Welches Teleskop

Micha2303

Neues Mitglied
Guten Tag.
Bin in Bezug auf Astrofotografie ein neuling. Habe mit meine Lumix mal den Mond fotografiert und dabei ist der Wunsch in mir gewachsen auch mal Planeten zu beobachten und fotografieren.
Seid einigen Wochen bin ich auf der Suche nach einem passenden Teleskop welches ich dann auch dann sinnvoll ausbauen kann, zum Beispiel mit anderen Okularen und Astrokamera.
Ich schwanke zwischen einem mit Goto Nachführung oder einem mit zusätzlichem Nachführmotor.
Mein Buget beträgt für Teleskop und Stativ ca. 400€.
Könnt Ihr mir da bitte helfen, ich möchte keinen unsinnigen Schrott kaufen.
Vielen Dank
 
Hallo,
Bitte nicht falsch verstehen, aber einen Einstieg in die Astrofotografie mit einem Budget von 400€ sehe ich als aussichtslos. Du brauchst ein Teleskop, eine Nachführung und ein stabiles passendes Stativ. Selbst Gebraucht wirst du da für deine 400€ kaum was bekommen. Du schreibst ja selbst, das du keinen Schrott willst. Eine Nachführung kostet dich dreistellig, ein Teleskop dreistellig, eine Astrokamera dreistellig, Okulare dreistellig, du brauchst für die Astrokamera einen Laptop usw. Ich denke, bis du Startbereit bist, liegst du bei einer 4-stelligen Summe.
PS:
Astrofotografie und visuelle Beobachtung sind zwei Welten, die für sich schon einiges an Gerätschaft etwas verschiedenes brauchen.
 
Hallo Micha,

Für Planeten brauchst Du viel Brennweite, was bei schmalem Budget aus meiner Sicht am besten mit einem gebrauchten Mak zu machen ist. 5" SkyWatcher Maks kosten gebraucht ca 250 Eur.

Ein Stativ wäre auch günstig zu bekommen aber Du brauchst ja auch die Montierung dazu. Das wird mit dem Budget eher schwierig. Zu wackelig sollte es nicht sein und mindestens eine Nachführung wäre nicht schlecht. GoTo kannst bei dem Budget auf jeden Fall vergessen. Also ein einfacher Tracker...

Gutes Gelingen!

CS.Oli
 
Hallo Micha,

wenn Du fotografieren willst brauchst Du zwingend eine Nachführung und willst eigentlich auch was halbwegs aktuelles mit GoTo-Funktion.
Bei Deinem Budget wird das allerdings knapp. Für Mond und Planeten, aber einfache, kurze Stacks von hellen DeepSky-Objekten reicht z.B. eine azimutale GoTo Montierung z.B. mit einem Maksutov-Teleskop.

Alternativ ein Startracker und Lumix mit Objektiv für DeepSky, aber dir fehlt dann Brennweite für Planten. Ein kleines Maksutov mit 90mm Öffnung würde so ein Tracker aber auch noch tragen.

Soll es mehr werden, besonders was die Belichtungszeit angeht, bist du schnell >€1000,- und benötigst eine parallaktische Nachführung, idealerweise mit GoTo.

Beste Grüße,

Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Micha,

dabei ist der Wunsch in mir gewachsen auch mal Planeten zu beobachten und fotografieren.
Mein Buget beträgt für Teleskop und Stativ ca. 400€.
Ohne Deepsky muss es keine sehr genaue Nachführung sein.
Ich mache meine Mond / Planetenfotos mit einem Dobson auf einer Selbstbauplattform.

Schau dir mal im Internet die Anleitungen zu einer EQ-Plattform an, falls du dir so etwas zutraust, könntest du dir mit dem Budget einen 6", vielleicht sogar 8" Dobson leisten.

Die dort gezeigten Plattformen sehen meist sehr professionell aus, es geht aber auch ganz simpel, hier meine wild zusammengeschusterte manuelle Plattform:

plattform-071124c.jpg


PC oder Laptop sollte vorhanden sein. Eine kleine Astrokamera kostet dann aber auch ca. 200 Euro.
Günstig ist zur Zeit z.B. die Asi662mc, die konnte ich für unter 150 Euro ergattern.

Ohne Selbstbau würde ich auch zu einem kleinen Mak für Planeten tendieren. Im Budget wäre da ein 102/1300mm Mak möglich.

