Fragen zu Refraktoren

Lucaaaa

Neues Mitglied
Einen wunderschönen Guten Tag wünsche ich!
Ich habe mir vor 3 Monaten mein erstes setup gekauft bzw ein gebrauchtes auf kleinanzeigen erworben. Und zwar ein Skywatcher 200P und eine EQ5 Synscan GoTo montierung, ich habe nun schon öfter gehört dass der tubus in hinsicht auf die montierung gewichtstechnisch schon sehr an der grenze ist.

Ich bin nun am überlegen in welche richtung es gehen soll, wird mein nächster schritt nun eine stabilere montierung sein? Oder lege ich mir einen Refraktor zu? Ich bin etwas zwiegespalten und dachte mir ich frage einfach mal nach.

Ich finde die Montierung soweit ganz okay für denn mobilen gebrauch, sie ist jetzt nicht wirklich schwer aber auch kein federgewicht.

Sofern ein refraktor gut wäre habe ich mir ein paar kanditaten rausgesucht, zum einen mal denn Omegon Pro APO AP 85/510 Triplet ED, ich finde aber auch denn TS-Optics ED APO 96mm f/6.

Ich würde mich über rückmeldung freuen
Lg luca :)
 
Hey Luca!

Gute Fragen die du da stellst. Eine stabilere Montierung ist erstmal nie verkehrt und vermutlich auch zukunftssicherer, auch wenn du nicht erwähnst welche du aktuell im Einsatz hast. Wenn du dir die aktuellen Strainwave Modelle z.B. die ZWO AM3(N) / AM5(N) oder die Proxisky die UMI / Ragdoll Serie anschaust, die wiegen nicht viel > bis ca. 5KG und können auch für ihr Gewicht recht viel tragen und sind dabei noch transportabel und stabil. So viel mal dazu.

Die Diskussion Refraktor vs. Reflektor ist eine andere. Am Besten schaust du dir mal Bilder auf Astrobin an (ich finde jedoch das ist mit Vorsicht zu geniesen, da diese oft recht arg bearbeitet wurden) und vergleichst die Optik die du jetzt besitzt mit einem Refraktor. Es wird definitiv anders aussehen, am Ende musst du entscheiden was dir besser gefällt. Mit einem Triplet machst du sicher nicht viel falsch aber ich würde eher zu diesem tendieren, da dieser das definitiv bessere Glas verbaut hat: Teleskop-Express: Offer: TS-Optics PHOTOLINE 80 mm f/6 FPL53 Triplet Apo - 2.5" RAP Focuser-TLAPO804. Dazu brauchst du dann aber noch einen passenden Flattener. Bei deinem Skywatcher hast du aktuell ja (vermute ich jedenfalls) auch einen Komakorrektor im Einsatz oder?

Wenn du dich für den Triplet entscheidest, dann bist du auch mal ca. 4,5 KG leichter unterwegs und hast auch nicht so ein riesiges Segel wie mit dem Newton. Das könnte deiner Montierung, welche auch immer es ist, sicherlich gut tun.

LG und CS
Tom
 
Hey Luca,

der Tubus ist nicht zu schwer für die EQ5, das sollte überhaupt kein Problem darstellen. Wenn Du mit dem Setup klar kommst würde sogar ich (Refraktor Fanboy) nicht auf so einen kleinen Refraktor runtergehen. Und - geredet wird immer viel, besser erst mal selber Erfahrungen sammeln und ein Urteil bilden, denn Du bist gut ausgestattet!

Grüße
Andreas
 
Hallo Tom erstmal viel dank für dein antwort, ich habe zurzeit eine EQ5 Synscan GoTo montierung. Da ich noch relatic am anfang bin habe ich noch keinen komakorrektor, ich habe mir für denn start eine canon 2000D (a) geholt um einfach mal einen sicheren und zuverlässigen anfang zu haben
 
Hey Luca,

der Tubus ist nicht zu schwer für die EQ5, das sollte überhaupt kein Problem darstellen. Wenn Du mit dem Setup klar kommst würde sogar ich (Refraktor Fanboy) nicht auf so einen kleinen Refraktor runtergehen. Und - geredet wird immer viel, besser erst mal selber Erfahrungen sammeln und ein Urteil bilden, denn Du bist gut ausgestattet!

Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
danke für deine schnelle antwort, ich war zum anderen auch am überlegen ob ich mir einen ASIAIR zulegen soll, aber ich schätze bevor ich das tun sollte, sollte erstmal ein komakorrektor kommen. Ich habe an meinem newton auch schon ein paar modifizierungen vorgenommen, zum einen habe ich es von innen mit velour asgekleidet sowie ich mir die bob knobs schrauben geholt habe.
 
Hallo Luca,
für die ersten Gehversuche passen 200P und EQ5 noch ganz gut zusammen.
Wenn Du bereits jetzt über ASIAIR nachdenkst, was ich grundsätzlich für eine gute Idee halte, wäre meines Erachtens direkt auch ein Guidingrohr oder Off-Axis-Anschluß mit kleiner Guidingkamera angesagt. Eher ein kleines Objektiv, meist ist der Backfokus knapp, bei Verwendung einer Spiegelreflexkamera. Das macht dann schon richtig Spaß.

Der nächste Schritt wäre ein Fokusmotor…… ………Flatfieldbox……..

Und, und und……

Viel Freude mit Deinem Set!

CS

Dietmar
 
Hallo Luca,
für die ersten Gehversuche passen 200P und EQ5 noch ganz gut zusammen.
Wenn Du bereits jetzt über ASIAIR nachdenkst, was ich grundsätzlich für eine gute Idee halte, wäre meines Erachtens direkt auch ein Guidingrohr oder Off-Axis-Anschluß mit kleiner Guidingkamera angesagt. Eher ein kleines Objektiv, meist ist der Backfokus knapp, bei Verwendung einer Spiegelreflexkamera. Das macht dann schon richtig Spaß.

Der nächste Schritt wäre ein Fokusmotor…… ………Flatfieldbox……..

Und, und und……

Viel Freude mit Deinem Set!

CS

Dietmar
Hallo Dietmar,
danke für deine antwort, ich bin nur zwiegespalten ob es erstmal der ASIAIR Mini wird oder dirwkt der puls (denke das ist zukunftssicherer) ich denke aber das für denn anfang auch der mini ausreicht, bin aber unschlüssig
Lg luca
 
Hallo Luca,

ich habe nun schon öfter gehört dass der tubus in hinsicht auf die montierung gewichtstechnisch schon sehr an der grenze ist.
allein von den Zahlen her bist Du tatsächlich mit dem 200/1000 Newton nahe an der Grenze der Montierung.
Der Tubus wiegt 8,8 Kg.
Tragkraft der Sky Watcher EQ 5 ist 10 Kg.
Es bleiben Dir 1,2 Kg.

Aber nicht allein das Gewicht ist maßgebend.
Mit 8" und 1000 mm Brennweite bietest Du auch eine recht große Angriffsfläche für Luftbewegung/Wind. Damit verbunden wird sicherlich auch ein ausgeprägteres Schwingungsverhalten auftreten.

Ich denke mal Du arbeitest noch rein visuell, denn fotografisch wirst Du ganz schnell Probleme bekommen.
OK, danke für die Zusatzinfo
dann doch fotografisch.
Nun ja da greift die 2/3 Regel. Oder 60 bis 65% von der Angegebenen Zuladung. Bei der EQ5 mit angegebenen 10 Kg sind das 6 bis 6,5 Kg Zuladung.

Gruß
Mathias
 
Hallo Luca,

das ganze ist eine Faustregel, die auf Erfahrungswerten basiert, keine Naturkonstante ;).
Die Angaben der Tragkraft beziehen sich meist auf die rein visuelle Beobachtung.

Bei der visuellen Beobachtung fallen kleinste Schwankungen in der Nachführung so wie leichte Vibrationen nicht so auf. Auch wenn das Nachschwingen visuell auch schon nerven kann ;).

Bei der Langzeitbelichtung fallen diese Erscheinungen sofort auf und vermiesen Dir Deine Bilder.

Desweiteren muss auch die Bauform eines Teleskop berücksichtigt werden.
Ein kurzer Tubus mit gleichem Gewicht wie ein langer Tubus hat ein anderes Schwingungsverhalten.
Bei annähernd Maximallast dauert auch das Ausschwingen länger, z.B. bei Wind oder Kabelzug.
Die Nachführgenauigkeit leidet ebenso.

Zum Gewicht zählt nicht nur der Tubus.
- Kamera
- Fokuser
- Filterrad
- Gudingsystem
- Korrektoren
... ... ...
Gegengewichte zählen nicht dazu.

Durch die Verringerung des Gewichts wirkst Du diesen Auswirkungen ein Stück entgegen und stabilisierst Dein gesamtes System.
Es wird insgesamt ruhiger.

