Aufrüstung meines Setup

Jonas Beyenburg

Aktives Mitglied
Einen wunderschönen euch allen

Ich möchte euch um Rat und Erfahrung fragen.
Ich denke es ist in an der Zeit mein Astrofotografie Setup zu erweitern
Vorallem in Hinblick auf die Kamera.

Ich liste euch mal wie mein Setup bisher aussieht:
Heq5 pro
Ts optics 72/432 fpl 53 doublet
Ais air plus
Kamera: Canon eos 2000da
Dazu einen l enhance filter.

Ich glaube es ist an der Zeit auf ein größeres teleskop umzusteigen um mehr Reichweite für kleinere Nebel und Galaxien zu bekommen
Da habe ich an den ts 102/714 fpl 53 doublet gedacht.
Am meisten denke ich aber über einen Wechsel der Kamera nach. Ich denke dass es langsam Sinn macht eine astrokamera zuzulegen. Gedacht hatte ich da direkt an die 2600mc pro

Kann mir einer von euch sagen wie gross der Unterschied zu einer günstigen modifizierten dslr ist.

Zusätzlich möchte ich eine filterschublade und neben meinem l enhance filter einen uv ir Cut um die aufgeblähten sterne zu verringern.

Was sagt ihr generell zu der Auswahl des teleskops und der Kamera im vergleich zu meinem bisherigen Setup
Was kann ich mir verhältnismässig von der knapp 3000 Euro teuren Investition erwarten.
Welche Verbesserungen werden bei der Bearbeitung in PI bemerkbar sein

Ich hoffe ihr könnt mir da etwas helfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jonas,

am meisten wirst Du von der Kamera profitieren, die ist ein Quantensprung zur DSLR. Das Teleskop wird die Objekte natürlich größer darstellen. Wie groß der Unterschied ist, kannst Du unter astronomytools.com herausfinden. Dein aktuelles Teleskop ist qualitativ nicht schlechter als der größere Bruder, aber wenn Du was Größeres willst, ist Deine Wahl nicht verkehrt.

Die Bearbeitung in Pixinsight wird etwas leichter fallen und die Ergebnisse sicher auch besser, wegen der Kühlung und der rauschärmeren Bilder, ansonsten ändert sich am Workflow nichts.

Die Kamera würde ich in jedem Fall kaufen und erst mal am 72/432 ausprobieren, dann siehst du den Unterschied sicher deutlich. Der Schritt zum 102er ist kleiner, jedenfalls war das mein Empfinden beim Upgraden.

CS Olaf
 
Hallo
Ich stimme Olaf zu 100 Prozent zu und möchte noch hinzufügen, dass die Asi2600MC Pro den UV/IR Cut Filter schon eingebaut hat.
Wenn ich Du wäre, dann würde ich wie Olaf bereits empfohlen hat, erstmal nur die Kamera und eine Filterschublade kaufen, und dazu noch ein paar Dual-Band Filter wie z.B. jeweils einen SvBony Ha/Oiii und einen SvBony SII/Oiii Filter. Dazu noch Pixinsight ( Ich bin im Juli 2025 mit Hilfe von jeder Menge YouTube Videos darin eingestiegen und ich liebe das Arbeiten damit ).
Das wäre in meinen Augen ein Quantensprung für Dich und Deine Bilder.
Schmalbandaufnahmen von geeigneten Objekten sind der Hammer.
Hier meine ersten Bilder die ich mit der 2600er und den beiden SvBony Schmalband Filtern am 12.03. aufgenommen und in Pixinsight mit Hilfe von YouTube Videos entwickelt habe. Und das gelingt Dir mit Sicherheit nach kurzer Zeit genau so.

