(Un)gleicher Test C9.25 vs 102M

mars25

Aktives Mitglied
Ich habe mal beide Teleskope aufgebaut, um wirklich mal zu schauen, wie gravierend die Unterschiede sein können.
Natürlich an der Sonne. (Bitte nur mit geeigneten Filter!)
Beide mit 100fach Vergrößerung. Natürlich ist das C9.25 bei weitem überlegen. Mit der Helligkeit und der Auflösung. Das war ja irgendwie klar. Aber diesen direkten Vergleich habe ich noch nicht gemacht.
Beide am gleichen Sonnenfleck, mit dem selben Filter.
Beide Teleskope haben ihre eigenen Vorzüge. Das 4" Teleskop ist schnell aufgebaut, zum schnellen spechteln......
Eines würde mich interessieren: Wie (gravierend) sind die Unterschiede zwischen dem C9.25 und einem C11? Ist der Unterschied wirklich wahrnehmbar? PXL_20250928_104012788.jpg

CS Thomas
 
Das finde auch eine spannende Frage.
Ich habe bei meinen Sonnenbeobachtungen meistens das Gefühl, dass viel mehr als 80x oft nicht mehr richtig scharf ist, weil das Seeing am Tage eben durch die Sonnenerwärmung schlechter ist als Nachts. Ich habe das noch nicht systematisch getestet, aber bringt bei der visuellen Beobachtung (Fotografie ist sicher etwas anderes) mehr Öffnung da wirklich noch mehr Auflösung?

Viele Grüße
Jürgen
 
Wie (gravierend) sind die Unterschiede zwischen dem C9.25 und einem C11?
Hallo Thomas,
Der Unterschied ist natürlich wahrnehmbar.
Andere Öffnung, andere Brennweite……
Aber das macht den Unterschied zwischen den beiden Geräten nicht allein aus.
Das C9,25 ist nicht, wie man annehmen möchte, der etwas kleinere Bruder des C11, das alles etwas besser kann.
Sozusagen ein Teleskop zwischen C8 und C11. Das hätte es nicht gebraucht.
Das C9,25 ist ein eigenes Teleskop, mit besonderen Eigenschaften.
Es hat einen etwas „langsameren“ Hauptspiegel mit einem Öffnungsverhältnis von f/2,3, soweit ich mich erinnere, wogegen das C11 ein Öffnungsverhältnis von unter f/2 hat. Damit wird eine bessere Kontrastleistung und eine schärfere Abbildung im Vergleich mit schnelleren Primärspiegeln erreicht. Deshalb sagt man dem Neuneinviertelzöller nach, dass er für Planetenbeobachtung besonders prädestiniert ist. Äußerlich ist der Unterschied zum C11 nur gering, das C9,25 ist nämlich fast so lang, wie das C11.

Du hast ein C9,25 für Sonne und Planet……. ich schätze, mit einem C11 würdest Du Dich an der Stelle nicht verbessern.

CS

Dietmar
 
Das finde auch eine spannende Frage.
Ich habe bei meinen Sonnenbeobachtungen meistens das Gefühl, dass viel mehr als 80x oft nicht mehr richtig scharf ist, weil das Seeing am Tage ......
Hier im Sauerland gibt es schon Zeiten mit gutem Seeing. Und da habe ich an der Sonne meine 2 Lieblings Okulare. Zum einen ein 18mm Celestron Ultima Edge 65° für 130 fach, und das ES 28mm mit 68° für die Gesamtansicht der Sonne bei ca. 83 fach. Bei ganz gutem Seeing nehm ich ein ES 6,7mm bei 350 fach. Da sieht man dann wirklich sehr viele Details bei noch gut hellen Bild. Das ist aber selten. Auch muß der Tubus gut der Temperatur angepasst sein.

Das ist beim 102M natürlich nicht möglich, da gebe ich dir Recht. Da ist auch hier bei max. 100 fach meistens Schluss. Dann wird das Bild auch schon etwas dunkel.

