Düsterer Ausblick: bis zu 500k Satelliten Ende der 2030er

MareImbrium

Aktives Mitglied
Wertes Forum,

ich habe einen höchst interessanten Artikel gefunden:


Demnach könnten bis Ende der 2030er bis zu einer halben Million Satelliten die Erde umkreisen.

Für terrestrische Astronomie m.E. ein Horror.

CS Thomas
 
Hallo zusammen

ich kann mir gut vorstellen, dass es künftig auch softwareseitig Fortschritte gibt, vielleicht sogar mit KI-Unterstützung, besonders was die Erkennung und Entfernung von Ausreißern angeht. Was ich mich dabei frage ist, ob die zunehmende Zahl an Satelliten mit ihren hellen Spuren und den dadurch entstehenden Artefakten langfristig einen deutlich spürbaren Einfluss auf das SNR von Astrofotos haben kann.

Ich hätte hierfür eine Lösung, aber dafür bräuchte es die Technologie der klingonischen Tarnvorrsichtung, mit der man die Satelliten ausstattet.


Video von mir per KI generiert
 
Ist die romulanische Tarnvorrichtung nicht besser ? :ROFLMAO:
 
Die Sonnenaktivität, Schwerkraft und die fabelhafte Erdatmosphäre, sowie Geldmangel der Betreiber, machen sie in Bälde alle wieder platt!
 
Prisonplanet Earth. Flucht mit "eigenem" Raumschiff irgendwann nicht mehr möglich ...

Sieht mir schon beinahe wie Seucheneindämmung aus.

Und was weiß Musk, was wir nicht wissen?

Fragen über Fragen ...

Gruß,
Peter
 
Mal ein anderer Gedanke im Vergleich zur klingonischen oder romulanischen Tarnvorrichtung für Satelliten:

Würde ein einheitlicher Standard für neue Satelliten etwas bewirken, welcher eine nicht reflektierende Oberfläche voraussetzt? Falls das überhaupt technisch umsetzbar ist? Und würden sich dadurch die störenden Lichtspuren überhaupt komplett vermeiden lassen, oder würden die dadurch nicht minimal schwächer werden?
 
Und was weiß Musk, was wir nicht wissen?
Siehe hier! Strategic Defense Initiative – Wikipedia

Bei diesem von Edward Teller propagierten und im Wesentlichen auf Theorien von Peter Hagelstein und George Chapline Jr. basierenden Konzept sollten die bei der Detonation einer Wasserstoffbombe außerhalb der Erdatmosphäre entstehenden Röntgenstrahlen in zahlreichen unabhängig voneinander ausgerichteten Laserresonatoren verstärkt, fokussiert und auf feindliche Raketen kurz nach dem Start gerichtet werden, in deren Struktur die Strahlen dann zur Zerstörung führende Schockwellen verursachen sollten.

Stattdessen rückte ab 1989 wiederum das „Brilliant Pebbles“-Konzept in den Fokus. Hierbei sollten Satelliten zu Tausenden im Erdorbit platziert werden, im Falle eines Angriffs autonom einen Abfangkurs auf feindliche Raketen und Sprengköpfe einschlagen und die Ziele schließlich durch Kollisionen zerstören. Dieses Konzept überdauerte den Regierungswechsel von Ronald Reagan zu George H. W. Bush,

Von wegen, Internet für alle!
 
Mein neues Hobby: satellite-spotting. Hat jemand Tipps zur Ausrüstung?
 
@Dane Vetter

Dane, glaubst Du allen Ernstes, dass unser Kasperle-Theater hier unten, das - im besten Fall - aus ein paar Tausend Hobby-Astronomen und -Fotografen auf der ganzen Welt besteht, irgendjemanden der Entscheidunsträger oder der zahlungswilligen Mobilfunk-Kunden (mindestens im dreistelligen Millionenbereich) im Outback von Afrika, Südamerika, Australien oder Asien auch nur die Bohne interessiert?

Nicht wirklich, oder?!
Dream on ...

Schöne Grüße,
Urs
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube die Anderen sind noch weniger wie wir! Elon, Donald, ?,?,?,?,
Und für das Kasperle Theater der Mobilfunk Bedürftigen Outis bedarf es sicherlich keiner solchen Aramada an Satelliten der Nächstenliebe.
 
Okay, das stimmt natürlich.
Es war auch in keiner Weise offensiv gemeint, sondern entsprang eher der hier gängigen Erzählung vieler Astro-Fotografen, dass es immer schwieriger wird, einigermaßen problemlos seine Bilder zu schießen. Ich vermute, es ist der Preis der Vernetzung von und mit allem, immer und überall (Und die wiederum resultiert nicht zuletzt aus dem Wunsch, dass mir mein Kühlschrank sagt, wenn die Milch alle ist).
 
