Barlow und Komakorrektor bei schnellen Newtons

TigerClaw35

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Hallo Zusammen,

ich möchte gerne ein Thema aufgreifen, dass immer wieder für Diskussionen sorgt.

Ich verwende aktuell einen Newton 12" f/5 für Planeten und Mond. Komakorrektor kommt nicht zum Einsatz., Dennoch denke ich, dass bei einer ZWO ASI 178 bei voller Aufklösung für die Mondoberfläche ein Koma-Korrektor sinnvoll wäre. Backfokus meines Teleskops liegt bei rund 68mm.

Mein Train besteht aus TeleVue Powermate 2,5 + ADC + Filterrad + ZWO ASI 178 Kamera.

Aktuell arbeite ich an meinem 16" f/4,5 Newton und spätestens wenn ich mir einen 20" f/3,3 zulegen sollte, stehe ich vor dem Problem "Koma". Zudem wird die Powermate 2,5x dafür nicht ausreichen. Ich müsste auf eine Powermate 4x umsteigen, die aber 2" groß ist und mehr als das doppelte meiner aktuellen Powermate 2,5x wiegt. Bei Planeten müsste das auch bein f/3,3 noch ohne Komakorrektor machbar sein. Aber bei Mondlandschaften müsste z.B. eine Paracorr Type 2 dazu. Paracor und Powermate lassen sich laut herstellen kombinieren. Zum Arbeitsabstand der beiden zueinander gibt es aber keine Infos. Außerdem würde mein Train nochmal um rund 2-3cm nach hinte verlagert werden. Das heißt ich müsste jetzt den OAZ samt 55mm Verlängerungsstück rund 40mm ausfahren und hätte dann samt Paracorr II, 2" Powermate und Filterrad richtig viel Gewicht dran.

Alternativ würde sich eine APM 2,7 Barlow mit Korrektor in einem eignen. Hier wird der Arbeitstand 105mm angegebenb. Bezieht dieser sich bis zum nächsten Element, als ADC, oder bis Kamerasensor? Weil mein aktueller Train ist so, dass zwischen Powermate Mitte und Kamerasensor rund 115mm Abstand sind.

Freue mich auf Vorschläge und Anregungen zu schnellen NEwton ab f/4,5 bis f/3 für Planeten und Mond

Gruß,
Raul
 

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Ich verwende aktuell einen Newton 12" f/5 für Planeten und Mond.
Mein Train besteht aus TeleVue Powermate 2,5 + ADC + Filterrad + ZWO ASI 178 Kamera.
Aktuell arbeite ich an meinem 16" f/4,5 Newton und spätestens wenn ich mir einen 20" f/3,3 zulegen sollte, stehe ich vor dem Problem "Koma". Zudem wird die Powermate 2,5x dafür nicht ausreichen. Ich müsste auf eine Powermate 4x umsteigen ...
Wenn ich das richtig verstehe, arbeitest du dann mit der 2,5x Powermate effektiv bei f/12,5, bzw. mit der 4x Powermate am 20" f/3,3 sogar bei f/13,2, richtig?

Ob da von der Koma überhaupt noch etwas sichtbar sein wird, würde ich bezweifeln.

Gruß, Peter
 
Genau.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das so einfach betrachtet werden kann. Trotz Brennweitenverlängerung mit einer Barlow hast du nicht dasselbe System wie wenn du einen f/12 Newton hättest. Das Koma wird damit auch nicht kompensiert.
Die Barlow ändert ja nur den Bildausschnitt bzw. die max. Off-axis-Winkel werden kleiner. Du betrachtest das Bild also wie mit einer Lupe. Nicht mehr und nicht weniger.
 
Freue mich auf Vorschläge und Anregungen zu schnellen NEwton ab f/4,5 bis f/3 für Planeten und Mond
Hallo Raul,

für die Ablichtung von Planeten (jetzt mal ohne die Planetenmonde betrachtet) hast du doch bei den vergleichsweise kleinen Planetenscheibchen selbst bei schnellen Systemen wie F3,3 gar kein wirkliches „Komaproblem“. Die Ausdehnung der Scheiben reicht m.E. nicht, dass du da signifikante Verzeichnungen bekommst, falls das Objekt in der Mitte des Gesichtsfeldes gehalten wird. Beim Mond sieht das natürlich anders aus, und da kann die 2,7er Düring Barlow oder auch der Paracorr Typ2 gute Dienste leisten.

