Setup für Astrofotografie

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Baaws
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ist es schon reichlich abwegig, hier einen Mono-Remote-Setup mit NINA zu empfehlen
Da bin ich nicht der Meinung, es ist ja wirklich kein Raketenbau. Wenn man nichts lernen will (und jetzt mal ernsthaft, das dauert vielleicht 10 Minuten für NINA), ist Astrofotographie nicht sehr passend, aber da kann sich der OP ja selber zu entscheiden, welche Route er nimmt. Wie gesagt: Persönlich würde ich immer diese Route nehmen, da sie einfach Geldsparender und offener ist.
 
Also, NINA hat man ganz sicher nicht in 10 Minuten drauf, das klappt selbst mit der Asiair nicht. Ich hab NINA ausprobiert, und ja, man kann mit gewissen Vorkenntnissen, wie Astrofotografie generell funktioniert, schnell zu einem Workflow kommen. Aber nicht als Anfänger. NINA ist natürlich besser, weil viel individueller einstellbar. Man kann alles automatisieren, selbst die Steuerung eines Rolldaches in Namibia von hier aus übernehmen. Aber dafür ist es auch unübersichtlicher. Die Asiair hat man nach einem YouTube Video verstanden und kann sie anwenden.

Ich will NINA überhaupt nicht schlecht reden, das ist aktuell DAS Werkzeug für Astrofotografen und bietet auch Vollprofis alles, was sie brauchen. Aber hier gehts um ein Anfängersetup. Da zählt nicht Vollausstattung, sondern eine einfache Struktur, mit der man schnell Erfolge feiert und die trotzdem langfristig zufrieden stellt. Teurer als ein Mini PC ist die Asiair Mini auch nicht.

CS Olaf
 
Ich will NINA überhaupt nicht schlecht reden, das ist aktuell DAS Werkzeug für Astrofotografen und bietet auch Vollprofis alles, was sie brauchen. Aber hier gehts um ein Anfängersetup. Da zählt nicht Vollausstattung, sondern eine einfache Struktur, mit der man schnell Erfolge feiert und die trotzdem langfristig zufrieden stellt.
Das verstehe ich ja, aber ich habe NINA innerhalb 10 Minuten + 1 YT Video gut genug drauf bekommen, um mein erstes paar Bildchen zu schießen: Ja, du hast da recht, dass die AsiAir einfacher ist, aber nicht um so viel. Wie gesagt, da hängt es von der Präferenz ab.
 
Da bin ich nicht der Meinung, es ist ja wirklich kein Raketenbau. Wenn man nichts lernen will (und jetzt mal ernsthaft, das dauert vielleicht 10 Minuten für NINA), ist Astrofotographie nicht sehr passend, aber da kann sich der OP ja selber zu entscheiden, welche Route er nimmt. Wie gesagt: Persönlich würde ich immer diese Route nehmen, da sie einfach Geldsparender und offener ist.

Ahoi H+,

lass uns mal darauf einigen, dass NINA das wohl umfassendste Schweizer Taschenmesser für ambitionierte Astrofotografen ist. Was mir aufstößt sind Annahmen wie: "Wenn man nichts lernen will...". Alleine das finde ich ehrlich gesagt reichlich anmaßend und arrogant. Gleichzeitig wird NINA als alternativlose Lösung mit maximaler Zugänglichkeit gepriesen und ZWO als Kapitalismus-Geißel der aufrechten Hobby-Astronomen. Das hat schon Würze. Dabei würde ich noch nicht mal für ASIAir behaupten, was Du NINA nachsagst. Ich weiß auch nicht, was ich mit solchen Aussagen wie "innerhalb 10 Minuten + 1 YT Video" anfangen soll. Ich glaube Dir das und es ist schön für Dich, kenne aber auch Deinen Hintergrund und Basis zum Hobby nicht und es ging hier beim TE um einen Einsteiger, der noch nicht mal ein ambitioniertes Teleskop benutzt hat. Deshalb von sich auf andere zu schließen ist... naja, lassen wir es. Insgesamt verwehre ich mich aber NINA schon aufgrund der Rahmenbedingungen in denen es funktioniert, nämlich als Workflow Toolbox die maximalen Tiefgang ermöglicht, in einer allgemeinen Wahrnehmung als einsteigerfreundlich zu bezeichnen.

Und auch wenn es für Dich das 10min + 1 YT-Video Tool ist, hat selbst NINA kritikfähige Aspekte, die gerade im Einsteiger-Setting relevant sind. Da wären allen voran Komplexität und Übersichtlichkeit, kryptische Meldungen und generische, für Einsteiger häufig inkonsistente, weil nicht rückführbare Fehlerkommunikation (m.E. keine zentrale Übersicht), starke Abhängigkeit von externen Treibern und Frameworks und Zentrierung auf Windows und Linux , und selbst Open Source und Kostenfreiheit haben den Nachteil, dass alles auf Community-Freiwilligkeit basiert und somit keine festen Update-Zyklen, kein Support im Sinne einer Produkt-Dienstleistung, und schlussendlich hängen auch Feature-Prios vom Community Support ab. Die Offenheit ist genauso Fallstrick wie ZWOs Geschlossenheit.

