PiFinder Erfahrungen

Tortuga

Aktives Mitglied
Hallo. Bin zufällig über den Sucher PiFinder gestoßen. Ist zwar Schweineteuer, aber würde trotzdem gerne näheres darüber wissen. Hat jemand sowas im Einsatz und kann über seine Erfahrungen berichten?
LG Karl
 
Hallo!

Das würde mich auch interessieren (ist sicher nicht die Antwort, die Du gerne hättest :) ). Weil wir für unsere öffentlichen Sternführungen am extrem lichtgeplagten Standort unserer Sternwarte auch nach einer elektronischen Sucherlösung gesucht haben, die einfach zu bedienen ist, habe ich mir das auch schon angeschaut. Bisher leider nur im Internet.

Der Link zum Hersteller ist übrigens hier: PiFinder
Einen Vertrieb in Europa gibt es auch, dort findet man bisher aber nicht das fertige Gerät, sondern nur Bausätze und Einzelteile: PiFinder

Mein Fazit: Der Preis für das fertige Gerät ist absurd. Da kommt man, mit Versand aus den USA, plus (Straf-/Gegen-) Zoll und Umsatzsteuer fast auf 1.000 Euro. Selbstbau wäre zum Preis eines Raspberry Pi 4, einer Kamera und eines kleinen Displays für ca. 150 Euro möglich, da es ein Open-Source-Projekt ist, kann man die Software aus dem Internet laden. Ist aber eher was für erfahrene Bastler. Mit dem Bausatz und allen Teilen, die man sonst noch braucht, kommt man bei ca. 400 Euro raus.

Wir haben uns anders entschieden und im Sonderangebot ein kleines Celestron Fernrohr mit Starsense Lizenz gekauft. Das alte Handy, welches man dafür noch braucht, hat ein Vereinsmitglied aus seinem Fundus gestiftet. So haben wir auch eine plug-and-play Lösung ohne Basteln und Konfigurieren und ohne zusätzliche App auf einem zweiten Gerät (die man für den PiFinder auch noch braucht, es sei denn, man kommt mit dem Winzigdisplay und den Winzigtasten zurecht, und hat Freude daran, sich auf der Suche nach Himmelsobjekten durch endlose Menüs zu klicken), die unter 200 Euro kostet.

Grüße
Maximilian
 
Also. Bei Astroshop gibt es den PiFinder für 500€. Braucht man bei diesem Starsense ein Handy? Und mit welchen Handys ist es kompatibel?
 
Hallo!
Also. Bei Astroshop gibt es den PiFinder für 500€.
Das ist ja gut. Lieferbar ist er aber erst in ein paar Wochen.
Braucht man bei diesem Starsense ein Handy? Und mit welchen Handys ist es kompatibel?
Ja, diese Art Starsense (es gibt noch ein anderes Starsense als Zubehör für Celestron- und manche Skywatcher Montierungen) besteht aus zwei Teilen: Einem Handyhalter mit eingebautem Spiegel und einer App. Die App läuft auf allen Android- und Apple Handies, die jünger als 2016 sind. Wichtig ist dabei aber, dass die Kamera einigermaßen lichtempfindlich und rauscharm ist. Ab iPhone 6 und Android 7.1 soll es laufen.
Den Handyhalter (= Sucher) konnte ich leicht vom Originalfernrohr abschrauben und an unser Teleskop montieren.

Grüße
Maximilian
 
Die Lieferzeit ist ja jetzt nicht ausschlaggebend. Die Frage ist ja, ob es auch funktioniert. 500€ sind jede Menge Kohle
 
Hallo,

ich habe mir gerade die DIY Variante von Hopper aufgebaut.

Wer ein Image auf eine Micro SD-Karte bringen und ein Flachbandkabel einstecken kann sollte diese zum laufen bekommen.
Die App von Hopper unterstützt zwar die DIY Variante nicht, ist aber auch nicht notwendig. Die Verbindung zu Sky Safari Pro auf dem iPhone klappte auf anhieb.

Bisher konnte ich, mangels Montierung deren Lieferung aus England sich hinzieht, nur provisorisch ohne Teleskop auf einem Fotostativ testen. Das Solving und die Positionsanzeige in Sky Safari funktionierte nahezu in Echtzeit.

Im Thread wird auch die Verwendung eines Displays gezeigt. Dann wäre man unabhängig vom Handy.

Die Materialkosten beliefen sich auf etwa 100€. Gerade druckt mir noch ein Freund die letzten Teile für das Gehäuse.