Ich fotografiere zwar nicht, habe aber beispielsweise bei meinem 22er F3,3 beide im Einsatz. Planetenbeobachtung geht mit Bino + Baader FFC ebenfalls recht gut, wenn ich da keine Ansprüche habe, die Monde am Rand des Gesichtsfeldes + die Planetenscheibe exakt ohne Koma abbilden zu müssen. Ich denke da bekomme ich über Zwischenhülsen durchaus Öffnungsverhältnisse von F12 bis F15.

Die komakorrigierende Düring Barlow arbeitet, soweit ich weiß, am effektivsten bei dem bereits von dir genannten Arbeitsabstand von 105 mm. Aber selbst wenn dieser nicht ganz präzise eingehalten werden kann, bekommt man immer noch eine sehr ordentliche Abbildung. Wieviel Abstriche im Zweifel zusammenkommen, müsstest du am besten den Gerd Düring fragen.

In deinem Fall zusätzlich mit ADC + Filterrad ist das Ganze nicht trivial. Sehe ich genauso. Da muss alleine der OAZ so konzipiert sein, dass er wirklich alles tragen kann.

Viele Grüße
Werner
 
Die Barlow ändert ja nur den Bildausschnitt bzw. die max. Off-axis-Winkel werden kleiner. Du betrachtest das Bild also wie mit einer Lupe. Nicht mehr und nicht weniger.
Ja genau! Und der Effekt ist deshalb, dass mit der Barlow bei einem bestimmten Feldradius in der Bildebene nur noch ein Bruchteil der Koma wirksam ist.

Siehe Newtonian off-axis aberrations

Beugungsbegrenzter Feldradius in mm als Funktion der effektiven Öffnungszahl F = f/D

h_DL = f α_DL = F³/90

(a) F = 3,3 (natives Öffnungsverhältnis)

h_DL = 0,4 mm

(b) F = 13,2 (mit 4x Barlow)

h_DL = 25 mm

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei 20" gehe ich aber davon aus, dass Jupiter z.B. einigermaßen groß dargestellt wird und ich mit der Auflösung hoch auf 800x600 und mehr gehen muss. Wenn dann noch Planeten drumherum sind, merkt man Koma schon, bei f/3.3 mehr als bei f/4.5.

Leider gibt es kaum jemanden, der mit Paracorr und powermate gutes Planeten Bilder liefer. Einer muss ja den Anfang machen und ich habe es schon immer versucht anders zu machen.

Ich denke aber auch, dass das beim Mond am ehesten sichtbar ist.

Bei der APM ist das Problem, dass sie optimal bei 105mm arbeitet. Aktuell ist der Abstand zwischen powermate und Kamera 60mm. Also hätte ich einen längeren Image train. Und da es sich um eine Barlow handelt verschiebt sich auch noch der Fokuspunkt nach hinten.

Dafür habe ich weniger Linsen im weg als mit Paracorr und Powermate. Ich denke auch dass bei f/3,3 es mit dem ADC Probleme geben könnte, wenn das Koma nicht korrigiert wird. Und ich meine sogar bei meinem f/5 bei f/12,5 betrieben bei 3000 Pixel am Mond gesehen zu haben, dass es Richtung Rand unscharf wird trotz f/12,5 mit der Powermate
 
Hallo Raul,

Alternativ würde sich eine APM 2,7 Barlow mit Korrektor in einem eignen. Hier wird der Arbeitstand 105mm angegebenb. Bezieht dieser sich bis zum nächsten Element, als ADC, oder bis Kamerasensor? Weil mein aktueller Train ist so, dass zwischen Powermate Mitte und Kamerasensor rund 115mm Abstand sind.

die 105mm gelten bis zum Fokus also bis zum Kamerasensor.
Es kommt hier aber nicht auf den mm an, man kann durchaus mit etwas mehr oder weniger als 105mm arbeiten es ändert sich dann der Verlängerungsfaktor.

