Montierungs-Upgrade

attilaF

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich beobachte aktuell nur visuell und meist mit meinen Kindern, daher ist ein schneller Aufbau, Einnorden und finden der Objekte wichtig.
Mein Setup bisher für rein visuelle Beobachtung:
- Newton 150/750 PDS
- SkyWatcher N-EQ5 mit Stahlstativ
Ich habe die Montierung aufgrund des nicht beleuchteten Polarsuchers selten richtig bzw. nur mühsam einnorden können. Auch das manuelle Auffinden der Objekte war nicht immer einfach und die Nutzung der Teilkreise auf der Montierung aufgrund der sehr bescheidenen Qualität unmöglich.
Zur Auswahl stand entweder das Skywatcher GoTo Upgrade Kit oder ein kompletter Umstieg auf eine andere Montierung. Ich habe mich für das Letztere entschieden und habe folgende Komponenten im Auge:
- ZWO AM3N Montierung
- Berlebach Stativ Report 212
- ASIAIR Plus
- ASI120MM Kamera
- Stromversorgung auf dem Feld

Eine spätere Erweiterung Richtung EAA/ Astrofotografie schließe ich nicht aus, aber es ist durchaus möglich, dass ich EAA mit einem Seestar s30 als Ergänzung auf Reisen zusätzlich nehme.
Macht meine Zusammenstellung Sinn oder habe ich etwas nicht bedacht?

Grüße,
Attila
 
Hallo Attila,

ich benutze auch eine AM3 mit einem Berlebach-Stativ.
Evtl. nimmst du noch eine Säulenverlängerung dazu, dann kannst du ggf. länger belichten vor dem Meridian-Flip ohne mit dem Teleskop an die Stativbeine anzustoßen.
Als GuidingCam würde ich dir eine ASI220MM empfehlen.
 
Hallo Dennis,

ok, danke, wenn es fotografisch weitergeht, denke ich an die Säulenverlängerung. Die GuidingCam brauche ich visuell nur für das Plate Solving auf dem Balkon ohne Polaris-Sicht, aber ich ziehe den ASI220MM in Betracht.
Welchen Adapter brauche ich für das Berlebach? Überhaupt: passt der Report 212 oder reicht auch der 112?
 
Die AM3N hat eine 3/8" Bohrung und die Reports können mit 3/8" Schraube bestellt werden.
Wenn du visuell unterwegs bist, könnte die etwas größere Höhe beim 212 für dich interessant sein.
Leider kenne ich mich da zu wenig aus um dir einen Rat geben zu können.

Fotografisch tendiert man eher zu niedrig=weniger wackelig und mehr Tragkraft (112 = 25 Kg / 212 = 20 Kg).
 
Das ganze soll reisetauglich sein, deshalb setze ich auch eher auf das kleinere AM3N. Aus dem Grund überlege ich auch, statt eines schwereren Berlebach, das ZWO-eigene TC-40 wegen seines geringeren Packmaßes und geringeren Gewichts zu nehmen. Ich habe einige Threads zu dem Thema durch, die Leute sind sich scheinbar nicht einig, welches Stativ nun stabiler, windunauffälliger ist.
 
Also ich hab das TC-40 (zusammen mit der leichten PE160 Verlängerung) seit meiner AM3 im Einsatz. Inzwischen ist ne AM5N da drauf!
Sie hat ein fettes Stahldreibein ersetzt - und ganz ehrlich: obwohl hier gern mal Wind geht, merk ich an meinem Askar 103 keinen Unterschied! Das leichte CarbonStativ steht BOMBENFEST, vor allem wenn man die Metallspitzen nimmt, und es damit schön fest in den Boden drückt! In den „Materialsack“ lege ich immer meine Bluetti EB-55 Stromversorgung, was ja nochmal Stabilität ins System bringt. (Man könnte hier alternativ ja auch mit nem Stein beschweren…)
Bei Wind ist sicherlich das TC-40 nicht der begrenzende Faktor! Daher von meiner Seite eine 100% Kaufempfehlung zur AM3N mit diesem Stativ…
 
Danke hört sich gut an und obwohl mir die Berlebachs besser gefallen, ist der TC-40 vernünftiger für die Reise.
Ich sehe ZWO ASI220mini / ZWO OAG in deiner Signatur; dazu eine Frage:
Ist ein Off-Axis-Guider nicht deutlich komplexer im Aufbau bzw. ist das viel genauer als ein Leitrohr? Für meine Zwecke wahrscheinlich eher too much, weil ich die GuidingCam nur für das Plate Solving auf einem Balkon ohne Sicht auf Polaris nutzen will/ muss.
 