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Viele Grüße,

Alex

Cedar - 1.jpeg

Cedar - 2.jpeg

Cedar - 3.jpeg
 
Das kann doch die Asiair mit dem integriertem Plate solving genauso gut auf dem Handydisplay?! Der Himmelsausschnitt wird in fast Echtzeit auf der integrierten Sternkarte angezeigt!
 
Ohne die Asiair zu kennen, glaube ich Dir das gerne.

Dazu müsste man aber auch eine Asiair haben. Wenn das der Fall ist, dann gehe ich davon aus, dass auch eine Goto Montierung vorhanden ist. Obige Geräte machen dann natürlich wenig Sinn.

Zum Einsatz kommt das Gerät bei mir an einer Alt-Az Montierung ohne Antrieb. Bei anderen wohl auch an Dobson.

Viele Grüße,
Alex
 
Hab keine Goto. Nur eine alte Astro-5 mit 6 Volt Motoren. Du kannst eine EOS Kamera in die Asiair einstöpsel und ein Platesolve machen lassen, dauert ca. 10 Sekunden. Danach siehst du auf dem Handydisplay exakt deinen Himmelsausschnitt in einer interaktiven Sternkarte ähnlich Stellarium. Das geht auch mit Alt/ AZ Montierung! Die Mittelpunkt Koordinaten werden dir ebenfalls angezeigt! Nun kannst du entweder elektrisch oder manuell verstellen bis dein Objekt zentriert ist. Ganz easy! 200 Euro, bequemer geht's nicht. Kein Gebastel.
Viele Grüße Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Frank,

interessant, hab ich mal wieder was dazu gelernt. Wenn man Kamera und Asiair hat ist das auf jeden Fall eine Alternative. :y:

Ich fand den Ansatz von Cedar/Hopper super. Mein "Gebastel";) wiegt ohne Stromversorgung 150g und ist in wenigen Sekunden an und abgebaut. Mit einem Raspi4 dauert das Platesolving etwa 0,5s. Da der zeitliche, bastlerische und finanzielle Aufwand sich in Grenzen hielt hab ich mich dafür entschieden.

Ich will es an einer Rowan AZ75 verwenden. Kurz habe ich auch über Encoder nachgedacht aber für 100€ bekommst du noch nicht einmal einen halben Encoder, geschweige denn die nötige Auswerteelektronik.

Wie wurde sinngemäß in einem anderen Beitrag geschrieben? "Digitale Teilkreise/Encoder war Gestern, Heute gibt es Plate solving". Das finde ich absolut richtig. Wie Du aufgezeigt hast gibt es mehrere Wege dazu.

Viele Grüße,
Alex
 
Servus Karl,

wenn Du auf den Hopper Link in meinem ersten Posting klickst, dann kommst Du direkt zum Hersteller.
Sie rufen aktuell einen Preis von 325$ auf. Dazu kämen noch Versand, Zoll und Steuer. Ob es einen Vertrieb in D gibt ist mir nicht bekannt. Billiger würde es dadurch aber nicht.

Der Selbstbau ist da deutlich günstiger;) Ich zähl mal auf:

Raspberry PI 4 B (ich habe einen mit 4GB verwendet) 58€
MicroSD Speicherkarte 128GB 10€
Innomaker Raspberry PI Industriekameramodul IMX327LQR 22€
5 MP 25mm CCTV-Board-Objektiv F2.0 M12x0,5 14€
Gedrucktes Gehäuse ? (ich bekam es geschenkt)

Kameramodul und Objektiv habe ich bei Amazon bestellt.
Kartenleser zum Schreiben des Image wird auch noch benötigt. Wenn man den Raspi selbst zusätzlich konfigurieren möchte, dann ist auch noch ein micro HDMI Kabel notwendig.

Der Bau selbst ist einfach. Zunächst schiebt man das heruntergeladene Image auf die Speicherkarte. Dann kommt diese in den Raspberry. Das Kameramodul wird über ein mitgeliefertes Flachbandkabel verbunden. Dann tauscht man das originale Objektiv gegen das 25mm, baut alles in ein Gehäuse.
Nachdem der Raspberry mit Strom (USB-C) versorgt wurde sollte nach ein paar Minuten der Zugriff per Browser möglich sein.
Wenn ich nichts vergessen habe, dann ist es tatsächlich so einfach.

Der DIY-Link oben führt zu einem Thread bei Cloudy Nights. Da werden auch andere Kameramodule und Rapis verwendet. Obige Zusammenstellung dürfte aber der beste Kompromiss aus Leistung und finanziellem Aufwand sein.

