Mein erstes Teleskop (Dobson 10) 🔭

Techno

Neues Mitglied
Hallo liebe Sternenfreunde,

Ich bin neu hier im Forum und interessiere mich schon sehr lange für den Sternenhimmel und beobachte ihn gerne. Nun habe ich bald Geburtstag und ich wünsche mir mein erstes Teleskop. :teleskop::)
Ich möchte mir ein Dobson mit 10 Zoll holen und habe bereits einige ausgesucht und mich informiert, aber ich bin mir immer noch nicht sicher, welches das Beste wäre. Hier haben viele Personen sicherlich schon Erfahrung und ich dachte, ich frag mal nach.

Ich möchte mit dem Teleskop Deep Sky Objekte beobachten wie Nebel oder die Andromedagalaxie, aber auch Planeten oder Sternenhaufen. Mir ist es wichtig, dass ich mir das kaufe, was möglichst scharf und detailliert alles zeigt, und vielschichtig verwendbar ist (Planeten, Galaxie …)
Alle Kosten ca gleich und ich hätte gerne das beste was man aus einem Dobson 10 herausholen kann …
Ich möchte auch die Sonne beobachten, aber das kann man glaube ich ja mit allen (mit passendem Sonnenschutz). Und ein Anschluss fürs Handy wäre mir auch wichtig (fürs Fotografieren oder Sterne suchen)

Ich habe verschiedene Teleskope bisher zur Auswahl:

Bresser:

Omegon:

Skywatcher:

GSO:


Hat irgendjemand von euch vielleicht bereits Erfahrung mit diesen Teleskopen?

Ich habe gelesen, dass das Skywatcher einen Pyrex Spiegel hat. Das Bresser hat einen H-PZ33, aber soweit ich weiß ist das kein großer unterschied?

Und ist eine höhere oder niedrigere Brennweite zu empfehlen? Die unterscheiden sich beim Skywatcher und Bresser ja schon …

Es wäre sehr nett wenn mir jemand ein paar Tips geben könnte, welches das beste ist :) Wenn es noch ein besseres gibt für den selben Preis bin ich natürlich offen für Vorschläge


Vielen Dank :)

Techno
 
Hallo Techno,

willkommen im Forum! Mit was hast Du den Sternenhimmel denn bisher beobachtet?

CS.Oli
 
Hallo,

bei mir gab damals der günstigste Preis den Ausschlag und so ist es bei meinen beiden Upgrades der GSO 8" F6 und danach der GSO 12" F5 Dobson in der Standard Ausführung geworden. Bin damit auch sehr zufrieden.
Der 10er normal würde 622 Euro gegenüber 899 Euro Deluxe kosten.
Hängt natürlich von deinem Budget ab bzw. ob dir mehr Konfort oder Zubehör den Aufpreis wert ist.
Mir ging es nur um die Optik, ich wollte für möglichst wenig Geld viel Öffnung.

Gruß,
Holger
 
Mit was hast Du den Sternenhimmel denn bisher beobachtet?
Die Frage habe ich mir beim Lesen deiner Anfrage auch gestellt! Geh bitte zu einer Volkssternwarte oder einem Astroclub und guck durch ein Teleskop der Klasse 8" bis 12". Die Spreizung zwischen Erwartung und dem realistischem Seherlebnis kann erheblich sein!! ...so jedenfalls meine Erfahrung bei öffentlichen Beobachtungsabenden, und das mit dem Fotografieren ist nochmal 'ne ganz eigene Astrowelt.

Viele Grüße
Uwe
 
Danke :) Um ehrlich zu sein nur mit den Augen oder mit einem Fernglas … Hab bisher noch kein Teleskop

Hallo Techno,

mein Tipp wäre: suche Dir einen Astroverein, eine Sternwarte oder hier über das Forum eine Möglichkeit, mal so ein großes Teleskop zu beäugen und damit mal in den Himmel zu schauen.

Ein Teleskoptreffen wäre da auch eine gute Möglichkeit. Infos dazu werden hier immer wieder gepostet. Im Moment findet eines auf der Schwäbischen Alb ststt.

Da bekommst Du einen Eindruck was für ein Drum das ist und auch, was Du damit überhaupt sehen kannst.

Mal eben so ein Foto machen, kannst Du übrigens höchstens vom Mond. Astrofotografie ist ein ganz eigenes Thema, sehr aufwändig und Planeten und DeepSky unterscheidet sich nochmal sehr stark.

Deshalb der Tipp: schau Dir die Praxis mal an bevor Du etwas kaufst! Dann kannst Du Dir Gedanken über die Qualität der Produkte machen und hast sicher eine bessere Einschätzung, was für Dich wichtig sein könnte.