Dennoch war für mich der Vergleich mal aufschlussreich.

Gruß Thomas
 
Hallo Dietmar
Danke für deine sehr gute und interessante Darstellung des C9.25. Diese genannten Einzelheiten waren mir in der Form nicht bekannt. Daß das C9.25 sehr gut für Mond und Planeten geeignet ist, war mir sehr lange bekannt, schon vor 25 Jahren war das C9.25 mein Traum Teleskop, damals für mich unerreichbar.

Die Frage zum Vergleich mit einem C11 kommt, da hin und wieder mal eins angeboten wird. Im Prinzip bin ich ja mit dem C9.25 sehr zufrieden und glücklich. Demnächst, wenn ich wieder mehr Zeit für mein Hobby habe, werde ich mich weiter in die Fotografie einarbeiten. Die Anfänge sind gemacht, ein Mgen 3 ist schon vorhanden.....

Gruß Thomas
 
Danke Thomas für Deine Erfahrungen!
Ich beobachte nur visuell die Sonne im weisslicht. Oft nur mit einem kleinen Tak 76mm, aber auch häufig mit einem 103mm Apo. Oft habe ich das Gefühl dass der Schritt zum 103mm Apo nur selten in der Auflösung etwas mehr bringt. Deswegen habe ich noch größere Geräte meist gar nicht benutzt. Aber das werde ich doch dann doch wohl mal versuchen. :) :y:

Viele Grüße
Jürgen
 
Das ist beim 102M natürlich nicht möglich, da gebe ich dir Recht. Da ist auch hier bei max. 100 fach meistens Schluss. Dann wird das Bild auch schon etwas dunkel.
Also ein zu dunkles Bild ausgerechnet bei der Sonnenbeobachtung ist ja nun ein Pradoxum.
Die Sonne ist jedenfalls hell genug.
Wer da ein zu dunkles Bild hat macht etwas falsch.
Am besten man verwendet einen Herschelkeil, hier wird das Feintuning mittels Graufilter und Pollfilter am Okular erledigt.
Am Refraktor ist ein Herschelkeil sowieso dem billigen Sonnenfilter vorzuziehen.
Der Herschelkeil bringt das Kontrastreichere Bild und die Helligkeit lässt sich stufenlos durch verdrehen des Polfilters anpassen sodas man immer die perfekte Helligkeit einstellen kann.

Grüße Gerd
 
Hallo,
hier im Netz gibt es doch den Link mit "Teleskop-Öffnung....", wo man die gewünschten Angaben eingeben kann, um Leistungsunterschiede zu ersehen.
Zwischen einem Refraktor, sagen wir 15 cm und einem Celestron liegen reichweitenmäßig max. o,3mag Sternhelligkeiten. Wer mehr Wert auf den Begriff "Kontrast" legt, würde evtl. kein Celestron kaufen...
Da ist ein Refraktor immer noch ungeschlagen, je größer, umso schwerer, dann kommt wieder ein Spiegel ins Spiel.
Nach oben hin (soweit mir bekannt ist) ist bei 50" Ende der Fahnenstange, sogen. "Monsterdobson" fürs große Geld !!!
Cassegrain-Einsicht: ein 60 cm Gerät bringt bei 125fach in einem 2" Okular weniger als 30 Bogenminuten Gesichtsfeld. Dafür ist aber der Anblick beim M 13 einfach umwerfend schön !!!!!

Gruß
Günther
 
Hallo,
hier im Netz gibt es doch den Link mit "Teleskop-Öffnung....", wo man die gewünschten Angaben eingeben kann, um Leistungsunterschiede zu ersehen.
Zwischen einem Refraktor, sagen wir 15 cm und einem Celestron liegen reichweitenmäßig max. o,3mag Sternhelligkeiten. Wer mehr Wert auf den Begriff "Kontrast" legt, würde evtl. kein Celestron kaufen...
Da ist ein Refraktor immer noch ungeschlagen, je größer, umso schwerer, dann kommt wieder ein Spiegel ins Spiel.
Nach oben hin (soweit mir bekannt ist) ist bei 50" Ende der Fahnenstange, sogen. "Monsterdobson" fürs große Geld !!!
Cassegrain-Einsicht: ein 60 cm Gerät bringt bei 125fach in einem 2" Okular weniger als 30 Bogenminuten Gesichtsfeld. Dafür ist aber der Anblick beim M 13 einfach umwerfend schön !!!!!

