APO vs SC oder RC

Eifelstern

Mitglied
Hallo in die Runde!

Bislang war ich relativ kurzbrennweitig mit APOs unterwegs.

Grob so 300-800mm.

Aktuell nutze ich einen Skywatcher ESPRIT 120 und einige kleinere APOs.

Gerne würde ich in die Fotografie von Galaxien bzw. kleineren Objekten oder Detailaufnahmen einsteigen.

Würde ich mit einem C8 oder C11 oder einem 10" RC "glücklicher" werden, als wenn ich einen größeren APO (140-160mm) investiere, um auf eine längere Brennweite (> 1m) zu kommen?

Glücklicher im Sinne von deutlicher größerer Brennweite bei gleichbleibender Schärfe?

Ich nutze ASI Vollformat und APS-C als Kamera.

Bevor ich einen gesamten Equipment-Wechsel vollziehe, würde mich interessieren, ob das jemand hier im Forum mal gemacht hat? Also vom APO zum SC gewechselt und soweit zufrieden ist?!
 
Hallo,

einen Wechsel habe ich nicht vollzogen, aber ich selbst arbeite unter anderem mit zwei großen 6" Apos und einem C11 EdgeHD und dazu verschiedenen Vollformatkameras. Für mich passt das aktuell so, aber das ist natürlich reine Geschmackssache. Und für mich ist Geschwindigkeit nicht auf den ersten Plätzen. Mit was du am Ende glücklicher wirst, kann ich dir natürlich nicht sagen, dass muss jemand anderes übernehmen. :)

Aber ich kann ein paar schlichte Gedanken erwähnen: Ein SCT wie z.B. das von mir eingesetzte C11 EHD hat auch seine Eigenheiten. Themen wie Temperierung sind da nicht ganz unwichtig, und noch mal eine andere Liga wie bei kleineren Apos. Dann ist die Schmidt-Platte und Taubildung hier auch noch mal ein Thema, mit dem man sich beschäftigen sollte, wie auch die Kollimation. Die Abbildungsqualität von z.B: Sternen kann sich hier auch unterscheiden, da ist ein Apo aus meiner Sicht schon im Vorteil. Auch zu berücksichtigen ist die Montierung, die den Hebel eines C11 auch tragen, und die 2800 mm auch sauber nachführen muss. Ich habe mein C11 auch schon auf einer AZ-EQ6 betrieben, nur sieht man dann in der Guidingkurve jeden Furz, den man nebenan in die Hose entweichen lässt (Etwas übertrieben gesagt). Am Ende ist Deep Sky mit einem SCT in nativer Ausführung immer ein gewisser Kompromiss.

Glücklicher im Sinne von deutlicher größerer Brennweite bei gleichbleibender Schärfe?
Das finde ich persönlich schwierig, hierzu eine Aussage zu treffen. Meine 6" Apos haben ca. halb so viel Brennweite wie mein C11. Die fast doppelt so große Öffnung sollte ja theoretisch mehr Auslösung liefern. Aber in der Praxis mit meinem Seeing merke ich da bei Deep Sky vielleicht nur minimal einen Vorteil.

Ich würde nie von einem Apo zu einem SCT wechseln, wenn ich mich nur für eines entscheiden müsste. Mein C11 behalte ich einfach noch, weil ich es parallel gerne für Planeten einsetze.
 
Gerne würde ich in die Fotografie von Galaxien bzw. kleineren Objekten oder Detailaufnahmen einsteigen.

Glücklicher im Sinne von deutlicher größerer Brennweite bei gleichbleibender Schärfe?

Ich nutze ASI Vollformat und APS-C als Kamera.

Kurz:
Ein RC, SC oder auch Newton mit Vollformat zu betreiben, da macht es dir ein APO einfacher.


Aber deutlich über 1.000 mm Brennweite wird auch bei einem APO groß, schwer, teuer und muss lang genug auskühlen.