Viel Erfolg dabei und viel Spaß mit dem neuen Hobby!

CS.Oli
 
Hi,
Ich war ehrlich auch erschrocken, das Techno ohne jegliche Erfahrung gleich mit einem 10# Drum reinschnuppern will.

Ich hoffe auch sehr, das er sich nicht verleiten lassen hat, von schönen Fotos von Nebel, Galaxien usw, und meint, das er sie so visuell sehen kann.
 
Hi Uwe,

zwei Leute ein Gedanke - Du warst wohl etwas schneller und ich hatte es nicht gesehen, bevor ich meinen Post gesendet habe...

CS.Oli
 
Tach auch zusammen,

willkommen im Forum @Techno .

@Techno
Nicht böse sein, scheint mal wieder ein Klassiker zu sein.
Ich möchte ein Teleskop und Sterne guggen. Kann ja nicht so schwer sein.

So oder so ähnlich sind wohl viele, unter anderem auch ich, an die Sache der beobachtenden Astronomie ran gegangen.
Funktioniert leider nicht!

Aber schon mal gut, dass Du hier im Forum zu erst nachgefragt hast, bevor die Euro's über die Ladentheke gewandert sind.

Fangen wir doch ganz am Anfang an.
Mein früheres Mantra halt ;).

- Wat sollet kosten? - Anhand der ausgewählten Dobson so um die 800,- €.
- Wat will man denn so sehen? - Wieder der Klassiker alles. So ein Newton in der Holzkiste kommt einem Alleskönner (für die Neu-Deutsch Liebhaber = Allrounder) schon recht nahe.
- Wo willst denn in den Himmel luren? Balkon, Terrasse, Garten oder raus uff de Acker?
- Wat bist denn bereit zu schleppen?
- Kälteresistenz vorhanden?
- Wo befindet sich denn der Beobachtungsort? Inne Stadt, Stadtrand, aufm Dorf, ... ?
- Son 10" Klotz ist dann scho nicht mehr so locker zu transportieren. Transportabilität und so.

Tja, und dann, wie hier schon angesprochen,
Ich hoffe auch sehr, das er sich nicht verleiten lassen hat, von schönen Fotos von Nebel, Galaxien usw, und meint, das er sie so visuell sehen kann.
da mal ganz fix von verabschieden.

Und Foto und durchs Okular guggen, auch schon erwähnt, zwei verschiedene Themen.

P.S.
ansonsten die Empfehlungen beherzigen.
 
Hi und Willkommen,

natürlich kann man mit einem 10 Zöller anfangen, aber ob es das richtige ist, wäre zu klären. Das meint nicht das Label, sondern das Teleskop.
Du schreibst Du möchtest das Beste rausholen, stellst Teleskope vor, die nicht schlecht aber nicht das Beste sind.
Dazu bräuchte es so oder so auch beste Okulare. Hast Du bedacht, dass ein Satz bester Okulare leicht das doppelte des Teleskops kostet?
Matthias hat es schon gesagt: Es gibt viele Faktoren, die es bei der Anschaffung zu beachten gibt.
Das soll die Euphorie nicht bremsen, sondern helfen, das am Ende die Anschaffung so gut als möglich paßt.
Dazu gehört auch ein wenig theoretische Vorbereitung und den praktischen Abgleich zwischen Erwartungen und Realität unter freiem Himmel.
Probekucken einer der wichtigsten Schritte in der Vorbereitung einer solchen Kaufentscheidung.
CS
 
Von den genannten Geräten würde ich wohl den Bresser nehmen, da sich der Tubus so hindrehen läßt dass er perfekt ausbalanciert ist. Den GSO Deluxe habe ich mal gesehen und war schockiert wie wackelig die Nachführung sowohl in der Höhe als auch seitlich ist. Was daran deluxe sein soll war mir nicht ersichtlich. Den Skywatcher kann ich empfehlen, da ich selbst die 8" Variante habe. Oder man nimmt den normalen GSO mit Teflon-Lagerung im Azimuth. Leistungsmäßig werden alle sehr nah beieinander sein, die Unterschiede sind also eher im Preis und der Nachführung auszumachen.
 
Tach auch zusammen,

das Interesse am visuellen Beobachten des Nachthimmels scheint etwas gedämpfter geworden zu sein :unsure:.
 
Hallo zusammen,

was hier schon an Hinweisen kam, könnte ich nur unterschreiben. Aber es wurde auch nach konkreten Erfahrungen gefragt.

Dazu kann ich eigene Erfahrungen mit dem Bresser Messier 12" Dobson nennen, wobei mir nicht klar ist, ob hinsichtlich der Azimutlagerung zwischen 10" und 12" ein Unterschied besteht.