Gruß
Günther
Hallo Günther, Du bist meilenweit vom Thema entfernt. Es geht um Sonnenbeobachtung und nicht um M13, oder Refraktor vs. Spiegel, oder Grenzgrösse etc..
 
Guten Morgen Thomas, Dietmar....

Nur als Ergänzung von meiner Seite..

Es gibt neben dem Seeing (in der Atmosphäre) noch andere Einflüsse, die ebenfalls die "Vergrößerungsfähigkeit" bei der Sonnenbeobachtung begrenzen können.
Bei meinen Beobachtungen hilft es die ruhigere Luft am Morgen zu nutzen (ab 1h bis ca 3h nach Sonnenaufgang), mit Blickrichtung über unbebautes Gebiet (Wiesen & Felder), weil sonst aufsteigende, an Häusern & Dächern erwärmte Luft (lokales Seeing) ähnliche Unruhe erzeugt wie man sie zu Mittag häufig hat.
Und weil mir am Foto oben zwei Dinge auffallen..., bei SC's ist es für mich sinnvoll eine Erwärmung des Tubus zu verhindern indem man auf gute Beschattung achtet, großer Karton - mit im Durchmesser des Tubus ausgeschnittener Öffnung, unmittelbar hinter dem Filter angebracht, (früher hatte ich zusätzlich den Tubus mit reflektierender Metallfolie beklebt), und Störlicht vom Okulareinblick / Auge fernhalten.
Erst wenn hier alles passt, kann ich Unterschiede zwischen verschiedenen Geräten (Folienfilter, Herschelkeil usw.) erkennen, und die höhere Auflösung einer größeren Öffnung nutzen.
Dafür muss ich auch länger beobachten, und die wenigen Augenblicke eines ruhigen Sonnenbildes erhaschen - ähnlich der Arbeitsweise von Autostakkert ;-) .

Sonst bleibt man bei kleineren Öffnungen, niedrigen Vergrößerungen gefangen.

VG Hermann
 
Also ein zu dunkles Bild ausgerechnet bei der Sonnenbeobachtung ist ja nun ein Pradoxum.
Die Sonne ist jedenfalls hell genug.
Wer da ein zu dunkles Bild hat macht etwas falsch.
Am besten man verwendet einen Herschelkeil, hier wird das Feintuning mittels Graufilter und Pollfilter am Okular erledigt.
Am Refraktor ist ein Herschelkeil sowieso dem billigen Sonnenfilter vorzuziehen.
...
Mit einem Herschelkeil habe ich mich noch nicht befasst. Der 4"er ist ja nur ein Schnellspechtelgerät.
Kann man den Herschelkeil auch an dem C9.25 verwenden?

Thomas
 
Hallo,

Kann man den Herschelkeil auch an dem C9.25 verwenden?

Nein, an deinem C9.25 kann ein Herschelkeil nicht verwendet werden.
Ein Herschelkeil kann nur an Refraktoren und auch an Schiefspieglern verwendet werden. Wird ein Herschelkeil an Refraktoren verwendet, dann sollten diese keine Linsen am Okularauszug haben.
Für Spiegelteleskope ist ein Herschelkeil ungeeignet.
Dem Hauptspiegel macht das zunächst nichts aus, der reflektiert das gesamte Sonnenlicht. Der Fangspiegel und dessen Halterung kann sich deutlich erwärmen und Schaden nehmen.
Einen Herschelkeil nur an Refraktoren anwenden und nicht an Spiegelteleskopen. Eine Ausnahme sind Schiefspiegler.