IMG_5478.jpeg

Das TC40 ist absolut genial wenn du es mobil einsetzt!

AM3 mit PE200 und 3,5Kg Gegengewicht auf TC40. Für den 8" Skywatcher hab ich zur Stabilitätsverbesserung Gewichte dran gehangen. Mobil unterwegs hängt der Akku unten drunter.
 
Hallo Attila,

Warum willst Du überhaupt guiden? Für EAA brauchst das nicht! Welche Kamera soll die Hauptkamera sein?

Für den Anfang wäre IMHO eine ASI585 interessant. Die gibt es auch mit integriertem ASIAir.

Als Reisegerät würde ich mir eher einen 80 mm Apo nehmen. Auf der AM3 mit Karbonstativ ist das eine perfekte Kombination.

Ich hab ein ähnliches Setup, was ich meist mit einem 102 mm Apo auf einer iOptron HAE29 nutze. Das sind 3 Taschen inklusive allem Zubehör.

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CS.Oli
 
Hallo Oli,

schön kompakt, dein Setup.
Das ist es ja, ich will zunächst weiter visuell beobachten und brauche die GuidingCam nur zum Plate Solving/ Polar Alignment. EAA und Fotografie kommen später, dann wahrscheinlich auch ein APO Refractor.
 
Das ist dann aber wie Fahren mit angezogener Handbremse: hast ne Kamera und eine passende Software am Start und verkneifst Dir das Livestacking, um rein visuell zu beobachten. Das nenne ich einen gelungenen Coitus Interruptus :)
 
Kann er doch easy nach und nach ergänzen! Das visuelle Okular ist ja schnell durch eine ASI585/533/2600MC Pro ersetzt, die muss dann nur noch an die ASIair angeschlossen werden, und schon kann man EAA machen, und/oder fotografieren.
 
Das ist dann aber wie Fahren mit angezogener Handbremse: hast ne Kamera und eine passende Software am Start und verkneifst Dir das Livestacking, um rein visuell zu beobachten. Das nenne ich einen gelungenen Coitus Interruptus :)
:ROFLMAO: ja, ich weiß, wobei ich mit den Komponenten schon den Weg Richtung EAA/ Fotografie ebnen will. Klar, am Anfang bräuchte ich rein visuell auch keine GuidingCam. Grob ausrichten mit GoTo ein Objekt am Südhimmel anfahren und Azimutschrauben/ Polhöhenschrauben drehen. Oder der ASI220MM reicht am Anfang auch für EAA (für arme) ;)
 
Vergiss die ASI 120 MM! Die hatte ich am Anfang und war damit garnicht zufrieden!. Die ASI220 kenne ich nicht.

Mein Tipp: schau, ob Du noch eine gebrauchte ASI178 MM bekommen kannst. Die ist super! Ich habe eine und benutze sie immer wieder gerne für EAA. Und sie ist eine prima Guidecam.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fand die ASI120MM ebenfalls nicht wirklich gut, mich hatte bereits das Gehäuse gestört. Die ASI662MC setze ich gerne als Guidekamera ein, ist für Planeten sicher auch gut brauchbar, kam bei mir aber noch nicht zum Einsatz. Inzwischen für guten Preis zu bekommen, hat aber auch nen winzigen Chip.
 
Ich hab die auch daheim liegen, weil ich am 103er APO mal Planeten machen wollte - da lohnt sich für mich aber der Aufwand nicht. Verkaufen lohnt sich aber wohl auch nicht, denke ich
 
Ich nutze an zwei Teleskopen die ASI 120 MM Mini und habe damit keine Probleme. Aber ich habe auch noch keine andere Kamera genutzt, so dass mir da die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.

Die AM3N ist eine gute Reisemontierung. Für den 6" Newton halte ich sie aber für etwas unterdimensioniert. 8 kg ohne Gegengewicht ist nicht so viel. Mit Gegengewicht kannst du zwar bis 13 kg belasten, aber das führt für mich den Vorteil einer HD-Montierung ad absurdum. Wobei der 6" Newton natürlich für Reisetätigkeiten ohnehin etwas zu groß ist (zumindest für Flugreisen). Da würde ich einen kleinen kompakten Apo vorziehen. Der würde dann natürlich auch auf eine AM3N passen.