Die Sonnenaktivität, Schwerkraft und die fabelhafte Erdatmosphäre, sowie Geldmangel der Betreiber, machen sie in Bälde alle wieder platt!
und doppelt zurück, von wegen Geldmangel, vor allem solange es sich rentiert.

"CuBy"-Mission: Warum Bayern eigene Satelliten ins All schickt

Fünf Kleinstsatelliten werden ab Ende 2025 Bayern aus dem All beobachten. Die "CuBy"-Mission soll in staatlichem Auftrag Daten für Vermessung, Katastrophenschutz und Landwirtschaft liefern. Ein Ziel: Hochwassergefahren rechtzeitig zu erkennen.


Der Freistaat Bayern plant, die ersten von fünf Kleinstsatelliten für die Erdbeobachtung bis Ende 2025 oder Anfang 2026 ins All zu schicken. Diese Satelliten mit den Maßen eines aufklappbaren Aktenordners von 37 x 23 x 10 Zentimetern sollen in einer Umlaufbahn von 460 Kilometern über der Erde ihre Arbeit aufnehmen und für einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag hochauflösende Bilder vom Freistaat liefern.

Alle drei Tage würde es dann neue Aufzeichnungen von ein und derselben Stelle geben.

naja halb so schlimm, auf die Erdbevölkerung hochgerechnet, wären das nur knapp 5000 Satelliten.
 
Ach und über NRW, Baden Württemberg, Hamburg, Sachsen, Thüringen, Hessen ist er blind? Welcher ,,Staatliche" Auftrag finanziert das Ganze? Oder ist Bayern ein Staat? Die Blase Bayern! Wie lange dauert ein Überflug über den Staat Bayern? 45 Sekunden? Ich würde da eher vor Ort mal nachsehen, nicht das es wie im Ahrtal kommt. Der Satellite hat nix gesehen, Xaver.
Viele Grüße Frank
 
Freistaat Bayer, nie gehört? :p
Deutschland ist ein Bundesstaat.

Vielleicht dürfen die anderen ja auch einen Blick der Satelliten buchen.

Übrigens sollen demnächst Feuerwehreinsätze in Bayern durch Drohnen koordiniert werden, bzw erhalten die Einsatzkräfte dann einen Blick auf das Geschehen, bevor sie noch an Ort und Stelle sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sachsen nennt sich auch Freistaat. Fehlt bloß noch Preußen, ich hoffe es kommt bald zur Gründung dieses Freistaates ;)
Was soll das bringen??
 
vermutlich bieten andere Satelliten diese Nachfrage nicht oder nicht zum akzeptablen Preis
... für einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag hochauflösende Bilder vom Freistaat liefern

KI: typische Preise liegen bei 1,70 bis 30 US-Dollar pro Quadratkilometer für kommerzielle hochauflösende Daten,

jährlich 100 mal 70.550 km² würden dann kosten
30 $ · 7.000.550 = 210 Mio jährlich
und 1/10 davon kostet der ganze Spaß anscheinend open end statt jährlich

Zusätzlich können ja auch Bilder der ganzen Welt verkauft werden. Da ist das Ganze dann bei diesen Preisen womöglich gar noch binnen wenigen Monaten profitabel statt überhaupt etwas zu kosten. Natürlich bräuchte man dafür überall Empfangstationen, oder die Daten werden zwischengespeichert, benötigt dann aber hohe Übertragungsrate.

Google liefert jedenfalls nichtmal jährliche Bilder.
KI: instead, it updates locations on varying schedules, typically every 1-4 years for cities, prioritizing dense areas, while Street View updates less frequently (1-5 years),

Aber was fragst Du mich, wer hats erfunden? Ich nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Würde ein einheitlicher Standard für neue Satelliten etwas bewirken, welcher eine nicht reflektierende Oberfläche voraussetzt? Falls das überhaupt technisch umsetzbar ist? Und würden sich dadurch die störenden Lichtspuren überhaupt komplett vermeiden lassen, oder würden die dadurch nicht minimal schwächer werden?
Es gibt Empfehlungen für Satellitenbetreiber. Im Speziellen für die LEO Konstellationen.
Hier einmal von der IAU und bei der UN scheint man immerhin darüber mal zu reden, und zwar hier.
SpaceX hatte zunächst mal einen Satelliten versucht dunkel anzumalen, hat wohl wegen thermischer Inblanace nicht funktioniert, aber einen guten Effekt gezeigt.
Danach wohl eine Zeit lang mit Sunshade-Visoren, die wohl 30 % Reduktion gebracht haben und seit einiger Zeit wohl wieder mit was anderem wozu es keine genaueren Informationen gibt.
Aber im Grunde hilft uns das alles nicht weiter, die großen Solarzellen werden immer ein bissel Reflektieren und in Langzeitbelichtungen werden wir immer Streifen haben, egal wie viel da optimiert wird.
 
