Erdbeer-Mond am 10./11. Juni 2025

pem.fue

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Hallo zusammen,

heute Abend stand der Mond sehr tief am Himmel. Bei mir kam er maximal 35° hoch. Zum Aufnahmezeitpunkt war er ca 25° hoch im Sternbild Skorpion etwas links unterhalb von Antares zu sehen. Weil der Vollmond fast immer einen Namen hat, heißt er im Juni Erdbeermond. :)

Video_Stacked_Lunar_20250610-233128_2.jpg

Die Aufnahme wurde als 60sec Video mit dem Seestar S50 aufgenommen und mit seinen bordeigenen Mitteln gestackt.
Der Mond wurde ca 4h vor Vollmond aufgenommen.

Gruß,
Peter
 
Hallo,
Du hast ihn aber klar hereinbekommen Peter, ich konnte ihn in tiefer Deklination im Südosten ganz trüb durch die vom kanadischen Waldbrandrauch und dem Saharastaub getrübten Atmosphäre über dem Wiener Becken passend in erntereifer Färbung erwischen, an scharf stellen war nicht zu denken, trotz wolkenlosem Himmel war selbst die Sonne sehr eingetrübt.
LG von Anette
 

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Hallo Anette,

bei mir steht der Mond ja immer etwas höher auf Fuerteventura. Zumindest im Transit. Gestern war die Luft klar, aber feucht und diesig. Aber Saharastaub (hier Calima genannt) gab es gestern nicht.

Mir gefällt die Farbe des (Deines) Mondes, wenn er tief am Horizont steht. Ich habe nochmal eine Aufnahme von 21:41 angehängt und die Farbe etwas Deiner Farbe »angepasst«. :cool:

Video_Stacked_Lunar_20250610-214054_3.jpg

Gruß,
Peter
 
Heute nochmals fotografiert, nun steht er aber extrem tief im Südosten wie 2007 nicht mehr, komme nicht übers Gehölz, leider. Hier nochmals ein paar Fotos. Es sind irre viele Flieger unterwegs, die KS sind wirklich zuviel!
LG von Anette
 

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Hallo Anette,
Dein Mond sieht einfach klasse aus!!!! Kann man mit deinem Programm auch andere Planeten filmen und stakken? Der macht also alles alleine?
LG von Anette

im Prinzip ja, das Seestar S50 kann auch Planeten stacken. Allerdings macht das bei einer Brennweite von nur 250mm wenig Sinn, weil die Planetenscheibchen zu klein sind. Da sieht man nix. Aber für Deep Sky Objekte geht das auch sehr gut. Ich mache es immer mit dieser bordeigenen Software.

Video_Stacked_Lunar_20250611-215930_3.jpg

Gerade ist der Mond bei mir aufgegangen und ich habe ihn sehr tief am Horizont aufgenommen, um den »Erdbeercharakter« zu bekommen. Der Mond stand gerade mal 4.5° über dem Horizont mit einer Airmass von 11. Dadurch ist der Mond aber deutlich unschärfer geworden und weil der Vollmond um 8:44 UTC+1 (meiner Zeit) stattgefunden hat, ist er oben auch schon was angeknabbert.
Wieder ist ein 60s Video verarbeitet worden mit dem Seestar S50.

Ich werde im Laufe der Nacht nachlegen, wenn der Mond höher steht.

Du hast sehr schöne Stimmungsbilder vom aufgehenden Mond gemacht.

Gruß,
Peter
 
Hallo zusammen,

allesamt schöne Aufnahmen, die Ihr gemacht habt.

Video_Stacked_Lunar_20250611-231501_2.jpg
Ich habe gestern Abend um 23:15 UTC+1 auch nochmal nachgelegt und ein 60sec Video vom Erdbeermond gemacht.
Aber auch heute Morgen, als der Mond nach Sonnenaufgang unter ging. Allerdings habe ich die Aufnahmen davor gemacht. Sowohl mit meinem Pixel 8 Pro Smartphone, als auch mit dem Seestar.