Geht auch alles sehr gut mit den vorgenannten Teleskoparten, aber mit mehr Aufwand und vor allem Justage. Lange Brennweite wird beim RC und erst recht beim Newton auch schnell groß und schwer, was die Montierung hergeben muss. SCs sind schön kompakt, jedoch die 2.000 mm (C8) und vorallem 2.800 mm (C11) sauber nachzuführen, ist nicht mal eben, trotz Guiding, etc.

@Dane Vetter hat das gut beschrieben

Grüße,
Alex

p.s. die Galaxienzeit / Frühjahr geht auch wieder vorüber :sneaky:
 
Den Esprit 120 würde ich auch behalten, meine gehen erst ins Biete Forum wenn mich am Ende meiner Tage ein schwarzes Loch verschlungen hat.

Ich habe auch zwei EdgeHD 8 und ein C11 für Planeten und Galaxien gedacht.

Beim RC bin ich vorsichtig, ein Vereinsfreund verkauft seines, weil er die Faxen dicke hat es zu kollimieren. Er hat sich jetzt einen 10" Fotonewton gegönnt. Wenn man die Möglichkeiten hat und eine entsprechende Montierung, finde ich, dass der 10" F4 Fotonewton vielleicht das universellste Instrument ist.

Ein zweiter Vereinsfreund hat einen Lacerta 10" F4 Fotonewton auf einer EQ6-R Pro und ist damit sehr zufrieden. Das wäre auch meine Empfehlung.

Ich bin aber nicht mit Vollformat unterwegs, ebensowenig meine beiden zitierten Vereinsfreunde. Da ist bei APS-C Schluss.

Viele Grüße,

Günther
 
Dane, Alex und Günther, vielen vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten!

Klasse und vielen Dank!!!
 
Hallo,
ich habe auch nicht von APO zu RC gewechselt, sondern ergänzt, aber ich selbst freue mich über mein 10“ RC. Bei Bedarf genug Brennweite und mit Reducer für mich „schnell „ genug (ca F/5,3) . Das passt noch auf eine EQ6, wenn kein böiger Wind weht.
Zur Justage nutze ich das Takahashi Justierteleskop, das geht ganz gut.
Für Vollformat wird ein Flattener benötigt, welcher Reducer da passen würde weiss ich allerdings nicht. Ich habe eine ASI 1600, also ein recht kleiner Sensor…
Ein Freund hat sich wiederum einen 12“ F/4 Fotonewton von Lacerta gekauft. Ebenfalls mit dem Wunsch mit mehr Brennweite zu fotografieren…
Letztendlich musst du die Entscheidung für dich treffen. ;)

Grüße Rainer
 
Vielleicht noch nebenbei hinzufügend zu dem Thema, was ich nicht ganz uninteressant finde in Bezug auf lange Brennweiten und langsamere Öffnungsverhältnisse: Die Pixelgröße der Kamera.

Als jemand mit überwiegend längeren Brennweiten, nutze ich gerne auch die ASI 2400 MC Pro, mit den 5,94μm für die RGB Aufnahmen. Eine ASI 6200 MC Pro mit 3,76 μm habe ich ebenfalls, welche ich dann aber eher für kürzere Brennweiten einsetze. Aber rein rechnerisch ist es wohl so, dass ein Pixel der ASI 2400 MC etwa 2,5-Fach mehr Photonen sammelt, wie eines der ASI 6200 MC. Das ist jedenfalls mal in der Theorie bei den lahmen Öffnungsverhältnissen auch nicht ganz zum Nachteil. In der Praxis habe ich beide nicht direkt gegeneinander antreten lassen. :)

Für Schmalband kommt dann die ASI 6200 MM Pro mit 3,76μm zum Einsatz. Den IMX410 gibt es ja leider nicht in Mono. Aber hier kommt die Mono trotz der kleinen Pixel trotzdem zum Vorteil, was die Empfindlichkeit angeht, und ist am Ende wohl immer noch minimal empfindlicher als die 2400er.
 
