Celestron C6 und C8 vs. Refraktoren

@VisuSCor

Guten Abend Oli,

ich lege mich auf NexStar mit SkyAlign nur deshalb fest, weil die Software erlaubt:
- Aufstellung Montierung ohne Ausrichtung nach Norden und ohne paralleler Ausrichtung zum Boden
- Man muss die Sterne für das Alignment nicht kennen
Das sind, sofern ich die Erklärungen hier im Forum richtig verstanden habe, Alleinstellungsmerkmale von SlyAlign.
Letzteres ist insofern hilfreich, weil ich aufgrund der Himmelshelligkeit die Sternbilder nicht zusammenhängend sehen kann.

Grüsse Monica
 
Hi!

Zwei praktische Seiten:
berechnet Austrittspupille etc, und
zeigt dir die Gesichtsfelder verschiedener Kombinationen.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Monica,

C6 = 152mm Öffnung /1500 mm Brennweite
20 mm Okular = 75-fach = 2,033 mm AP

C8 = 203 mm Öffnung / 2032 mm Brennweite
20 mm Okular = 101,6 = 2,0 mm AP

Vergrößerung = Teleskopbrennweite mm / Okularbrennweite mm
AP = Öffnung Teleskop mm / Vergrößerung

Gruß :coffee: :teleskop:
Mathias
 
Hallo,

Mit dem C8 unter Vorstadthimmel fand ich für DSO das 25 mm Okular am angenehmsten. Für Planeten und Doppelsterne ein 10 mm oder, bei gutem Seeing, auch mal das 7 mm Okular.

CS.Oli
 
- Aufstellung Montierung ohne Ausrichtung nach Norden und ohne paralleler Ausrichtung zum Boden
Das ist meiner Meinung nach falsch! Eine GoTo Montierung muss immer waagrecht ausgestellt sein!!!

Im übrigen ist eine Ausrichtung nach Norden mit einem kleinen Kompass oder bei Sicht auf Polaris kein Hexenwerk.

Ich gebe allerdings zu, dass ich das Alignment von Celestron als sehr einfach und zuverlässig empfand. Inzwischen ist mir die parallaktische Aufstellung zehnmal lieber.

Monica: hast Du schonmal über ein Seestar nachgedacht? Ich vermute, dass Du mit so einem Gerät sehr viel Spaß haben könntest. Es muss auch nur waagrecht aufgestellt werden und findet sich dann selbst zurecht.

CS.Oli
 
An Alle,

vielen Dank für die Antworten.
An Oli: Seestar habe ich noch nicht gehört. Werde es mir gleich ansehen!

Grüsse Monica
 
Hallo Monica.

Das wäre bei Beiden ein 20mm Okular.

Bei welcher AP bei deinen Bedingungen der Himmelshintergrund genügend abgedunkelt wird, die Objekte am besten sichtbar sind, sollte durch variieren von ca. 30mm bis herunter auf ca. 6 - 8mm Okularbrennweite herausgefunden werden.



Austrittspupille = Teleskopöffnung / Vergrößerung

oder auch

Okularbrennweite = Austrittspupille x Öffnungszahl

Okularbrennweite = 2 x 10 = 20mm

(Die Zahl 10 kommt vom Öffnungsverhältnis
1 : 10)

Der Spagat ist eigentlich, dass damit auch das Sehfeld kleiner wird, und lichtschwächere Objekte trotzdem nicht über die Umgebungshelligkeit herauskommen.

Zum Auffinden (auch bei GoTo Betrieb) braucht man ebenfalls ein größeres Sehfeld
d.h. Okulare mit 30 bis 40mm, und damit sind blasse/ lichtschwache Objekte wiederum schwerer auszumachen....

Aber grundsätzlich halte ich ein C8 oder auch ein C 9,25 bei aufgehelltem Himmel für einsetzbar.

Man muss halt schauen was möglich ist.

Ich schick dir eine kleine Zusammenstellung..

VG Hermann
 
verstehe nicht so ganz, was nach Norden ausgerichtet werden muß. Die AZ-Montierung hat ja keinen Polsucher.
Könntest Du bitte erklären, wie das Ausrichten erfolgen muß.

Hallo Monica,

Soweit ich mich erinnere, fährt eine Skywatcher Montierung mit Sky-Align den vorgeschlagenen Stern schon grob an. Damit das funktioniert, muss die Optik in eine bestimmte Grundstellung gebracht werden. Von da aus berechnet die Software die Position des jeweiligen Sterns, der als erstes angefahren wird. Man muss dann diesen Stern noch (im Okular) zentrieren und bestätigen.