Video_Stacked_Lunar_20250611-231501_2.jpgVideo_Stacked_Lunar_20250612-070651_2.jpgPXL_20250612_060036264.MP_2.jpgPXL_20250612_060747948.MP.jpg

Links von der Sonne ist die Isla Lobos zu sehen. Alle Bilder sind von meiner Dachterrasse in Corralejo/Fuerteventura aufgenommen worden.

Gruß,
Peter
 
Hallo zusammen, schöne Bilder zeigt ihr hier! Gestern abend war es hier endlich mal wieder klar und so habe ich mir ein Plätzchen in der Nähe mit freiem Horizont gesucht und auf den Mond gewartet. Zunächst beleuchtete unser Trabant ein paar Wolkenstreifen von unten, bevor er sich selbst zeigte. Anfangs noch röter, aber eben von Wolken teilweise verdeckt, musste ich dann noch etwas Geduld haben.
Die Aufnahme ist wegen des riesigen Kontrastumfangs ein Komposit aus zwei verschiedenen Belichtungszeiten. Von dr Farbsättigung habe ich die Finger gelassen, es sah schon so aus wie auf dem Foto. Den besten Anblick bot das Fernglas.


Vollmondaufgang 20250611 Erdbeermond.jpg
 
Hallo Thomas, das ist umwerfend - so voller kosmischer Energie und einfach nur zauberhaft, bin total begeistert:y::y::y::y::y::y::y::y:
 
Eine Frage Thomas,
Du hast also 2 Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten zusammengebastelt. Kannst du was zu den unterschiedlichen Belichtungszeiten und dein Bearbeitungsprogramm sagen? Ich verstehe das so, dass die Kamera den Mond im Fokus hatte, dann eine Aufnahme die den Mond mit Details zeigt und umschalten auf längere Belichtungszeiten und entsprechende Parameter für das Sichtbarwerden der nächtlichen Wolken. Diese beiden Fotos hast du ja dann wo reingekippt. Ich kann das noch nicht. Mich ärgert es immer, dass ich entweder den Mond überbelichtet hinbekomme oder dann mit Details aber von der Umgebung nichts mehr zu sehen ist.
LG von Anette
 
Hallo Annette,
Du bist da komplett auf der richtigen Spur.
Die Aufnahmen sind ISO 400 bei Blende 6,3 gemacht, manueller Fokus mit einem Pentax 300mm f/4 Tele. Für den Mond habe ich 1/20s belichtet und für die Umgebung sogar 5 Sekunden.

Die beiden Fotos im DNG-Format (also kein JPG, sondern RAW) wurden in Affinity Photo importiert. Affinity ist das Werkzeug meiner Wahl, preiswert, kein Abo und kann alles was zumindest ich brauche (und viel mehr).

Das Bild mit dem korrekt belichteten Mond habe ich zunächst "entwickelt", wobei ich aber keine Einstellungen verändert habe. Anschließend geschärft mit einer unscharfen Maske. Ich bin da eher zurückhaltend und achte dabei immer darauf, das Rauschen kaum hervortreten zu lassen. Weil man nur den Mond braucht, wurde dieser dann mit einem runden Auswahlpinsel vorsichtig selektiert. Im ersten Versuch mit dem Komposit hatte ich dann beim Kopieren des ausgewählten Mondes zur Landschaft das Problem, dass um den Mond herum ein kleiner dunkler Saum entstanden war, wodurch das Bild unbrauchbar künstlich aussah. Also: die Auswahl mit einer entsprechenden Funktion minimal verkleinert und dann die Kontur der Auswahl geglättet. Das in Affinity einfacher als es hier zu beschreiben ;-)

Nun die Auswahl mit dem Mond per Copy&Paste in das entwickelte Landschaftsbild gesetzt. Wegen des im Landschaftsbild total überstrahlten Mondes ist der richtig belichtete Mond dann etwas zu klein und kann den hellen weißen Fleck an seiner Stelle nicht vollständig überdecken. Da man nicht vernünftig den weißen Fleck verkleinern kann, habe ich den Mond minimal größer gezogen - wobei man darauf achten muss, das Seitenverhältnis beizubehalten. Und passend hinschieben musst Du den Mond natürlich auch, denn zwischen den beiden Bildern ist schon ein kleiner Versatz entstanden.