Als jemand mit überwiegend längeren Brennweiten, nutze ich gerne auch die ASI 2400 MC Pro, mit den 5,94μm für die RGB Aufnahmen. Eine ASI 6200 MC Pro mit 3,76 μm habe ich ebenfalls, welche ich dann aber eher für kürzere Brennweiten einsetze. Aber rein rechnerisch ist es wohl so, dass ein Pixel der ASI 2400 MC etwa 2,5-Fach mehr Photonen sammelt, wie eines der ASI 6200 MC. Das ist jedenfalls mal in der Theorie bei den lahmen Öffnungsverhältnissen auch nicht ganz zum Nachteil. In der Praxis habe ich beide nicht direkt gegeneinander antreten lassen. :)
Ist die 6200 am C11 völlig unproblematisch???

Also "[zensiert]ensicher" ?

Eine 2400 habe ich im Einsatz...
 
Man ist mit den kleinen Pixeln natürlich im Over-Sampling, aber ich sehe für mich jetzt da kein Problem darin. Theoretisch könnte man wohl mit Binning arbeiten, was ich aber einfach nicht mache. Ich bin da gar nicht sicher wie das bei den CMOS Kameras und Binning ist, soweit ich das verstanden habe, ist das nicht mit dem Hardware Binning von den CCD-Sensoren vergleichbar. Aber ich habe da noch nicht weiter nachgebohrt, da ich bisher auch kein Problem darin gesehen habe.

Was meinst du damit, was hier zensiert wurde? :)
 
Der Lacerta 12" F4 ist natürlich auch sehr nett, verlangt dann aber nach einer EQ8 oder vergleichbar.

Da liegt man dann schnell bei 10 Kiloeuro und muss dann noch eine Gartensternwarte projektieren (habe ich zwar noch nicht, beschäftige mich aber schon mal mit der Steuerung mittels Arduino und N.I.N.A.)

Nun ja, andere fahren eine Harley und ich fahre das imaginäre Rolldach in N.I.N.A. hin und her.🤓

CS,

Günther
 
Mir erschließt sich nicht warum eine EQ8 mit 50kg Tragkraft für 21kg Teleskopgewicht nicht reichen soll...

Die CEM 120 mit 52kg wird da wohl eher nicht den Unterschied machen.

CS,

Günther
 
Möchte ja auch unbedingt noch ein größeres teleskop neben meinem esprit 120. ich habe die Möglichkeiten bestimmt schon tausendmal durchgespielt.

Lacerta 10 oder 12 zoll, c11 mit 0.7 starizona reducer oder geld in die hand nehmen und einen 7 - 8 zoll apo kaufen.

Mit die beeindruckendsten bilder kommen mitunter von kleinen apos wie dem esprit oder toa 130

Versuch mal ein besser aufgelöstes bild von pk 164 zu finden. Der toa lässt hier 99% der größeren geräte alt aussehen und du brauchst schon professionelles Equipment an professionellen Standorten um da noch mehr raus zu holen.

Um auch eine selten angesprochene sache ins spiel zu bringen.
—> je größer die öffnung desto stärker der qualitätsabfall sobald du dich vom zenit weg bewegst. Dein 120er apo produziert wahrscheinlich auch bei 45 grad zenitdistanz hochwertige daten. Ein 12 zoll gerät könntest du soweit vom zenit kaum mehr für luminanzdaten verwenden.

cs
Anderl
 
Um auch eine selten angesprochene sache ins spiel zu bringen.
—> je größer die öffnung desto stärker der qualitätsabfall sobald du dich vom zenit weg bewegst. Dein 120er apo produziert wahrscheinlich auch bei 45 grad zenitdistanz hochwertige daten. Ein 12 zoll gerät könntest du soweit vom zenit kaum mehr für luminanzdaten verwenden.

cs
Anderl
Das ist interessant- kannst du mir sagen warum das so ist? Ich weiß, je weniger Luftschicht ich durchdringen muss, desto besser- aber wie spielt die Öffnung da mit rein?