P.S. das waren nur jeweils 15 Einzelaufnahmen a 300 sek m. dem Ha und 9 Einzelaufnahmen a 300 sek. mit dem Oiii Filter

VG Walter

Rosetten Nebel Hubble Palette.jpgNGC-2244 der Rosetten Nebel.jpg
 
Danke für die Infos

Die 2600MC Pro kann schmalband Aufnahmen mit Sho und OIII machen? Wie geht das denn. Ich dachte dafür braucht man eine Mono kamera
 
Danke für die Infos

Die 2600MC Pro kann schmalband Aufnahmen mit Sho und OIII machen? Wie geht das denn. Ich dachte dafür braucht man eine Mono kamera
Ja, das geht mit zwei Filtern, z.B. Optolong L-eXtreme und Synergy oder den D1 und D2 Filtern von Askar. Damit bekommst du Ha und OIII bzw SII und OIII, kannst die in RGB separieren, OIII dann summieren und als SHO wieder zusammensetzen. Funktioniert ganz gut!
 
Das ist ja eine coole Sache
Also die kamera habe ich dann schonmal bestellt.
Damit probiere ich mich dann mal aus.
Was sagt ihr allgemein zur Nutzung de uv ir cut filters auch wenn die 2600mc dem Anschein nach bereits einen filter inkludiert hat. Gibt es da trotzdem Vorteile?
 
Das ist ja eine coole Sache
Also die kamera habe ich dann schonmal bestellt.
Damit probiere ich mich dann mal aus.
Was sagt ihr allgemein zur Nutzung de uv ir cut filters auch wenn die 2600mc dem Anschein nach bereits einen filter inkludiert hat. Gibt es da trotzdem Vorteile?
Nein, einen zusätzlichen UV-IR-Filter brauchst Du nicht, der wird auch keine Vorteile bringen. Ein Duoband-Filter oder je nach Objekt ein Breitbandfilter gegen Lichtverschmutzung kann Sinn machen, je nach Deinem Standort.

Ich nutze Optolong L-Pro und L-Para, in aller Regel aber fotografiere ich entweder ohne Filter, nur mit eingebautem UV-IR-Cut, oder dem L-Para als Schmalbandfilter.

CS Olaf
 
Zur Kamera und den Filtern dann noch das hier und du kannst loslegen :


Ist günstig und gut verarbeitet. Ich hab die auch.

Und nicht vergessen. Damit der Arbeitsabstand passt wenn du ohne Schmalbandfilter Aufnahmen machst, mußt du einen Klarglasfilter, einen Breitbandfilter oder einen zusätzlichen UV/IR Cut Filter einsetzen.
Die Filter verlängern den Arbeitsabstand nämlich um1/3 ihrer Glasstärke. Das heißt wenn der Schmalbandfilter 2 mm starkes Glas hat, ist der Arbeitsabstand nicht 55mm sondern 55,7mm. Wenn du dann ohne Filter in der Filterschublade fotografierst, ist der Arbeitsabstand quasi um 0,7mm zu lang. Darum der Klarglasfilter oder einer der anderen.

Ich hoffe ich hab das einigermaßen verständlich ausgedrückt 😀
VG Walter
 
Danke dir Walter. Du bist wie immer eine tolle Hilfe.
Den filterhalter habe ich direkt mal bestellt der ist ja um Längen günstiger wie der selbe von zwo obwohl noch eine zweite Schublade dabei ist. Da hab ich wieder 110 Euro gespart.
Top sache. Dafür müsste ich dir glatt einen Kaffe ausgeben ;)

Somit ist nun folgendes bestellt
Asi 2600mc Pro
Zwo Eaf N mit Temperatur sensor
Filterschublade sv Bony
Ein Uv ir cut filter als Platzhalter für die schmalband filter (Kann ja nicht schaden die Asi2600 noch etwas stärker vor UV und IR zu schützen)
 
Kann mich hier den Vorrednern nur anschließen. Ich nutze die 2600 MC und kann auch die C1/C2 Filter (gibt es im Set von Askar) empfehlen.