Gruß,
Holger
 
Und da brauchst Du keine Nachführung.
Wenn ich auf dem Handy die app stolarium öffne, dann sieht man schon die erdrotierung.
 
Hallo Micha,

wo wohnst Du denn in etwa? Solltest Du im Südwesten D wohnen, können wir Dir bei Abholung eine motorisiert nachführende und guidingfähige NEQ5 mitgeben, zum Kleinstpreis...

Viele Grüsse und herzlich Willkommen im Forum

Markus


Nachtrag: Und wenn Du aus einer völlig anderen Gegend stammst, vielleicht gibt es auch dort Leute, die Dich unterstützen können... Schönes Wochenende!
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Plattform auf dem Kreissegment ist die Nachführung.;)
Mit dem Hebel ziehe ich die Plattform gleichmäßig zur Seite und gleiche so die Erdrotation aus.

Ich muss zugeben, dass ich beim Bau schon meine Zweifel hatte aber umso größer war meine Überraschung beim ersten Test mit dem Dobson auf der Plattform.
Das lief weicher als ich dachte, es kommt mir eher so vor als würde ich den Planeten im Aufnahmefenster halten obwohl ich den Hebel ja immer gleichmäßig zur Seite ziehe. Normalerweise wird so eine Plattform mit einem Motor angetrieben. Den hatte ich nicht vorrätig und diese simple Idee den Tisch einfach mit einer Schnur zur Seite zu ziehen funktioniert wunderbar.

Gruß,
Holger
 
Hi Micha,

auch von mir willkommen im Forum! Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass Du mit Deinem Budget realistisch Deine Vorstellungen umsetzen kannst, außer Dir wird was geschenkt. Astronomie ist leider kein preiswertes Hobby, auch wenn das hier manchmal in Selbstbau-Tipps oder Langzeit-Enthusiasten mit entsprechend großen Vorräten in Kellern und Lagern suggeriert wird. Selbst Kleinteile summieren sich schnell auf einige hundert Euro. Qualitativ wertige Okulare alleine kosten mehrere hundert Euro, das gleiche Spiel bei Filtern usw. Astrofotografie ist zudem noch einmal ein ganz anderes Thema, denn da wird es schlichtweg einfach noch teurer - zumindest in Anbetracht der von Dir gesetzten 400€ Marke und dass Du keinerlei Equipment da hast, welches man nutzen könnte (eine DSLR z.B.). Was noch hinzukommt - da Du keine Erfahrung hast - ist der Impact auf Deine Lernkurve. Die ist nämlich extrem gefordert und hier schlägt die Wahl des Equipments eben auch zu Buche, long Story short: Schlechtes Equipment macht schlechte Ergebnisse, ergo: wenig Spaß und Motivation zum Weitermachen!

Daher an Dich der Tipp, versuche mal die (relativ neuen) Smart-Teleskope. Hier bist Du mit Deinem Budget fast im Rahmen, die kleinen Geräte sind vollwertige, automatische Teleskope, die Du mit Deinem Smartphone steuerst. Damit kannst Du Fotos machen, Filter sind eingebaut und die App hat einen integrierten Sternenatlas. Für Deinen Einstieg optimal. Wenn Du so ein Gerät hast, Blut leckst, und sagst ok, jetzt will ich das wirklich visuell sehen (das ist eben auch nochmal ein großer Unterschied), oder ich möchte noch bessere Ergebnisse, dann wirst Du für ein rein visuelles Teleskop Setup mit ein paar ordentlichen Okularen in Summe zwischen 800-1200€ und für ein sinnvolles astrofotografisches Setup 2000-2500€ investieren.

Hier ein paar Beispiele für smarte Teleskope und was sie aktuell kosten:

ZWO Smart Telescope AP 30/150 Seestar S30 - aktuell für 439€

DWARF3 - aktuell für 489€

-> siehe für Infos: Smarte Teleskope für rund 500 Euro: Dwarf III und Seestar S30 im Test NACHTRAG, habe gerade gesehen, dass der Link ein Bezahlartikel ist. Das war nicht die Intention... google einfach das ZWO s30 und den Dwarf3, da findet man genug!

Du findest bei YT auch jede Menge Videos, was mit diesen Geräten möglich ist.