Viele Grüße
Gerd
 
Mit einem Herschelkeil habe ich mich noch nicht befasst. Der 4"er ist ja nur ein Schnellspechtelgerät.

Na was heißt denn hier nur.
Ich denke mal ein guter 4“ APO wird dir mit Herschelkeil und optimal eingestellter Helligkeit im Normalfall nicht weniger wie ein C9,25 an der Sonne zeigen weil im Normalfall das Seeing am Tag eh nicht mehr hergibt und weil der Kontrast mit Herrtschelkeil am APO deutlich besser als mit billiger Sonnenfilterfolie am C9,25 ist.
Und mit einem 4“ Apo und Herschelkeil wären auch 200 fach bei optimaler Bildhelligkeit möglich wenn es das Seeing zulässt.
Nun ist dein Vixen 102M aber kein APO sondern ein Achromat.
Da gibt es sicherlich Einschränkungen, wenn dich die Grüne Farbe nicht stört würde ich dir hierfür einen Solar Continuum Filter empfehlen.


Damit bildet dein Achromat so kontrastreich wie ein spitzen APO ab.

Sollte dich der grüne Farbton am Achromaten mit Solar Continuum Filter stören.
Es gibt mittlerweile gute 4“ SDs zu erstaunlich günstigem Preis.


Kann man den Herschelkeil auch an dem C9.25 verwenden?

Am C9,25 kannst du keinen Herschelkeil verwenden.
Dieser ist ausschließlich Refraktoren vorbehalten.

Grüße Gerd
 
Hi,

Lass dir jetzt ja nicht einreden, ein neues Teleskop für die Beobachtung der Sonne im Weißlicht zu kaufen.
Mit dem Vixen 102M und dem C9.25 ist alles vorhanden, um die Sonne gut beobachten zu können. Ein neues 4" Teleskop zeigt dir mit Sicherheit nicht die Strukturen in den Flecken wie sie das C9.25 zeigen kann.
Bei geringer Luftruhe muss ich mit meinem Teleskopen mit der Vergrößerung zurück, ich kann aber bei guter Luftruhe, die es immer wieder gibt, im größeren Teleskop deutlich mehr Strukturen sehen als es das kleinere Teleskop zeigen kann.
Die Filterfolien sind ausgereift. Ich würde diese nicht als "billig" bezeichnen.
Über einen Kontrastfilter wie dem SolarContinuum oder dem "Altair Solar Contrast Booster" kann nachgedacht werden.

Es braucht jetzt wirklich kein zusätzliches 760€ Teleskop + ein 150€ Herschelprisma um die Sonne gut beobachten zu können wenn ein 100mm Teleskop und ein 9" Spiegelteleskop schon vorhanden sind.

Viele Grüße
Gerd
 
Lass dir jetzt ja nicht einreden, ein neues Teleskop für die Beobachtung der Sonne im Weißlicht zu kaufen.

Etwas weniger Aggressivität wäre dir zu empfehlen.
Ich habe hier niemanden etwas eingeredet sondern lediglich einen Tipp gegeben falls die recht gewöhnungsbedürftige grüne Farbe mit Solar Continuum Filter nicht gefällt.

Mit dem Vixen 102M und dem C9.25 ist alles vorhanden, um die Sonne gut beobachten zu können.

Einen alten Achromaten durch einen modernen APO zu ersetzten ist eine vernünftige und sinnvolle Empfehlung. Auch dann wenn man die Öffnung beibehält.
Erst recht wenn der APO mittlerweile kaum teurer als der Achromat ist.

Der Vorteil des APOs ist unbestreitbar. Natürlich nicht nur bei der Sonne sondern ganz allgemein für vielfältige Einsatzzwecke.
Ich denke das ist nicht nur meine Meinung, sondern das dürfte allgemeiner Konsens sein.
Da kannst du dagegen giften wie du willst

Ein neues 4" Teleskop zeigt dir mit Sicherheit nicht die Strukturen in den Flecken wie sie das C9.25 zeigen kann.

