Orion SkyScanner 100 mm – lohnt sich das für den Einstieg mit Familie?

Fuchsi5896

Neues Mitglied
Hallo zusammen,



ich überlege, mir ein Orion SkyScanner 100 mm zuzulegen.

Ich könnte aktuell recht günstig an eines kommen und frage mich, ob sich das für den Einstieg wirklich lohnt oder ob es eher ein Kompromiss ist.


Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meiner Frau und meinem Sohn den Mond, Jupiter, Saturn und vielleicht auch helle Deep-Sky-Objekte wie den Orionnebel oder die Andromeda-Galaxie zu beobachten.


Mir ist klar, dass man in dieser Preisklasse keine Wunder erwarten kann, aber es soll ein unkomplizierter und familientauglicher Einstieg sein, der Spaß macht und ein gutes Bild liefert.


Mich interessieren eure Erfahrungen mit dem SkyScanner – insbesondere in Bezug auf Bildqualität, Stabilität und Handhabung – sowie eventuelle Alternativen in ähnlicher Größe und Preisklasse.


Viele Grüße


Niklas
 
Hallo Niklas,
mein Gedankengang geht / ginge zu den Celestron-Modellen. Nicht daß ich hier den C 8 herausstellen will. Jedoch gibt es ein 5", der noch als "Spektiv-Gerät" in der Beschreibung steht. Handlich und vom Vergrößerungsbereich sehr wandelbar.
Sogar ein 90 mm Gerät war sehr gut ggü. einem Test von einem 90 mm Eschenbach, der reinste Farbwerfer. ist allerdings schon viele Jahr her.
Und ein 30x60 Spektiv von Zeiss war nicht berauschend, während wiederum die Spektive von Optolyth "erste Sahne" waren.
Ist öffnungsmäßig und Geräte-Typ-mäßig alles abzuwären, woran man Geschmack hat und das "nötige Kleingeld".
Direkte Erfahrung mit einem SkyScanner kann ich dir (sorry) nicht liefern.

Gruß Günther
 
Hallo Niklas,
ich sehe dieses Teleskop eher kritisch, grade für Anfänger.
Das ist ein Newton mit einem Öffnungsverhältnis von 1:4 oder F/4. Das stellt eine recht hohe Anforderung an die Justage. Für Anfänger nicht unbedingt sofort beherrschbar…
Dann dieser Okularauszug aus Kunststoff, der das scharfstellen eher zu einem Geduldsspiel werden lässt.
Bei dem Modell weiss ch nicht, ob der Hauptspiegel überhaupt justierbar ist, es gibt welche, da ist eine Justagemöglichkeit nicht vorgesehen.
Was soll das Teil denn kisten, bzw, wie hoch wäre euer Budget?
Ich vin mir ziemlich sicher, dass sich etwas passenderes finden lässt.

Grüße Rainer
 
Hallo,
man sollte ja keine Werbung spez. Namen Astrofirmen nennen. Aber ich sage mal, sieh dir mal TS Ransburg an. Die Geschäftsverbindung besteht schon über 20 Jahre, ohne jemals ein Reklamation oder dergl. gehabt. Das spricht für sich !!!

Gruß Günther

PS: bekommen keine Euronen für solch eine Empfehlung......
 
Hallo zusammen,


erstmal danke euch für die Rückmeldungen und Einschätzungen – das hilft mir wirklich, das Ganze besser einzuordnen.


Der Vollständigkeit halber: Das Orion SkyScanner 100 mm, um das es ging, könnte ich für etwa 70 € bekommen.


Da hier ja schon angemerkt wurde, dass es eventuell kritisch für Einsteiger sein könnte, würde mich interessieren, was man bis ungefähr 100 € (gebraucht oder neu) eventuell als bessere Alternative bekommen könnte – falls das überhaupt realistisch ist.


Ich möchte einfach einen unkomplizierten Einstieg, hauptsächlich für Mond- und Planetenbeobachtung, gern auch gemeinsam mit meiner Familie.


