C/2023 A3 (Tsuchinshan-ATLAS) im Staub der Milchstraße

castro.pic

Aktives Mitglied
Hallo,

auch wenn er schon lange wieder Richtung äußeres Sonnensystem unterwegs ist, habe ich jetzt erst das Bild fertig machen können.
Den Comet habe ich am 23. August 2024 zwischen 19:30 und 20:40 aufgenommen.
Leider war das Wetter danach zu schlecht, als das ich noch die Sterne hätte aufnehmen können, das habe ich jetzt erst nachgeholt.

C2023 A3.jpg


Comet:
60x20s red
60x20s green
60x20s blue
180sx20s Luminanz
Home location

Stars:
11x180s red
11x180s green
11x180s blue
30x180s Luminanz

Equipment:
Epsilon 130D dual rig
QHY268m + CFW3M
TS2600MP (Touptek IMX571) + ZWO EFW
Astronomik DeepSky RGB
Astronomik MaxFR

Grüße
Carsten
 
Gerade auf FB gesehen!
Hammer - das beste Bild, das ich vom Kometen bislang gesehen habe! Danke fürs teilen!!!!
 
Leider nicht authentisch, die Sterne und der Komet wurden fotomontiert, so schön das Bild auch ist...
Danke dass Carsten dies ehrlich beschrieben hat.:(
 
Und wen juckt das bei diesem schönen Anblick.
Ist ja keine wissenschaftliche Publikation, sondern eine klevere Bildkomposition.

CS,
Franz
Wieso clever? Software machts doch wirklich einfach, die ist in der Tat clever.
Na, dann kannst Du Dir solche Bilder auch gleich massenweise von ChatGPT erzeugen lassen und das viele Geld und Zeit für die Ausrüstung in einen Urlaub mit Kind und Kegel investieren... ;-) Aufnahmen oder Fotos, auf denen ich Sterne oder Objekte finde, die es dann gar nicht gibt, machen mich traurig --- so viel Aufwand für etwas, was nicht Kunst noch Natur ist. Bei allem Respekt vor der oft enormen Arbeit bei der Bildverarbeitung fühle ich mich dabei veräppelt, wie bei den Fotomontagen der sowjetischen Bildfälscher damals.

Oder, was ich dann auch wiederum gut finde, sind Künstler, die etwas offen Neues komponieren. Das hat dann etwas Persönliches und Charakter, dann ists vielleicht Kunst. Dann steht aber der Künstler im Mittelpunkt und nicht die Natur...

Ich neige also eher zur Ansicht von Frank Sackenheim über seine Sicht der Astrofotografie, die er in einem seiner Videos geäußert hat.
KH, Claus
 
Sind ja die selben Sterne, nur eben 1 Jahr später…
 
Ich gehe mal davon aus Casten hat zumindest den gleichen Himmelsbereich bei den Sternen wie beim Kometen verwendet.
Dann wäre es für mich zumindest eine realistische Abbildung. Ob in diesem Moment dann die Sterne 1-2s daneben liegen spielt doch wirklich keine Rolle, da es sich immerhin um ein dynamisches Objekt handelt.

CS
Franz
 
Ganz genau! Zumal: Warum hätte er denn sonst 1 Jahr warten sollen?!
 
Nicht streiten Kinder ;)

ich kann Claus Einwand grundsätzlich verstehen und akzeptiere das auch.
Habe selber früher so gedacht. Irgendwann war mir aber klar das man einfach in die Trickkiste greifen muss wenn man gewisse Bilder haben möchte.
Dabei ist es egal ob es um Astrofotografie, Landschaft oder Architektur Fotografie geht.
Das muss man für sich entscheiden und dann aber auch dazu stehen.

Warum mache ich das so? Weils einfacher ist :)
Wie habe ich es früher gemacht?
Man Stack zwei Bilder einmal auf dem Komet und eines auf die Sterne und die muss man dann verheiraten.
Problem ist, im Bild das man auf die Sterne gestackt hat, ist ein verwischter Komet.
Den muss man erstmal raus stempeln, also fummele ich auch dabei im Bild rum um dann den gestackten Komet wieder einzubauen.
Auch nicht optimal. Also was spricht dagegen einfach einen Moment zu warten und die Sterne ohne Komet aufzunehmen.
Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte alle richtig guten Kometen Bilder, entstehen genau so.
Das ist übrigens so ein Fall wo eine RGB Kamera einfacher ist. Da hätte man das einfach und schneller im Kasten.
Luminanz und die einzelne Filter bei Mono dauert halt und in der Zeit bewegt sich der Bursche schön weiter.

Und ja, natürlich habe ich die selben Sterne aufgenommen.
masterLight_BIN-1_6224x4168_EXPOSURE-20.00s_FILTER-Lum_mono_autocrop.jpg


PS: niemand nutzt unser Bilder Wissenschaftlich. Auch die tollen Bilder von Hubbel und JamesWeb sind nur dafür da, dem Steuerzahler was buntes zu zeigen.
Wissenschaftler arbeiten mit den Rohdaten, alles andere interessiert die nicht.

Grüße
Carsten
 
Carsten, das ist ein Irrtum!
Auch Wissenschaftler bearbeiten Bilder, wenn auch nicht mit einem ästhetischen Ziel.

Aber auch Bilder, die als "pretty-pictures" gedacht sind, haben wissenschaftlichen Wert.
Siehe hierzu:
oder hier:

Die Frage ist eher, welche Infos diese Bilder noch enthalten, wenn sie stark manipuliert werden. Der Übergang zum Kunstbild ist jetzt ja fließend geworden.

Und der Himmel ist nicht statisch, ein Foto vor einem Jahr ist eben nicht gleich dem Foto von heute.
Dazu schaut euch das an:

Deep fake ist zumindest in den Medien ein großes Problem:

Wo ist nun die Grenze? Wie stehts mit den pretty-pictures?

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin da ebenfalls eher konservativ. Gut sichtbarer galaktischer Staub mit dem Kometen ist schon etwas hart.
naja, den Staub habe ich mir ja nicht ausgedacht und auch gar nicht auf dem Schirm. Nach dem Strecken war er halt da. Was soll ich machen?
Ich wollte 1 Std. die Sterne belichten sind halt 30 Minuten mehr geworden. War abgelenkt.
Den Staub hätte ich ohne Quälerei doppelt so stark stretchen könne. Habe ich aber gelassen sonst wäre der Komet wirklich untergegangen ;)
Das passiert halt wenn man unter dunklem Himmel fotografiert, dafür entschuldige ich mich aber nicht :)


Hier ist das Blinkbild des Capella Observatoriums, das ich oben verlinken wollte:
so Bilder wo man Bewegung erkennen kann finde ich immer sehr spannend.


Gruß
Carsten
 
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