Mit Sicherheit lässt sich da Garnichts sagen weil das Seeing hier in der Regel der Limitierende Faktor sein dürfte. Also lehne dich mal nicht ganz so weit aus dem Fenster.

Die Filterfolien sind ausgereift. Ich würde diese nicht als "billig" bezeichnen.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst, mit Herschelkeil ergibt sich eine deutlich sichtbar bessere Abbildung.
Auch das ist nicht nur meine Meinung sondern das dürfte zumindest unter Kennern beider Möglichkeiten allgemeiner Konsens sein.

Grüße Gerd
 
Guten Morgen.

Die physikalischen und optischen Eigenschaften sind natürlich das Fundament und gelten natürlich.

In meiner Praxis erlebe ich es aber so wie Gert K, mit einem alten Vixen Refraktor, der eine sehr gute Schärfe zeigt, bekomme ich auch mit Folie ein sehr gutes Ergebnis das keine Wünsche offen lässt.
Mit einem günstigen ED APO hat es da etwas anders ausgesehen, der konnte weder mit Folienfilter noch mit Herschelkeil diese Schärfe erreichen.

Von daher würde ich die Entscheidung Folienfilter oder Herschelkeil nur an die wenigen Faktoren wie Teleskoptype (ob Herschelkeil verwendbar ist), ob eine Montierung mit Nachführung vorhanden ist, ob ich genügend Zeit habe diese Montierung aufzustellen & auszurichten ...., abhängig machen.
Mit Folienfilter ist händische Nachführung kein Problem, ein einfaches Stativ mit AZ Montierung, oder ein Dobson sind schneller startklar....

Ob bzw. mit welchem Teleskop man gute Ergebnisse bekommt, hängt nach meiner Erfahrung, stark von der Qualität des einzelnen Gerätes ab, und ob man mit den äusseren Einflüssen gut umgehen kann.

Bzw. auch davon ob man Zeiten mit guter Transparenz und ruhiger Luft findet und nutzen kann.

Deshalb würde ich bei der Beratung gerne auch den praktischen Aspekten genügend Raum geben wollen, und die doch sehr auf technische Details bedachte Fraktion bitten das zuzulassen.

Viele Grüße
Hermann.
 
Guten Morgen.
Dieser Test zwischen dem 4"er und dem C9.25 sollte eigentlich nicht so ernst genommen werden. Die Unterschiede sind im gewissen Maße ja eindeutig.
Ein neues Teleskop für die Sonne im Weißlicht war eigentlich nicht geplant, da auch ein ES 127 ED Refraktor vorhanden ist. (Eventuell denke ich über einen Acuter nach).
Ich wollte mit diesem Vergleich nur den (gravierenden) Unterschied der optischen Leistung benennen. Nicht mehr und nicht weniger. Und die eingesetzten Folienfilter, alle in Eigenbau entstanden, sind auch nicht optimal, aber für meinen Geschmack ausreichend.
Über einen Herschelkeil werde ich mal nachdenken.
Ich danke euch für die Infos und Anregungen, natürlich werde ich beide genannten Teleskope weiter einsetzen.

Gruß Thomas
 
... Beide Teleskope haben ihre eigenen Vorzüge.
Hallo an alle ...
ich denke das " Zitat " beschreibt das Thema gut.
Wer, welche Ausrüstung vorteilhafter findet kann nur jeder für sich entscheiden.
Ich selber mag z.B. kleine, schnell nutzbare Ausrüstung lieber.
Hauptsache ist aber, man hat Spass am beobachten und an dem was man " gut " findet.
Gruss an alle sendet
Marco
 
Hallo Jürgen,

aber bringt bei der visuellen Beobachtung (Fotografie ist sicher etwas anderes) mehr Öffnung da wirklich noch mehr Auflösung?