CS,

Ulrike
 
Hallo Ulrike,

danke für deine Meinung. Ich habe jahrelang den 6" Newton auf der EQ5 genutzt und bin von einer schweren Montierung geheilt, wenn sie nicht fix an einem Ort steht. Jetzt will ich auch nicht auf die andere Seite des Pferdes fallen und überlege die ganze Zeit zwischen der AM5N und AM3N, weil ich das Newton gerne weiterverwenden möchte. Auch wenn später ein Apo dazu kommen wird.
Meine Idee ist, mit dem Newton visuell zu beobachten und max. EAA, so dass besondere Stabilität wie bei der Astrofotografie nötig, nicht gefordert ist. Das Newton wiegt keine 6 kg, d.h es sollte passen.
Ein APO wird leichter und passt dann besser auf die AM3N.
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege.
 
Hallo Attila,

Im Zweifel zum Händler fahren, das eigene Teleskop mitnehmen und mal auf beide Montierungen setzen. So habe ich es gemacht als ich die iOptron HAE29 gekauft habe.

Grundsätzlich würde ich es einschätzen wie Du. Falls aber irgendwann doch der 8-Zöller kommt, ist die AM3 definitiv überfordert.

Die ASI120 ist vielleicht als Guidecam ok aber für EAA zu unempfindlich.

Es gibt gerade zwei ASI178 MC im Marktplatz. Die ist für den Einstieg in EAA auch nicht schlecht. Als Guidecam wohl am ehesten mit einem Evoguide 50ED oder ähnlichem geeignet...

CS.Oli
 
Hallo,

ich kann auch nichts gegen die 120 MM Mini (als Guidecam) sagen, die funktioniert mit der AsiAir hervorragend. Die 220 ist natürlich besser, aber auch doppelt so teuer. für EAA reicht die 120 völlig aus. Natürlich nicht als Hauptkamera, da würde ich auf die 585 gehen. Die 178 ist auch gut, hat aber Ampglow. Da brauchst du Kalibrierungsframes. Bei der 585 nicht.

Ich mache mich auch für das TC40 stark, leicht, stabil und chic. Ich hab auch bei Wind keine Probleme. Im Sturm fotografiere ich nicht. Keine Ahnung, welche Probleme da manche immer haben oder herbeireden. Ich hab eine AM3 da drauf und meistens einen Askar 71F für Fotografie und einen 80/560 SD APO für Visuell.

LG Olaf
 
Danke für eure Antworten. Ich bin mir jetzt sicher, dass es Richtung AM3N und TC-40 in Verbindung mit ASIAIR Plus gehen wird. Für letztere Steuerbox sehe ich trotz der vielen Meinungen im Nachbarthread zu Alternativen, aufstrebenden Produkten wie StellarMate, Touptek, Mini-PC, usw. die alle mehr oder weniger funktionieren, keine echte Alternative für mich. Die Kritik am fehlenden Umstieg von 32-Bit auf 64-Bit im ASIAIR Plus ist vielleicht rein aus Sicht ob ein Softwareprodukt state of the art ist interessant, aber die Vorteile sehe ich an der Stelle nicht. Die Performance-Anforderungen an so eine Box sind eher bescheiden.

Da ich visuell starte, sehe ich mittlerweile die GuidingCam eher kritisch, die ich dann "nur" zum PLate solving/ Polar Alignment nutzen würde. Visuell würde auch das einfache Einnorden via GoTo und heller Stern am Südhimmel (Balkon) reichen. Ich habe auch nur Richtung GuidingCam geschielt, weil sie günstiger als eine Hauptkamera ist und den Zweck erfüllt. Den Punkt überdenke ich noch, weil ich für den "Sprung" von visuell nach EAA eher eine Hauptkamera nehmen würde und erst zum Schluss bei der Astrofotografie eine GuidingCam.
 
Hallo Ulrike,

danke für deine Meinung. Ich habe jahrelang den 6" Newton auf der EQ5 genutzt und bin von einer schweren Montierung geheilt, wenn sie nicht fix an einem Ort steht. Jetzt will ich auch nicht auf die andere Seite des Pferdes fallen und überlege die ganze Zeit zwischen der AM5N und AM3N, weil ich das Newton gerne weiterverwenden möchte. Auch wenn später ein Apo dazu kommen wird.
Meine Idee ist, mit dem Newton visuell zu beobachten und max. EAA, so dass besondere Stabilität wie bei der Astrofotografie nötig, nicht gefordert ist. Das Newton wiegt keine 6 kg, d.h es sollte passen.
Ein APO wird leichter und passt dann besser auf die AM3N.
Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege.

