Guten Morgen,
ich glaube nicht, dass man jetzt aus dem Alignment eine Raketenwissenschaft machen muss.
Ich denke auch bei aufgehelltem Himmel reichen die Sterne die erkennbar sind für ein Alignment.
Bei den angestrebten Alt/AZ Montierungen fällt das Einnorden, das Ausrichten auf den Polarstern, eh weg.
Bei der Celestron, wie Alex
@Kerste schon beschrieben hat, brauch ich noch nicht mal die Sterne zu kennen.
Ich denke mal, dass wir hier von der rein visuellen Beobachtung aus gehen.
Bei "normalen" Montierungen, nicht wie bei Celestron, ist es schon gut wenn mann die wichtigsten Alignment-Sterne oder auch Navigationssterne kennt.
Eine EQ Montierung muss erst mal eingenordet werden.
Fällt hier weg, weil Alt/AZ Montierungen in die engere Auswahl gekommen sind.
Grundsätzlich kann man diese Montierungen hinstellen wie man will. Aber eine Konsultation des Handzettels oder Handheftchens hilft da meist. Da gibt es von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Angaben. Bei einer Alt/AZ Montierung, die ich mal hatte, war angegeben das der Tubus waagerecht und die Öffnung nach Norden schauen soll. Bei meiner jetzigen kann, soll, muss, wie auch immer, richte ich den Tubus senkrecht aus.
Wenn das ganze Geraffel jetzt nach Anleitung aufgestellt ist, schaltet man die Montierung ein.
Dann erfolgt die obligatorische Dateneingabe. Datum (
Achtung!! meist amerikanische Schreibweise), Uhrzeit (Sommer- Winterzeit beachten), Längen- und Breitengrad (nicht verwechseln), bei einigen wird noch die Angabe NN verlangt.
Der ganze Summs entfällt bei GPS.
Jetzt
weiß die Montierung schon mal recht genau wo sie steht.
Jetzt erfolgt das Alignment mit 1 bis 3 Sternen. Das ist der Abgleich des Modells des Himmels in der Montierung, ist ja ein spezialisierter kleiner Computer, mit dem realen Himmel vor Ort.
Da wird meist ein Stern vorgeschlagen den man dann bestätigen kann. Wenn dieser aus irgendeinem Grund nicht sichtbar ist, kann man aus einer Liste einen anderen auswählen, der besser passt.
Und... da ist es sehr hilfreich wenn man die markantesten kennt. Da kann einem z.B. Stellarium behilflich sein. Mit der Zeit lernt man die aber. Dieses Wissen sollte man sich auch tunlichst aneignen.
Auch ist es bei einigen Montierungen möglich eigene Algignment-Sterne-List zu erstellen. Da beim Händler nach fragen oder Handheftchen konsultieren.
Jetzt wird dieser erste Stern angefahren.
Aber... eben
nicht genau. Man ist ja noch am Anfang des Abgleiches, Modell (was die Montierung
glaubt, wo sie hin schaut) / und Real.
Jetzt muss mit Hilfe des Suchers und Blick durch das Okular dieser Stern genau im Okular zentriert werden. Je genauer um so besser funktioniert später die Nachführung.
Da das jetzt
noch ungenau ist und ich durch Sucher und Okular
nicht nur
einen Stern sehe, sondern mehrere, welcher ist es den nun ??
Da ist es eben hilfreich diese Alignment-Sterne von den anderen unterscheiden zu können. Sie halt zu kennen.
Hat man dann, hoffentlich, den richtigen zentriert, wird bestätigt und der nächste Stern wird angefahren.
Dieser zweite Stern wird dann schon recht genau angefahren. Dann wieder zentrieren, blablabla.
Dann den dritten... ... ...
Jetzt ist der Abgleich vollzogen und alles ist erledigt. Man kann jetzt Objekte aus den zur Verfügung stehenden Listen auswählen und die werden angefahren und auch verfolgt.
Diese Prozedur zeigt aber auch das GoTo kein Vollautomatismus ist. Man muss a weng dazu tun.
Zu erwähnen ist noch, dass man jetzt tunlichst vermeiden soll gegen die Montierung zu rumpeln oder irgendwelche Achsen zu lösen und manuell eingreifen. Dann war alles für die Katz und man fängt wieder von Vorne an.
So, jetzt gibt es mittlerweile eine reichliche Anzahl von elektronischen und Kamera- wie Sofftware- (in der Montierung) gestützte Systeme die einem das alles erleichtern. Bis dahin das ich, außer Einschalten, gar nichts mehr machen muss.
Jeder wie er beliebt und mag.
Die Verfahrensweise ist m.E. aber immer die gleiche. Es wird mir durch die Helferlein nur etwas Arbeit abgenommen.
Gruß
Mathias