Und zum Schluss will ich Dich bei dem für mich wichtigsten und gleichzeitig entlarvenden Satz Deiner Ausführungen abholen: "Persönlich hätte ich gerne etwas komplizierteres aber dafür etwas weniger zwingendes." Von mir aus - gern! Dann sei aber bitte so fair und verrate dieses fulminante Detail - was im Übrigen auch ziemlich konträr zu Deiner Darstellung von NINA steht - auch Einsteigern bevor sie sich NINA zuwenden und das Hobby dann vielleicht an den Nagel hängen, weil eine völlig verkopfte Philosophie völlig unnötiger Einstiegskomplexität produziert wird. Auch wenn Du das in 10min mit einem YT-Video klärst... Mir dünkt aber, dieser pseudo-intellektualisierte Zugang ist Mittel und gewünschte Intonation und Identifikation. Und das meine ich sachlich bedauernd und nicht persönlich diffamierend.

Ich denke damit bin ich mit dem Thema durch.

In dem Sinne klare Himmel und bis zum nächsten Diskurs.
VG Thomas
 
Da bin ich nicht der Meinung, es ist ja wirklich kein Raketenbau. Wenn man nichts lernen will (und jetzt mal ernsthaft, das dauert vielleicht 10 Minuten für NINA), ist Astrofotographie nicht sehr passend, aber da kann sich der OP ja selber zu entscheiden, welche Route er nimmt. Wie gesagt: Persönlich würde ich immer diese Route nehmen, da sie einfach Geldsparender und offener ist.
????
 
Tach auch zusammen :D,

als erstes denke ich, das etwas Beruhigung eintreten sollte.
Den Thread hier im Einsteiger-Bereich habe ich, nicht alles, gelesen.

Wie dem Ein oder Anderen hier im Forum bekannt ist, bin ich auch kein Verfechter der kleinen roten Schachteln. Auch nicht blau und von mir aus auch gelb ;).
Auch habe ich nichts mit NINA am Hut.
Von der Montierung her, zähle ich mich auch eher zu einer Randgruppe. The outsider... wow... ;).
Bin auch eher althergebracht. Gehe EAA mit zwei ältlichen Notebooks (Remote) nach.

Schon klar, das jeder mehr oder weniger sein eingesetztes Equipment propagiert.
Gut und richtig.
Erfahrung zählt halt.

Aber... hmm... bei allem Enthusiasmus für das Eigene, a weng Objektivität ist sicherlich nicht verkehrt.
Speziell bei einer Einsteigerfrage ist es sicherlich, auch wenn die Gefahr einer gewissen Überforderung besteht, legitim aufzuzeigen das es verschiedene Herangehensweisen, Möglichkeiten... ... ... gibt um an sein gewünschtes Ziel zu kommen.

Da bin ich aber der Meinung, dass das sachlich mit Fakten, Erfahrungen... ... ... aufgezeigt werden soll. Das ist sicherlich auch hilfreicher, auch wenn der Text da schon mal länger wird.
Das wie, warum, warum nicht, ... ... ... sollte schon erklärt werden und wenn es geht einigermaßen emotionslos..
'Ist toll', 'Ist Klasse', ... ... ... würde mir da nicht wirklich weiter helfen.

Schlicht das sachlich, fachliche Gegenüberstellen der verschiedenen Möglichkeiten.

In diesem Sinne
:coffee: :alien: :teleskop:
Mathias
 
Hallo, ich finde, da gibt es kein Richtig oder Falsch. Das ist in diesem Thread auch deutlich geworden. Es ist eine Frage des Geschmacks und auch des Geldbeutels.

NINA: Open Source, Maximale Freiheit bei der Auswahl der Hardware, dafür etwas steilere Lernkurve und die Notwendigkeit eines Mini-PC oder Laptop, der nicht so einfach zu steuern ist wie ein Astrocomputer über Tablet. Letzteres ist aber Geschmacksache. Viele lehnen Tablets ab.

Asiair: Ausgereiftes und sehr einfach zu bedienendes Tool für mobile Astrofotografie. Funktionierendes, perfekt aufeinander abgestimmtes geschlossenes System, zum Preis der Bindung an ZWO-Hardware (bis auf Montierungen und DSLR), daher teurer als ein NINA-Setup mit Nicht-ZWO-Hardware.

Stellavita: Versuch, eine Asiair ohne Markenzwang zu etablieren. Der Versuch wird langfristig auch gelingen, bisher aber noch nicht ausgereift und vom Funktionsumfang schwächer als Asiair.

Das ist's in groben Zügen. Die Entscheidung zwischen den Geräten ist Geschmacksache und eine Frage des Interesses, sich mit Software zu beschäftigen oder sich auf reine und problemlose Anwendung zu beschränken.