Und nein, ich bekomme kein Geld, wenn Du sowas kaufst! Ich will Dir primär Frust und Enttäuschung sparen. Und nicht wundern, manche Althasen hier im Forum halten solche Geräte für Spielzeug oder nicht ernstzunehmende astronomische Gadgets, die nichts mit ihrem Hobby zu tun haben. Dem ist nicht so, es ist schlichtweg eine zeitgemäße Entwicklung. Es sind prima Einstiegsmaschinen, die für relativ wenig Geld ein leistungsfähiges Gesamtpaket bieten, welches mit rein visuellen Mitteln auch aufgrund der Lichtverschmutzung nur mit viel Know-how und meistens besserem Equipment umgesetzt werden kann. Wenn Du dazu Fragen hast immer her damit! ;-)

CS
Thomas
 
und dabei ist der Wunsch in mir gewachsen auch mal Planeten zu beobachten und fotografieren.
Und dafür braucht es Öffnung und Brennweite.
Ich habe für Deepsky Objektive mit 55 / 135 / 200 & 400mm Brennweite aber für Planeten völlig ungeeignet.

Mein Buget beträgt für Teleskop und Stativ ca. 400€.
Also sollen die 400 Euro ja nur dafür reichen und dann:
welches ich dann auch dann sinnvoll ausbauen kann, zum Beispiel mit anderen Okularen und Astrokamera.

Gebrauchtkauf wäre bei knappen Budget natürlich auch eine sinnvolle Option.

Gruß,
Holger
 
Astronomie ist leider kein preiswertes Hobby,
Doch, das ist es – das Problem ist, dass 400€ für die wenigsten Hobbies viel Geld ist. Frag mal jemanden, der Oldtimer als Hobby hat, oder Reisen, oder Haustiere (einmal Tierarzt + Apotheke...), oder Landschaftsfotografie, oder Kino, oder Lesen (mit Kauf statt Bibliotheks-Ausleihe). Es ist eher erschreckend, wenn man die 400€ in Kinokarten oder Besuche im Fast-Food-Restaurant umrechnet (oft wird beides kombiniert).

1000 € für eine gute Spiegelreflex/Mirrorless-Kamera wird oft als günstig angesehen (denk an den Preis deiner Lumix, egal welche es ist), gleichzeitig wird für die Hälfte vom Geld eine Astro-Kamera + Stativ + Objektiv (=Teleskop) plus Montierung erwartet und vergessen, dass da wesentlich höhere Ansprüche an die Stabilität gestellt werden als eine normale Kamera. (Wobei gerade Fotografen bei unseren öffentlichen Beobachtungsnächten überrascht sind, wie billig so ein Astrofoto-Set schon zu haben ist.)

Wenn schon ein Kamera-Stativ vorhanden ist (wie viel hat das gekostet?), könnte das neue Dwarf Mini als Smartteleskop sogar wirklich in dein Budget passen - zumindest aktuell wird von den 409€ noch 10% Vorbestellerrabatt abgezogen, wenn du es in den Warenkorb legst.

Aber: Selbst wenn du nur ein stabiles Tischstativ dazu kaufen willst (man kann es auch auf eine Tisch stellen, Stativ ist nicht unbedingt nötig), bist du nochmal 30-40€ los – und das für nur ein kleines Stativ, das nicht einmal besonders hohe Vergrößerungen stabil ermöglichen soll. Wenn du noch mehr rausholen willst (längere Belichtungszeiten), brauchst du noch eine Polhöhenwiege oder einen Zwei-Wege-Neiger. Die kosten nochmal locker 10-20% von deinem Budget.

Und: Planeten gehen mit Smartteleskopen nicht, die sind zu klein. Du kannst zwar den kompletten Mond fotografieren, aber bei Details geht ihnen die Puste aus. Da kannst auch deine normale Kamera verwenden und siehst nicht mehr.

Ein Problem bei
auf der Suche nach einem passenden Teleskop welches ich dann auch dann sinnvoll ausbauen kann, zum Beispiel mit anderen Okularen und Astrokamera.
ist auch, dass Fotografie und visuell vollkommen andere Ansprüche stellen. Visuell braucht Öffnung (deshalb wird da meist der 8"-10"-Dobson empfohlen, meiste Öffnung fürs Geld und noch gut transportabel), Deep-Sky-Fotografie braucht Stabilität, perfekte Nachführung, Schärfe und Lichtstärke sowie gerne einen großen Sensor, Planetenfotografie braucht Brennweite, ordentliche Nachführung und nur einen kleinen, aber schnellen Sensor.