Oh Schreck.. Bisher denkt ihr alle nur an die Störungen durch die heilen Satelliten.
Ich mach mir jetzt bei eingen tausend und später einigen hunderttausend meine Gaedanken bei einer Kollision socher Satelliten.
Die Satelliten sind ja wenn sie heil und manövrierbar sind in ihren Orbits unterwegs. Und am Endes des Lebenszyklus verlässt er den Orbit und durchkreuzt unlenkbar die anderen Orbits unter ihm. Bei einer halben Million wird das sehr häufig vorkommen. Was dann?
Zwei Satelliten kollidieren und eine Wolke von unkontrollierten 200 bis 2000 Trümmerteilen sind unterwegs. Bevor die Katographiert sind und jeder Satellit ein Softwareupdate zum ausweichen erhalten hat sind binnen Stunden die nächsten ca 20 Stelliten zertrümmert, unlenkbar unterwegs.
Das ergibt dann einen Kaskadeneffekt der dann den Rest aus dem Orbit holt. Die Teile sacken alle ab, die unteren Orbits wird es dann auch erwischen.
Alle millionen Teile verglühen dann in der Atmosphäre, das gibt eine Menge Leuchtspuren am Nachthimmel. Wie will man die aus dem Foto rausrechnen? Einen Vorteil hat dann das ganze: Während der evtl 10 Jahre wo die Trümmerteile alle " Abregnen " ist der Orbit so sehr voll Trümmerteilen das in der Zeit keine neuen Raketenstarts mehr stattfinden können und erstmal Ruhe ( und viel Mobilfunkanbieterpleiten) abzuwarten sind.
Ich warte dann auf die Bilder wenn die Langzeitaufnahmen auch Livecrashbilder einfangen. So schöne Lichtblitze wenn zwei Batteriepakete in 300 Km explodieren..... Alles zu abwegig?
 
> Sachsen nennt sich auch Freistaat.

"Freistaat" ist im Grunde Blödsinn - Bayern, Sachsen und Thüringen sind Bundesländer wie jedes andere auch.

> Zwei Satelliten kollidieren und eine Wolke von unkontrollierten 200 bis 2000 Trümmerteilen sind unterwegs.

Was daraus folgt, nennt sich Kessler-Syndrom...
 
Ich las soeben davon dass die chinesen ihren eigen Wettersatellit Feng Yun 1C im Jahr 2007 abgeschossen haben.
Die Trümmerteile waren in 200 bis 3850 km Orbit verteilt.
Es war die grösste Katastrophe. Die Zunahme an Trümmerteilen unter 10 cm nahm um 20% zu, die der 1cm Teile nahm um 35.000 Teile zu....
 
Hallo!

Bei besonders hartnäckigen und breit strahlenden Sat-Spuren mache ich es heute schon so, dass ich einen hinreichend dicken, schwarzen Strich über die Spur lege. Nullwerte können beim Stacken in z.B. Pixinsight vollständig verworfen werden. Die Spur verschwindet so komplett.
Was ich wegen der noch geringen Fallzahl noch per Hand mache, kann z.B. eine Funktion in der Seti Astro Suite automatisch und immer besser übernehmen.
Nachteil der Methode ist, dass man mehr Aufnahmen machen muss, um das Rauschen gut auszumitteln, damit man kein uneinheitliches Bild durch Streifen erhöhten Rauschens erhält. Aber da wir in unseren Breiten sowieso eher viele und kürzer belichtete Aufnahmen machen, ist das handhabbar. Aber ja: Die SNR ist dann irgendwann unter Druck.
Es ist natürlich ein Unding, unseren Nachthimmel durch hunderttausende Satelliten zu verschandeln. Das wird sich aber - wie vermutlich die für mich viel schlimmere Lichtverschmutzung - nicht verhindern lassen.
Amateure werden das für ihre Zwecke schon in den Griff bekommen. Die professionelle Astronomie, besonders die Radioastronomie, tut mir aber schon jetzt sehr leid.