CS
Patrick
 
Das ist interessant- kannst du mir sagen warum das so ist? Ich weiß, je weniger Luftschicht ich durchdringen muss, desto besser- aber wie spielt die Öffnung da mit rein?

CS
Patrick
Je größer die Öffnung um so mehr Seeing anfällig, das ist bekannt. Da wir in unseren Breiten praktisch alle Seeing begrenzt sind bringt eine Öffnung größer 5“, zumindest fotografisch, kaum noch einen Gewinn.
Das merke ich selber wenn ich Galaxienaufnahmen mit meinem APM 107/700 und meinem 8“ Newton vergleiche. Da sehe ich einfach, bis auf die etwas kürzere Belichtungszeit keinen Vorteil. Daher hängt dieser seit 1 Jahr an der Wand.

CS
Franz
 
Hallo zusammen,
Ein spannendes Thema, das interessiert mich auch gerade. Wenn ich darf, schließe ich mich gerne an.
Ich habe einen 8 Zoll F/3.8 Newton (Vixen R200SS) mit einer Touptek 2600c. Eigentlich optimal vom Ausbildungsmaßstab was das Seeing angeht (ca. 1“/px), aber die Galaxien sind mir etwas zu klein auf dem Bild. Darum überlege ich auch auf eine längere Brennweite und größere Öffnung (12“ f/4 Newton oder C11 f/7) umzusteigen. Wenn ich die Diskussion hier verfolge, ist es aber gar nicht unbedingt zielführend. Sehe ich das richtig?
Grüße, Ulli
 
Hallo zusammen,
Ein spannendes Thema, das interessiert mich auch gerade. Wenn ich darf, schließe ich mich gerne an.
Ich habe einen 8 Zoll F/3.8 Newton (Vixen R200SS) mit einer Touptek 2600c. Eigentlich optimal vom Ausbildungsmaßstab was das Seeing angeht (ca. 1“/px), aber die Galaxien sind mir etwas zu klein auf dem Bild. Darum überlege ich auch auf eine längere Brennweite und größere Öffnung (12“ f/4 Newton oder C11 f/7) umzusteigen. Wenn ich die Diskussion hier verfolge, ist es aber gar nicht unbedingt zielführend. Sehe ich das richtig?
Grüße, Ulli
Je nachdem.
Du könntest es mal noch mit drizzeln und anschließend blurx versuchen.

Was rein die details betrifft sind die unterschiede mit mehr Brennweite wahrscheinlich zu vernachlässigen. es gibt auf astrobin einige die nachdem sie größere Spiegelteleskope hatten zb c11 auf nen 130er toa oder 150er esprit gewechselt haben.

Versuch mal ein besser aufgelöstes bild von pk164 zu finden
130 toa

C11 / 10 zoll newton


Versuch mal ein besser aufgelöstes bild vom pferdekopfnebel zu finden

Bei planeten lucky imaging spielt die größe aber natürlich ihre volle stärke aus.
 
Offenbar kommt man sowohl mit APOs als auch mit Spiegelteleskopen zu vergleichbaren Ergebnissen (wenn man bei letzteren noch ein paar Zoll Öffnung drauflegt).

Was ich in diesen Diskussionen aber selten lese - und was auch Einsteigern bei der Teleskop-Beratung nicht gesagt wird - ist eine für mich inzwischen relevante Eigenschaft gerade vom Newton, der bedingt durch die Fangspiegelspinne Beugungsstrahlen an Vordergrundsternen erzeugt. Das klingt jetzt nach einem rein dekorativen Effekt, in der Tat sind Vordergrundobjekte dadurch aber eindeutig gekennzeichnet, und die Länge der Strahlen sind zudem ein Maß für die scheinbare Helligkeit dieser Objekte, haben also einen meßtechnischen Charakter.

