Alignment einer Montierung

Langley1

Aktives Mitglied
Guten Morgen,
meine Anfrage richtet sich an die Benutzer einer NexStar- oder Skywatcher-Montierung.

Funktioniert ein 3-Sterne-Alignment einer Nexstar 6/8-AZ-Montierung oder einer AZ-Montierung von Skywatcher mit SynScan,
anhand der Sterne des Sommer-Dreiecks und im Winter mit 3 Sternen des Orions, um die Montierungen auszurichten ?
Wäre ein 1-Stern- oder ein 2-Sterne-Alignment mit diesen Sternbildern auch noch ausreichend?

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klaus,

ich habe das Problem hier vor Ort dass ich, aufgrund der Himmelshelligkeit, kaum zusammenhängende Sternbilder sehen kann.
Das Sommerdreick ist kein Problem, ebenso ist der Orion noch gut zu erkennen. Auch die hinteren Sterne des Schwanen kann ich noch gut sehen.
Deshalb ist ein 3-Sterne -Alignment mit weit auseinander liegendn Sterne nur schwer machbar. Daher meine Anfrage zum Alignment
anhand der Sternbilder.
Ich möchte mich, entweder für eine NexStar-AZ-Montierung mit SkyAlign oder einer Skywatcher-AZ-Montierung mit Synscan, entscheiden.
Wie ausreichend ist ein 1-Stern- bzw. 2-Sterne-Alignment zur Ausrichtung einer Montierung?
Wer hat Erfahrungen damit gemacht?

Peter
 
Guten Morgen,

so weit ich weiß, und ich kenne es auch nicht anders von verschiedenen Montierungen, werden die Alignment-Sterne auch vorgeschlagen. Manche Montierungen bieten auch Sonnensystem-Objekte an.

Hier mal was zum Alignment:
Was ist eigentlich … Alignment?

Gruß
Mathias
 
Bei Celestron musst du nicht wissen, welche drei Sterne das sind, und sie müssen auch nicht zum selben Sternbild gehören. Idealerweise bilden sie ein möglichst großes Dreieck.

Ein 1-Stern-Alignment ist für visuell und zum Nachführen okay, wenn die Montierung waagrecht steht. Bei der Sonne war ich da ein paar Stunden erfolgreich mit minimalen Korrekturen. Goto wird umso ungenauer, je weiter du vom Referenzstern weg bist.
 
Hallo,

die Vorteile von SkyAlign der NexStar-Montierungen sind mir bewusst und wurden hier auch schon diskutiert.
Ich liebäugele inzwischen mit der Fusion-Montierung von Skywatcher. Die hat eine größere Tragfähigkeit (12 Kg) und eine eingebaute
Lithium-Batterie, aber eben leider kein Sky-Align. SynScan schlägt zwar Alignment-Sterne vor, die aber auch erkannt werden müssen.
Nicht so einfach bei einem aufgehellten Himmel.
Liegen die Sterne des Sommer-Dreiecks bzw. des Sternbildes Orion nicht weit genug auseinander, um sie zum Alignment nutzen
zu können?

Gestatten Händler, dass man eine Montierung bestellt um es auszuprobieren und das man sie ggf. wieder zurückschickt?
Wer hat das schon mal gemacht?

Peter
 
Hallo,

Bei meiner "Vixen Skysensor 2000 PC" Steuerung habe ich immer nur einen Stern genommen und bei jedem Objekt oder Stern den ich angefahren hatte, die Steuerung "nachzentriert". Es gab eine Möglichkeit diese Steuerung im Laufe der Nacht mit dem beobachteten Objekt oder einen Stern immer wieder abzugleichen. Dadurch wurde das anfahren der Montierung auf ein Objekt immer genauer.
Gibt es bei modernen Steuerungen ebenfalls diese Option? Dadurch würde zu Beginn ein Stern genügen und zur Erhöhung der Genauigkeit die Montierung oder Steuerung immer wieder mit dem eingestellten Objekt nachzuzentrieren.
Beim Skysensor war das eine Sache von wenigen Augenblicken.