Zum Thema Backfokus (Arbeitsabstand) noch ein Tipp für Perfektionisten/Einsteiger - da nutze ich einen Backfokus-Adjuster. Auch den gibt es von Askar. Leider mit ~150€ glaube ich nicht gerade günstig, erlaubt aber optimales Justieren des Abstandes.

Viel Spaß mit Deinem (merklichen) Upgrade! ;-)

CS Thomas
 
Der aksar 103 war auch meine erste Überlegung
Wird vermutlich für meine heq 5 pro aber zu schwer. Dummerweise ist der askar 103 in den letzten Monaten von 799 Euro auf 1300 Euro gestiegen
 
Die HEQ5 Pro trägt den Askar 103 plus Zubehör ganz gut. Zumindest mit Umbau auf Riementrieb. Hatte das so im Betrieb bevor ich mir die Wave 100i gekauft habe.


Screenshot_20250623-051041.pngIMG_20250620_214251903.jpg
 
Aber wie gesagt, erstmal mit dem vorhandenen Rohr arbeiten, Erfahrung sammeln und dann weiter schauen wie es Teleskopmäßig weitergeht.
VG Walter
 
Okay das sieht ja ganz gut aus.
Ich danke euch für eure hilfe. Erstmal werde ich mich mit dem neuen Equipment ausprobieren. Theoretisch kann man dann ja auch alle Bilder die bisher mit der DSLR gemacht wurden nochmal neu machen. Das dürfte ja trotzdem genug Spaß bringen wenn man mit einer top Astrokamera noch mehr Details und Farben rausholt.
Das neue teleskop darf demnach berechtigterweise noch eine Weile warten
 
Ich würde auch definitiv mit dem TS Optics 70er Apo weitermachen. Rein Qualitativ kann ich nicht beurteilen, ob man mit dem 107er Askar wirklich so viel nochmal besser kommt. Ich nutze den 120er Apo und bin hochzufrieden, würde mir aber jetzt auch nicht noch den 140er oder 160er kaufen. Da eher liebäugle ich mit einem 180er Skymax Maksutov, um Mond und Planeten gut abzudecken.

Wenn man wirklich langfristig nochmal upgraden will, würde ich dann eher sparen und auf einen Petzval-Apo, wie bspw. die SQA-Reihe von Askar gehen - wohl aber in meinem Wohlfühlbereich von Gewicht und Größe, und da bin ich der Meinung ist man mit 100-120 beim besten Kompromiss zwischen Gewicht-/Setupgröße und Leistung. Klar, man denkt in stillen Träumen immer an größer... aber es muss ja auch handhabbar sein.

Mit dem TS Optics 72mm Doublet APO hast Du aber eine schöne Widefield Optik, die mit der 2600er erstmal richtig Fahrt aufnimmt, rein qualitativ ist das ein völlig anderes Level.

Nochmals viel Freude damit und gerne mal rückmelden, wie Du es im Einsatz empfindest!

CS
Thomas
 
Ja das teleskop wird erstmal hinten angestellt.
Wenn die Kamera da ist seid ihr die ersten die die neue Aufnahme zu Gesicht bekommen

Heute geht es das erste mal in die Eifel zum Sternenblick "Kosmisches Wetter" und vermutlich zum letzten mal mit der spiegelreflex.
Vieleicht kommt ja sogar jemand anderes begeistertes dazu ;)
Die Bodes Galaxy steht auf dem Plan
 
Hallo

ein recht guter Sprung wäre vielleicht eine Asi 585, sollte dank der kleineren Pixeln mit deinem vorhandenem Teleskop tun was du vom 100er Apo erwartest.
Teleskop eher mehr Öffnung, 120er Askar würde zwar vom Gewicht passen aber die Länge unpassend, die langsame Öffnung nicht zielführend, man macht sich da einen langen Wackelhebel um dann mit Reducer zu arbeiten? eher 6" oder 8" F/4 Newton.
mal sehen was du mit dem was du jetzt hast erreichst.