Ich sehe das etwas anders als Jörg. Der PDS ist an sich nicht schwer, das ist richtig. Aber du musst auch noch die Rohrschellen berechnen, Prismenschienen, die Kamera, Computer und alles mögliche andere an Gedöns (Kabel usw...). Hört sich nicht viel an, macht aber was aus. Zum Vergleich: Mein Takahashi Baby-Q bringt Tubus only nur 3,5 kg auf die Waage. Mit dem gesamten Setup wiegt er 7,5 kg ungefähr.

Ich habe auch einen Newton PDS am Start. Der ist optimiert mit Carbontubus und dadurch etwas leichter. Aber mit dem ganzen Equipment für die Fotografie dran würde ich den nicht mehr auf die AM3 setzen. Der sprengt die 8 kg locker. Zusätzlich sollte man auch noch den Hebel bedenken.

Die AM5 ist nicht schwer, der Montierungskopf wiegt etwas über 5 kg. Das kann man eigentlich auch noch locker wegschaffen und du benötigst auch kein Gegengewicht. Ich würde, sofern du den PDS weiter nutzen möchtest, hier nicht zu tief stapeln, gerade wenn langfristig Fotografie geplant ist.

CS,

Ulrike
 
Hallo Attila,

Ich habe auch nur Richtung GuidingCam geschielt, weil sie günstiger als eine Hauptkamera ist und den Zweck erfüllt. Den Punkt überdenke ich noch, weil ich für den "Sprung" von visuell nach EAA eher eine Hauptkamera nehmen würde und erst zum Schluss bei der Astrofotografie eine GuidingCam.
So hatte ich auch gedacht, bin dann aber mit der ASI 120 MM als Hauptkamera etwas auf die Nase gefallen. Die ASI 178 ist hingegen eine wirklich gute Kamera, auch als Hauptkamera für EAA. Leider gibt es sie nicht mehr zu kaufen. Das mit dem Ampglow ist bei Verwendung des ASIAir kein Problem, weil Du sowieso Darks und Bias machst. Das geht mit dem ASIAir quasi automatisch.

Ich wage ja die Prognose, dass es bei Euch mit der visuellen Astronomie vorbei ist, sobald Ihr das erste Mal Livestacking ausprobiert habt. Vor allem für die Kinder dürfte das sehr viel interessanter sein.

CS.Oli
 
Hallo

Warum nicht gleich die Asi Air 533?
Noch ein 0,75 komakorrektor und du willst gar kein Apo mehr haben

Gruß Frank
 
Ich sehe das etwas anders als Jörg. Der PDS ist an sich nicht schwer, das ist richtig. Aber du musst auch noch die Rohrschellen berechnen, Prismenschienen, die Kamera, Computer und alles mögliche andere an Gedöns (Kabel usw...). Hört sich nicht viel an, macht aber was aus. Zum Vergleich: Mein Takahashi Baby-Q bringt Tubus only nur 3,5 kg auf die Waage. Mit dem gesamten Setup wiegt er 7,5 kg ungefähr.
Ich wiege heute mein Newton inkl. Rohrschellen. ASIAIR kommt ans Stativbein, d.h. neutral; hier meine Schätzung bei Ausbau Newton PDS zur Astrofotografie:
  • Sky-Watcher 150/750 PDS: ~5.8 kg
  • Rohrschellen + Schiene: ~0.7 kg
  • ASI533MC Pro: ~0.47 kg
  • Komakorrektor: ~0.30 kg
  • 50 mm Leitrohr (WO/TS/EVOGuide): ~0.45–0.55 kg
  • ASI220MM Mini: ~0.12 kg
  • ASIAIR Plus: ~0.25 kg
  • Zubehör (Kabel, Dew-Heizer, Halter): ~0.35 kg

    Summe: ~8.5–8.8 kg
Das wäre der Maximalausbau und tatsächlich knapp über den Grenzbereich, mit einer ASI585MC Air und ohne Leitrohr wieder innerhalb, aber eigentlich soll es fotografisch mit einem APO weitergehen ...

Ich wage ja die Prognose, dass es bei Euch mit der visuellen Astronomie vorbei ist, sobald Ihr das erste Mal Livestacking ausprobiert habt. Vor allem für die Kinder dürfte das sehr viel interessanter sein.
Das kann sein, dass für die Kinder dann interessanter sein wird, aber mich reizt das Visuelle nach wie vor
Warum nicht gleich die Asi Air 533?
Noch ein 0,75 komakorrektor und du willst gar kein Apo mehr haben

Gruß Frank

weil das Setup insgesamt schwerer ist und der Komakorrektor so viel kostet wie ein guter APO.
 