Freue mich auf Vorschläge und Anregungen zu schnellen NEwton ab f/4,5 bis f/3 für Planeten und Mond

Wenn du einen hohen Verlängerungsfaktor benötigst kann man auch 2 meiner Barlows mit exakt abgestimmten Abstand hintereinanderschalten.

Schau mal hier.


Grüßen Gerd
 
Danke dir Gerd. Es wäre natürlich schon interessant zu sehen, mit welchem Image train man optimal fährt. Wenn ich auf einen Komakorrektor verzichten und in Zukunft einen 20" f/3.3 nutzen würde, dann bringt mir meine 2,5x powermate nicht viel. Da müsste eine 4x Barlow her oder 2 barlows hintereinander.

Wenn ich eine Paracorr nehme, dann kann ich meinen aktuell Train wie oben gezeigt direkt reinschieben und loslegen. Denke da würde sich kaum etwas verschieben.

Wenn ich deine Barlow nehme, ändert sich auf jeden Fall der Fokuspunkt. Und ich habe auch jetzt schon eine lange Verlängerung am OAZ. Und ichx müsste die Kamera mehr als aktuell 60mm nach hinten schieben. Und der ADC hat auch einen optimalen Abstand den ich aktuell einhalten. Aber am Ende hilft die Theorie nicht viel. Man müsste es einfach ausprobieren.

Ich hatte mal die Abbe barlow. Die machte bei mir aber schlimme Reflexionen

Aktuell warte ich meinen 16" f/4,5 in Betrieb zu nehmen. Da es sich um einen Gitterohr Tubus handelt könnte man bei zu vielen Veränderungen auch einfach die Stangen etwas kürzen. Hier bräuchte ich die Planeten keine Paracorr bei 600-800 Pixel. Bei Mond Landschaften mit 3150pixel aber schon, zumindest am Rand.

Mal sehen ob TeleVue mir preislich etwas entgegenkommt und ich dafür einen Bericht darüber schreibe. Eventuell teste ich das wirklich auch Mal mit deiner 2,7x Barlow. Müsste sie mir erst einmal zulegen

Marco hat übrigens 2 Barlows hintereinander verwendet aber keine ADC!
 
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Bei 20" gehe ich aber davon aus, dass Jupiter z.B. einigermaßen groß dargestellt wird und ich mit der Auflösung hoch auf 800x600 und mehr gehen muss.
Hallo Raul,

warum denn 800x600 oder mehr? Du hast doch dabei jede Menge schwarzen Himmel um den Jupiter herum, den du gar nicht benötigst.
Aber wie ich schrieb, bin kein Fotograf (mehr). :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Wenn ich das richtig verstehe, arbeitest du dann mit der 2,5x Powermate effektiv bei f/12,5, bzw. mit der 4x Powermate am 20" f/3,3 sogar bei f/13,2, richtig?

Ob da von der Koma überhaupt noch etwas sichtbar sein wird, würde ich bezweifeln.

Es ist ein Irrglaube das sich die Koma allein durch die Brennweitenverlängerung verkleinern würde.
Die Barlow vergrößert die Koma mit!
Ein F4 Newton mit 2,5X Barlow ohne Komakorrektur hat nach wie vor die Koma eines F4 Newton und nicht etwa die eines F10!
Es ist daher falsch hier die effektive Öffnungszahl zu betrachten und so zu tun als hätte man dann nur noch die Koma eines sehr langsamen Newton.

Ja genau! Und der Effekt ist deshalb, dass mit der Barlow bei einem bestimmten Feldradius in der Bildebene nur noch ein Bruchteil der Koma wirksam ist.

Dein Denkfehler liegt in der Betrachtung des Feldradius, es muss der Feldwinkel betrachtet werden denn der ist ja entscheidend für das gewünschte Objekt.
Planeten erscheinen uns unter so kleinem scheinbarem Winkel das hier die Koma auch eines schellen Newton noch keine große Rolle spielt solange er exakt auf der Achse gehalten wird.
Man müsste den Planeten dann allerdings auch wenigstens auf die Bogenminute genau auf der Achse halten.
Schon wenige Bogenminuten neben der Achse und der Strehl ist beim schnellen Newton im Keller.