Wie die Montierung für das Alignment aufzustellen ist, ist aber in der jeweiligen Bedienungsanleitung genau beschrieben und auch für jeden problemlos machbar.

Wichtig ist dabei, dass die Montierung seinen Standort und die aktuelle Zeit kennt. Einige Geräte, wie das CPC800 werden mit GPS angeboten, andere, wie meine iOptron HAE29 kann man über das Smartphone Zeit und Standort abgleichen. In der Regel kann man die Daten auch manuell über die Handsteuerung oder eine App eingeben.

Diese Informationen betreffen azimutal aufgestellte Montierungen. Sobald man äquatorial oder parallaktisch arbeitet, ist das Thema über das Polar Align geregelt, denn damit kennt die Montierung ihre Position ja auch und findet die Objekte recht genau.

Die meisten GoTo Systeme bieten die Möglichkeit, Abweichungen, die mit der Zeit auftreten, wieder zu synchronisieren.

Richtig nett wird es übrigens, wenn Du mit Kamera und Astrocomputer arbeitest. Dann kommt Platesolving zum Einsatz und ausser dem Polar Align muss man sich um nix mehr kümmern. Genauso wie bei dem vorgeschlagenen Smartscope (Seestar S50 oder Vaonis Verspera).

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine GoTo Montierung muss immer waagrecht ausgestellt sein!!!
Sofern es sich dabei um eine azimutale Montierung mit GoTo handelt, wie z.B. bei den NexStar oder auch den CPC Modellen von Celestron. Jedenfalls geht der Algorithmus der Sternortberechnung davon aus.

Wenn es sich dagegen um eine parallaktische Montierung mit GoTo handelt, kommt es nur darauf an, dass die Stundenachse möglichst genau auf den Himmelspol ausgerichtet ist. Dabei ist es unbedeutend, ob das Stativ und der Unterbau exakt waagerecht aufgestellt sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo würdest Du die Zusammenstellung hinsenden?
Guten Morgen Monica.

Ich hatte dir eine Nachricht mit einer angehängten PDF Datei gesendet.
Ganz oben in der Menuezeile auf das Briefsymbol klicken wenn da eine rote Markierung auftaucht.

Bezüglich Star-Align System von Celestron haben wir im Verein seit einem Halben Jahr zwei Kollegen, einer mit einem C8 auf azimutaler "Einarm" Montierung und einem "AutoStar- Align Modul" und der andere ein C9,25 auf parallaktischer Montierung mit einem "Autoguider" Kamera Modul.

Beide Systeme vollständig aus dem Hause Celestron.

So wie Oli und Peter schreiben wird die "Azimutale" nur in die Waage gestellt und sie richtet sich, wenn genügend Sterne sichtbar sind automatisch aus.

Die Parallaktische Montierung wird nach Norden ausgerichtet und auf den Breitengrad in der Höhe voreingestellt.

Das Polaralignment kann interaktiv über das Menue sehr genau korrigiert werden, und das Alignment auf den Sternenhimmel läuft vollautomatisch ab.
Wenn wie gesagt genügend Sterne sichtbar sind.
Bitte auch hier keine Wunder erwarten.

Die zwei Kollegen wohnen am Stadtrand, und hatten Schwierigkeiten an ihrem Standort die Geräte zu betreiben.

Sie sind deshalb zu unserem Verein gekommen, und fahren jetzt regelmäßig 60 km zu unserer Sternwarte auf dem Land in 900m Seehöhe.
Ich durfte beide bei ihrem Einstieg begleiten und kann von daher sagen, dass ihr Alignment sehr von der Sichtbarkeit einer ausreichenden Anzahl von Sternen abhängt, die sie an ihrem Wohnort nicht immer haben.

Von daher wäre es ebenfalls interessant vorab ein solches System an deinem Standort auszuprobieren.

VG Hermann
 
Zuletzt bearbeitet:
Soweit ich mich erinnere, fährt eine Skywatcher Montierung mit Sky-Align den vorgeschlagenen Stern schon grob an.
Guten Abend Oli,

SkyAlign ist ein Features, dass es nur bei den Celestron-Montierungen gibt.
Obwohl alles bei der Firma Synta gefertigt wird, wie mir ein Händler berichtete, ist SkyAlign ein Alleinstellungs-
merkmal von Celestron, dass nicht an Skywatcher weitergegeben wurde.
Das wird mich davon abhalten, die Montierung "Fusion" von Skywatcher zu kaufen. Die adäquate Montierung
"Evolution" von Celestron ist mir zu kostspielig

Nun noch mal zum Thema Auflösung:
auf der Webseite eines Händlers werden zum C6 zwei Angaben zur Obstruktion gemacht:
- Obstruktion rel. zum Durchmesser: 37% (Bestimmt die Kontrastleistung des Teleskops)
- Obstruktion rel. zur Fläche: 14%

Welche Bedeutung, für die visuelle/fotografische Beobachtung, hat die Angabe der Obstruktion von 14% rel. zur Fläche?