Dass uns durch die Satelliten irgendwann der Fluchtweg ins All versperrt wird, darüber kann ich nur lachen. Ich bekomme ja immer eins auf den Deckel, wenn ich politisch werde, darum nur so viel: Die Menschheit ist nicht auf dem Weg ins All. Auf keinen Fall werden wir im Katastrophenfall die Option haben, uns ins All zu retten. In relativ wenigen Jahren beginnt hier auf der Erde das große Röcheln und dann gehen nach und nach die Lichter aus. Vielleicht schlagen wir uns auch vorher noch alle die Köpfe ein. Das Rennen ist noch nicht entschieden.

Gruß
Sebastian
 
Dass uns durch die Satelliten irgendwann der Fluchtweg ins All versperrt wird, darüber kann ich nur lachen. Ich bekomme ja immer eins auf den Deckel, wenn ich politisch werde, darum nur so viel: Die Menschheit ist nicht auf dem Weg ins All. Auf keinen Fall werden wir im Katastrophenfall die Option haben, uns ins All zu retten. In relativ wenigen Jahren beginnt hier auf der Erde das große Röcheln und dann gehen nach und nach die Lichter aus. Vielleicht schlagen wir uns auch vorher noch alle die Köpfe ein. Das Rennen ist noch nicht entschieden.
Hallo Sebastian,

Sachlich, nüchtern, ehrlich. Stimme Dir zu 100% zu.
Dazu noch ein Satz aus der Offenbarung des Johannes, Kapitel 9.6:
"Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und ihn nicht
finden; und sie werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen
fliehen."
 
Hallo!

Bei besonders hartnäckigen und breit strahlenden Sat-Spuren mache ich es heute schon so, dass ich einen hinreichend dicken, schwarzen Strich über die Spur lege. Nullwerte können beim Stacken in z.B. Pixinsight vollständig verworfen werden. Die Spur verschwindet so komplett.
Was ich wegen der noch geringen Fallzahl noch per Hand mache, kann z.B. eine Funktion in der Seti Astro Suite automatisch und immer besser übernehmen.
Nachteil der Methode ist, dass man mehr Aufnahmen machen muss, um das Rauschen gut auszumitteln, damit man kein uneinheitliches Bild durch Streifen erhöhten Rauschens erhält. Aber da wir in unseren Breiten sowieso eher viele und kürzer belichtete Aufnahmen machen, ist das handhabbar. Aber ja: Die SNR ist dann irgendwann unter Druck.
Es ist natürlich ein Unding, unseren Nachthimmel durch hunderttausende Satelliten zu verschandeln. Das wird sich aber - wie vermutlich die für mich viel schlimmere Lichtverschmutzung - nicht verhindern lassen.
Amateure werden das für ihre Zwecke schon in den Griff bekommen. Die professionelle Astronomie, besonders die Radioastronomie, tut mir aber schon jetzt sehr leid.
Es gibt einen neuen Zweig der Amateurastronomie: Satellitenkollisionen beobachten ;-) Irgendwann werden wir auch dem "Krieg der Sterne" zuschauen können, wenn die feindlichen Satelliten dann mit Lasern abgeschossen werden. Dann wird sich vielleicht irgendwann der Himmel wieder klären.
Dass uns durch die Satelliten irgendwann der Fluchtweg ins All versperrt wird, darüber kann ich nur lachen. Ich bekomme ja immer eins auf den Deckel, wenn ich politisch werde, darum nur so viel: Die Menschheit ist nicht auf dem Weg ins All. Auf keinen Fall werden wir im Katastrophenfall die Option haben, uns ins All zu retten.
So ist es, wir schaffen es nicht einmal in unserem Land genügend Schutzbunker für die Bevölkerung für den Fall aller Fälle bereit zu stellen. Die harte Strahlung ist einfach sehr schwer abzuschirmen, wenn man Gewicht sparen muss. Und dann, wo sollen wir den hin? Mond? Mars? Keine Chance. Wenn sie nicht den Strahlentod erleiden, dann sterben die Abenteurer, wenn mal eine Versorgungsmaschine irreparabel ausfällt, die Sauerstoffquelle ausgebeutet ist, oder einfach, weil sie psychisch kaputt gehen, Mord oder Selbstmord begehen. Es gibt noch 1000 weitere Gründe. All diese Probleme sind seit Jahrzehnten bekannt und bisher nicht gelöst. Wir sollten besser für unsere blaugrüne Murmel sorgen, denn sie ist ziemlich einmalig in unserer kosmischen Umgebung, wie man ja inzwischen herausgefunden hat.
In relativ wenigen Jahren beginnt hier auf der Erde das große Röcheln und dann gehen nach und nach die Lichter aus. Vielleicht schlagen wir uns auch vorher noch alle die Köpfe ein. Das Rennen ist noch nicht entschieden.
Das ist leider sehr viel wahrscheinlicher. Und ein Armutszeugnis für uns Menschen ist es auch.
 
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