Der Mond ist mit seinen 0,5° Durchmesser aber wesentlich größer und da hilft auch kein auf der Achse halten mehr.
Das sieht am F3 Newton mit 0,25° Feldwinkel dann so aus.

Newton_F3_025.jpg


Es ist dabei völlig Wust ob man mit oder ohne Barlow arbeitet, wenn keine Komakorrektur vorhanden ist bleibt es bei dieser Koma bei diesem Feldwinkel.

Grüße Gerd
 
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Danke Gerd für den aufschlussreichen Beitrag. Genau so habe ich das auch verstanden. Wie sieht die Transmission bei 300-340nm aus?

Mal sehen, vielleicht besorge ich mir sowohl deine Barlow als auch die Paracorr und schaue, welcher train besser ist. Bei deiner würde ich direkt nach der barlow den ADC montieren, dann da filterrad und zwischen filterrad und Kamera den Abstand so wählen dass von Barlow bis Sensor rund 105mm sind. Also im Prinzip wie oben km Bild, nur eben zwischen filterrad und Sensor einen größeren Abstand damit der Arbeitsabstand passt. Ich weiss nur nicht ob der ADC dass dann mag weil der ja auch seinen eigenen Arbeitsabstand braucht
 
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Bei deiner würde ich direkt nach der barlow den ADC montieren, dann da filterrad und zwischen filterrad und Kamera den Abstand so wählen dass von Barlow bis Sensor rund 105mm sind. Also im Prinzip wie oben km Bild, nur eben zwischen filterrad und Sensor einen größeren Abstand damit der Arbeitsabstand passt. Ich weiss nur nicht ob der ADC dass dann mag weil der ja auch seinen eigenen Arbeitsabstand braucht

Was hast du denn für einen ADC und welchen optischen Weg hat der?
Und wie sind die Anderen Wege also Filterrad und Cam?
Man kann das Barlowelement direkt in das Filtergewinde der 1,25“ Stechhülse des ADC schrauben.
Die Länge der 1,25“ Steckhülse des ADC muss dann natürlich auch berücksichtigt werden.
Sollte es dennoch nicht reichen kannst du auch noch eine 1,25“ Zwischenhülse verwenden und versenkst so das Barlowelement noch tiefer im OAZ.
Du kannst also deinen Aufbau mit ADC, Filternd und Cam also so lassen wie er ist und eine eventuell nötige Verlängerung als 1,25“ Hülse vor den ADC setzen.

Grüße Gerd
 
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Anbei mein Image Train. Ich nutze den Pierro ADC MK3.https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=Télécharger - Pierro-Astro la boutique de l'astronomie !

Da steht nichts genaues im Handbuch, aber je größer der Abstand zum Sensor desto besser. Es kommt oft drauf an, wie gut dieser funktioniert, was auch von der Brennweiten abhängig zu sein scheint.

Aktuell ist meine powermate via T2 mit dem ADC verschraubt. Bei deiner. Barlow habe ich vorhin etwas von 55mm bei der Adapter/Steckhülse gelesen und 105mm. Hat mich etwas verwirrt :)

Viele Grüße,
Raul
 

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Aktuell ist meine powermate via T2 mit dem ADC verschraubt. Bei deiner. Barlow habe ich vorhin etwas von 55mm bei der Adapter/Steckhülse gelesen und 105mm. Hat mich etwas verwirrt :)
Das Gehäuse der Barlow ist teilbar und die 55mm sind bei Verwendung des 1. Teils ab demT2 Gewinde gerechnet.
Die 105mm sind direkt ab dem 1,25 Filtergewinde des Barlowelements gerechnet.


Du hast also 60mm vom Teleskopseitigem T2 Anschuss des ADC bis zum Senseor?
Da sind die 55mm ab dem T2 Gewinde des Teil 1 der Barlow ja sogar etwas zu wenig aber das macht nichts auch 60mm oder 70mm sind überhaupt kein Problem.
Der Faktor der Barlow erhöht sich dann nur leicht und wäre bei 70mm vomT2 Gewinde bis zum Sensor bei 2,9.

