Brauche einen guten Unterbau für mein 120mm Brocken

TaurusM45

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Hallo Freunde des beidäugigen Sehens,

Ich hab ja nun das TS 120mm 90° Fernglas. Bis jetzt habe ich ein halbwegs gutes Stativ mit einem Fluidkopf der ca 10kg trägt.
Auf lange Sicht aber nicht das was ich mir unter dem Fernglas vorstellen kann. Für erste Gehversuche ist es ok aber da soll jetzt was richtiges drunter.

Was könnt ihr mir sowohl an Stativen als auch Montierungen empfehlen.

Erste Idee war ein Berlebach mit einer Gabelmontierung.

Wie habt ihr das gelöst? Zeigt mal her eure montierten Großferngläser.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,
ich nutze mein APM BT 120 90 auf der APM Gabel montiert auf einem Vermessungsstativ aus Holz. Das ist schön stabil, allerdings nicht höhenverstellbar.
Viel Spaß mit dem neuen Gerät.

CS
Christian
 

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Hallo Andreas,
von welchem Hersteller ist der Fluid Kopf?
Wenn du mit der Handhabung zufrieden bist, gibt es auch Fluid Köpfe mit größerer Traglast.
Mit den Gabelmontierungen habe ich keine Erfahrung, aber „normale“ AZ Montierungen, wie AYO oder TTS und stabiler L-Winkel (nicht die einfachen, sondern Sonderanfertigung) funktionieren ganz gut.

Hier sind ein paar Beispiele zur Montage und auch ein solcher L-Winkel.

Grüße Rainer
 
Hallo Andreas,

angefangen hab ich für mein 120er mit der Kombi Manfrotto 161MK 2B und Fluidhead Cartoni Focus HD, war zumindest zufriedenstellendes Arbeiten, aber der Cartoni mit 12 kg Traglast schon arg am Zuladungslimit.
Es folgte Berlebach 29C mit doppelten Beinschellen und Bodenspinne plus Cartoni Gamma Videokopf. Dieser Cartoni hat zwar Last bis 16 kg, mußte aber häufig nachjustiert werden, ist also ein reiner Kamerakopf.
Aktueller Stand ist die Basis Fluidhead Vinten Vision 20 (bis 30 kg Last) , Linhof Professional-Stativ (etwas schwammige Herstellerangabe "bis über 20 kg Traglast") und Manfrotto Stativwagen (bis 60 kg belastbar).
Bis zum finalen Unterbau hats natürlich gedauert, bis ich alles zusammen hatte, da war Geduld gefragt, hat sich aber gelohnt.
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Gruß Fery
 
Hallo Andreas, ich habe auch das 120er Fernglas von TS und bin sehr zufrieden damit. Als Okulare nehme ich APM 24UFF und 17,5,12,5 und 9mm Morpheus. Als Montierung kann ich den Manfrotto N12 / 612 Fluid Neiger empfehlen. Den finde ich für das 120er Glas ausreichend. Als Stativ nutze ich ein Berlebach UNI8 mit K70 Säule was für Beobachten im Sitzen völlig ausreichend ist. Wenn du im Stehen beobachten willst dann das UNI18. Wenn was leichteres dann das Report 292 mit der K40 Säule und dann für eine bessre Stabilität eine 27cm Ablageplatte mit Loch in der Mitte so wie ich das auch beim UNI8 / K70 gemacht habe.
Die Gabeln sind für sich schon recht schwer. Wenn Gabel dann besser die K70 Säule. Bei den Fluid Neigern mit Gewichtsausgleich ist das Gewicht näher an der Säule. Da hat du ein kleineres Moment und das ist weniger Schwingungsanfällig. Für die geringen Vergrößerungen des 120ers würde vielleicht auch die APM Mittenmontierung reichen.
VG, Christian
 

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Hallo Andreas,

wenn Du auf eine Kurbelsäule verzichtest kannst Du ein leichtes Stativ aus dem Profi-Videobereich nehmen. Das ist deutlich weniger Geschleppe und sehr stabil. Mit einem höhenverstellbaren Stuhl geht das gut. Nach vielem Hin und Her bin ich bei Systeme dieser Größe dort gelandet. Die Stabilität des Ganzen ist mir wichtiger als die Höhenverstellung.