Gruß Frank
 
Hallo

ein recht guter Sprung wäre vielleicht eine Asi 585, sollte dank der kleineren Pixeln mit deinem vorhandenem Teleskop tun was du vom 100er Apo erwartest.
Teleskop eher mehr Öffnung, 120er Askar würde zwar vom Gewicht passen aber die Länge unpassend, die langsame Öffnung nicht zielführend, man macht sich da einen langen Wackelhebel um dann mit Reducer zu arbeiten? eher 6" oder 8" F/4 Newton.
mal sehen was du mit dem was du jetzt hast erreichst.

Gruß Frank

Jonas hat sich bereits eine 2600MC bestellt.

Zudem eine Erfahrung ergänzend: Auf einer AM5 mit TC40 und Verlängerung wackelt mit einem 120er APO rein gar nichts - selbst ohne Gegengewicht. Ich nutze zudem Flattener und Reducer je nach Objekt gleichermaßen. Die pauschale, "alte" Denke mehr Öffnung + schneller = automatisch besser ist natürlich nicht grundlegend falsch, nur bei wirklich modernen EAA Setups schlichtweg zu simpel. Schon alleine die 2600er mit ihrem extrem rauscharmen, effektiven Sensor kompensiert die geringere Lichtstärke eines Apo praktisch komplett. Und du hast durch ASI Systemintegration ein mechanisch stabiles, einfaches System mit sauberem Sternfeld. In der Praxis ist das oft genauso effizient oder sogar überlegen. Ein Apo ist für Fotografie die deutlich hochwertigere Optik. Es braucht eben keine Kollimation, die Newtons sind definitiv Backfocus-/Tilt sensibler, Spikes (Geschmackssache), und Off-Axis-Koma wo ggf. Korrektor nötig ist und in Summe ein mechanisch oft viel nervigeres System als jeder Apo.

Ich habe vollstes Verständnis, wenn Überzeugungstäter ihre Newtons lieben, empfehlen und verteidigen, nur spricht da eben die "klassische Astrofotografie-Schule". Aus zeitgemäßer, systemischer EAA Perspektive kauft heutzutage keiner mit Primärfokus auf Fotografie ein Newton, sondern landet fast zwangsläufig beim Apo, weil die Vorteile so klar und die Nachteile des Newton so offensichtlich sind. Newton wäre maximal dann empfehlenswert, wenn visuelle Beobachtung parallel laufen soll. Und selbst dann sind es denkbar schlechte Empfehlungen als Einstiegsteleskope für Anfänger! Ich staune über solche Empfehlungen immer wieder! Es hat schon fast was masochistisches: "Du siehst schlechte Sterne: ist es Tilt? ist es falscher Backfocus? ist es Koma? ist es Kollimation? Willkommen im Newton-Rabbit-Hole! Man verstehe mich nicht falsch, Newtons liefern extrem tolle Ergebnisse und sind schnelle Optiken, aber eben echte Zicken weil optisch und mechanisch viel anspruchsvoller! Dagegen wirkt jedes Apo-System wie Plug & Play auf hohem Niveau!

CS Thomas
 
Die schnellere Öffnung hat rein Physikalisch das kleinere Beugungsscheibchen.... ja dem entgegen steht der justieraufwand, beim Newton aber möglich.
Ab einer gewissen Brennweite entscheidet das Seeing.

Gruß Frank
 
Ein Newton war zwar bei mir mal in Überlegung allerdings aus verschiedensten Gründen die von Thomas aufgezählt wurden, ist es nie zu einem Kauf gekommen.
Ich mag die unkompliziertheit der Apos wennauch man dafür bereit sein muss sehr viel mehr Geld für die selbe Öffnung auszugeben.

Wenn ich mein Setup aufgebaut habe befinde ich mich danach in der Regel nicht mehr am teleskoo um es ununterbrochen zu überwachen.
Im Falle von heute Nacht hab ich während der aufnahmen im Auto geschlafen weil ich heute morgen noch arbeiten muss. Deshalb ist es umso wichtiger, dass das Equipment zuverlässig funktioniert.