Ich finde, daß dieser Aspekt wenig, oder zu wenig Beachtung findet. (Man könnte sich wohl auch vor seinen APO eine Spinne montieren um den gleichen Effekt zu erreichen - aber wer macht so etwas.)
 
Je nachdem.
Du könntest es mal noch mit drizzeln und anschließend blurx versuchen.

Was rein die details betrifft sind die unterschiede mit mehr Brennweite wahrscheinlich zu vernachlässigen. es gibt auf astrobin einige die nachdem sie größere Spiegelteleskope hatten zb c11 auf nen 130er toa oder 150er esprit gewechselt haben.

Versuch mal ein besser aufgelöstes bild von pk164 zu finden
130 toa

C11 / 10 zoll newton


Versuch mal ein besser aufgelöstes bild vom pferdekopfnebel zu finden

Bei planeten lucky imaging spielt die größe aber natürlich ihre volle stärke aus.

Die erreichbare Auflösung meines TOA mit früheren 8“ F4 Newton Aufnahmen ist natürlich kein Vergleich. Bei gutem Seeing was ich an meinem Remotestandort glücklicherweise oft haben, erreiche ich FWHM Werte über das Feld (Vollformat) von 2,3-2,4 Pixeln bei 300s Belichtungen mit einer 3,76 μm Monokamera bei 990 mm Brennweite (0,78“/Pixel Auflösung). Bei Top-Seeing sogar nochmal einen my besser.

Man sollte an der Stelle meiner Meinung nach nicht den Fehler machen, ein nahezu perfekt abbildendes Teleskop mit kaum Serienstreuung, wie einen TOA, mit „normalen“ Spiegelteleskopen von der Stange, also einer gewissen Streuung und möglicherweise nicht 100%iger Justage, zu vergleichen. Das ist schon preislich kein angemessener Vergleich mit den üblichen Spiegelteleskopen.

Ich bin sicher, das ein sehr guter, großer Newton, mit geprüftem hochstrehligem Haupt- und Fangspiegel und einer sehr guten Justage und gutem Korrektor die Detailauflösung bei gleichem Seeing nochmal etwas toppen kann. In Punkto erreichbares Signal bei gegebener Zeit sowieso.

Grüße,
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Die erreichbare Auflösung meines TOA mit früheren 8“ F4 Newton Aufnahmen ist natürlich kein Vergleich. Bei gutem Seeing was ich an meinem Remotestandort glücklicherweise oft haben, erreiche ich FWHM Werte über das Feld (Vollformat) von 2,3-2,4 Pixeln bei 300s Belichtungen mit einer 3,76 μm Monokamera bei 990 mm Brennweite (0,78“/Pixel Auflösung). Bei Top-Seeing sogar nochmal einen my besser.

Man sollte an der Stelle meiner Meinung nach nicht den Fehler machen, ein nahezu perfekt abbildendes Teleskop mit kaum Serienstreuung, wie einen TOA, mit „normalen“ Spiegelteleskopen von der Stange, also einer gewissen Streuung und möglicherweise nicht 100%iger Justage, zu vergleichen. Das ist schon preislich kein angemessener Vergleich mit den üblichen Spiegelteleskopen.

Ich bin sicher, das ein sehr guter, großer Newton, mit geprüftem hochstrehligem Haupt- und Fangspiegel und einer sehr guten Justage und gutem Korrektor die Detailauflösung bei gleichem Seeing nochmal etwas toppen kann. In Punkto erreichbares Signal bei gegebener Zeit sowieso.

Grüße,
Alex
Hey alex,

Du hast sicher recht.
snr und lucky imaging sind für mich die zwei gebiete wo große spiegel glänzen.