Das schöne an der Bildbearbeitung ist nun, dass man die Landschaft mit einer Gradationskurve noch soweit verbessern kann, dass die Baumspitze in der unteren Ecke erkennbar wird, statt einfach im Dunkeln abzusaufen. Die Baumspitze ist für den Bildaufbau wichtig. Weil man nur die Ebene mit der Landschaft bearbeitet, hat die Änderung der Gradation beim Mond keinen Einfluss. Ich wollte den Mond ja so haben, wie die Kamera ihn eingefangen hat und nicht künstlich kontrast- oder farbverstärkt.

Früher haben mich solche Aufgaben auch erst mal ratlos dastehen lassen. Ich habe mir dann das Arbeiten mit Ebenen, Auswahlen und den Einstellungen sowie den Masken für Ebenen angeeignet, wobei ich mit "irdischen" Bildern geübt habe. Vom Hersteller der Software gibt es ein "Workbook", das ich großenteils durchgearbeitet habe. Da lernt man, wie sowas geht, sehr zu empfehlen!

Mir kam es nie auf reißerische Effekte an, meine Idee bei der Bearbeitung ist, dass das Ergebnis die Szene möglichst so wiedergeben soll, wie ich es gesehen habe. Weil unsere Augen extrem gut mit großen Kontrasten zurechtkommen, sind die meisten Einzelbilder enttäuschend, wenn man sehr kontrastreiche Motive aufgenommen hat. Dann hilft alles nichts: das Einzelbild führt nicht weiter. Und man kommt auf keinen grünen Zweig, wenn man sich nicht mit Ebenen und Masken beschäftigt. Gar nicht so schwer und es eröffnen sich neue Welten.

LG Tom
 
Ich hatte leider keine Gelegenheeit, den "Erdbeermond" zu bewundern, da ich gerade Kirschen gegessen hatte. Vielleicht werde ich aber irgendwann mal wieder einen "Blutmond" bestaunen dürfen, Mann o Mann:rolleyes:.
 
Ich hatte leider keine Gelegenheeit, den "Erdbeermond" zu bewundern, da ich gerade Kirschen gegessen hatte. Vielleicht werde ich aber irgendwann mal wieder einen "Blutmond" bestaunen dürfen, Mann o Mann:rolleyes:.
Was hast Du denn für Probleme?

Der Vollmond in jedem Monat hat oft einen speziellen Namen, der häufig aus der Natur oder den landwirtschaftlichen Praktiken der jeweiligen Jahreszeit abgeleitet ist. Hier ist eine Übersicht der traditionellen Namen für den Vollmond in den verschiedenen Monaten:


  1. JanuarWolf Moon
    Der Name stammt von den hungrigen Wölfen, die im Winter oft näher an Siedlungen kommen, auf der Suche nach Nahrung.
  2. FebruarSnow Moon
    Im Februar ist es in vielen Regionen am kältesten und es fällt oft viel Schnee.
  3. MärzWorm Moon
    Im Frühling beginnen die Bodenwürmer wieder zu kommen, was diesen Namen inspiriert.
  4. AprilPink Moon
    Der Name stammt von den Frühjahrsblumen, insbesondere dem Phlox, der in dieser Zeit rosa blüht.
  5. MaiFlower Moon
    Im Mai blühen viele Pflanzen und Blumen, was den Namen „Flower Moon“ erklärt.
  6. JuniStrawberry Moon
    Dies ist der Monat, in dem die Erdbeeren in Nordamerika reif sind.
  7. JuliBuck Moon
    Der „Buck Moon“ bezieht sich auf die Zeit, in der männliche Hirsche ihre Geweihe entwickeln.
  8. AugustSturgeon Moon
    Im August sind Störe in vielen Gewässern reichlich vorhanden und werden häufig gefangen.
  9. SeptemberCorn Moon
    Der Name stammt von der Zeit der Maisernte, die typischerweise im September stattfindet.
  10. OktoberHunter’s Moon
    Der „Hunter’s Moon“ bezeichnet den Vollmond nach der Ernte, der den Jägern genug Licht für die Jagd bietet.
  11. NovemberBeaver Moon
    Der Name bezieht sich auf die Zeit, in der die Biber damit beginnen, sich auf den Winter vorzubereiten und ihre Dämme und Häuser fertigstellen.
  12. DezemberCold Moon
    Der „Cold Moon“ ist der kälteste Vollmond des Jahres, der den Beginn des harten Winters markiert.