Ich möchte auch keiner Kurbelsäule die aussermittige Last eines 120er im Zenit zumuten. Mit dem 120er kann man ja schliesslich bis 200x gehen, vielleicht mehr, da ist Stabilität wichtig. Voraussetzung ist allerdings, auch einen entsprechenden Videokopf zu verwenden. Aus zwei Gründen:
# Wie Christian sagt wird die Last mit Gabel zu sehr aussermittig.
# Nur ein solcher Kopf erlaubt wirklich feinfühlige und zugleich stabile Bewegungen ohne klemmen zu müssen.

Ein Vinten Vision 20 hat noch Reserven unter einem 120er. Ein Vinten Vision 12 reicht für das 120er aber ohne Reserve. Auf dem Foto habe ich ein 100er auf ein Vision 12 befestigt und eine schwere Losmandy-Klemme drunter geschnallt sowie Gewichte draufgelegt um ein 120er zu simulieren. Geht gut.

Man sieht wie kompakt das System auf diese Weise wird. Der Kopf sieht klein aus im Verhältnis zum Glas. Und das wird beim 120er noch mehr der Fall sein. Aber die Dinger sind unheimlich stabil. Ein Vision 20 wäre besser, ist aber noch schwieriger in gutem Zustand aufzutreiben als ein Vision 12. Vermutlich würde ein Vinten Vision 100 auch reichen, das habe ich aber nicht ausprobiert und ist noch nicht preiswert gebraucht weil noch aktuell auf dem Markt. Basis ist ein grosses Videostativ mit 100mm Halbschale.

Gruß, Christopher

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Hi
mit einem 10 Kilo Fluidkopf wird das nichts. Ich habe einen vergleichbaren von Rollei,
der das 100er Glas ordentlich trägt. Zenitnähe mag die Kombi nicht mehr so gerne.

Früher baute User Stefan Schimpf Alugabeln für seine Binos. Wenn Du sowas noch findest, wärst Du versorgt.
Sind aber sehr schwer, tragen aber leicht 30 Kilo und mehr.
CS
 
Es ist wie Antares sagt. Die Belastungsangaben der Videoköpfe im Consumer-Bereich sind mit Vorsicht zu betrachten. Manchmal ist nicht die Bedienbarkeit unter einer bestimmten Last gemeint, sondern nur die mechanische Bruchsicherheit!

Und auch wenn wirklich die Nutzlast gemeint ist, dann stets nur bis zu einem bestimmten Schwerpunkt der Last oberhalb der Wechselplatte. Das kann von Hersteller zu Hersteller variieren. Bei Vinten ist regelmäßig 55mm über Wechselplatte gemeint. Belastung = Last x Hebel.

Das 120mm Fernglas mit Okulare wiegt ca. 10,5kg. Das wirkt auf den ersten Blick gerade so innerhalb der Spezifikation des oben verlinkten Amazon-Kopfes zu sein. Die Schwerpunktlage von gut 100mm über Wechselplatte ist jedoch weit ausserhalb!

Gruß, Christopher
 
Hi,
also wegen der Kurbelsäule braucht man zumindest bei den Berlebach K40 und K70 gar keine Bedenken haben und der Komfortgewinn ist enorm. Bino ohne Kurbelsäule würde ich für mich nicht mehr in Betracht ziehen.

Das TOA Bino liegt bei etwa 27kg, die TTS 160 mit Gewichten nochmal etwa 35kg.
Trotzdem ist ehr die TTS160 als die Kurbelsäule der limitierende Faktor.
Auch bei asymmetrischer Belastung etwa mit einer AZ Montierung und einem L Winkel hatte ich nie Probleme. Ich habe aber oft trotzdem ein Gegengewicht dran, fühlt sich einfach sicherer an wenn das ganze voll ausgefahren ist.

Einen Vinten Kopf plus ordentliches Kurbelsäulenstativ halte ich für die beste Lösung für ein solches Weitfeldbino wie deines.
Wenn du deinen Apo nebendran hängen willst, schau dir mal die AYO Master oder die Rowan AZ100 an. Die Ayo ist hat mehr Reserven, die Rowan hat Feintriebe und ist mit GOTO ausbaufähig.

Schau auch mal hier bezüglich L-Winkel:
Ralf besorgt dir sicher auch die Ayo.

Und hier: Rowan AZ100 mit AOM FLT Binoteleskop
Ein gescheiter L Winkel darf ruhig 20mm Materialstärke haben. Vergleiche meine Bastellösung mit der späteren Profiversion in meinem YouTube Video.
Hier kannst du auch gut sehen, warum eine Kurbelsäule nützlich ist. Schau mal auf die Höhe der Okulare beim Schwenk in den Zenit.