Solche Maßnahmen:
bei SC's ist es für mich sinnvoll eine Erwärmung des Tubus zu verhindern indem man auf gute Beschattung achtet, großer Karton - mit im Durchmesser des Tubus ausgeschnittener Öffnung, unmittelbar hinter dem Filter angebracht,
bringen gerade bei Sonnenbeobachtung sehr viel, gilt natürlich für jedes Teleskop mit potentiell mehr Auflösung. Gute Erfahrung habe ich mit Newtons und einem Mak Newton mit Hartpapiertubus gemacht. Dann kann man die Vorteile von mehr Öffnung vor allem im Frühjahr und Herbst wenn die Temperaturen nicht so extrem sind gut nutzen. Es ist erstaunlich was ab 8" und größer sichtbar wird das zeigt kein 4" Apo.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Jürgen,



Solche Maßnahmen:

bringen gerade bei Sonnenbeobachtung sehr viel, gilt natürlich für jedes Teleskop mit potentiell mehr Auflösung. Gute Erfahrung habe ich mit Newtons und einem Mak Newton mit Hartpapiertubus gemacht. Dann kann man die Vorteile von mehr Öffnung vor allem im Frühjahr und Herbst wenn die Temperaturen nicht so extrem sind gut nutzen. Es ist erstaunlich was ab 8" und größer sichtbar wird das zeigt kein 4" Apo.

Viele Grüße Felix
Danke Felix für Deine Erfahrungen.
Ich beobachte mit Herschelkeil und Polfilter und ND3.0 Filter. Ich habe aber vor recht vielen Jahren auch zunächst mit Folienfilternbeobachtet und später habe ich auch mal einen Glassonnenfilter von Thousend Oaks ausprobiert. Ob Folienfilter oder Herschelkeil kann ich nicht recht beurteilen was besser ist. Der Glasfilter von Thousend Oaks war bei mir jedoch deutlich schlechter. Vielleicht hatte ich ein schlechtes Exemplar erwischt. Ich bin zwar kein spiezieller Sonnenbeobachter, aber seit über 40 Jahre gehört die Beobachtung der Sonne irgendwie dazu. Ich hatte tatsächlich bisher geglaubt, das mehr als mein 4“ Apo an der Sonne wegen dem Seeing nichts bringt (visuell). Da kann man mal sehen, dass man auch als alter Sack noch dazu lernen kann… ;)
Ich werde demnächst bei guten Bedingungen im Herbst und am Morgen jetzt auch mal meinen 140mm Apo für die Sonne ausprobieren.

Viele Grüße und hier scheint die Sonne… :) Also wie heißt es immer so schön, diskutieren ist gut, aber beobachten ist besser! ;)Leider muss ich allerdings noch arbeiten. :cautious:

Viele Grüße
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

ich habe Jahre lang mit dem 80er Volksapo und später einem 90/900 Acuter + Folienfilter Sonne beobachtet, der Newton kam Nachts unter die Sterne. Einen 12" Newton hatte ich mal Tagsüber an der Sonne durchgeguckt aber die Bedingungen waren zu schlecht das brachte schlicht nix. Vor einigen Jahren ist mir dann ein Intes MN86 gebraucht zugelaufen da war ein Folien-Sonnenfilter dabei und die erste Sonnenbeobachtung mit diesem Eimer hat mich echt umgehauen. Wichtig ist halt Tubusseeing zu vermeiden und lokalem Seeing wenn es nicht anders geht auszuweichen > im Sommer ab in die Pampa weg von heißen Hausdächern. Der 140er SD Apo sollte an der Sonne ziemlich genial sein mein 125er von TS zeigt auch mit Folienfilter sehr detaillierte Sonnenflecken, es macht Spaß die Sonne auch abseits der großen Flecken nach kleineren Pünktchen ab zu suchen.

Was aber bei dieser Auflösung und den möglichen höheren Vergrößerungen sehr deutlich sichtbar wird ist die Atmosphärische Dispersion ab 5" sollte eigentlich ein ADC zum Einsatz kommen. Das bringt dann mehr als der Unterschied Folie vs. Herschelkeil oder der Unterschied Apo vs. Spiegel. :coffee: ;) da kann man auch herrlich erörtern ob ein "einfacher" ADC genügt oder einer mit verkitteten Keilplatten ein Muss ist...vom eigenen Durchschauen bringt schon ein einfacher ADC deutlich mehr Schärfe in's Bild.