Für Astrofotografie mit 400€ kann Gebrauchtkauf eine Lösung sein (ist ein Laptop vorhanden, oder nutzt du nur Handy/Tablet?), oder du schaust mal nach, wo die nächste Sternwarte ist (Karte) und fragst, ob du beitreten und deren Geräte nutzen kannst.

Das wäre sinnvoller investiertes Spritgeld als nur 400€ in Hardware; umgekehrt lässt sich Gebrauchtware mit wenig Verlust wieder verkaufen.

Viel Erfolg,
Alex
 
Guten Morgen Micha,
guten Morgen zusammen,

bevor jetzt ein Teleskop mit der Option auf Astrofotografie angeschafft wird, solltest Du uns auch noch ein paar Informationen geben.
Vorweg, das was meine Vorschreiber ausgesagt haben, Das Beobachten, egal in welcher Form, ist teuer.

Aber zurück:
- wo, soll beobachtet werden: Stadt, Stadtrand, Dorf/Ländliche oder soll es sogar raus auf den Acker gehen ?
- ein weiteres wo: Balkon, Garten, Terrasse, das in Kombination mit dem ersten Wo ?
- Startbudget: ist bekannt, 400,- für Montierung (Stativ) und Optik (Teleskop).
- was: mehr oder weniger auch, Planeten und Monde. Es wird auf Dauer nicht dabei bleiben.
- Zeitaufwand und das damit zusammenhängende privat wie berufliche Umfeld. Es wird nun mal im Dunklen beobachtet.
- wie schaut es mit dem Transport aus ? Was ist man gewillt zu schleppen ?
- Welche Grundkenntnisse sind vorhanden ?
- eine gewissen Zuneigung zu Computer und Software sollte auch bestehen.

Bei der klassischen Astrofotografie sitzt man so einige Stunden am PC und bearbeitet seine in der Nacht erstellten Bilder nach. Selbiges gilt für Planeten, von denen Videos erstellt werden, die dann ebenfalls erst nach bearbeitet werden müssen.
Die Zwischenstufe zwischen rein visueller Beobachtung und Astrofotografie, EAA genannt, ist noch mal was anderes.

Für mich ist es eine Überlegung wert, erstmal rein visuell anzufangen.
Da ist es schon schwer genug im Rahmen des Budget zu bleiben, auch mit der Option Gebrauchtkauf.
Aber über das rein Visuelle lernst Du wie, was zusammen spielt, was Dir später, wenn Du am Hobby hängen bleibst, in der Astrofotografie, egal ob klassisch oder EAA, weiter hilft.

Natürlich ist es auch möglich, wie hier aufgezeigt, das ein oder andere selbst zu bauen und damit gute Erfahrungen zu sammeln.

Was die Smart Scopes angeht, da erkaufst Du Dir, m.E., eine Blackbox. Die Teile schaltest Du ein und dann rennen die los. Es ist nicht ersichtlich was, wie, warum, ... ... ... . Zugegeben, eine einfache, übersichtliche Herangehensweise an das Beobachten. Man bekommt gleich Ergebnisse in Form von Bildern. Aber für Planeten eher weniger geeignet. Auch bist Du starr an das gebunden was in dem Teil verbaut ist.

OK, kann ein Einstieg sein, muss es aber nicht.
Kann einem natürlich auch passieren, wenn man den Einstieg über die rein visuelle Beobachtung geht. Aber hier bei muss ich mich mit den verschiedenen Komponenten auseinandersetzen und schalte nicht nur einfach ein.