Diese Namen stammen aus den traditionellen Überlieferungen der amerikanischen Ureinwohner und wurden später auch in anderen westlichen Kulturen populär. In anderen Teilen der Welt können die Namen der Vollmonde natürlich variieren.
 
Hi, ich hätte Quasaro so verstanden, dass ihn der Medienrummel nervt, der inzwischen auch bei so was Ungefährlichem wie einem Vollmond gemacht wird. Den Begriff Blutmond finde ich z.B. auch total bescheuert.
Ein Vollmond braucht weder extreme Deklination noch Entfernung, um beim Auf- oder Untergang einen netten Anblick zu bieten. Auch wenn das dann keine Meldung wert ist...
 
Hallo Thomas,

das aktuelle Interesse am Mond galt eher seinem Tiefstand. Ich finde es gar nicht verwerflich, wenn es »Medienrummel« für astronomische Themen gibt. Umso mehr Leute interessieren sich dann dafür und schauen in den Himmel. Vielleicht sogar noch mit Führung. Ich sehe darin etwas positives.

Auch in der Namensgebung. Letztlich gibt es das im Deep Sky Forum auch. Da heißt M51 »Whirlpool«, M44 »Bienenkorb«, M45 »Siebengestirn« (obwohl man nur 6 mit bloßem Auge sieht). Aber da hat man sich dran gewöhnt und verdreht nicht die Augen.

Gruß,
Peter
 
Hier ist mein Erdbeerenmond, augenommen mit einem 4" F/5.6 achro Refraktor, Lumix Kamera handgehalten hinter TV Delos 17,3mm Okular, nachträglich photoshopped.

LG,
Jiri
 

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Moinsen zusammen,

die Nacht auf der Isomatte in einer der Treckerspuren im Kornfeld verbracht (das berühmte Bett stand nicht rum). Ein schönes Erlebnis, wenn auch noch deutlich kälter als gedacht... Kurz vor Monduntergang tauchte die bald aufgehende Sonne den Himmel bereits in ein sanftes, tiefes blau. Der Kontrastunterschied zwischen Mond und Vordergrund hat deshalb meine gute, alte Canon 6D nicht mehr vollends überfordert :)

Viele Grüße

René

1000009065.jpg
 
Ich habe den Erdbeermond im Transit erwischt. Da war er dann so richtig erdbeerfarben. :ROFLMAO:
Ich habe das originaleMondbild von oben mit KI (ChatGPT) auf Erdbeere bearbeiten lassen. Sieht ja fast wie eine echte (noch etwas unreife) Erdbeere aus. :cool:
Erdbeermond.png

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, ich hätte Quasaro so verstanden, dass ihn der Medienrummel nervt, der inzwischen auch bei so was Ungefährlichem wie einem Vollmond gemacht wird. Den Begriff Blutmond finde ich z.B. auch total bescheuert.
Ein Vollmond braucht weder extreme Deklination noch Entfernung, um beim Auf- oder Untergang einen netten Anblick zu bieten. Auch wenn das dann keine Meldung wert ist...