LG Olaf
 
Hallo

Na wenn kosten untergeordnet sind kann es ja auch Asi 2600 MM Air sein.
Das Asi Air hat auch mit Filterrad kein Problem.
Das geht dann mit Schmalband auch mal mit ni ht so dunklem Himmel und ermöglicht so vielleicht häufigere Nutzung?
Der 571er Chip ist bei vielen im Moment die finale Lösung.

Gruß Frank
 
Hallo

Na wenn kosten untergeordnet sind kann es ja auch Asi 2600 MM Air sein.
Das Asi Air hat auch mit Filterrad kein Problem.
Das geht dann mit Schmalband auch mal mit ni ht so dunklem Himmel und ermöglicht so vielleicht häufigere Nutzung?
Der 571er Chip ist bei vielen im Moment die finale Lösung.

Gruß Frank
Hallo Frank,

das ist zwar fachlich kein schlechter Vorschlag, aber einem Anfänger würde ich nicht mit einer Mono-Kamera kommen. Ich würde ein Monosetup jedenfalls nicht häufiger nutzen als eine OSC-Kamera. Die ZWO Asi2600 MC Air habe ich weit oben im Thread allerdings auch aus eigener Erfahrung empfohlen, wenn das Geld dafür da ist. Spart Guidescope, Guidekamera und die Asiair ist auch schon enthalten. Die funktioniert auch an schlechterem Himmel. Für den Anfänger mit Geld ist das die ultimative Lösung in meinen Augen, um loszulegen und schnell Erfolg zu haben. Aber eben auch wieder Geschmacksache. Wer sofort auf Perfektion aus ist, kauft die teurere Monovariante, muss dann aber eben auch wieder mehr lernen, um Ergebnisse zu erzielen und hat einen etwas komplizierten Aufbau des Setups, der auch beherrscht werden will. Aber ich würde es auch niemandem ausreden, es gibt ja so ehrgeizige und talentierte Anfänger, die alles sofort machen wollen.

CS Olaf
 
Wer sofort auf Perfektion aus ist, kauft die teurere Monovariante, muss dann aber eben auch wieder mehr lernen, um Ergebnisse zu erzielen
Die Software hilft aber heutzutage ganz gut dabei, nur RGB gibt es genug automatismen die helfen.
Wenn es dann in die Tiefe geht mit Schmalband ist aber Handarbeit gefagt, man wird das erst machen wenn das Normale läuft... vielleicht Halpha in Galaxien, da geht es dann los wo man selbst in die Farben eingreifen muss.
Ob ein Mono Setup lohnt hängt auch mit den Bedingungen vor Ort zusammen.

Gruß Frank
 
Guten Morgen Niko,

ich habe vor Jahre auch den Weg in den Himmel gefunden ( böse gesagt da ich noch lebe *lach* )....

Ich hatte mir zu Anfang ein absolutes Billigteleskop bei Kleinanzelgen gekauft da ich unserem Sohn damit die Sterne zeigen wollte um sein Interesse für das Hobby zu wecken ( was nicht funktionierte *grins*). Dafür war ich infiziert. Mein Weg ging ab da los mit dem einer DSLR kombiniert mit einem 600mm Teleobjektiv auf einem normalen Fotostativ OHNE NACHFÜHRUNG. Alleine damit habe ich eine Lernkurve erlebt....fokussieren, Belichtungszeiten und das Wissen darüber das ohne Nachführung Sterne nun nicht lange rund bleiben ect. .
Nach vielem lesen und recherchieren im Internet kam die Ernüchterung! Was will ich, was kann ich, was wird empfohlen , wieviel will ich ausgeben, habe ich genügen Freizeit ?
Mein Einstieg war dann auch der 150 PDS Newton, eine EQ5 Goto und dann die AsiAir Pro sowie eine Asi 178 als Kamera. Daneben diverse Geldausgabe für Kleinkram.

MIR persönlich war ein absolutes, einsteigerfreundliches SetUp wichtig. Da kam für mich nur ZWO in Frage. Glaube mir.....da wirst du genügend Lernkurve für den Anfang haben...definitv. Und lass die Finger weg von dem Laser!! Die sind verboten ;-)

Ich mach es kurz:
Höher, schneller, besser, weiter geht IMMER ! Ist es gleich am Angang IMMER besser / sinnvoll ? NEIN.

Bei Fragen schreib mich gerne an.
 
Hallo

Zum Anfang ist natürlich der Umgang mit der Hardware, sinnvolle Bildgewinnunug und vor allem auch die Verarbeitung die größte Schwierigkeit, Kamera mit schon ASIAIR drinnen sollte aber eine große Hilfe sein, keine große Verkabelung und wohl auch mit Livestack schelle Ergebnisse. Aber selbst bei den Smartteleskopen ist für gute Ergebnisse dann eben doch EBV von Hand angesagt... noch mal Zeit und lernen. Ob man nun bei ohne Nachführung mit Brennweigen und Belichtungszeit jongliert oder sich mit einnorden und guiding ärgert , ist egal, es läuft sowieso darauf hinaus.
Wenn man keine Lust hat 2-3h am Rechner das Bild zu bearbeiten ist es fraglich, Zeit und Frustresisrenz muss haben, Lernkurve eben.

Gruß Frank
 
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