Hier nochmal ein interessanter vergleich von timothy martin.
Von redcat zu cdk12.5

 
Hallo,
vielen Dank für die Kommentare. Der Vergleich mit dem Crescent-Nebel ist echt spannend.
wenn ich das so lese, denke ich ein TSA-120 wäre eine ganz gute Ergänzung zu meinem Sky-90. Dafür dürfte der Vixen R200SS dann gehen. Ein TOA-130 liegt preislich nicht drin. Der TSA-120 mit Flattener wäre ja schon eine Investition von ca. 5500€.
Dazu bräuchte ich noch eine Kamera, denn meine Touptec DSP2600c mit dem IMX571 Chip würde ja am Sky-90 bleiben. Der könnte dann die RGB-Daten liefern, die ich mit einer Mono-Kamera mit dem Luminanzkanal des TSA verarbeite.
Außerdem könnte ich mit der Mono-Kamera später auch noch RGB oder HSO erweitern (mir graust jetzt schon vor der Bildbearbeitung…)

Oder ich bleibe bei einer OSC Kamera , nehme aber die deutlich günstigere 2400er mit dem IMX410 Chip mit den größeren Pixeln. Der Bildausschnitt bleibt der gleiche, aber ich habe bei dem langsamen Öffnungsverhältnis mehr Signal wegen der größeren Empfindlichkeit der großen Pixel. Für die Differenz im Preis könnte ich mir dann sogar noch den großen Flattener von Tak leisten …

Was haltet Ihr davon?
Grüße
Ulli
 
Hallo,
vielen Dank für die Kommentare. Der Vergleich mit dem Crescent-Nebel ist echt spannend.
wenn ich das so lese, denke ich ein TSA-120 wäre eine ganz gute Ergänzung zu meinem Sky-90. Dafür dürfte der Vixen R200SS dann gehen. Ein TOA-130 liegt preislich nicht drin. Der TSA-120 mit Flattener wäre ja schon eine Investition von ca. 5500€.
Dazu bräuchte ich noch eine Kamera, denn meine Touptec DSP2600c mit dem IMX571 Chip würde ja am Sky-90 bleiben. Der könnte dann die RGB-Daten liefern, die ich mit einer Mono-Kamera mit dem Luminanzkanal des TSA verarbeite.
Außerdem könnte ich mit der Mono-Kamera später auch noch RGB oder HSO erweitern (mir graust jetzt schon vor der Bildbearbeitung…)

Oder ich bleibe bei einer OSC Kamera , nehme aber die deutlich günstigere 2400er mit dem IMX410 Chip mit den größeren Pixeln. Der Bildausschnitt bleibt der gleiche, aber ich habe bei dem langsamen Öffnungsverhältnis mehr Signal wegen der größeren Empfindlichkeit der großen Pixel. Für die Differenz im Preis könnte ich mir dann sogar noch den großen Flattener von Tak leisten …

Was haltet Ihr davon?
Grüße
Ulli
da würde ich lieber nen selektierten und optimierten esprit 120 von lacerta nehmen ;)
 
Hallo,
wenn ich mir den Verglichen von Timothy Martin anschaue, würde ich die beiden Takahashi's priorisieren. Danach den CDK und EdgeHD.
Aber ehrlich gesagt, ich würde lieber entspannt auf einer AM5/ 3 guiden als mit ~2000mm Brennweite zu kämpfen.
TOA130 ~ 7.3T€
FSQ106 ~ 7.6 ( ich glaub nicht mehr lieferbar)
RedCat71 ~1.5 T,€

CS
Leschko
 
Hallo,
wenn ich mir den Verglichen von Timothy Martin anschaue, würde ich die beiden Takahashi's priorisieren. Danach den CDK und EdgeHD.
Aber ehrlich gesagt, ich würde lieber entspannt auf einer AM5/ 3 guiden als mit ~2000mm Brennweite zu kämpfen.
TOA130 ~ 7.3T€
FSQ106 ~ 7.6 ( ich glaub nicht mehr lieferbar)
RedCat71 ~1.5 T,€

CS
Leschko

TOA130 kann ich nur bestätigen. Nicht günstig, aber jeden Euro wert.