In diesem Sinne
viel Spaß im Forum
Mathias
 
Hallo Micha,

400 EUR sind wirklich nicht allzu viel. Ein Gebrauchtkauf ist gerade für Anfänger wiederum nicht leicht. Was Neu mit Deinem Budget aktuell möglich wäre:
Vixen R130Sf Newton Spiegelteleskop EUR 158,00

Oder ein Maksutov:
Maksutov Teleskop MC 90/1250 OTA EUR 145,00

Dazu eine stabile azimutale Montierung und ein nicht zu schwaches Fotostativ vom Flohmarkt drunter:
Berlebach Castor II EUR 245,00

Damit ist Dein Budget schon mehr als aufgebraucht. Denke auch an Zubehör. Vielleicht deshalb eher ein Dobson, da wäre die Montierung und das Stativ quasi schon dabei:
6'' Planeten-Dobson-Teleskop EUR 271,00

Für 400 EUR wirst Du für ein GoTo Komplettset nur auf dem Gebrauchtmarkt fündig. Zum Beispiel hier:
Skywatcher Skymax 127/1500 Maksutov SynScan AZ GoTo Montierung EUR 395,00

Viel Erfolg bei der Auswahl. Vergiss wie erwähnt das Zubehör nicht, beim Gebrauchtkauf kann man da oftmals was „mitnehmen“.

CS, Thomas
 
Hi Micha,

...

Daher an Dich der Tipp, versuche mal die (relativ neuen) Smart-Teleskope. Hier bist Du mit Deinem Budget fast im Rahmen, die kleinen Geräte sind vollwertige, automatische Teleskope, die Du mit Deinem Smartphone steuerst. Damit kannst Du Fotos machen, Filter sind eingebaut und die App hat einen integrierten Sternenatlas. Für Deinen Einstieg optimal. Wenn Du so ein Gerät hast, Blut leckst, und sagst ok, jetzt will ich das wirklich visuell sehen (das ist eben auch nochmal ein großer Unterschied), oder ich möchte noch bessere Ergebnisse, dann wirst Du für ein rein visuelles Teleskop Setup mit ein paar ordentlichen Okularen in Summe zwischen 800-1200€ und für ein sinnvolles astrofotografisches Setup 2000-2500€ investieren.

Hier ein paar Beispiele für smarte Teleskope und was sie aktuell kosten:

ZWO Smart Telescope AP 30/150 Seestar S30 - aktuell für 439€

DWARF3 - aktuell für 489€

-> siehe für Infos: Smarte Teleskope für rund 500 Euro: Dwarf III und Seestar S30 im Test NACHTRAG, habe gerade gesehen, dass der Link ein Bezahlartikel ist. Das war nicht die Intention... google einfach das ZWO s30 und den Dwarf3, da findet man genug!

Du findest bei YT auch jede Menge Videos, was mit diesen Geräten möglich ist.

.... Und nicht wundern, manche Althasen hier im Forum halten solche Geräte für Spielzeug oder nicht ernstzunehmende astronomische Gadgets, die nichts mit ihrem Hobby zu tun haben. Dem ist nicht so, es ist schlichtweg eine zeitgemäße Entwicklung. Es sind prima Einstiegsmaschinen, die für relativ wenig Geld ein leistungsfähiges Gesamtpaket bieten, welches mit rein visuellen Mitteln auch aufgrund der Lichtverschmutzung nur mit viel Know-how und meistens besserem Equipment umgesetzt werden kann. Wenn Du dazu Fragen hast immer her damit! ;-)

CS
Thomas


Hallo Thomas, hallo Micha2303,

für das anvisierte Ziel (siehe Eingangsbeitrag)...
"Habe mit meine Lumix mal den Mond fotografiert und dabei ist der Wunsch in mir gewachsen auch mal Planeten zu beobachten und fotografieren."
...sind die genannten Smart Teleskope jedoch gänzlich ungeeignet.

Gruß, Olaf
 
Hallo Thomas, hallo Micha2303,

für das anvisierte Ziel (siehe Eingangsbeitrag)...
"Habe mit meine Lumix mal den Mond fotografiert und dabei ist der Wunsch in mir gewachsen auch mal Planeten zu beobachten und fotografieren."
...sind die genannten Smart Teleskope jedoch gänzlich ungeeignet.

Gruß, Olaf


Das ist richtig, allerdings wird jemand, der Planeten fotografieren will, ganz schnell auch was anderes fotografieren wollen, weil die Planeten schnell langweilig werden. Sie haben zwar unglaublichen Aha-Effekt, aber genauso schnell wird es auch langweilig, wenn es wirklich um Fotografie geht. Ich halte Thomas‘ Posting für völlig richtig. Klar ist in jedem Fall, dass es bei den 400 Euro nicht bleiben wird, wenn der TE wirklich Gefallen am Hobby findet. Auch dann, wenn er mit Smartscopes anfängt. Damit kann er aber am schnellsten fotografische Erfolge feiern und erkunden, was überhaupt geht und wie das prinzipiell abläuft. Das kann man tatsächlich auch mit einem Smartscope lernen.

