder durch genau ein "Rohr" schauen. Fotografieren ja/nein, mobil ja/nein, Platz zur Benutzung sind ja schon mal Parameter, die über die eigene Wahl entscheiden. Gerade auch die Kombination der Parameter.
LG Peter
Schade Peter,
Du hast den Beitrag überhaupt nicht verstanden, wie man an Deiner Antwort leicht erkennt.
Vielleicht liest Du mal die Überschrift und die Idee zum Beitrag und denkst nochmal nach.
CS
 
Hallo,

also mir macht die Schlepperei mit der Rockerbox und dem 12" Tubus bisher keine Probleme und ich bin auch nicht mehr der Jüngste.

Es sind allerdings auch nur ein paar Meter in den Garten, aber:
Ich glaube nicht, dass ich der Typ bin, der sich dann mal abends von Frau und Heim verabschiedet und raus ins Schwarze fährt, um die Nacht draussen zu verbringen.
Ja, ich muss das Zeugs aufgrund der feuchten, salzhaltigen Luft entweder auch jedes Mal aus der Hütte ziehen oder eine kleine Hütte bauen,
Peter scheint es ja auch nur vor Ort nutzen zu wollen. Da lässt sich das ja noch gut organisieren.
Von ein paar Kilo mehr oder weniger würde ich da meine Entscheidung nicht abhängig machen.
Aber ist schon wichtig sich da Gedanken drüber zu machen, da ist ja jeder anders. Ist halt nur wichtig sich dem bewusst zu sein und selbst einzuschätzen, ob das für einen selbst gut machbar ist.

Gruß,
Holger
 
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