Viele Grüße


Niklas
 
Hallo Niklas,
mit 100€ Budget ist es schwierig guten Gewissens etwas zu empfehlen…
Aus welcher Ecke kommst du denn? Es gibt einige Sternwarten, die Beobachtungsabende anbieten. Vielleicht wäre das im Vorfeld ratsam in betracht zu ziehen?
Wäre ja auch ein schöner Familienausflug.
Bei den derzeit verfügbaren visuellen Teleskopen fehlt mir einfach der Überblick, weil ich hauptsächlich fotografiere… andere können da sicher mehr erhellendes dazu beitragen.

Grüße Rainer
 
Moin!

Ich hatte mir seinerzeit, als dies Teleskop-Modell neu auf den Markt kam, das baugleiche Gerät von Skywatcher (Heritage 100P) angeschafft. Mir ging es vor allem darum, wie das Handling dieses Teleskop ist.
Zunächst einmal: das Dingens ist kleiner als man denkt. Was mich vor allem gestört hat, ist dieser seltsame Einblick von Oben, der Auszug sitzt oben auf dem Tubus. Ich frage mich, wie man da entspannt hinter sitzen soll. Zu einer erfolgreichen Beobachtung gehört vor allem, daß man die Beobachterposition auch längere Zeit "halten" kann, ohne Probleme im Rücken oder Nacken zu bekommen. Das war jedenfals schon sehr seltsam.
Zweites großes Problem ist die bereits angesprochene kritische Teleskop-Dimensionierung mit einem f/4-Spiegel. Der ist zwar lt. Hersteller parabolisch ausgeführt, kann aber im Gerät selbst nur bedingt justiert werden. Es fehlen nämlich sämtliche Justageschrauben am Hauptspiegel. Die ganze Optik kann also nur über den Fangspiegel "korrigiert" werden - von einer ordentlichen Justage keine Rede. Das ist schon mal schlimm bei f/4, wenn man da nicht empfindlich genug einstellen kann.

Für mich waren die beiden geschilderten Sachen jedenfalls ein NoGo, so daß ich die Optik gleich wieder abgestoßen habe.

Von mir zum Thema noch folgende Tips:
Wenn schon ein kleiner Dobson-Newton, dann würde ich mich nach einem Bresser Messier 5" oder 6" (130 oder 150 mm Hauptspiegel) gebraucht umschauen. Eine offene Variante ist der Skywatcher Heritage 130P oder 150P.
Es gibt spw. auch einen brauchbaren Einstiegs-Refraktor (also Linsenteleskop) mit ausreichender Montierung bspw. von TS: Achromat 80/900 mm auf EQ3-1.

Wenn es noch günstiger sein soll, hier mal meine Einkäufe günstiger Optiken aus dem letzten Jahr mit Circa-Preisen:
Newton 76//00 mm auf azimutaler Gabelmontierung (aka "Tchibo-Torpedo") neu für 39 EUR. Refraktor 70/700 mm auf einfachem Stativ neu 25 EUR. Refraktor 80/700 mm ebenfalls mit Stativ, refurbished um 70 EUR, einfacher Newton 114/500 mm (Bresser Solarix) auf einfacher Gabelmontierung (hervorragender Richfielder!), gebraucht für 50 EUR. Newton 114/900 mm ebenfalls auf Gabelmonterung (ähnlich Tchibo-Newton 76/700 mm) von Bresser / National Geographic Sonderauführung, gebraucht um 70 EUR.

Das ist nur ein Überblick über das, was in dem Preisbereich bis 100 EUR gehen kann. Man sollte sich vor allem bei den Refraktoren noch ein brauchbares Fotostativ zulegen, mit dem man die Optik sanft nachführen kann. Von äquatorialen / parallaktischen Montierungen in dem Preisbereich sollte man als Einsteiger eher die Finger lassen, gute Schnäppchen sind da extrem selten.
Zu dem Ganzen komt noch die Okularfrage. Die originalen Beipack-Okulare kann man i. d. R. (mit sehr wenigen Ausnahmen) vergessen. Als nötige Zusatzinvestition ist mindestens noch einmal ein dreistelliger Betrag für die Grundausstattung dafür notwendig.
Man kann Glück haben und erwischt wie ich einen 3er Satz neuer Weitwinkel-Okulare (68°) 20, 15 und 9 mm von SVBONY für knapp 100 EUR im Angebot. Da muß man aber schon die Augen aufhalten.
 