Natürlich reizt das große mehr an Öffnung zum relativ kleinen Preis sehr, ich weiss aber das ich mit einem Newton zumindest Gotografisch nicht zufrieden sein werde.


PS: Hier ein kleiner Schnapschuss von der Milchstrasse mit dem Handy. Leider war die Sonne schon dabei dem Horizont näher zu kommen. Das Foto ist von heute morgen.
Der Platz wo ich heute Nacht war ist wirklich der Wahnsinn. ( Kosmisches Wetter in der Eifel beim weissen Stein)

10368.jpg
 
Die schnellere Öffnung hat rein Physikalisch das kleinere Beugungsscheibchen.... ja dem entgegen steht der justieraufwand, beim Newton aber möglich.
Ab einer gewissen Brennweite entscheidet das Seeing.

Gruß Frank
Den Seeing-Punkt sehe ich genauso – das ist in der Praxis meist der begrenzende Faktor. Beim Beugungsscheibchen würde ich aber trennen: Das hängt von der Öffnung ab, nicht vom Öffnungsverhältnis. Ein schnelleres System bildet Sterne nur kompakter auf dem Sensor ab, ohne real mehr aufzulösen.

Genau deshalb relativiert sich das im EAA-Setup recht schnell. Mit modernen, sehr rauscharmen Sensoren und Live-Stacking verschiebt sich die Effizienz weg von der reinen Lichtstärke hin zum Gesamtsystem. Und da spielen dann Dinge wie saubere Sternabbildung, Stabilität und ein unkompliziertes Handling eine größere Rolle – weshalb ein gut korrigierter Apo in der Praxis oft genauso effizient oder sogar entspannter ist als ein schneller Newton.

@Jonas: Toller Himmel!
:)

CS
Thomas
 
Hey Jonas, ich stand vor einem Jahr vor derselben Entscheidung und hab damals einen Newton mit Zubehör geschenkt bekommen, dann aber fast den Preis eines ordentlichen Apos reingesteckt (Backyard Universe Spinne, Blende, ordentlicher OAZ), um gute Bilder zu erzeugen. Auch wenn ich mich jedesmal darüber freue, wie gut die Bilder nach all dem Aufwand geworden sind: Meine nächste Anschaffung wird ein guter Apo mit Reducer. Dieses Hobby ist nicht dazu da, um sich darüber zu freuen, dass man Probleme gelöst hat, die man sich selbst gemacht hat. :LOL:

LG, Antje
 
Ich hätte da noch eine Frage zu asi 2600mc Pro
Im Internet gibt es einige Diskussionen darüber wann man welchen Gain nehmen soll. Anscheinend ist man sich da nicht ganz einig. Die meisten schwören auf Gain 100 und Offset 50
Andere auf Gain 0 und Offset 20 bis 30.

So wie ich das verstanden habe soll man gain 0 bei sehr hellen Objekten wie dem Orion Nebel nehmen.
Gain 100 ist für alle aobjekte die nicht extrem hell sind, vorallem bei aufnahmen mit filtern wie L enhance/ pro/ extreme etc

Habe ich das so jetzt richtig verstanden ?
 
Ich hätte da noch eine Frage zu asi 2600mc Pro
Im Internet gibt es einige Diskussionen darüber wann man welchen Gain nehmen soll. Anscheinend ist man sich da nicht ganz einig. Die meisten schwören auf Gain 100 und Offset 50
Andere auf Gain 0 und Offset 20 bis 30.

So wie ich das verstanden habe soll man gain 0 bei sehr hellen Objekten wie dem Orion Nebel nehmen.
Gain 100 ist für alle aobjekte die nicht extrem hell sind, vorallem bei aufnahmen mit filtern wie L enhance/ pro/ extreme etc

Habe ich das so jetzt richtig verstanden ?