FS106 - gab es da nicht kürzlich ein Announcement, das die Produktion wieder aufgenommen wird? :unsure:
 
Ich schreibe hier mal aus einer anderen Perspektive, denn ich habe nur einen kleinen APO (Meade 80/480mm) für Widefield-Aufnahmen, der Rest meiner Teleskope muss justiert werden:

Nach dem APO kam ein 10" f/4 Newton und ich habe als Anfänger ca. 9 Monate gebraucht, bis ich das Ding sauber justieren konnte (OCAL sei Dank!).

Der Wunsch nach mehr Brennweite für Galaxien hat mich zu meinem 10" Truss RC geführt, der ein wirklich erstklassiges Ding ist, wenn man den OAZ gegen was Vernünftiges austauscht (ich spreche jetzt von fotografischem Einsatz). Mit f/8 ist der Truss RC wirklich gutmütig und leicht zu justieren.

Tja, und wenn's dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Glatteis: Ich wollte eine schnellere Alternative zum APO, denn Integration Time ist Money... ;-)
Daher kam dann noch ein 6" Hypergraph mit 420mm und f/2.8 - und dessen (einigermaßen saubere) Justage hat mich über ein Jahr gekostet.
Will sagen: Wenn Du von den APOs weg in die Welt der Spiegelteleskope einsteigst, mach Dich auf Justagearbeiten gefasst. Das kann gut ausgehen, braucht aber sicher seine Zeit zum einarbeiten.

LG und CS

Thomas
 
Hallo Thomas,
das kann ich zu 101% bestätigen.
Ich fang an mit einem TMB APO LZOS 115/f7, probierte danach SCs, EdgeED, Newtons, RCs auf der Suche nach Galaxien. Die Justage an dem 130mm/f2.8 Hypergraphen habe ich letztendlich aufgegeben... und bin zurück an einem Apo gelandet.

Ich hab gerade eine Statistik gefunden (leider nur bis 2022) die 78645 Aufnahmen auf den populären Seiten ( astrobin.com, cloudynights.com, and stargazerlounge.com) untersuche und die am meisten verwendete Teleskope herausfand:

Screenshot_20250514-171329.png

Ich bin schon erstaunt, dass die Celestron Edge HDs so oft benutzt werden. Es lohnt sich den ganzen Artikel und die Auswertung unter verschiedenen Kriterien zu lesen.

Quelle:

CS
Leschko
 
vll macht es auch einfach die mischung. Ein guter apo zb toa oder esprit und dazu ein möglichst großer spiegel für planeten und ausgefallene objekte.
Mich würde zb gerade der 16 zoll ideal newton von orion anlachen.
 
Hallo,


> Gerne würde ich in die Fotografie von Galaxien bzw. kleineren Objekten oder Detailaufnahmen einsteigen. <

So wie ich hier schon von Speziallisten gelesen habe, kann man mehr Auflösung auch mit verschieden Kameras Chips ( Pixel - Größe ) erreichen !

Da ist zum Testen mit den vorhandenem Geräten preiswerter bei viel größerer Flexibilität !


Gruß Günter
 
Hallo zusammen,
ich verfolge die Diskussion schon einige Zeit. Ich habe einen Tak TOA-130F mit 4“ Auszug. Hab mit dem schon wunderschöne Aufnahmen gemacht (CCD-Zeitalter) nun jetzt mit der CMOS habe ich das Problem mit dem Abstand da die CCDs ein anderer ist als CMOS wollte ich mal fragen welchen Abstand ab dem Flattener ist (Astro_Alex80).

Die andere Sache mit dem Spiegelteleskopen ist die, man muss die sehr sauber justieren und dann wenn’s geht nicht mehr anfassen. Vielleicht einmal im Jahr nachschauen ob die justage noch passt. Habe auch einen 10“ f/4 Newton aber ich bin lieber mit dem APO unterwegs.

Viele Grüße
Hans
 
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