Hoffentlich bleibt der Himmel so bis nach Feierabend :y:


Viele Grüße Felix
 
Hallo Thomas,

Dieser Test zwischen dem 4"er und dem C9.25 sollte eigentlich nicht so ernst genommen werden. Die Unterschiede sind im gewissen Maße ja eindeutig.

gerade deshalb finde ich einen praktischen Erfahrungsaustausch ganz interessant das deckt die üblichen Öffnungen und Bauarten halbwegs passend ab. Und auf Randbedingungen wie Auskühlung bzw. in der Sonne Beschattung oder ADC ab einer gewissen Öffnung kann man in diesem Thread gut hinweisen.


Viele Grüße Felix
 
Hallo,

In meiner Praxis erlebe ich es aber so wie Gert K, mit einem alten Vixen Refraktor, der eine sehr gute Schärfe zeigt, bekomme ich auch mit Folie ein sehr gutes Ergebnis das keine Wünsche offen lässt.

Ich habe über viele Jahre mit einem Vixen/Celestron 80/910mm Refraktor die Sonnen beobachtet, mit Glasobjektivfilter und dann auch mit einem Herschelprisma. Dieses Teleskop lieferte mir sehr gute und scharfe Bilder von der Sonne.

(Eventuell denke ich über einen Acuter nach).

Das würde ich tun.
Die H-alpha Beobachtung der Sonne eröffnet eine ganz andere Welt der Sonnenbeobachtung. Das ist auf jedem Fall eine große Bereicherung.

Über einen Herschelkeil werde ich mal nachdenken.

Der große Vorteil vom Herschelprisma ist seine Flexibilität.
Während ein Folienfilter nur an dem Teleskop eingesetzt werden kann, auf das der Filterrahmen passt, kann das Herschelprisma zwischen den Refraktoren gewechselt werden.
Für die Refraktoren die wir im allgemeinen anwenden reicht ein 1,25" Herschelprisma aus. Ein 2" Herschelprisma ist dafür überdimensioniert.

Ich werde demnächst bei guten Bedingungen im Herbst und am Morgen jetzt auch mal meinen 140mm Apo für die Sonne ausprobieren.

Das ist auf jedem Fall zu empfehlen.
Ich beobachte mit einem 150mm ED-Refraktor in Verbindung mit einem Herschelprisma die Sonne. Mit diesem Teleskop kann ich viele kleine Strukturen in den Umbren und Penumbren der Flecken sehen.

Viele Grüße
Gerd
 
Die H-alpha Beobachtung der Sonne eröffnet eine ganz andere Welt der Sonnenbeobachtung. Das ist auf jedem Fall eine große Bereicherung.
Absolut.
Ich habe viele Jahre mit einem klein Lunt LS 40 beobachtet. Auch damit war es möglich viel " Spass " zu haben.
Ich habe nun schon mehrfach beim H alpha Treffen in Rüsselsheim durch das neue Skywatcher H-alpha Teleskop sehen können und bin bzgl. dessen was damit zu sehen ist absolut begeistert.
Gruss
Marco
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

Tendenziell sind langsamere Optiken gutmütiger, was die Abbildungsqualität angeht. Deshalb sagt man dem C9.25 mit dem langsameren Spiegel eine bessere Abbildung an Planeten und Mond visuell nach, als dem C8 oder dem C11, die etwas schnellere Spiegel haben.

Zum ADC:

CS.Oli
 
Guten Abend,

vielen Dank für die Info.
Wird ein ADC sowohl an einem Spiegel-Teleskop als auch an einem Refraktor verwendet?
Könnte mir vorstellen, dass das an einem Fraunhofer-Refraktor sinnvoll sein Könnte.
Ein Spiegel und ein APO-Refraktor sind doch farbrein, oder?

Gruß
Peter
 
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