CS Olaf
 
Das kann man tatsächlich auch mit einem Smartscope lernen.
Jeder seine Meinung aber für mich lernt man da nicht viel, das Gerät nimmt einem doch die meiste Arbeit ab.
weil die Planeten schnell langweilig werden.
Das sehe ich genau anders. Die Deepsky Obkjekte bleiben ja immer gleich. Vorteil ist nur die große Vielzahl an Objekten.
Z.B. beim Jupiter gibt es immer wieder Mondereignisse, die Dynamik in den Bändern ist auch enorm und zeigt immer wieder neue Strukturen.

Der Mond bietet interessante Schattenwürfe am Terminator, dadurch wirken die Krater immer wieder unterschiedlich.

mal den Mond fotografiert und dabei ist der Wunsch in mir gewachsen auch mal Planeten zu beobachten und fotografieren.
Von Deepsky hat er gar nicht gesprochen.
Mir scheint ja die Priorität auf Mond und Planeten zu liegen und da sind die Anforderungen ja ganz andere als für Deepsky.

Gruß,
Holger
 
Mein Buget beträgt für Teleskop und Stativ ca. 400€.
Für ein stahlstativ wie unter der EQ5 zahlt man ca. 99€
Dann bleiben ja noch 301€ fürs Teleskope.
Ich finde das witzig Montierung und Kamera dreistellig ist eher Verharmlosung, richtig ist eher 4stellig mit Abstrichen auch knapp drunter, also Foto eher nicht, vielleicht Übersichtsaufnahmen.
Mit einem Lidl Refraktor und Webcam Planeten ist wohl nicht dein Ziel, sowas gab es mal, ist aber ein bisschen schmal aufgestellt.

Gruß Frank
 
Jeder seine Meinung aber für mich lernt man da nicht viel, das Gerät nimmt einem doch die meiste Arbeit ab.

Das sehe ich genau anders. Die Deepsky Obkjekte bleiben ja immer gleich. Vorteil ist nur die große Vielzahl an Objekten.
Z.B. beim Jupiter gibt es immer wieder Mondereignisse, die Dynamik in den Bändern ist auch enorm und zeigt immer wieder neue Strukturen.

Der Mond bietet interessante Schattenwürfe am Terminator, dadurch wirken die Krater immer wieder unterschiedlich.


Von Deepsky hat er gar nicht gesprochen.
Mir scheint ja die Priorität auf Mond und Planeten zu liegen und da sind die Anforderungen ja ganz andere als für Deepsky.

Gruß,
Holger

Das Grundproblem ist häufig - nicht immer - dass nur wenig bis z.T. gar keine realistischen Vorstellungen zum Thema bestehen. Das geht damit los, dass Vorstellungen verbreitet sind, dass man Planeten des Sonnensystems "einfacher" sehen könnte als DSO, weil sie näher sind. Das Thema "was sehe ich wie und womit?" ist für Einsteiger mindestens ein abendfüllendes Thema. Der Zusammenhang zwischen Brennweiten, Öffnung und die jeweiligen Spezifikationen astronomischen Geräts sind häufig nicht vorauszusetzen oder bekannt. Ähnlich fehlen physikalische Grundsätze und grundlegende Erfahrung mit astronomischen Gerät, die für die meisten hier im Forum jahrelanger Alltag sind. Nicht selten ist das dann auch der Grund, warum Mond & Planeten priorisiert werden - nicht weil das Interesse so gelagert ist, sondern weil es aus Laienperspektive "einfacher" erscheint. Die Auseinandersetzung beginnt hier im Forum meist als ersten Schritt. Und nicht selten sind die Einsteiger mit dem Feedback überfordert, weil es die ultimativen Komplettlösungen eben nicht gibt und die Rückmeldungen viel zu viel Auseinandersetzung mit neuen Begriffen und der Materie selbst einfordern.