Dein ADC hat also gar keine 1,25“ Steckhülse.
Dann wie gesagt entweder mit Teil1 vom Original Gehäuse der Barlow oder du verwendest stattdessen eine andere 1,25“ Streckhülse zb.

Und schraubst das Barlowelement dort rein.

Grüße Gerd
 
Das Gehäuse der Barlow ist teilbar und die 55mm sind bei Verwendung des 1. Teils ab demT2 Gewinde gerechnet.
Die 105mm sind direkt ab dem 1,25 Filtergewinde des Barlowelements gerechnet
Ach so. Jetzt verstehe ich. Das heißt, die 105mm sind ab Filtergewinde vorne an der Barlow bis Sensor. Oder ab T2 des erstens Stücks 55mm bis Sensor?

Meine powermate steckt am OAZ. Am Ende der powermate habe ich einen T2 Adapter. Von diesem Adapter bis Sensor sind es exakt 60mm. Mein ADC ist verschraubt.

Also wenn ich das jetzt richtig verstehe, kann ich das 55mm Teil anschrauben. Dann habe ich die Barlow mit T2 und könnte sie an den ADC schrauben. Ich hätte dann 60mm bis zum Sensor von T2 Stück, plus 50mm der Barlow vom Filtereinsatz vorne gemessen. Ich wäre demnach minimal drüber. Aber an sich nicht schlimm, weil bei einem f/4,5 das immer noch in Ordnung wäre, der ADC arbeitet ab f/15 bist/25 sowieso am besten.

Es kann jetzt natürlich sein, dass ich den OAZ etwas rausfahren müsste, da bei einer Telezentrum der Fokus sich kaum verschiebt. Bei meiner Abbe com Zeiss war das etwas weiter nach außen mit dem Fokus. Aber das ist ja kein poblem. Weißt du wie eventuell wie sie Transmission bei 300-340nm ist zwecks Venus ?

Sorry für die vielen Fragen aber besser einmal mehr erklärt, vielleicht hilft es anderen auch :)

Falls ich mir irgend wann einen großen schnellen Newton bauen lasse, wird der nicht auf Paracorr abgesimmt sein. Es ist doch besser etwas unabhängig davon zu sein, auch wenn der OAZ dann weiter raus muss.

Grüße,
Raul
 
Ach so. Jetzt verstehe ich. Das heißt, die 105mm sind ab Filtergewinde vorne an der Barlow bis Sensor. Oder ab T2 des erstens Stücks 55mm bis Sensor?

Ja genau.

Es kann jetzt natürlich sein, dass ich den OAZ etwas rausfahren müsste, da bei einer Telezentrum der Fokus sich kaum verschiebt. Bei meiner Abbe com Zeiss war das etwas weiter nach außen mit dem Fokus.

Das Original Gehäuse der Barlow ist homofokal.
Es muss also mit oder ohne Barlow nicht nachfokussiert werden, die Fokusverlagerung der Barlow wird durch das Gehäuse komplett ausgeglichen.
Voraussetzung ist natürlich das kein Adapter oder dergleichen die Abstände verändert.

Aber das ist ja kein poblem. Weißt du wie eventuell wie sie Transmission bei 300-340nm ist zwecks Venus ?

Viele Gläser haben unter 350nm keine gute Transmission mehr, auch beim Partnerglas zum ED Glas der Barlow ist das leider so.
Bei 350nm kann hier bei den rund 5mm Weg in der Linse nur noch mit 30% Transmission gerechnet werden.
Dafür hat hier dann aber wenigstens das ED Glas noch eine sehr hohe Transmission von 99%
Was die Vergütung betrifft da gab es glaube ich sogar mal eine Kurve aber ich weiß nicht ob die so weit ins UV reicht.
Wegen der Vergütung müsstest du Markus fragen.