Hallo Tom,
genau so ist es:love:. In manchen Medien wird ja z. B. auch im Hinblick auf den "besonders großen Vollmond" (im Perigäum der Mondbahn) bereits von einem "Himmelsspektakel" schwadroniert, was bei astronomischen Laien zu vollkommen falschen Vorstellungen und damit u. U. zu einem gewissen Frustrationserlebnis führt (Ja, wo is´ er denn der Riesenmond?).Aber klarstellend ergänze ich: Selbstverständlich kann jeder "seinen" Vollmond nennen wie er will, weiter problematisieren will ich das natürlich auch nicht, ist von der Bedeutung her auch zu marginal.
CS
Stefan
 
Hallo Tom,
genau so ist es:love:. In manchen Medien wird ja z. B. auch im Hinblick auf den "besonders großen Vollmond" (im Perigäum der Mondbahn) bereits von einem "Himmelsspektakel" schwadroniert, was bei astronomischen Laien zu vollkommen falschen Vorstellungen und damit u. U. zu einem gewissen Frustrationserlebnis führt (Ja, wo is´ er denn der Riesenmond?).Aber klarstellend ergänze ich: Selbstverständlich kann jeder "seinen" Vollmond nennen wie er will, weiter problematisieren will ich das natürlich auch nicht, ist von der Bedeutung her auch zu marginal.
CS
Stefan
Hallo Stefan,

ich habe deinen ersten Post anders interpretiert, weil er auch ohne »Hallo« und »Gruß« formuliert war.
Das die Leute aus der Presse möglicherweise irreführend "informiert" werden, ist heute schon normal. Ich möchte das gar nicht auf die politische Ebene ausweiten. Und natürlich schwingt bei vielen auch immer etwas spirituelles mit. Abseits der Naturwissenschaften. Aber das kann uns egal sein.

Ich weiß von den Astronächten hier in Fuerteventura, die von »Stars by Night« durchgeführt werden, dass die Gäste sich immer wieder mal enttäuscht zeigen, beim Anblick durch das Teleskop, weil sie die Bilder aus dem Internet kennen. Die sehen dann nur blasse Nebelfleckchen, statt einer Galaxie, oder einem Gasnebel von den Bildern. Manchmal begleite ich den Guide mit meinem Seestar S50. Das überzeugt dann schon mehr.

Aber sie sind trotzdem durch den Anblick des dunklen Himmels begeistert.

Gruß,
Peter
 
Was ein interessanter Thread hier! Erstmal danke für die ausführliche Erklärung der Bildbearbeitung. Das klingt schon so viel einfacher als die Erfahrurng, die ich damals mit meinem alten gimp machte und verrückt wurde, aber einiges habe ich auch hinbekommen. Nun ist mir das das zu wüst, da mit dem Gimp weiterzumachen.

Klaro, heute wird alles vermarktet, nichts bleibt sachlich, das ist langweilig, überall muss ein Hype draus gemacht werden. Selbst der Wetterbericht ist heute eine Wettanstalt geworden, wer die höchsten Temperaturrekorde einbringt. Nicht das einer auf die Idee kommt, ein Wetterlotto zu erfinden. Es gibt ja schon Wetterdecken, die man sich strickt, je nach täglicher Mitteltemperatur, die wird in Farben eingeteilt das Jahr über und man strickt 365j Tage lang jeden Tag der Mitteltemperatur entsprechend eine Reihe um am Ende seine Jahresmitteldecke herauszubekommen. Irre Idee...aber erstmal 365 verschiedene Farben herbekommen....das ist wie Muttertag im Wollgeschäft, diese Idee....
am schlimmsten finde ich diese populären Mondkalender die überall auf dem Markt sind .... für Friseuer, Aderlaß und Kuchen backen etc....die orientieren sich allesamt noch an dem Tierkreis zu Ptolemäus Zeiten, so witzig, wenn man deren Redaktionen dann schreibt, dass der Mond nicht im Steinbock steht, sondern noch im Schützen, bekommt man keine Antwort, selbst mit Fotonachweis ... so ein Betrug! Doch denen ist das nicht klar, die halten sich an diese alten Horoskop-Ephemeriden, die sind denen Astrolügen allesamt heilig...na denn, soll der Zahnarzt doch den Zahn bei Mondstand Schütze ziehen, damit hat man dann gewiss ins Schwarze getroffen.
LG von Anette
 