Ich hoffe es hilft.

Gruß
Mathias
 
Hallo Luca,

noch vor etwa zwei, drei Jahren haben Mitglieder hier im Forum geschrieben, dass ein 200er-Newton auf einer EQ5 fotografisch nicht funktionieren kann und bereits ein 150er-Newton grenzwertig erscheint... Aber da Du bereits im Besitz dieser Kombination bist, wären Deine zukünftigen Erfahrungswerte sehr interessant! Viel Erfolg mit Deinem Equipment!

Viele Grüsse

Markus



Nachtrag: Ich hatte nur einen 150er-RC auf der EQ5, dafür die 1370 mm Brennweite -> hat funktioniert
 
> allein von den Zahlen her bist Du tatsächlich mit dem 200/1000 Newton nahe an der Grenze der Montierung.
> Der Tubus wiegt 8,8 Kg.
> Tragkraft der Sky Watcher EQ 5 ist 10 Kg.
> Es bleiben Dir 1,2 Kg.

Danke, daß es nochmal jemand erwähnt. Diese Kombi hat schon vor 25 Jahren nicht funktioniert. Ich hab das Elend schon Anfang der 2000er bei einem Astrokumpel unserer damailgen Beobachtertruppe gesehen. Der hat sich dann ein Jahr später einen 4"-Refraktor auf diese Monti gesetzt und den Newton gegen einen Dobson getauscht.
"Der Tubus wiegt" - dazu kommt dann noch, daß bereits Velours im Innern eingeklebt wurde (auch das ist Zusatzgewicht) und wahrscheinlich noch ein 50er Sucher am Tubus hängt - auch der wiegt. Da sind 1,.2 Kilo Reserve schnell weg. Soll dann noch eine SR-Kamera dran, wird's noch schwerer.
Alles in allem braucht man gerade bei der Fotografie aureichend Reserven, was das Gewicht und auch die angesprochene Windanfälligleit dieser Kombi berücksichtigt. Schon früher wurde hier mindestens eine HEQ-5, besser noch eine EQ-6 empfohlen, wenn's partout fotografisch werden soll.

Eine Zweitoptik zum Fotografieren wäre sinnvoll. Mit 80 mm oder 4" Öffnung kann man doch eine Menge machen und da würde auch die EQ-5 genug Reserve haben.
 
noch vor etwa zwei, drei Jahren haben Mitglieder hier im Forum geschrieben, dass ein 200er-Newton auf einer EQ5 fotografisch nicht funktionieren kann
In diese Richtung gehen die Empfehlungen auch heute noch. Zurecht.

200er Newton auf einer EQ5 ist keine fotografische Traumkombination.
Schwingt nach, bei jeder Berührung, zappelt schon bei leichter Briese.
Frei im Feld aufgestellt mit leichtem Wind funktioniert das tatsächlich nicht. Jedenfalls nicht gut.

Mit windgeschützter Aufstellung und Geduld beim Fokussieren kann man aber Astrofotografie probieren, und Erfahrungen sammeln.
Das haben schon andere mit wackeligeren Sets hinbekommen.

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

danke für Dein Feedback! Ich möchte Lucas Equipment auch sicherlich nicht schlecht reden, einen Versuch ist es wert. Und zumindest mit dem 150er-Newton wurden hier im Forum bereits grandiose Aufnahmen gezeigt. Es stellt sich aber auch die Frage, ob ein 200-er-Newton nicht die Mechanik der EQ5 beschädigen könnte (z. B. Last und Hebel mit Gegengewichten auf die Schneckenräder).

Abschliessend sei zu erwähnen, dass ich kleinere Skywatcher-Montierungen schon oft "quälte", sie haben es mir stets "verziehen" :)

Viele Grüsse,

Markus




Nachtrag: Hey Luca, Ich wünsche Dir bestes Gelingen!
 
Es stellt sich aber auch die Frage, ob ein 200-er-Newton nicht die Mechanik der EQ5 beschädigen könnte (z. B. Last und Hebel mit Gegengewichten auf die Schneckenräder).
So einen Unfug habe ich nun schon lange nicht mehr gelesen. Gibt es dafür auch nur einen einzigen Präzedenzfall?

Seien wir mal ehrlich, für einen Anfänger ist der 200/1000 Newton sowieso fotografisch hoffnungslos überdimensioniert, die Kombi mit der EQ5 funktioniert nur visuell, dann aber hervorragend.

Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

Danke für Dein Feedback . Im Umkehrschluss finde ich Dein Feedback fragwürdig

Hey Luca,

der Tubus ist nicht zu schwer für die EQ5, das sollte überhaupt kein Problem darstellen.

Zumal fotografische Ambitionen duchaus vorhanden sein dürften. Noch grenzwertiger wird es, sollten stille Mitleser Deiner Empfehlung folgen...

Viele Grüsse

Markus





Nachtrag: Das ist Lucas Thread, ich verabschiede mich. Bei Bedarf -> PM
 
Ich habe mir vor 3 Monaten mein erstes setup gekauft bzw ein gebrauchtes auf kleinanzeigen erworben. ...

Ich bin nun am überlegen in welche richtung es gehen soll ....
So, so... 3 Monate am Start.
Ganz ehrlich und ohne unhöflich sein zu wollen: Besorge dir einen kleinen Atlas ("Karkoschka" oder deepsky Reiseatlas) und beobachte erstmal munter drauf los. Himmel und Objekte kennenlernen sowie Erfahrungen sammeln erscheint mir geboten.

Uwe
 
Hi
kaum gekauft und schon wieder ändern? Das ist zu hinterfragen. Hattest Du schon so viel Vorwissen?
Wenn nein, dann würde ich mir Zeit geben und den Himmel kennen lernen.

Die Frage der EQ5 und 200/1000.
Ich hatte selbst eine solche Kombination mit Stahlrohrstativ. Das Stativ nicht ausziehen.
Sie funktioniert visuell durchaus gut, ist bei Wind aber anfällig. Fotografisch, würde ich in der Tat zu mind HEQ5 raten.
Ich habe damals, ich glaube 12 Kilo Gegengewicht montiert, um es nah an den Montierungskopf zu bekommen.
Das stabilisiert noch ein wenig.
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Da die Astrofotografie offensichtlich klar im Vordergrund steht, hättest die EQ5 mit dem 200er Newton besser nicht gekauft.
Für den Anfang deutlich geeigneter wäre bspw. ein kleiner Refraktor mit einer günstigen "HD-Montierung" a la Juwei 17 und ähnliche.
AsiAir ist eine sehr gute Idee, möchte man einen vergleichsweise einfachen und erfolgreichen Einstieg haben.
 
Hi Luca,
ich würde mal in eine andere Richtung denken: schraub nicht so viel am Equipment rum und leg einfach mal los. Na klar ist ein 85-90mm Refraktor besser geeignet für die Montierung, aber windgeschützt aufstellen und mit der Astrofotografie loslegen sollte schon gehen. Du wirst dann schon selbst merken, in welcher Richtung Du Dich verändern möchtest und was geht und was nicht. Ob Du mit der Beladung halbwegs runde Sterne hinkriegst - es ist mal einen Versuch wert.

Außer Du willst mal wieder shoppen gehen - dafür ist die Astrofotografie ein hervorragendes Hobby, es gibt ständig was Tolles zu kaufen (siehe meine Fußzeile :p _jungeschlagen:

Viel Spaß mit diesem tollen Hobby
Wolfgang
 
Guten Morgen Luca,
guten Morgen zusammen,

fast vergessen, willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Keiner will Dir Dein Setup madig machen.
Beide Teile für sich genommen, gut. Von der EQ5 hört man selten schlechtes ebenso von den Sky Watcher Newton.

Stand der Dinge,
- visuell durch aus machbar, wenn man die hier gemachten Vorschläge beherzigt,
- fotografisch, muss da was anderes unter den Newton, aus den hier angegebenen Gründen.

Weiteres,
- nach 3 Monaten schon andere Überlegungen anzustrengen ... ... ... (habe ich leider drüber gelesen),
- da das Geraffel nun mal da ist, die Empfehlungen aufnehmen und im visuellen Beobachten starten und Erfahrungen sammeln,
- das Setup kennen lernen, Himmel kennen lernen, ... ... ... dabei die gegebenen Ratschläge berücksichtigen.
Dann solltest Du tolle Abende/Nächte erleben können.

Visuelles und fotografisches Beobachten unterscheiden sich nun mal vom Einsatz des verwendeten Instrumentarium.
Lerne erstmal, beschaffe Dir Grundlagen, bilde eine solide Basis im Grundwissen. Das heißt ja nicht das Du die Astrofotografie ad acta legen sollst. Arbeite Dich Stück für Stück ran, dann wird das auch was.

Gruß
Mathias
 
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