Viele Grüße
Gerd
 
SynScan schlägt zwar Alignment-Sterne vor, die aber auch erkannt werden müssen.
Nicht so einfach bei einem aufgehellten Himmel.
Liegen die Sterne des Sommer-Dreiecks bzw. des Sternbildes Orion nicht weit genug auseinander, um sie zum Alignment nutzen
zu können?
Hi,
Es ist schon vorteilhaft, wenn man sich etwas am Sternenhimmel auskennt/zurecht findet. Das liegt aber an einem selbst, sich da reinzufuchsen. Als Hilfe gibts natürlich so Helferlein wie "Stellarium" usw.
Klar kann man die Sternbilder oder Dreieckeformationen nehmen, aber überleg doch mal, was der Sinn eines Alignment ist und warum das Teleskop in verschiedene Richtungen beim Alignment fahren sollte.
Wenn du 2, oder 3 Sterne, die nebeneinander stehen, zum Alignment benutzt, dann kannste es auch gleich bleiben lassen.
 
Es ist sicher nicht sinnvoll, drei Sterne zu nehmen, die weit auseinander stehen. Aus folgendem Grund: Neben dem Polar Alignment (das ist es ja wahrscheinlich, was Du machen willst), gibt es noch andere "Schwachstellen" am Teleskop. Ob alle Achsen senkrecht bzw parallel zueinander stehen, wie sich das Teleskop (und der Spiegel) durch die Gravitation verbiegen bzw verkippen, usw. Will man das alles berücksichtigen, muss man ein Pointing-Modell erzeugen. Und dazu sind viel mehr Sterne notwendig, als nur drei. Das Pointing-Modell muss immer dann gemacht werden, wenn man das Teleskop neu aufbaut. Das ist im Allgemeinen sehr zeitraubend. Zudem braucht es eine eigene Software und die stellt deine Montierung nicht zur Verfügung.

Um das zu verhindern und ein gutes Polar Alignment hinzubekommen, reichen zwei Sterne aus, die ungefähr auf einer Deklination liegen (20-30 Grad auseinander). Damit schaltet man nämlich die anderen Pointingfehler aus, bzw minimiert sie. Wenn Du drei Sterne nimmst, z.B. das Sommerdreieck, wechselwirken die anderen Pointingfehler mit dem Polar Alignment und Du bekommst einen falschen Pol eigestellt, weil Du die anderen Fehler nicht herausrechnest. Diese Fehler gehen in die Berechnung des Polar Alignment mit ein.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
@pem.fue

Dann frage ich, wie SkyAlign der NexStar-Montierung funktionieren kann.
Lese bitte mal diesen Blog:

Peter
 
@pem.fue

Dann frage ich, wie SkyAlign der NexStar-Montierung funktionieren kann.
Lese bitte mal diesen Blog:

Peter
Hallo Peter,

okay, ich hatte nicht gesehen, dass es sich um azimutale Montierungen handelt. Da braucht das System "nur" den Horizont berechnen. Aber für größere Teleskope muss man natürlich auch ein Pointing-Modell machen.

Gruß,
Peter
 
@Heliklaus

Offenbar hast Du meinen oben geschriebenen Text nicht gelesen bzw. verstanden.
Er beschreibt die Umgebungsbedingungen hier vor Ort
Sei bitte so freundlich und lies doch mal.
Stellarium ist mir seit 15 Jahren bekannt!
Peter
Doch doch, ich lese aufmerksam alle Beiträge hier.

Zitat von dir:
ich habe das Problem hier vor Ort dass ich, aufgrund der Himmelshelligkeit, kaum zusammenhängende Sternbilder sehen kann.
Das Sommerdreick ist kein Problem, ebenso ist der Orion noch gut zu erkennen. Auch die hinteren Sterne des Schwanen kann ich noch gut sehen.


Warum musst du zusammenhängende Sternbilder sehen? Wenn man Sterne vom Sommerdreieck, vom Sternbild Orion und vom Sternbild Schwan sehen kann, dann kann man auch andere helle Sterne sehen. Nur mal so als Beispiel. Wenn man Pollux und Castor sieht, braucht man nicht das ganze Sternbild. Die Montierung kann ganz leicht darauf anfahren. Du siehst ja die Sterne. Diese zu identifizieren, sollte somit kein Problem darstellen. Erst recht nicht, wenn man Stellarium seit 15 Jahren benutzt. ;)
 
Hallo Peter,

ich denke Du kannst bei der Fusion auch eigene Sterne für das Alignment nutzen. Das kenne ich so von meiner iOptron, die eigentlich auch Sterne für das Alignment vorschlägt. Du musst Dir halt in Stellarium 3 Sterne heraussuchen, die Du erkennen kannst und diese dann beim Alignment gegen die vorgeschlagenen Sterne austauschen. Bei der iOptron wurde ein Stern vorgeschlagen und ich habe da einfach einen anderen aus einer Liste wählen können. Dann diesen zentrieren und dann den nächsten.