Das Teleskop habe ich bei der vorletzten ATT in einer Verlosung gewonnen. Witzig genug, weil ich hauptsächlich nach Essen gekommen war, um ein lange ungenutztes Teleskop seinem neuen Besitzer zu übergeben.

Zunächst war ich wenig begeistert, weil skeptisch ob der Qualität dieses Geräts. Nach nun einem Jahr mit dem "Dampferschornstein" hat sich gezeigt, wo Stärken und Schwächen liegen. Also hier mal in Kürze:

Das Design mit den Höhenrädern ist ziemlich gelungen. In Höhe lässt es sich gut bewegen, nicht sticky und auch beim Wechsel zu "normal schweren" Okularen (35mm Pano, 24mm ES 84°) drückt es die Nase nicht nach unten. Für die richtig fetten Dinger wäre das vermutlich nicht der Fall, aber wer ein Okular jenseits der 1000 Euro genutzt, wird vermutlich damit ein hochwertigeres Teleskop benutzen wollen.

Die Rohrschellen sind prinzipiell gut, weil man die gewünschte Balance herstellen kann, wenn man z.B. noch einen schweren Sucher drauf setzt. Auch kann man sich den Einblick so hindrehen, wie man es gerne haben will. Bei meinem Exemplar war eine der Rohrschellen allerdings etwas nachlässig gefertigt und es war eine ziemliche Würgerei, sie wieder zuzudrehen. Das Gewinde ist hier sehr grob gearbeitet. Werde ich besser nicht mehr anfassen, passt jetzt aber.

Das Azimutlager ist sehr gelungen, läuft weich und insgesamt kann man mit einem 5mm Okular bei 300-fach durchaus brauchbar nachführen. Die Schwingung des Tubus klingt schnell genug ab, ist aber vorhanden.

Der Spiegel meines Exemplars bildet sehr sauber ab. Wenn man dem Teleskop genug Zeit zum Abkühlen lässt, sind die Bilder scharf - besser als ich erwartet hätte. Im Vergleich zu meinem ICS 14,5" f/5,5 aus der Hand von Martin Birkmeier sieht man, dass Preisunterschiede gerechtfertigt sind. Doch für aktuell unter 100o Euro zeigte mir das Bresser 12" mehrfach einen wunderbar detaillierten Jupiter.

Mit dem Zubehör habe ich mich nicht lange beschäftigt und kann daher weder zum Sonnenfilter noch zum mitgelieferten Okular was sagen.

Es gibt einen Spiegellüfter, der mit 12 V betrieben wird und dafür eine Batteriebox mit passendem Stecker. Leider passte aber kein üblicher Hohlstecker, weil ich nicht dieses Batteriepack benutzen wollte, sondern ein 12V Netzteil. Also wurde der Stecker von der Batteriebox entnommen und ein neues Kabel konfektioniert.

Ganz gruselig und m.E. völlig unbrauchbar ist der winzige Sucher, der an seinem Plastik-Haltearm schwingen kann wie eine Stimmgabel. HAt eine Weile gedauert bis ich festgestellt habe, dass man diesen Sucher grundsätzlich sogar fokussieren kann (drehen!) aber man sieht m.E. viel zu wenig, um sich am Himmel damit zurecht zu finden. Ich habe eine Telrad-Basis spendiert und einen 50mm Sucher drauf gesetzt.

Die Justage des Newtons ist auch nicht ganz ohne und wird einen Einsteiger vermutlich überfordern. Pluspunkt: der Hauptspiegel hat eine Mittenmarkierung, was beim Kollimieren mit einem Laser (ich benutze den ICS Collimaster) erforderlich ist. Minuspunkt: die schlechte weil unpräzise / schwergängige Halterung des Fangspiegels auf der Spinne. Es ist ein ziemliches Geeier, bis man damit den Cluster der Laserpunkte klein bekommt. Und leider muss man das jedes Mal wieder prüfen, obwohl bei mir das Teleskop nur zwischen Garten und Garage hin und her getragen wird. Wer sich mit Newtons auskennt, kriegt das natürlich hin, aber ein Einsteiger hat da vermutlich große Schwierigkeiten und zudem sind für die Kollimation keine Hilfsmittel dabei, noch nicht einmal eine Kappe für den OAZ mit mittigem Loch. Wer hat heute noch eine 35mm Filmdose irgendwo rumfliegen? Dürfte schwierig sein... Da hätte Bresser besser ein Justierokular dazu gegeben statt dem Sonnenfilter.