Grüsse Monica
 
Hallo Mathias,

das beantwortet nicht meine Frage:
Welche Bedeutung, für die visuelle/fotografische Beobachtung, hat die Angabe der Obstruktion von 14% rel. zur Fläche?

Grüsse Monica
 
Das hat beides genau die selbe Bedeutung.

Das eine gibt an, wie viele Zentimeter Länge der Fangspiegeldurchmesser vom Öffnungsdurchmesser verdeckt, das andere gibt an, wie viele Quadratzentimeter Fläche die Fangspiegelfläche von der Öffnungsfläche verdeckt. Da Haupt- und Fangspiegel beide rund sind, drückt beides genau das selbe aus, nur einmal mit hübscheren, da kleineren Zahlen.

Clear Skies,
Alex
 
Dem Händler ist das relativ egal, der gibt einfach beides an.

Auf die nackten Zahlen darfst du eh nicht zu viel geben – die C8 z.B. haben 203mm Öffnung. Da wird dann beim Übersetzen der US-Beschreibung schnell mal 20cm draus (korrekt gerundet), was beim nächsten Durchgang dann vielleicht wieder zu 200 mm wird, und dann tauchen im Forum die Fragen auf, warum das eine C8 3mm mehr Öffnung hat als das andere, obwohl die identisch sind.

Oder der Hersteller gibt die Tubuslänge mit sagen wir 30,5 Zoll an (was so eine schöne runde Zahl ist, dass es sehr wahrscheinlich nicht exakt 30,500 Zoll sind, sondern auf halbe Zoll gerundet wurde. In der Übersetzung werden dann auf einmal 774,7mm draus, was bestimmt nicht auf einen Zehntel Millimeter passt.

Auch Teleskopbrennweiten müssen nicht auf den Millimeter exakt sein, was man heute mit Platesolving öfter überrascht bei der Analyse feststellt. Wobei das bei älteren Teleskopen noch eher der Fall sein dürfte, wo noch manuell geschliffen wurde – und man lieber minimal in der Brennweite daneben lag, als eine schlechtere Abbildung zu haben. Wie viel Messungenauigkeit bei Okularbrennweiten dabei ist, will ich auch gar nicht wissen.

Messfehler und Toleranzen gibt halt auch keiner an. Mach dir da nicht zu viele Gedanken. Das für alles perfekte Teleskop gibt's eh nicht.
 
um das mal aufzugreifen:
1 Zoll = 25,4 mm
C8 = 8 Zoll (8")
8" * 25,4 mm = 203,2 mm Öffnung ;)

Gleiches Spiel beim C8 mit 0.63 Reducer.
Brennweite vom C8 ist 2032 mm, 2032 * 0,63 = 1280,16 Brennweite. Oft wird mit 1200 mm oder 1300 mm gerechnet.

Das hat beides genau die selbe Bedeutung.
:y:
vom Ergebnis her läuft es auf dasselbe hinaus. Also in der optischen Wirkung.
Wenn man einen Newton betrachtet, der fotografisch ausgerichtet ist, wird der Fangspiegel größer gewählt, damit er den Chip voll ausleuchten kann. Bei einem Dobson, der visuell ausgerichtet ist, ist der Fangspiegel möglichst klein, um wenig Obstruktion zu erreichen.

Wobei das nicht direkt zu vergleichen ist, da der Fangspiegel beim Newton oval ist. Man muss auch noch die Fangspiegelstreben berücksichtigen.

Somit ist ein SC von Fangspiegel und Obstruktion her einfacher zu handhaben, optisch symmetrischer. Aber durch seine hohe Brennweite, selbst mit Reducer, ist er in der Nachführung anspruchsvoller und braucht auch mehr Belichtungszeit.

Dem Händler ist das relativ egal, der gibt einfach beides an.
wenn es denn dann auch angegeben wird. Ist leider nicht immer der Fall.

Wie viel Messungenauigkeit bei Okularbrennweiten dabei ist, will ich auch gar nicht wissen.