Dass man das Alignment dann sukzessive korrigiert, ist normal, denn es gibt mit der Zeit auf jeden Fall Abweichungen. Das 1-Stern Alignment hat halt den Nachteil, dass es am Anfang sehr ungenau ist. Da Du eine sehr große Brennweite hast und - je nach Kamera - nur einen recht kleinen Himmelsausschnitt abgebildet wird, kann es halt sein, dass das angepeilte Objekt erstmal garnicht in dem Bildfeld ist und dann geht die Sucherei los.

Meine Empfehlung wäre also, das Alignment immer über 3 Sterne zu machen. Und wichtig: Du brauchts ein Fadenkreuzokular, wenn Du das Alignment am Anfang visuell machen willst. Sonst wird das zu ungenau.

CS.Oli
 
Hallo,

Dann frage ich, wie SkyAlign der NexStar-Montierung funktionieren kann.

Im Grunde genommen ist die Berechnung und Erkennung der angefahrenen Sterne ganz einfach.
Erforderlich ist:
  1. Ein waagerecht aufgestelltes Stativ.
  2. Die korrekte Eingabe der eigenen Koordinaten.
  3. Die korrekte Uhrzeit.
Mit GPS-Empfänger werden 2 und 3 automatisch ermittelt, ist keiner vorhanden muss die Zeit und die Koordinaten per Hand eingeben werden.
Da die Steuerung nur die hellsten Sterne verwendet, heller als 2m5, ist es für diese leicht zu berechnen, welcher Stern für ein Alignment gerade eingestellt wurde. Dazu wird kein Stellarium, eine Sternkarte oder ähnliches verwendet. Die Steuerung berechnet welcher Stern ins Okular eingestellt wurde.
Bei meinem Skysnsor hatte ich das Alignment ohne einem Fadenkreuz erledigt. Das war sehr genau.

Viele Grüße
Gerd
 
Guten Morgen,

ich glaube nicht, dass man jetzt aus dem Alignment eine Raketenwissenschaft machen muss.

Ich denke auch bei aufgehelltem Himmel reichen die Sterne die erkennbar sind für ein Alignment.
Bei den angestrebten Alt/AZ Montierungen fällt das Einnorden, das Ausrichten auf den Polarstern, eh weg.
Bei der Celestron, wie Alex @Kerste schon beschrieben hat, brauch ich noch nicht mal die Sterne zu kennen.

Ich denke mal, dass wir hier von der rein visuellen Beobachtung aus gehen.
Bei "normalen" Montierungen, nicht wie bei Celestron, ist es schon gut wenn mann die wichtigsten Alignment-Sterne oder auch Navigationssterne kennt.

Eine EQ Montierung muss erst mal eingenordet werden.
Fällt hier weg, weil Alt/AZ Montierungen in die engere Auswahl gekommen sind.
Grundsätzlich kann man diese Montierungen hinstellen wie man will. Aber eine Konsultation des Handzettels oder Handheftchens hilft da meist. Da gibt es von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Angaben. Bei einer Alt/AZ Montierung, die ich mal hatte, war angegeben das der Tubus waagerecht und die Öffnung nach Norden schauen soll. Bei meiner jetzigen kann, soll, muss, wie auch immer, richte ich den Tubus senkrecht aus.

Wenn das ganze Geraffel jetzt nach Anleitung aufgestellt ist, schaltet man die Montierung ein.
Dann erfolgt die obligatorische Dateneingabe. Datum (Achtung!! meist amerikanische Schreibweise), Uhrzeit (Sommer- Winterzeit beachten), Längen- und Breitengrad (nicht verwechseln), bei einigen wird noch die Angabe NN verlangt.
Der ganze Summs entfällt bei GPS.