Grüße Gerd
 
Hallo Raul,
für meinen visuellen Imagetrain am Newton, mit ADC und Binokularansatz war ich auch auf der Suche nach einer Barlow oder Telecentric.
Dabei hatte ich auch die 2,5x Televue Powermate mit T2 Gewinde ausprobiert.
Mit der Powermate zeigte sich am f/4,5 Newton ein sichtbar unscharfer Rand ca. 1/5-1/4 mit 30mm und 25mm Okularn.
Mit der APM/Düring 2.7x Komakorrigierenden Barlow funktioniert die Sache bis jetzt am besten.
LG
 
Es ist ein Irrglaube das sich die Koma allein durch die Brennweitenverlängerung verkleinern würde.
Die Barlow vergrößert die Koma mit!
Immerhin vergrößert eine gewöhnliche Barlow den linearen Feldradius, in dem die Koma noch akzeptabel ist. Der korrespondierende Feldwinkel bleibt aber unverändert.

Für das oben betrachtete Beispiel mit D = 20" = 508 mm, f/D = 3,3, f = 1676 mm:

(a) Beugungsbegrenztes Feld ohne Barlow

h = 0,011 mm (f/D)³ = 0,4 mm ........................................ linearer Feldradius
f = 1676 mm ........................................................................... Brennweite
α = h / f = 0,000236 rad = 48,7" ..................................... Winkelradius

(b) Beugungsbegrenztes Feld mit 4x Barlow

h' = 4 x h = 1,6 mm .............................................................. linearer Feldradius
f' = 4 x f = 6704 mm ............................................................. effektive Brennweite
α' = h'/f' = h/f = 0,000236 rad = 48,7" ......................... Winkelradius

Ein F4 Newton mit 2,5X Barlow ohne Komakorrektur hat nach wie vor die Koma eines F4 Newton und nicht etwa die eines F10!
Dein Denkfehler liegt in der Betrachtung des Feldradius, es muss der Feldwinkel betrachtet werden denn der ist ja entscheidend für das gewünschte Objekt.
Ja sorry und vielen Dank für die Richtigstellung!

Da ist dann tatsächlich eine koma-korrigierende Barlow angesagt!

Gruß, Peter
 
Ja genau.



Das Original Gehäuse der Barlow ist homofokal.
Es muss also mit oder ohne Barlow nicht nachfokussiert werden, die Fokusverlagerung der Barlow wird durch das Gehäuse komplett ausgeglichen.
Voraussetzung ist natürlich das kein Adapter oder dergleichen die Abstände verändert.



Viele Gläser haben unter 350nm keine gute Transmission mehr, auch beim Partnerglas zum ED Glas der Barlow ist das leider so.
Bei 350nm kann hier bei den rund 5mm Weg in der Linse nur noch mit 30% Transmission gerechnet werden.
Dafür hat hier dann aber wenigstens das ED Glas noch eine sehr hohe Transmission von 99%
Was die Vergütung betrifft da gab es glaube ich sogar mal eine Kurve aber ich weiß nicht ob die so weit ins UV reicht.
Wegen der Vergütung müsstest du Markus fragen.

Grüße Gerd
Das stimmt allerdings. Alles unterhalb von 340nm kostet wesentlich mehr im Einkauf bzw Fertigung. Das trifft auch auf viele teure ADC zu. Und wenn nur ein Teil der Optik unterhalb nicht viel durchlässt, macht der Rest der Optik auch bei besserem Durchlass nicht mehr viel aus. Unterhalb 340nm ist eigentlich auch nur für Venus interessant.

Jetzt ist nur noch das Problem, dass ich mal mir einer Abbe Zeiss extreme Reflexionen am Mond hatte. Deshalb habe ich mir damals ein telezentrisches System zugelegt..ich muss es wohl einfach mal testen. Die Paracorr ist zum Vergleichstests nur sehr sehr teuer :)
 
Immerhin vergrößert eine gewöhnliche Barlow den linearen Feldradius, in dem die Koma noch akzeptabel ist. Der korrespondierende Feldwinkel bleibt aber unverändert.

Ja das stimmt nur was nützt es einem, wenn der Feldwinkel unverändert bleibt.
Der Effekt einer gewöhnlichen Barlow beruht ja lediglich auf dem Beschneiden des Feldes bei gleicher Sensorgröße.
Hätte man zb. einen Sensor mit 1,6mm Radius dann hätte das Feld bei 1676mm Brennweite 196,9“ Radius und die Koma wäre im Keller.