Hallo,
darf ich dich noch einmal an die Notiz vom "Sonntag 19.48 Uhr" erinnern. Wenn du mit TS ein 14tägiges Umtauschrecht vereinbarst, dürfte die Sache doch klargehen.
Einfach versuchen, "Wolfi" oder ein anderer Mitarbeiter läßt immer mit sich reden.

Gruß Günther
 
Hallo Günther,
bei einem Einsteiger, der nach Unterstützung fragt, die Empfehlung, doch einfach einen Händler zu fragen, geht am Sinn der Einsteigerberatung hier im Forum völlig vorbei!
Wenn du keine Beratung leisten kannst, dann lass es besser. Man sollte immer im Blick haben, dass es da um das Geld von anderen geht…und Händler wollen/müssen verkaufen.
Es freut mich, dass du gute Erfahrungen mit TS gemacht hast, und Wolfi ist auch mein Haupthändler, aber der kommt nicht an diesem Punkt ins Spiel!

Grüße Rainer
 
Hallo Niklas,

ganz so kritisch sehe ich das gar nicht. Ist bestimmt das Teil auf Kleinanzeigen.
Ich konnte da zumindest einen Orion Skyscanner 100 für 70 Euro finden.
Allerdings nur mit 20mm Okular, eigentlich gehört da noch ein 10mm Okular dazu.
Da würde ich noch handeln.

Ich konnte auch Reviews im Internet finden.

Natürlich wird das nicht das Top Teleskop sein, und der Haupspiegel scheint auch nicht justierbar zu sein.
Aber wenn der Preis enstprechend günstig ist hält sich das Risiko nun wirkich in Grenzen.
Mond & Orionnebel wären da lohnende Ziele.

Allerdings konnte ich auch günstige Alternativen finden.
Bei TS bestelle ich auch schon lange und da gibt es unter Schnäppchen Teleskope gerade z.B. ein Starscope 76/700 Newton Teleskop für 59 Euro.
Vom Zubehör würde ich nur das 20mm & 12,5mm Okular verwenden.
Auch hier darf für den Preis natürlich nicht zu viel erwartet werden.

Wenn es gleich etwas mehr sein soll, würde ich in Richtung 5" / 6" Dobson gehen.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,
du hast die Intention meines Beitrages offenbar nicht verstanden…

Grüße Rainer
 
ich überlege, mir ein Orion SkyScanner 100 mm zuzulegen.

Ich könnte aktuell recht günstig an eines kommen und frage mich, ob sich das für den Einstieg wirklich lohnt oder ob es eher ein Kompromiss ist.

Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meiner Frau und meinem Sohn den Mond, Jupiter, Saturn und vielleicht auch helle Deep-Sky-Objekte wie den Orionnebel oder die Andromeda-Galaxie zu beobachten.

Hallo Niklas
Bei sehr begrenztem Budget bist du mit dem gebraucht kaufen schon auf der richtigen Linie, jedoch,
von so einem low-Budget F4 Plastik-Newton rate ich dir ab, hier bei ca min.10 was du erwarten kannst bei den Planeten, nicht erbaulich. Incredible telescope for under £100

LG und viel Spaß beim nach oben schauen,
Martin
 
Hallo Rainer,
zu deiner Kurznachricht hier um 10.17 Uhr: immer diese Fremdwörter, sorry, geht das nicht auch in einfachem Deutsch ? (Meine Bildungslücke, der es nicht so mit "komplizierter Ausdrucksweise" "am Hut hat".....)

Gruß Günther
 
Ein Teleskopsetting um die 100€ - dazu noch visuell - und auch noch als Familiengadget. In kurz: Ich habe die starke Vermutung, dass das nicht übereinkommt und die Vorstellung familiärer Astronomie damit an falschen Erwartungen scheitert. Visuell sieht man, solange Du nicht in der dunkelsten Ecke Deutschlands wohnst, visuell in so einem Preisbereich ernüchternd wenig (Lichtverschmutzung). Dazu kommt, dass mit diesem Materialinvestment der Frust nahezu vorprogrammiert ist.