Jetzt weiß die Montierung schon mal recht genau wo sie steht.
Jetzt erfolgt das Alignment mit 1 bis 3 Sternen. Das ist der Abgleich des Modells des Himmels in der Montierung, ist ja ein spezialisierter kleiner Computer, mit dem realen Himmel vor Ort.
Da wird meist ein Stern vorgeschlagen den man dann bestätigen kann. Wenn dieser aus irgendeinem Grund nicht sichtbar ist, kann man aus einer Liste einen anderen auswählen, der besser passt.
Und... da ist es sehr hilfreich wenn man die markantesten kennt. Da kann einem z.B. Stellarium behilflich sein. Mit der Zeit lernt man die aber. Dieses Wissen sollte man sich auch tunlichst aneignen.
Auch ist es bei einigen Montierungen möglich eigene Algignment-Sterne-List zu erstellen. Da beim Händler nach fragen oder Handheftchen konsultieren.

Jetzt wird dieser erste Stern angefahren.
Aber... eben nicht genau. Man ist ja noch am Anfang des Abgleiches, Modell (was die Montierung glaubt, wo sie hin schaut) / und Real.
Jetzt muss mit Hilfe des Suchers und Blick durch das Okular dieser Stern genau im Okular zentriert werden. Je genauer um so besser funktioniert später die Nachführung.
Da das jetzt noch ungenau ist und ich durch Sucher und Okular nicht nur einen Stern sehe, sondern mehrere, welcher ist es den nun ??
Da ist es eben hilfreich diese Alignment-Sterne von den anderen unterscheiden zu können. Sie halt zu kennen.
Hat man dann, hoffentlich, den richtigen zentriert, wird bestätigt und der nächste Stern wird angefahren.

Dieser zweite Stern wird dann schon recht genau angefahren. Dann wieder zentrieren, blablabla.
Dann den dritten... ... ...
Jetzt ist der Abgleich vollzogen und alles ist erledigt. Man kann jetzt Objekte aus den zur Verfügung stehenden Listen auswählen und die werden angefahren und auch verfolgt.

Diese Prozedur zeigt aber auch das GoTo kein Vollautomatismus ist. Man muss a weng dazu tun.
Zu erwähnen ist noch, dass man jetzt tunlichst vermeiden soll gegen die Montierung zu rumpeln oder irgendwelche Achsen zu lösen und manuell eingreifen. Dann war alles für die Katz und man fängt wieder von Vorne an.

So, jetzt gibt es mittlerweile eine reichliche Anzahl von elektronischen und Kamera- wie Sofftware- (in der Montierung) gestützte Systeme die einem das alles erleichtern. Bis dahin das ich, außer Einschalten, gar nichts mehr machen muss.
Jeder wie er beliebt und mag.

Die Verfahrensweise ist m.E. aber immer die gleiche. Es wird mir durch die Helferlein nur etwas Arbeit abgenommen.

Gruß
Mathias
 
Hallo,

dass sind eine Menge Tipps. Vielen Dank!!
Ich möchte das Okular durch eine Kamera ersetzen, um Live-Stacking zu betreiben. Zur Fernsteuerung des Ganzen vom
warmen Zimmer aus, habe ich eine sehr interessante Seite im Web gefunden:

Aktuell habe ich eine Canon-600D und eine ASI-120MM. Die möchte ich noch mit einer CMOS-Farbkamera ergänzen.
Dazu habe ich auch hier schon zahlreiche Tipps erhalten
Zum Kauf der Montierung, nach der ATT in Essen, werde ich mich nochmal von Karl Kloß beraten lassen.
Dies vor allem auch deshalb, da ich noch keine Information darüber gefunden habe, ob die NexStar-6/8-Montierung
mit WIFI gesteuert werden kann. Das Einrichten von Teamviewer, sowohl auf einem Mini-PC am Teleskop, als auch am Laptop
im Arbeitszimmer und deren Verbindung, ist mir noch nicht so verständlich.
Auch die mögliche Entfernung zwischen Teleskop im Garten und dem Laptop im Zimmer spielt noch eine Rolle.
Dazu wird im Video nichts gesagt.

Um 16.03 Uhr ist hier am Niederrhein die Wintersonnenwende. Die werde ich in Stellarium verfolgen.
Dann geht es auch schon wieder aufwärts!