Viele Grüße,
Alex


 
Servus Karl,

wenn Du auf den Hopper Link in meinem ersten Posting klickst, dann kommst Du direkt zum Hersteller.
Sie rufen aktuell einen Preis von 325$ auf. Dazu kämen noch Versand, Zoll und Steuer. Ob es einen Vertrieb in D gibt ist mir nicht bekannt. Billiger würde es dadurch aber nicht.

Der Selbstbau ist da deutlich günstiger;) Ich zähl mal auf:

Raspberry PI 4 B (ich habe einen mit 4GB verwendet) 58€
MicroSD Speicherkarte 128GB 10€
Innomaker Raspberry PI Industriekameramodul IMX327LQR 22€
5 MP 25mm CCTV-Board-Objektiv F2.0 M12x0,5 14€
Gedrucktes Gehäuse ? (ich bekam es geschenkt)

Kameramodul und Objektiv habe ich bei Amazon bestellt.
Kartenleser zum Schreiben des Image wird auch noch benötigt. Wenn man den Raspi selbst zusätzlich konfigurieren möchte, dann ist auch noch ein micro HDMI Kabel notwendig.

Der Bau selbst ist einfach. Zunächst schiebt man das heruntergeladene Image auf die Speicherkarte. Dann kommt diese in den Raspberry. Das Kameramodul wird über ein mitgeliefertes Flachbandkabel verbunden. Dann tauscht man das originale Objektiv gegen das 25mm, baut alles in ein Gehäuse.
Nachdem der Raspberry mit Strom (USB-C) versorgt wurde sollte nach ein paar Minuten der Zugriff per Browser möglich sein.
Wenn ich nichts vergessen habe, dann ist es tatsächlich so einfach.

Der DIY-Link oben führt zu einem Thread bei Cloudy Nights. Da werden auch andere Kameramodule und Rapis verwendet. Obige Zusammenstellung dürfte aber der beste Kompromiss aus Leistung und finanziellem Aufwand sein.

Viele Grüße,
Alex


Hallo Alex,

Ich interessiere mich auch für diese Lösung. Wie wird bei dir der Raspi mit Strom versorgt? Mit Power Bank? Wenn ja, könntest du ein Modell empfehlen?

Vielen Dank.

Viele Grüße,
Johann
 
Hallo Johann,

ich hatte es zunächst mit einer kleinen Powerbank versucht die maximal 500mA liefert, wie ich jetzt herausgefunden habe. Der Raspberry hat aber damit immer wieder rebootet.
Mit meiner FOX 96k (liefert max. 3A an USB-C) lief er problemlos.

Ich habe dann nachgesehen welche Powerbank cs-Astro für den Hopper verwenden und habe mir die kleinere bei Amazon bestellt. Es ist eine Miady Mini Power Bank, 5000mAh, 2,4A. Es gibt sie scheinbar nur im 2er Pack. Zusammen kosten sie 16€, das ist zu verschmerzen. Die zweite bekommt meine Frau.

Die Lieferung erfolgt leider erst, so dass ich noch keine Erfahrung damit habe. Bin aber guter Dinge.:)

Geplant ist, sie mit Klett an der Rückseite der Cedar Box zu befestigen. Deswegen habe ich auch die kleinere Variante gewählt. 120g sollten so sicher gehalten werden.

Viele Grüße,
Alex

P.S. Langsam wird's aber OT. Wenn mehr Interesse besteht sollten wir einen eigenen Thread starten. Oder gibt es gar schon einen?
 
Hallo Johann,

die Power Bank ist heute angekommen. Nach dem Laden betreibt sie jetzt Cedar seit fast drei Stunden. Also eine Empfehlung von mir:y: Das Gehäuse ist inzwischen auch fertig gedruckt.

Ich habe heute Nachmittag einen Sucherschuh auf meinen Dobson geschraubt und den Platesolver getestet. Ein absoluter Gamechanger!

Nach dem Alignment auf die optische Achse des Teleskop war jedes Objekt nach dem Anfahren in der Mitte des Gesichtsfeldes. Ich bin absolut begeistert und kann Cedar nur weiterempfehlen. Bei fast 80% Mond, und viel Luftfeuchtigkeit waren nur wenige Sterne zu sehen, das Solving funktionierte aber dennoch problemlos mit mehr als 20 Sternen.

Ich hab auch ein kleines Video hochgeladen. Ist eine direkte Aufnahme von meinem iPad. Links läuft SkySafari 7 pro, rechts Cedar Aim.

Erster Test Cedar

Ich freue mich schon auf gute Bedingungen:)

Viele Grüße,

Alex
 
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