Hi Jonas,

ja hast Du! :-) da muss man sich für sich etwas rantasten. Ich nutze in 90-95% aller fälle Gain 100 bei DSO. Typische Targets sind da bspw. Emissionsnebel (Rosette, IC 405/410, etc.) oder Galaxien (außer sehr helle) und generell alles mit Filtern ( bei mir L-Pro, C1/C2) weil weniger Read Noise bedeutet effizienter bei schwachen Signalen. Das ist perfekt für kürzere Belichtungszeiten (bis 30s) und dafür viele (eher mein Stil).

Gain 0 nehme ich eigentlich nurbei sehr hellen Objekten und/oder hoher Dynamik wie bspw. Orionnebel (M42) oder Andromeda (M31), große Sternenfelder oder Kugelsternhaufen weil hier willst Du helle Kerne + schwache Außenbereiche gleichzeitig retten und Gain 0 verhindert Clipping (bedeutet: wenn ein Pixel quasi ausbrennt oder anders ausgedrückt nach links oder rechts aus dem Histogramm "rausläuft" und damit die eigentliche Bildinformation verloren geht).

Daher meine Empfehlung, lass Gain bei 100, das passt in 80-90% der Fälle. Wenn Du auf sehr helle Objekte gehst, kann man Gain 0 gehen. Offset dann aber anpassen, genaus so wie Du es erwähnt hast bei 100 auf 50 und bei 0 auf 25.

Dein Setup wird Dir aber ein paar Experimente ermöglichen. In kurz: Gain 100 = Effizienz + Standard, Gain 0 = Dynamik + Spezialfälle. Wo ich selber gerade rumprobiere sind unterschiedliche Belichtungszeiten (bei Gain 100 und das dann in PI mit HDRComposition kombinieren).

CS Thomas
 
Das ist ein Widerspruch... Man benötigt aber dann auch entsprechend kleinere Pixel.

Gruß Frank
Da ist kein Widerspruch, das sind zwei verschiedene Ebenen.

Die optische Auflösung wird durch die Öffnung bestimmt. Das Öffnungsverhältnis beeinflusst zunächst nur die Bildskalierung, also wie groß die Sternabbildung auf dem Sensor erscheint.

Kleinere Pixel können helfen, das vorhandene Auflösungsvermögen besser abzutasten (Nyquist), erzeugen aber keine zusätzliche optische Auflösung.

In der Praxis ist man – wie schon gesagt – ohnehin meist seeing-limitiert. Deshalb geht es im EAA-Kontext eher darum, ein System zu haben, das effizient sampelt und stabil arbeitet, als um maximale theoretische Auflösung.

Ich denke aber, das führt hier an dieser Stelle zu weit.

CS
Thomas

Und noch nachgereicht, weil ichs jetzt wirklich kurz hab rechnen lassen: Mein 120er Apo liegt mit der ASI2600 bei ~0,9 "/px (nativ)–1,15 "/px (mit Reducer), ein 8" f/4 Newton bei ~0,97"/px. Das zeigt: f/4 erhöht nicht die Auflösung - die kommt von der Öffnung. Und da Seeing meist limitiert, entscheidet im EAA eher das stabile Gesamtsystem als die nackte Lichtstärke.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat einer von euch Erfahrungen mit Sv bony Filtern.

Wenn ich irgendwann nach der Eingewöhnungsphase mit der neuen Kamera auf die Idee komme Falschfarbenaufnahmen zu machen muss ich ja noch einen Sii oiii und ha oiii Filter hohlen.

Ich habe zwar einen L enahnce filter aber ich denke mal es ist Nachteilig wenn ein Filter 7nm und der l enhance 24nm hat.



Jetzt hab ich gesehen das es von SVBony in der SV220 Reihe genau die beiden Filter in 2 Zoll für je 150 Euro gibt
 
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