Ich wiege heute mein Newton inkl. Rohrschellen. ASIAIR kommt ans Stativbein, d.h. neutral; hier meine Schätzung bei Ausbau Newton PDS zur Astrofotografie:
  • Sky-Watcher 150/750 PDS: ~5.8 kg
  • Rohrschellen + Schiene: ~0.7 kg
  • ASI533MC Pro: ~0.47 kg
  • Komakorrektor: ~0.30 kg
  • 50 mm Leitrohr (WO/TS/EVOGuide): ~0.45–0.55 kg
  • ASI220MM Mini: ~0.12 kg
  • ASIAIR Plus: ~0.25 kg
  • Zubehör (Kabel, Dew-Heizer, Halter): ~0.35 kg

    Summe: ~8.5–8.8 kg
Das wäre der Maximalausbau und tatsächlich knapp über den Grenzbereich, mit einer ASI585MC Air und ohne Leitrohr wieder innerhalb, aber eigentlich soll es fotografisch mit einem APO weitergehen ...


Das kann sein, dass für die Kinder dann interessanter sein wird, aber mich reizt das Visuelle nach wie vor


weil das Setup insgesamt schwerer ist und der Komakorrektor so viel kostet wie ein guter APO.
Für 600€ bekommt man keinen 150er Apo, schon gar nicht mit F/3.75
Man könnte auch statt der AM3 eine andere Chinesiche HD Monti benutzen, die laufen eigentlich alle wie die Zwo mit Onstep Steuerung, dann geht es für den Preis auch 1-2 Klassen höher.
Man bedenke das Kabelgestrüp, nur noch Kamera dran und USB Kabel zur monti und fertig.

Gruß Frank
 
Ich wiege heute mein Newton inkl. Rohrschellen. ASIAIR kommt ans Stativbein, d.h. neutral; hier meine Schätzung bei Ausbau Newton PDS zur Astrofotografie:
  • Sky-Watcher 150/750 PDS: ~5.8 kg
  • Rohrschellen + Schiene: ~0.7 kg
  • ASI533MC Pro: ~0.47 kg
  • Komakorrektor: ~0.30 kg
  • 50 mm Leitrohr (WO/TS/EVOGuide): ~0.45–0.55 kg
  • ASI220MM Mini: ~0.12 kg
  • ASIAIR Plus: ~0.25 kg
  • Zubehör (Kabel, Dew-Heizer, Halter): ~0.35 kg

    Summe: ~8.5–8.8 kg
Das wäre der Maximalausbau und tatsächlich knapp über den Grenzbereich, mit einer ASI585MC Air und ohne Leitrohr wieder innerhalb, aber eigentlich soll es fotografisch mit einem APO weitergehen ...
Die Frage wäre, was du genau benötigst. Prinzipiell hast du ja ein gutes Gerät zum Fotografieren, nämlich den PDS. Mit einem ordentlichen Korrektor muss der sich hinsichtlich der Abbildung nicht hinter höherpreisigen Geräten verstecken und bei f/5 ist die Justage auch noch gutmütig. Klar kostet der Korrektor noch mal Geld, aber ein Teleskop zusätzlich würde ein größeres Loch in den Geldbeutel schlagen. Also warum zusätzlich kaufen und nicht erstmal mit dem arbeiten, was man ohnehin schon hat? Ausnahme wäre freilich, dass Flugreisen geplant sind. Den PDS wirst du kaum ins Handgepäck bekommen.

Die Rechnung bezüglich des Gewichts mag aufgehen, aber das Ganze ist meist mehr als die Summe seiner Teile. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage dir, das ganze wird schwerer als gedacht. Wenn dir die 5 kg der AM5 zu schwer sind oder die AM5 zu teuer, dann würde ich mich nach einem China-Klon umsehen, zB der Umi 17R. Wiegt weniger als die AM5 und trägt aber ungefähr gleich viel oder sogar etwas mehr.

Nicht falsch verstehen: Ich möchte nicht von der AM5 oder AM3 abraten. Ich habe beide Montierungen. Die sind top und gehen natürlich mit der Asiair Hand in Hand. Nur was die Belastungsgrenze betrifft, habe ich bei der AM3 und dem Newton meine Bedenken.

CS,

Ulrike
 
Wenn man nicht unbedingt auf jedes Kilogramm bei der Montierung und Stativ achten muss, würde auch ich eine AM5 oder vergleichbare, günstigere HD-Montierungen bevorzugen. AM5 vs. AM3 ist mir alleine schon die größere Prismenklemme und größere Drehgriffe deutlich sympathischer. Hatte damals die AM3 fast wieder so schnell verkauft, wie das TC40 Stativ. Aber es gibt auch mehr als genug Fans für die AM3 und TC40.
 
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