Wünsche einen schönen Sonntag.
Peter
 
Dies vor allem auch deshalb, da ich noch keine Information darüber gefunden habe, ob die NexStar-6/8-Montierung
mit WIFI gesteuert werden kann.
Nur mit dem zusätzlichen SkyPortal WiFi-Modul. Dann noch ein LiFePo4-Akku dazu, und die Evolution ist gar nicht mehr so viel teurer ;)
Eingebunden wird sie dann über CPWI, das auch einen ASCOM-Treiber für andere Software zur Verfügung stellt.

TeamViewer brauchst du für einen Mini-PC heute nicht mehr (und auch kein WLAN, wenn der PC direkt am Teleskop ist – dann macht der das WLAN, und die Celestron-Montierung ist per Kabel über den Handcontroller angeschlossen), schau dir mal den Microsoft Remote Desktop bzw. die Windows App für iOS an, da geht das mit Windows-Hausmitteln. Anleitungen gibt's online genug.

Wenn kein WLAN in der Nähe ist und der Mini-PC nach dem Hochfahren einen Hotspot erzeugen soll, funktioniert bei mir MyPublicWiFi - Virtual Access Point sehr gut – einen Hotspot stellt Windows von Haus aus nicht freiwillig zur Verfügung.

Die WLAN-Reichweite ist variabel, auch bei Mini-PCs. Je weniger Netzwerke und Mauerwerke in der Umgebung sind, desto besser.
 
N'abend auch,

dass sind eine Menge Tipps. Vielen Dank!!
Ich möchte das Okular durch eine Kamera ersetzen, um Live-Stacking zu betreiben. Zur Fernsteuerung des Ganzen vom
warmen Zimmer aus, habe ich eine sehr interessante Seite im Web gefunden:
ob nun Kamera oder Okular, am Alignment, egal wie jetzt, wirst nicht vorbei kommen.

Das Plus das man per Kamera hat, so mache ich es auch, ist das ein 1-Sterne-Alignment reicht.
Das übliche Blablabla, dann 1-Stern-Alignment, dann Plate-Solven mit der jeweiligen Live-Stacking-Software. Unter Windows sehr zu empfehlen SharpCap.
Dann ist das Objekt immer im Zentrum.

Was das Remote angeht, da muss der Teleskop-PC und der Zimmer-PC im heimischen Netzwerk sein.
Wenn die Montierung über ein eigenes WiFi verfügt, die dann natürlich auch. Meine iOptron AZ hat auch ein eigenes WiFi, aber der Chip ist so Grottenschlecht, das ich die Montierung per passiven (ohne eigene Stromversorgung) USB-Hub mit USB-Kabel 3.x angeschlossen habe. An dem Hub hängt auch die Kamera. Somit läuft auch nur ein USB-Kabel zum PC am Teleskop.
Will man später EAF, Filterrad und ähnliches betreiben, muss ein aktiver Hub, eigene Stromversorgung, her. Den Strom für mehrere Geräte liefert ein Notebook oder Mini-PC nicht mehr.

Ich geht jetzt davon aus das Teleskop-PC und Zimmer-PC mit Windows ausgerüstet sind, dann ist RDP, das Hauseigene Tool von Windows, wie Alex @Kerste schon schreibt, das Werkzeug Deiner Wahl. Dann ist aber zwingend Windows Pro notwendig. Die Home Version bringt das nicht mit !

RDP ist stabil, macht das was es soll und kostet nichts extra. Alles andere was es da noch so gibt, ja geht auch, ist aber zusätzliche Software die gepflegt werden muss und ist für solche Zwecke meist auch zu überladen. Man brauch ja keine Verwaltung für mehrere PCs oder ähnliches.

So mal in groben Zügen, das Vorgehen.

Aber zu aller erst würde ich schauen, dass Du ein Verständnis für das ganze Geraffel im rein visuellen bekommst und das das rund läuft.

Gruß
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
TeamViewer brauchst du für einen Mini-PC heute nicht mehr
Guten Abend,

in dem oben verlinkten Video wird am Teleskop ein Notebook verwendet. Das wird mit der Montierung und der Kamera per Kabel
verbunden.

Hierzu habe ich folgende Fragen;

1 . Die Verwendung eines Mini-PCs macht aufgrund des fehlenden Monitors doch wohl keinen Sinn?

2. Bieten Montierungen von Skywatcher und Celestron generell die Möglichkeit, einen Windows-PC anzuschließen
und wenn ja, wie heisst ggf. die Buchse und das Kabel hierzu?