Mit 4 fach Barlow beschneidet man das Feld auf 1/4 also auf 49,2“ und wäre bezüglich Koma noch im brauchbarem Bereich.
Aber um das Feld auf 1/4 zu beschneiden braucht man nicht unbedingt eine Barlow.
Man könnte genauso gut ohne Barlow arbeiten und stattdessen am Computer einfach 1/4 des Bildes ausschneiden.
Das kommt aufs Gleiche raus denn in beiden Fällen hätte man ja dann 49,2“ Feldwinkel (Radius) genutzt.

Für das oben betrachtete Beispiel mit D = 20" = 508 mm, f/D = 3,3, f = 1676 mm:

(a) Beugungsbegrenztes Feld ohne Barlow

h = 0,011 mm (f/D)³ = 0,4 mm ........................................ linearer Feldradius
f = 1676 mm ........................................................................... Brennweite
α = h / f = 0,000236 rad = 48,7" ..................................... Winkelradius

(b) Beugungsbegrenztes Feld mit 4x Barlow

h' = 4 x h = 1,6 mm .............................................................. linearer Feldradius
f' = 4 x f = 6704 mm ............................................................. effektive Brennweite
α' = h'/f' = h/f = 0,000236 rad = 48,7" ......................... Winkelradius

Ja jetzt passt es und die 1,6mm

h' = 4 x h = 1,6 mm .............................................................. linearer Feldradius

sind doch etwas völlig Anderes wie die 25mm in deiner Rechnung oben.

(b) F = 13,2 (mit 4x Barlow)

h_DL = 25 mm

Die Rechnung mit den 25mm gilt für einen Newton der Nativ F13,2 hat.
Sie gilt aber nicht für einen Newton mit F3,3.
Auch dann nicht wenn hier eine 4 fach Barlow verwendet wird und sich dann effektiv F13,2 ergeben.

Ein schneller Achromat mit F5 und entsprechend großem Farbfehler erreicht ja mit 4 fach Barlow auch nicht die gute Farbkorrektur eines Achromaten mit Nativ F20 nur weil der F5 mit Barlow dann effektiv auf F20 kommt.

Grüßen Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Der Paracorr 2 macht an meinem 180/500 Newton fotografisch Spiegeleier, scharfe Sterne mit ordentlich Halo drum rum, ist schlechter wie Version1. Das kann aber mit der Brennweite zusammenhängen.

Hinter einem Komakorrektor wäre ja auch Okularprojektion mit einem Ortho möglich , aber kurz wird das auch nicht

Gruß Frank
 
Hallo Zusammen,

ich habe eine Frage zu dem Thema. Ich bräuchte eine Vergrößerung von rund 4x oder alternativ auch 5x, indem ich 2x die APM 2,7x verbinde. Es gibt von marco zwar eine Konstruktionsanleitung für einen Adapter. Allerdings besitze ich keine Drehbank. Gibt es eine andere Möglichkeit, indem man z.B. iAdapter von Aliexpress und Co miteinander so verbindet, dass der korrekte Abstand für eine 4x oder 5x Vergrößerung erreicht wird.

@Gerd_Duering Gibt es Ideen oder Pläne für einen solchen Adapter? Wäre sicherlich für viele Interessant :)

Viele Grüße,
Raul
 
Hallo Raul,

da das Barlowelement beidseitig über 1,25“ Filtergewinde verfügt kann man sich natürlich aus verfügbaren Adaptern und Zwischenhülsen etwas passendes zusammenstellen.
Fertig von APM gibt es das für Faktor 6,25.

APM Komakorrigierende 1 1/4" ED-Doppelbarlow 6,25-fach

Für andere Faktoren muss man sich allerdings selbst etwas zusammensuchen oder eben anfertigen so wie Marco.
Für optimale Ergebnisse muss allerdings der Abstand der Barlowelemente zueinander und der Abstand zum Fokus entsprechend des gewünschten Faktors aufeinander abgestimmt sein.

Grüße Gerd
 
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