Meine Empfehlung: Wenn es denn unbedingt visuell sein muss, dann etwas mehr sparen und o.g. Einsteigerteleskope im Gebrauchtmarkt checken, oder - und das ist je nach Budget für solche Vorstellungen m.E. die beste Lösung, auf ein Smart Teleskop gehen oder sich generell mal mit dem Thema der Smart Teleskope zu befassen. Das kostet ca. 550€ - All inclusive (ja, deutlich über Budget bspw. DWARF3 oder ZWO Seestar S30) hier ist aber das Familienerlebnis über viele Sichtungen unkompliziert, schnell und einfach gesichert!

100€ sind für ein adäquates Astronomie-Erlebnis m.E. heutzutage rausgeschmissenes Geld wenn nicht irgendwo zumindest eine halbwegs brauchbare Montierung o.ä. Verwertbares rumsteht. Das Geld man sich sparen kann. Das mag mancher Althase hier anders sehen, ich stehe dazu. Daher die Idee lieber aufs nächste Weihnachten vertagen, Smart Teleskop zulegen und einfach mit der Familie niedrigschwellig Spaß am Sternenhimmel haben!

CS Thomas
 
Hallo Niklas,

willkommen im Forum und viel Spaß hier.

Da hier ja schon angemerkt wurde, dass es eventuell kritisch für Einsteiger sein könnte, würde mich interessieren, was man bis ungefähr 100 € (gebraucht oder neu) eventuell als bessere Alternative bekommen könnte – falls das überhaupt realistisch ist.
ich habe Dir diesbezüglich eine PN (persönliche Unterhaltung) über einen Tischdobson: Omegon Dobson Teleskop N 102/640 DOB gesendet.

Gruß
Mathias
 
Wenn es denn unbedingt visuell sein muss,
Ich fass' es nicht ...!

Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen: Wenn es unbedingt visuell sein muss ...
Bro, jetzt mal ganz im Ernst (großes Indiander-Ehrenwort und ohne zu flunkern!): wie alt bist Du??

Wollen wir uns nochmal gemeinsam an die Eingangsfrage erinnern?
Es ging darum, mit Frau und Kind ein paar schöne Standards zu beobachten, in aller Einfach- und Bescheidenheit mit einem gebrauchten, günstigen Teleskop, was für den Autor des Threads gerade im Netzt aufgeploppt ist.
D'accord?

Und Du kommst mit der voll-Elektronik-Lösung um die Ecke und fabulierst über ein "Familienerlebnis"?!?!
Dann können sich die drei gleich vor den Fernseher setzen und History-Channel gucken.

Sag' mal, handelst Du etwa mit dem Zeugs??

Kopfschüttelnde Grüße,
Urs
 
Hallo Niklas,

gebraucht ist meines Erachtens ziemlich sicher der richtige Weg in Eurem Fall.

Aber die Welt besteht nicht nur aus Spiegelteleskopen. Für Dein Budget kannst Du mit etwas Glück ein bescheidenes, aber qualitativ gutes, gebrauchtes japanisches Linsenfernrohr (Refraktor) und einige halbwegs anständige Okulare bekommen.

Schreib' mich per PM an, falls Dich diese Option interessiert. (Aber NUR dann, denn ich möchte Dir nichts andrehen!).
Aber ich habe diese Diskussion hier öffentlich einfach schon zu oft geführt. Es wird nichts Neues dabei herauskommen. ;)

Schöne Grüße,
Urs

P1020145.JPG
 
Ich möchte einfach einen unkomplizierten Einstieg,

Hallo Niklas,

Genau da beißt sich die Katze in den Schwanz ;)

Für die 70 Eur kaufst Du Dir das Gegenteil.

Problem in der Astronomie ist halt, dass eine gute Optik auf einer guten (stabilen) Montierung nicht für ein paar Euro zu haben ist.

Unkompliziert sind Refraktoren, weil man sie nicht justieren muss. Unkomplizierte Montierungen sind azimutale Montierungen, weil sie nicht eingeordnet werden müssen und intuitiv zu bedienen sind.

Von Newton Teleskopen würde ich bei der Prämisse 'unkompliziert' grundsätzlich abraten!