3. Oder: Gibt es evtl. auch GoTo-Montierungen wo das nicht möglich ist ?

4. Das Setup für den Remote-Betrieb im oben verlinkten Video bietet nicht die Möglichkeit, auch die Fokussierung
aus dem Zimmer heraus vorzunehmen. Nur zu Beginn der Session ein Mal direkt am Teleskop zu fokussieren,
dürfte nicht ausreichend sein. Gäbe es zur Fernbedienung eine Lösung?

Peter
 
1 . Die Verwendung eines Mini-PCs macht aufgrund des fehlenden Monitors doch wohl keinen Sinn?

Doch macht Sinn, da du die Bildschirmansicht ja auf einem zweiten PC oder Tablet spiegelst.

2. Bieten Montierungen von Skywatcher und Celestron generell die Möglichkeit, einen Windows-PC anzuschließen
und wenn ja, wie heisst ggf. die Buchse und das Kabel hierzu?

Bei aktuellen Montierungen über USB ansonsten Serieller Anschluss/RS232 mit einem passenden Adapter auf USB. Alternativ WLAN, aber oft weniger stabil als eine kabelgebundene Montierung.

4. Das Setup für den Remote-Betrieb im oben verlinkten Video bietet nicht die Möglichkeit, auch die Fokussierung
aus dem Zimmer heraus vorzunehmen. Nur zu Beginn der Session ein Mal direkt am Teleskop zu fokussieren,
dürfte nicht ausreichend sein. Gäbe es zur Fernbedienung eine Lösung?

Mit einem Motorfokus, der mit dem PC/Steuerungscomputer verbunden ist, lässt sich problemlos remote fokussieren und auch Autofokus nutzen mit passendem Aufnahmeprogramm.
 
Guten Abend,

1 . Die Verwendung eines Mini-PCs macht aufgrund des fehlenden Monitors doch wohl keinen Sinn?
Jein, kommt drauf an in wie weit Du weitere elektronische Helferlein integrierst.
Da kommt das ins Spiel:
4. Das Setup für den Remote-Betrieb im oben verlinkten Video bietet nicht die Möglichkeit, auch die Fokussierung
aus dem Zimmer heraus vorzunehmen. Nur zu Beginn der Session ein Mal direkt am Teleskop zu fokussieren,
dürfte nicht ausreichend sein. Gäbe es zur Fernbedienung eine Lösung?
Ja, ein EAF Motorfokussierer.
EAF

Und da war @astro_alex80 schneller :) :y:

Gruß
Mathias
 
Nabend Peter,

ich hab jetzt hier nicht alles durchgelesen, kenne aber aus anderen Beiträgen schon dein Vorhaben bzgl EAA ;)

Ich probier mal, deine Fragen zu beantworten:

1 . Die Verwendung eines Mini-PCs macht aufgrund des fehlenden Monitors doch wohl keinen Sinn?
Egal, du greifst sowieso mit Remote-Desktop - zumindest bei Windows - drauf zu.

2. Bieten Montierungen von Skywatcher und Celestron generell die Möglichkeit, einen Windows-PC anzuschließen
und wenn ja, wie heisst ggf. die Buchse und das Kabel hierzu?
Bei Skywatcher gibts das EQDir-Kabel oder du gehts aus der Handcontrollerbox direkt mit USB raus

3. Oder: Gibt es evtl. auch GoTo-Montierungen wo das nicht möglich ist ?
Kann ich mir zumindest bei neueren Montierungen nicht vorstellen

4. Das Setup für den Remote-Betrieb im oben verlinkten Video bietet nicht die Möglichkeit, auch die Fokussierung
aus dem Zimmer heraus vorzunehmen. Nur zu Beginn der Session ein Mal direkt am Teleskop zu fokussieren,
dürfte nicht ausreichend sein. Gäbe es zur Fernbedienung eine Lösung?
Motorfokus z.B. von ZWO oder Touptek

Und noch ein Hinweis oder Tipp bzgl. deinem Alignment bzw. GoTo-Einrichtung: ich hab tatsächlich noch nie mit der Handbox irgendwas gesynct. Ich richte die Monti ca. Richtung Polaris, mach Platesolving und sync die ganze Geschichte einfach. Beim Anfahren des Objekts wird dann sowieso wieder Platesolving verwendet.

Viele Grüße
Mathias
 
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