Mir ist so, als hätte vor kurzem Jemand hier im Forum eine sehr ähnliche Frage gestellt:


cs Alex
 

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Zuletzt bearbeitet:
Achja wenn du mit deinem 7 Zöller ein Bino gebaut hast, sag bitte Bescheid.
Jetzt da du mit Binoitris infiziert bist, ist es ja nur eine Frage der Zeit :D
 
Moin Andreas,

erstmal Gluckwunsch zu deinem Bino. Der im Link angezeigte Stativ und Videohead vom Preis, bekommst du auch ein Berlebach Uni mit Kurbelsäule (finde ich sehr wichtig beim Bino) und eine gute gebrauchte Gabelmontierung. Die meiste Zeit schaue ich mit meinem 120 mm Bino zwischen 24mm und 12 mm in das All. Hier merke ich keinen Unterschied von einer Gabelmontierung und zu einem Vinten. Ab 6 mm merkt man die Schwingungszeiten zwischen den beiden System schon etwas, ist aber noch in Ordnung.

Bei den günstigen Videoheads ist auch die Nachführung unter Gewicht nicht so sanft wie bei einem hochpreisigen Vinten usw. und einer Gabelmontierung.

Besten Gruß

Holger
 
Also ich tendiere immer mehr zu einem Berlebach mit Gabelmontierung.

Reicht bei einem 120er Bino ein Report Stativ oder sollte es schon das UNI werden?
 
Da kann ich Holger nur zustimmen.
Als mein 120er vor 4 Jahren bei mir einzog, hatte ich mich auf die Herstellerangaben für den Sirui BCH 30 verlassen, auch Zuladung max.18 kg, also ähnlich wie der hier gezeigte.
Der Kopf konnte das Bino nicht in der Balance halten, egal wie ich ihn einstellte.
Der ging ganz schnell an den Händler zurück.
Auf CN hatte ich dann später gelesen, daß die nach dem Sachtler-Prinzip arbeitenden Köpfe, also stufenweise Voreinstellung, nicht sonderlich gut für unsere Zwecke geeignet sind.
Gruß Fery
 
Das Uni 19C / 29C würde ich auf alle Fälle bevorzugen.
Tolle Beschreibung auf abenteuer-sterne :

 
Das 29C hat noch Reserve in der Maximalhöhe, geht bis 210 cm.
Hab ich selbst für mein 100er TS.
Richtig stabil auch mit ausgefahrener Säule.
Gruß Fery
 
Reicht bei einem 120er Bino ein Report Stativ oder sollte es schon das UNI werden?
Hallo Andreas,

Berlebach hat wirklich sehr gute Stative....ich habe das Planet mit Kurbelsäule, aber was ich so gelesen habe ist das Uni sehr gut für das 120 mm. Wenn du das Uni kaufen würdest, achte bitte auf doppelter Klemmschelle. Das ist sehr wichtig für die Stabilität im ausgefahrenen Zustand und wirkt sich positiv beim Schwingungsverhalten von dem Bino aus.

Besten Gruß

Holger
 
Hallo Andreas,
definitiv das Uni, wenn du im Stehen beobachten willst.
Ich selbst nutze Das hier. Funktioniert sehr gut. Ich werde noch eine Ablageplatte dazuholen.

Grüße Rainer
 
Richtig, doppelte Klemmschelle sollte sein.
Hier mein BB 29C.
Die Bodenspinne ist nicht nicht unbedingt ein MUSS, aber wenns die günstig gibt .....
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Mit Vinten V20 und Bino hängen da gerade knapp 18 kg drauf.

Bei OptikPro gibts das BB 29 gerade günstig, ist laut Bebilderung allerdings nicht die C-Variante, da würde ich noch mal gezielt nachfragen.
Gruß fery
 