Hallo Anette,
Vor richtig langer Zeit gab es hier mal ein Board für Astrologie das ich sicher nicht vermisse.
Da ergab sich mal eine Diskussion, die z.B. auch auf den Unterschied zwischen Sternbildern und Sternzeichen, die Präzession und die unterschiedlichen Häuser-Systeme abhob. Nach langem Hin und Her hat dann mein Diskussionspartner eingeräumt, dass es bei der Astrologie ja auch eher um Psychologie ginge und das ganze Drumherum gar nicht so wichtig wäre. Sicherlich war die Meinung unter AstrologieanhängerInnen nicht mehrheitsfähig, doch ich fand diese Offenheit erfreulich. Allerdings bin ich dann der Meinung, dass man bei wirklichen psychischen Problemen schon besser zu einer ausgebildeten Therapeutin geht als zu einem Astrologen.
Will sagen: da die ganzen Mondkalender so oder so nur Mumpitz sind, spielt es auch keine Rolle, ob sie aus astrologischer Sicht up to date sind oder nicht. Menschen glauben unabhängig von Fakten. Das hat leider das Potenzial, für uns noch sehr schlimm enden zu können.
LG Tom
 
Wirklich schöne Aufnahmen, es kommt mir das Kinderlied "Guten Abend Gute Nacht" von Johannes Brahms in den Sinn. Welch schönen Planeten wir doch bewohnen, welche verzaubernde Stimmung unser Land doch auch heute noch für uns bereit hält...
Claus
 
Hallo,

am 11.06.2025 habe ich nicht nur mein Seestar am Start gehabt, sondern auch eine Sony A58 mit einem MAK1000 Objektiv. Das will ich Euch nicht vorenthalten:

DSC01826.JPG
DSC01827.JPG
DSC01837.JPG

Der 45° Winkel liegt daran, dass die Kamera auf einer EQ5 montiert war. :cool:

Zum letzen Bild hätte ich noch die Frage, wrum der Mond nicht perfekt rund ist. Sowohl bei der A58 als auch bei der Seestar-Aufnahme oben ist der Mond deutlich unrunder, als ich bei 99,5% Sichtbarkeit erwartet hätte. Mein Tipp wäre ja die große Horizontnähe, aber ist der Effekt wirklich so stark?

Gruß
Thomas
 
Zum letzen Bild hätte ich noch die Frage, wrum der Mond nicht perfekt rund ist. Sowohl bei der A58 als auch bei der Seestar-Aufnahme oben ist der Mond deutlich unrunder, als ich bei 99,5% Sichtbarkeit erwartet hätte. Mein Tipp wäre ja die große Horizontnähe, aber ist der Effekt wirklich so stark?

Hallo Thomas,

das liegt an der Horizontnähe. Ich hab hier im letzten Jahr einen Vollmond kurz nach dem Aufgang fotografiert und er erscheint ebenfalls nicht rund. Ist genauso wie bei der Sonne, Lichtbrechung in der Atmosphäre.

Gruß,
Andreas
 
Ist genauso wie bei der Sonne, Lichtbrechung in der Atmosphäre.
Hallo Thomas und Andreas,

auf die Gefahr hin, als Klug[zensiert]r dazustehen: es liegt daran, dass sich die Lichtbrechung in Abhängigkeit von der Höhe so nahe am Horizont stark ändert. Der obere Rand von Sonne oder Mond wird weniger durch die Lichtbrechung angehoben als der untere Rand. Das bewirkt, dass der untere Rand sozusagen hochgedrückt wird. Die starke Abplattung reduziert sich nach dem Aufgang dann aber zügig.

Besonders deutlich ist der Effekt zu sehen, wenn man durch zweimal soviel Atmosphäre blickt wie üblich: von der ISS aus. Da ist der Mond dann nicht mehr elliptisch, sondern unten schon fast "abgeschnitten".

Wenn es keine Änderung der Brechung mit der Höhe gäbe, wäre die Höhe des Mondes größer als ohne Brechung, aber der Mond wäre nicht verformt.

LG Tom
 
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