Gut und unkompliziert für Mond und Planeten ist ein Maksutov. Das hätte den Vorteil, dass es auch für Naturbeobachtungen geeignet ist. Nachteil: das ist eher nichts für Deep Sky. Ein 100 mm Mak sollte ab 150 Eur zu bekommen sein.

Refraktoren nach Fraunhofer (Achromaten) sind oft einigermaßen günstig zu bekommen. Je nach Brennweite sind sie mehr für DSO oder Planeten geeignet.

Wenn Du ein stabiles Fotostativ hast, kannst Du eine einfache azumtale Montierung dazu kaufen oder basteln.

Ansonsten den Tipp beherzigen, Kontakt mit einer Sternwarte in der Nähe aufzunehmen.

Falls Du aus Süddeutschland bist: übernächste Woche gibt es auf der Schwäbischen Alb ein Teleskoptreffen. Da kannst Du einfach mal migucken.


CS.Oli
 
Noch ein Vorschlag: Einsteigern empfiehlt man oft ein gutes Fernglas. Damit kann man den Himmel sehr gut kennenlernen. Ein 7 x 50 oder sowas. Vielleicht wäre das ein erster Schritt in die Astronomie.

Das sollte gebraucht für um die 100 Eur zu bekommen sein.

Dafür bekommt man auch Halter für ein Fotostativ.

CS.Oli
 
Ich fass' es nicht ...!

Lasst Euch das mal auf der Zunge zergehen: Wenn es unbedingt visuell sein muss ...
Bro, jetzt mal ganz im Ernst (großes Indiander-Ehrenwort und ohne zu flunkern!): wie alt bist Du??

Wollen wir uns nochmal gemeinsam an die Eingangsfrage erinnern?
Es ging darum, mit Frau und Kind ein paar schöne Standards zu beobachten, in aller Einfach- und Bescheidenheit mit einem gebrauchten, günstigen Teleskop, was für den Autor des Threads gerade im Netzt aufgeploppt ist.
D'accord?

Und Du kommst mit der voll-Elektronik-Lösung um die Ecke und fabulierst über ein "Familienerlebnis"?!?!
Dann können sich die drei gleich vor den Fernseher setzen und History-Channel gucken.

Sag' mal, handelst Du etwa mit dem Zeugs??

Kopfschüttelnde Grüße,
Urs

Guten Tag "Urs"...

1. Ich bin nicht Dein Bro.
2. Anscheinend älter als Du.
3. Mir ist die Eingangsfrage schon klar - aber eben auch eine potentielle Erwartungshaltung solcher TEs.
4. Weder fabuliere ich, noch hat das irgendetwas mit dem History-Channel zu tun.
5. Weder handele ich mit "diesem Zeugs".

Und jetzt mal Klartext an Dich: Dein Beitrag geht gar nicht. Aus vielerlei Gründen. Die Details überlasse ich Deinem Selbstreflexionsvermögen.

Die Realität sieht eben so aus, dass viele Einsteiger aufgrund generellen Interesses aber auch falschen Vorstellungen zu Möglichkeiten und Sichtbarkeiten hier nachfragen (Stichwort Lichtverschmutzung (Light pollution map). Im Falle des TE ist die Vorstellung, wie er mit seiner Familie an einem 100€ "Teleskop" frustriert feststellen muss, dass Sichtungsergebnisse und Material das Geld nicht wert waren, eine Objektivierung wert. Hier treffen nicht selten sehr idealisierte Erwartungshaltungen hinsichtlich Sichtbarkeiten, Aufwand und Know-how auf ernüchternde Realitäten. Warum dann ein Smart Teleskop hier diffamiert wird, erschließt sich mir nicht. Die Verkaufszahlen sprechen für sich. Denn in einer Erkenntnis hast Du recht - und das ist im Grunde das einzig sinnvolle in Deinem süffisant-herablassenden Erguss - es ist eine Lösung - wenn auch eine im 5-6 fachen des angedachten Budgets, das habe ich aber auch explizit betont.