Transport: auf der Kurzstrecke Garage -> Garten top, zweimal gehen und das Ding steht. Für unterwegs taugt es eher nicht, wenn man nicht ein besonders großes Auto hat. Ich würde sagen, für jeden Einsatz der nennenswerte Mobilität erfordert, ist das Fernrohr nicht gut geeignet.

In meinem ersten Jahr mit dem Bresser 12" habe ich es oft und gerne benutzt, um nebenbei zu laufenden Fotos mit anderer Optik ein wenig visuell spazieren zu schauen. Für Mond und Planeten ist es auch OK, wenn das Seeing stimmt und man ordentlich kollimiert hat.

Insgesamt für Einsteiger etwas problematisch, weil zu viele Mängel, die man nur mit Hilfe oder etwas fortgeschrittenem Wissen in den Griff kriegen kann. Jedoch ein wirklich brauchbares Gerät zu einem fairen Preis, wenn die Voraussetzungen passen. Nach meiner anfänglichen Skepsis bin ich inzwischen happy, das Ding zu haben, denn es zeigt bei Deep Sky deutlich mehr als das C8 und es ist sehr schnell einsatzbereit.
 
Ciao,

Du kannst Dir das hier mal durchlesen

D.h. es wäre evtl. anzuraten mit 6" f/5 anzufangen und dann auf 10" f/5 zu gehen. Du kannst und solltest aber sofort sehr gute 82° Okulare kaufen. Diese Kosten alleine schon insgesamt ca 1200 Euro. Die kannst Du dann an beiden Teleskopen verwenden.

Den 6" f/5 auch als Newton, dazu ein Stativ und einen einfachen Azi Neigekopf. Fühlt sich genauso an wie Dobson später. Auch als Widefield Instrument später prima !

6" f/5 hat deutlich weniger Brennweiten und daher viel größere Bildfelder. Das ist für den Anfang beim Suchen der Objekte essentiell. Entscheidend für gutes visuelles Beobachten ist DUNKLER Himmel. Das macht oft viel mehr aus als Teleskopupgrades.

Wenn Du im Artikel oben dann oben rechts auf das e4s Icon clickst gibt es noch viel mehr Artikel von mir, kannste ja mal sehen, was Du brauchst.

LG + good luck,
Peter
 
Hallo Techno,
auch ich würde Dir für den Anfang ein etwas kleineres Teleskop empfehlen. 200 mm (8") wäre mein Tipp. Damit kannst Du auch schon Deep Sky-Objekte beobachten; Mond und Planeten oft sogar besser (je mehr Öffnung, desto anspruchsvoller beim Seeing). Außerdem ist das Gerät leichter zu transportieren und es kostet weniger.
Du findest hier im Forum auch Gebrauchtgeräte. Das gesparte Geld investierst Du in gute Okulare, denn Peters Tipp
Du kannst und solltest aber sofort sehr gute 82° Okulare kaufen.
kann ich nur unterschreiben: Mit den mitgelieferten Okularen verlierst Du sofort die Lust. Du brauchst gute Okulare, die mit dem lichtstarken Aufbau (f/5) der Dobsons klarkommen. Die Okulare passen auch an jedes andere Teleskop, das Du je besitzen wirst.
Fast jeder spezialisiert sich irgendwann. Und wenn Du mal weißt, was Dich besonders interessiert, kaufst Du Dir maßgeschneidert Instrument und Zubehör dafür. Bis dahin bist Du mit 8" bestens bedient.

Gruß, Niko
 
ICS hatte bisher immer einen sehr gut gemachten D10 f/5 Dobson. Frag mal an wann es den wieder gibt und zu welchem Preis (dürfte etwas teurer sein). Dazu Telrad Finder, RACI Finder, ohne Okulare. Letztere kaufst Du extra.

Wenn der D10 noch auf sich warten lässt, dann warte bis dahin und Kauf inzwischen einen 6" f/5 mit Okularen und Stativ/Neigekopf. Damit übst Du. Später ist das dein Weitfeld Teleskop.

Okulare extra Diskussion, pro Stück (ca 5) rechne 200-250 Euro. f= 30mm bis runter zu 5mm (minimal 2.5mm aber selten nutzbar), alle als UWW 82°...100°. Das Explore Scientific 82° 30mm und darunter noch von APM HDC oder TS XWA. Steppung abwärts in Faktoren von ca 0.55x. 2" Okulare bei 30-18mm ein Muss ! Darunter 1.25". 5-max6 Okulare reichen bei weitem und 20+Jahre lang (bei entsprechender Quali).

Filter für Emissionslinien- Nebel in 2": von Astronomik. UHC, OIII, HBeta - in dieser Prio.
Sonst keine Filter. Mond zu hell ? Abblenden der Öffnung ! (Pappe)

good luck,
Peters!
 
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