Hallo Andreas, die K40 Säule hat den Vorteil das Du eine Schnellverstellung hast wenn Du die Kurbel rausziehst. Die K70 Säule hat den Charme das Du deutlich mehr Reserven hast für deinen Refraktor.
Ich finde die K40 Säule harmonisch mit dem Report Stativen und die K70 Säule mit den UNI Stativen. Aber wenn Du im Stehen beobachtest könnte das Report Stativ schon zu Schwingungsanfällig sein wenn Du eine Gabel benutzen willst. Mit einem Manfrotto 612 / N12 ist die Kombi durchaus brauchbar. Benutze ich selber so. Der Vorteil bei den Manfrotto N12 / 612 Neigern ist das Du das Fernglas von oben einsetzen kannst und es sofort verriegelt ist. Eine Längsverschiebung ist erstmal noch möglich und wird dann mit dem seitlichen Hebel blockiert. Ich benutze nur noch die Neiger von Manfrotto auch für meine Refraktoren. Geben ein schönes Dobson Feeling. Die Profi Neiger von Vinten oder Sachtler sind nochmal eine Stufe weicher. Da führst Du dann dein Fernglas mit der Nase nach. Ist halt auch die Frage was Du investieren möchtest und wie schwer es werden darf.
VG, Christian
 
Hallo, ich verwende ein iOptron HAZ 31 auf einem Manfrotto 161MK 2B Stativ. Nachführung und Zielerfassung funktionieren.
 
Das Uni 19C / 29C würde ich auf alle Fälle bevorzugen.
Tolle Beschreibung auf abenteuer-sterne :

Wobei man die Variante mit den vier Spreizwinkeln nicht braucht - die Spreizsicherung mit den 23° genügt (plus Ablageplatte) vollends für Astro. Wobei bei Beobachtungen im Sitzen glg. schon offenere Spreizwinkel (>23°) nötig sein könnten; ich bin halt seit den Miyauchi 100 -Tagen ein Fern-Steher.

csm
 
Berlebach Report 392 Stativ Report 392 incl. Spreizsicherung und Ablageplatte 37 cm von Berlebach ® Stativtechnik
Das müsste gut funktionieren auch im Stehen. Je nach Körpergröße vielleicht sogar mit Doppelklemmung.
Oder das UNI18/K70 Stativ UNI 18/K70 Kurbelsäule Astro mit Ablageplatte 37 cm + Spreizsicherung von Berlebach ® Stativtechnik
auch mit Doppelklemmung.
Am besten beide dann ist man für Alles gerüstet ;-)
Wenn nur eins würde ich zuerst mit der leichteren und günstigeren Kombi anfangen. Wäre dann vom Gewicht:
Stativ 5kg, Fernglas mit Okularen gut 10kg, Neiger 3kg. Das kann man als Gesamtes noch kann gut bewegen.
VG, Christian
 
Hallo zusammen

vielen Dank erstmal für eure zahlreichen Antworten und Tipps.
Mir ist jetzt noch folgende Idee gekommen. Ich habe noch ein Stativ der EQ-6 hier ungenutzt liegen dazu einen Adapter wie diesen hier und darauf dann eine Gabelmontierung wie diese hier

Das sollte von der Stabilität doch sehr gut sein.

Auf die Höhe kommt es bei mir nicht so an, da ich einen wunderbaren Beobachtungstuhl von Berlebach habe und ausschließlich im Sitzen (auch am Teleskop) beobachte.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas, jo das sollte von der Stabilität besser als jedes Kurbelstativ sein. Ich meine auf Ebay wird gerade eine. Gabelmontierung von Explore Scientific angeboten. Stell mal ein Foto ein von deiner Zusammenstellung wenn Du alles zusammen hast. Wenn Du mit dem Fernglas auch mal Mondbeobachtung machen willst lohnt es sich eventuell Blenden so um die 90mm zu verwenden. Super sind auch die SvBony 3-8mm Zooms. Man kommt aber nur knapp oder eventuell auch garnicht in den Fokus. Ich hatte mir mal zwei Stück bestellt. Davon ging eines und das andere nicht. Hatte ich noch zwei weitere bestellt genau das Gleiche. Aber jetzt habe ich ein Paar das funktioniert. O.K. Die 3mm und 4mm Brennweite sind too much. Aber 5mm finde ich O.K. mit abblenden der Öffnung auf 100mm.
VG, Christian
 
Hallo Christian,

ja die auf Ebay hab ich schon gesehen. Mal schauen ob ich die nehme.
Zu den SVBony zoom. Ich habe tatsächlich auch zwei Stück. Hatte sie aber schon vor dem Fernglas für das Bino an meinem 185er ASKAR.
Und die Okulare funktionieren auch am Fernglas und genau wie du beschreibst, ist bei 5mm Schluss. Aber das reicht ja vollkommen.

Viele Grüße
Andreas
 
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