Daher, Urs - durchatmen, reflektieren - klarkommen. Nicht jeder verbindet astronomischen Genuss mit stundenlangen "Rumgefrickel" an Plastikokularen oder jahrelangen Training im Justieren und erlernen der Grundlagen, um dann vermatschte Lichtpunkte oder Strukturen als verwaschene Schemen zu erkennen. Erst recht nicht, wenn es einfach und zugängliche Lösungen gibt, die dann - bei weiterführendem Interesse - ja durchaus in der Anschaffung eines adäquaten Teleskopes/Binos zur sinnhaften visuellen Beobachtung führen können, die jedoch ebenfalls weit über dem hier besprochenen Budget liegen.

CS
Thomas
 
Guten Morgen Thomas,

habe vielen Dank für Deine Mühe, die Du in diese Replik investiert hast. Ich weiß sie zu schätzen!
Da es mit meiner Fähigkeit zur Selbstreflexion nicht so weit her ist, kann ich Dir lediglich versprechen, dass ich mein Bestes geben werde; vielleicht klappt's ja.

Zwischenzeitlich warten wir es doch einfach mal ab, wo die Reise hingeht. Ich bin sehr gespannt, wie, beziehungsweise für welches Instrument, sich Niklas entscheidet.
Und dann sehen wir weiter ...

;)

Schöne Grüße,
Urs

P. S. Hast Du verstanden, was ich mit "fabulieren" und dem Bezug zum "History Channel" gemeint habe?
 
Hallo Ihr beiden,

Vielleicht könnt Ihr den Rest ja per PN klären. Dann bleibt es hier friedlich :)

Ich hatte tatsächlich auch den Gedanken mit dem Smartscope... Nicht jeder hat die Geduld und Lust, Himmelsobjekte mühsam aufzusuchen, um dann festzustellen, dass man eigentlich nur ein paar graue Fläumchen erkennen kann.

Nach drei Jahren Öffnungswahn, der nicht geholfen hat, bin ich auf EAA gekommen. Die Elektronik hilft mir, den Nachthimmel trotz Lichtverschmutzung zu erkunden. Galaxien sehen wie Galaxien aus und die Nebel sind schön bunt. Und ich bin in meinem Element.

Ein Smartscope kann durchaus ein guter Einstieg sein, besonders mit Familie. Finde ich (auch).

CS.Oli
 
Hallo,

das ist natürlich so eine Sache mit einer möglichen Erwartungshaltung aber ich habe schon den Eindruck, dass Niklas samt Familie da realistisch sind und keine Wunder für 100 Euro erwarten.

Ich finde das auch völlig in Ordnung wenn jemand so günstig reinschnuppern will.
Deswegen kann man natürlich bessere und etwas teurere Alternativen mit ins Spiel bringen aber mich stört es schon, wenn die günstigen Sachen als fast völlig nutzlos dargestellt werden.

Einige kennen ja meinen Luxus 76/300mm Mini Newton Selbstbau und den habe ich ja aus einem Infinity 76p Mini-Dobson gebastelt.
Natürlich konnte ich nicht widerstehen um habe vor dem Ausbau des Hauptspiegels mal durch den Mini-Dobson gesehen.

Orionnebel & Mond sahen wirklich nicht schlecht aus. Für einen Neuling ohne abgehobene Vorstellungen bestimmt ein toller Anblick.
Selbst im Bekanntenkreis konnte ich für ein WOW Erlebnis sorgen.
Die Eltern hatten ihren Kindern so einen typischen Kaufhaus-Refraktor geschenkt. Natürlich mit total unnützem Zubehör.
Billig Barlow und 4mm Okular. Dazu natürlich eine völlig überforderte Montierung, der typische Wackeldackel.:D
Naja, natürlich haben die alles was geht in den Okularauszug gesteckt und sich dann gewundert, dass kein scharfes Bild zu sehen war.
Mit 4mm lässt sich auch kaum etwas aufsuchen bzw. gut beobachten. Da konnte man mit der dürftigen Montierung gar nicht dran bleiben.

Ich habe dann erst einmal nur das 20mm Okular verwendet, den Mond anvisiert und die waren total begeistert.
"Das Teil geht ja !"
"Das ist ja gar nicht kaputt"
"Cool, ich sehe ja richtig die Krater" usw...