Und auch wenn Smart-Teleskope Vollautomaten sind, bringen Sie dem Laien auf diesem Level schnell und niedrigschwellig erst mal ein Ergebnis. Und ja, für die Planeten sind sie wenig geeignet. Es geht aber mittelfristig erst einmal darum, dass er damit trotzdem Jupiter und ein paar Monde als Lichtpunkt sieht, um dann vllt. Orionnebel und die üblichen Smart-Teleskop Objekte zu betrachten, um zur Erkenntnis zu kommen wohin bei ihm die Reise geht. Und da ist es fundamental wichtig, dass das Gerät ihm dabei möglichst viel abnimmt (Goto-, automatische Filterwahl usw.) bevor er ein optisches Instrument kauft, bei dem jede Komfort-Option teuer wird. Das die Geräte Grenzen haben, keine Frage! Ich bleibe aber dabei, besser kalkuliert 400-500€ auszugeben, ob nun für ein Seestar S30, Dwarf 3 oder mini - damit aber unkompliziert erst einmal erfolgreich auf Tuchfüllung gehen ist erfolgversprechender, als einem Laien einen Reflektor o.ä. mit bescheidener Okularauswahl, Notwendigkeit komplexer und präziser Bedienung und kompletter Selbstverantwortung hinzustellen, wo budgetär das Thema Astrofotografie im Grunde auf der Strecke bleibt - und - hier muss man auch mal realistisch sein, rein visuell bei dem Budget die Sichtungsergebnisse eher als bescheiden einzustufen sind.

Denn auch hier haben wir - wie so häufig - auch wieder die Situation, dass wir im Grunde recht wenig (außer dem gewachsenen Wunsch zum Thema) zur tatsächlichen Motivation und den relevanten Bedingungen von Micha wissen. Mathias fragt daher schon richtig nach. Schauen wir mal, ob von Micha noch was kommt.

CS Thomas
 
Guten Morgen zusammen,

Schauen wir mal, ob von Micha noch was kommt.
:y:
ich kann dem Ein oder Anderen von Dir geschriebenen zustimmen und anderem nicht. Sei es drum, würde jetzt auch zu weit gehen, das auseinander zu klamüsern und wäre nicht wirklich hilfreich für Micha @Micha2303 . Zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Es gibt sicherlich einige Ansätze sich dem Thema astronomische Beobachtung zu nähern.
Deshalb bin ich wieder zu meinem Fragenkatalog zurück gekehrt, den ich früher öfter angebracht habe. Finde ich zumindest sinnvoller, als sich gleich auf Instrumentarium zu stürzen und dahingehend Vorschläge zu machen, auch wenn danach in der Eröffnung gefragt wird.
Meist erfolgt die Anfrage nach Equipment ohne weiter führende Informationen, die m.E. aber wichtig sind, um zumindest annähernd an das heran zu führen, was dem Anfragenden so vor schwebt.
Es geht halt nur über Fragen, auch wenn es lästig ist, um eine einigermaßen vernünftige Empfehlung zu geben.
Das Beobachten ist in all seinen Varianten doch schon komplex und nicht wirklich einfach und es müssen reichlich Faktoren berücksichtigt werden.

Gruß
Mathias
 
Erst mal eine Montierung finden welche man mit OnstepX ausstatten kann, gebrachte EQ5 oder so.
die Steuerung kostet nur 30€ für die Platine , zwei Schrittmotoren je 7€ winkel Riehmen und Räder.
Das kann man noch mit Eigenarbeit unter 400€ hinbekommen.

Gruß Frank
 
Guten Abend.
Mit Interesse habe ich Eure Beiträge gelesen. Und komme zu den Schluss alles mal sacken zu lassen und schauen ob das vielleicht nicht doch nur ein Strohfeuer ist. Die Grundkosten für das ernsthafte betreiben dieses Hobby's sind vielleicht noch Moderat, aber es entstehen mit Sicherheit Folgekosten.
Aber im Vordergrund sollte der Spaß stehen und der muss bezahlbar sein.
Ich danke Euch für die kritischen und konstruktiven Anmerkungen.
Werde erstmal ne Pause machen und nach Weihnachten schauen ob da noch was geht.
Danke Euch
 
Hallo Micha

Bei gutem Himmel wäre Timelaps eine Möglichkeit, vieleicht mit vorhandener Hardware. Aber da war allgemein die nötige Software nicht umsonst.

Gruß Frank
 
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