Messfehler und Toleranzen gibt halt auch keiner an. Mach dir da nicht zu viele Gedanken. Das für alles perfekte Teleskop gibt's eh nicht.
:y:
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Diskussion hier mit der Vergleichbarkeit hinkt etwas, bei mir am Stadtrand ist das Seeing fast immer der begrenzende Faktor für Schärfe und Kontrast und dann sind 200 mm Öffnung immer noch 200 mm Öffnung und zeigen Sterne und Deep-Sky Objekte heller und besser aufgelöst. M13 sieht auch bei miserablen Seeing im C8 bei 200-fach noch spektakulär aus, der Jupiter allerdings nicht mehr. Selbst wenn ein C8 nur die Schärfe eines 132 Refraktors haben soll, so hat der C8 trotz der Obstruktion eine Fläche wie ein 190 mm Refraktor und dann mehr als doppelt so viel Fläche wie ein 132 mm Refraktor und das macht einen sehr deutlichen Unterschied vor allem bei Sternhaufen. Der Lichtverlust ist bei den aktuellen C8 Vergütungen recht niedrig und Lichtverluste haben auch alle anderen Optiken, vor allem wenn sie aus mehreren Linsen bestehen.

Ein C8 mit Gabelmontierung ist eine sehr leichte und kompakte Einheit und daher ausgesprochen praxisfreundlich. Mein C8 mit Gabelmontierung lässt sich auch ohne Stativ wie ein Dobson auf den Tisch stellen und benutzen. Das sind dann 200 mm Öffnung inkl. Montierung superkompakt in einer Einheit mit nur 11 kg Gesamtgewicht (ohne Stativ).

Ein weiterer Praxisvorteil vom SC ist der sehr kurze Abstand vom Zenitspiegel zur Drehachse. Beim Schwenk vom Horizont zum Zenit ändert sich kaum die Einblickhöhe. Dank Gabelmontierung ist das Beobachten im Zenit auch problemlos möglich.
 
Wobei das nicht direkt zu vergleichen ist, da der Fangspiegel beim Newton oval ist ...
Somit ist ein SC von Fangspiegel und Obstruktion her einfacher zu handhaben, optisch symmetrischer.
Das ist doch völlig egal: dass der Fangspiegel beim Newton oval ist, ist dem Umstand geschuldet, dass er gegen die optische Achse um 45° geneigt ist. Für das einfallende Licht sieht der Fangspiegel beim Newton genaus so rund wie beim SC aus. Rein optisch wirkt eben nur der kleine Durchmesser vom ovalen Fangspiegel beim Newton.
 
Guten Morgen,

Es war wohl nicht ganz glücklich den Newton ins Spiel zu bringen :), da es hier ja um die Obstruktion eines SCs geht.

Letztendlich ist die Obstruktion vorhanden und kommt bei beiden Systemen aus verschiedenen Gründen zu Stande.
Ich möchte mich jetzt auch nicht um die verschiedenen %-Zahlen streiten, da, wie Alex @Kerste schon geschrieben hat, beide %-Zahlen laufen auf's Gleiche hinaus.

Ebenso gilt für mich was @Holgi geschrieben hat, das eben unter anderem auch das Seeing ins Spiel kommt :y:.

Ich habe sowohl einen C8 als auch einen Newton und bin mit beiden zufrieden und erreiche das was ich will. Jedes der Teleskope hat so sein Vor- und Nachteile .
Und zugegeben, so wirklich um die Obstruktion habe ich mich noch nicht gekümmert. Sie ist halt vorhanden und ich muss damit leben ;) .

Um sie zu umgehen, müsste ich einen Apo anschaffen, $ ;).
Aber Newton und Apo sind nicht Gegenstand der Diskussion.

Obstruktion wirkt sich halt visuell wie fotografisch aus. Aber mei, es spielen halt noch ein paar andere Faktoren mit und nicht zuletzt auch das subjektive Empfinden.

Gruß :coffee::teleskop:
Mathias
 
Eh ich mir einen 6" apo zulege kaufe ich mir lieber eine 8" obstruierte Optik. So einfach ist das!
Kommt immer darauf an, was man damit anstellen möchte. :giggle:

Für visuelle Planeten- /Sonnen-/Mondbeobachtung wäre mir ein schöner, perfekter 6“ Apo in aller Regel lieber als (fast) jede beliebige obstruierte Optik in 8“. Ausnahme ggf. ein hochstrehliger, leichter 8“ MN mit sehr kleinem FS. ;) Den Refraktor dann noch als Fagott (wegen Einblick) in Leichtbauweise konzipiert ließe für diesen Zweck in 6“ kaum Wünsche offen.

Evtl. wäre auch ein hochstrehliger 6-8“ Schiefspiegler das Instrument der Wahl in diesem Bereich. Allerdings hat man dabei wieder ein paar andere Einschränkungen.

Gruß
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Der 8 Zoller hat eine höhere Auflösung, ist farbreiner als der apo und ist Lichtstärker!
Viele Grüße Frank
 
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