Gruß,
Holger
 
Guten Morgen zusammen,

Vielleicht könnt Ihr den Rest ja per PN klären. Dann bleibt es hier friedlich :)
dem stimme ich voll und ganz zu :y:.

Könnte jetzt auch einiges zu SmartScope oder EAA schreiben, finde es aber nicht wirklich hilfreich für Niklas @Fuchsi5896.
Es wurde mehrmals auf das knappe Budget hingewiesen.
Wir kennen die Gedanken dahinter nicht.

Ja, es ist legitim Alternativen aufzuweisen, diese sollten sich aber annähernd an den Vorgaben des jeweiligen Fragesteller halten.

das ist natürlich so eine Sache mit einer möglichen Erwartungshaltung aber ich habe schon den Eindruck, dass Niklas samt Familie da realistisch sind und keine Wunder für 100 Euro erwarten.

Ich finde das auch völlig in Ordnung wenn jemand so günstig reinschnuppern will.
Deswegen kann man natürlich bessere und etwas teurere Alternativen mit ins Spiel bringen aber mich stört es schon, wenn die günstigen Sachen als fast völlig nutzlos dargestellt werden.
vollste Zustimmung :y:.

Ich habe dann erst einmal nur das 20mm Okular verwendet, den Mond anvisiert und die waren total begeistert.
"Das Teil geht ja !"
"Das its ja gar nicht kaputt"
"Cool, ich sehe ja richtig die Krater" usw...
so kann es dann eben gehen :y:.

Und wenn dann der Funke tatsächlich überspringt, ist sicherlich mehr drin. Dann kann man in Ruhe weiter sehen.

Gruß
Mathias
 
Hallo,

Vielleicht findet sich in der Nähe ja auch ein Kollege, der verschiedene Optiken hat und wo die Familie mal mitgucken kann. Danach sind alle schlauer ;)

CS.Oli
 
Hallo Niklas,
Sehr schön, dass ihr euch für das direkte Erleben und somit für die visuelle Astronomie interessiert.
! Gerade für und mit Kindern gibt es meines Erachtens nichts schöneres und faszinierenders, als das Sehen mit eigenen Augen. Um aber wrklich etwas zu sehen, benötigt man eine einigermaßen ordentliche Optik. Bei neuen Geräten ist heutzutage im untersten Preissegment leider nicht viel brauchbares dabei. Da würde ich lieber zu der von Urs vorgeschlagenen gebrauchten Variante greifen und mir einen alten Refraktor guter alter Japan-Qualität zulegen. Wenn es ein bisschen mehr Geld und Seherlebnis sein darf, würde ich dir einen 150mm Dobson mit 1200mm Brennweite empfehlen. Sowas zum Beispiel: Teleskop-Express: GSO Dobson Teleskop 150C - Öffnung 6 Zoll mit hochwertigem Crayford-Auszug-GSD150C
Damit sieht man Mond und Planeten schon sehr schön und man kann Jahre damit seine Freude haben. Mit Blende 8 stellt das Teleskop keine hohen Ansprüche an Okulare und die Justagegenauigkeit. Sollte man an der Astronomie dauerhaft Gefallen finden, kann man den Tubus später auch mal auf eine noch preiswerte parallaktische Montierung der GP-Klasse schnallen und erste Versuche in der Astrofotografie wagen. So ein 150er ist auch Jahrzehnte später immer noch fürs spontane Schnellspechteln gut zu verwenden und vor ein paar Jahrzehnten wäre das noch der Traum vieler Amateure gewesen!
Wenn das zu teuer ist, kann man aber auch mit einem alten 60er Japanrefraktor ins Staunen kommen. So hab ich auch angefangen und benutze den Kleinen heute noch bzw. wieder gerne.
Siehe hier 60/700mm Refraktor von KD - mein erstes Teleskop, verloren und endlich wiedergefunden - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Viel Glück bei deiner Wahl!
Burkhard
 
...fast vergessen: Wenn du in Reichweite von 71149 wohnen solltest, ich hab etwas Teleskopauswahl;) und einen guten 60er aus Japan könnte ich dir für ein paar Wochen überlassen. Ich will nichts dafür, nur irgendwann wieder heil zurück.
 
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