Wie gut muß ein Refraktor für Sonnenbeobachtung im Weißlicht sein?

Radfahrer

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Hallo,

ich beobachte die Sonne mit einem 80mm f/6 Apo, Teleskop-Express: TS-Optics Photoline 80 mm f/6 FPL53 Triplet-Apo mit 2,5" RAP Auszug - mit Optiktest-TLAPO804-OT , Herschelkeil und Filterrad.

Jetzt möchte ich ein komplettes Setup das sofort Einsatz bereit ist, d.h. Refraktor, Herschelkeil und Filterrad zusammen verschraubt. Den gleichen Apo nochmal kaufen möchte ich nicht, ich denke ein Zweilinser tut ´s auch, nur welcher ? Muß es ein SD sein oder tut´s ein ED auch ?

80mm Öffnung sollen es sein, Brennweite 500 - 600mm.


Welchen Refraktor benutzt ihr für die Weißlichtbeobachtung?

Gruß Uwe
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf jeden Fall mit nicht verkitteten Linsen.
Die Kernkompetens und beste Schärfe wird beim Dublet bei Grün liegen, mit Sw Kamera kein Problem visuell vielleicht hässlich.
Andererseits fällt der Farbfehler bei geringer Vergrößerung weniger auf.

Gruß Frank
 
Hi!

Ein über 20 Jahre alter Celestron ED80/600 (der Vorvorvorgänger vom Skywatcher ED80/600), QHY 163M, Solar Continuum Filter (damit ist Farbfehler eh egal, wobei ich da auch ohne noch keinen störenden bemerkt habe, wenn ich visuell auf Sonne, Mond oder Planeten gehe), ggf. Baader Q-Barlow, um die Brennweite an die Pixelgröße anzupassen. Funktioniert auch wunderbar für H-alpha.

Ganz wichtig: Motorfokussierer, um das ganze bequem aus dem Schatten steuern zu können und auf dem Monitor was zu sehen.

Beste Grüße,
Alex

Sonne 2025-05-0710_08_29_lapl3_ap5829_Drizzle15_conv-IMPPG.jpg

Edit: Vielleicht als Nachtrag: Der Solar Continuum Filter lohnt sich; der aktuelle bringt mir sogar am 150/2250 Zeiss AS eine Verbesserung. Die Kombination Mono-Kamera plus Solar Continuum dürfte das meiste aus deinem Teleskop rausholen, selbst wenn es noch einen gewissen Restfarbfehler hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nutze hauptsächlich meinen TS 72 SD. Ein andere Kollege den 72ger Skywatcher Evostar, wieder andere verwenden einfache Achromaten. Tatsächlich habe ich festgestellt, dass günstige Refraktoren und auch Okulare an der Sonne oft die besseren Ergebnisse liefern. Jedenfalls ist es das was ich und andere Kollegen festgestellt haben :).

LG
Tom
 
Auf jeden Fall mit nicht verkitteten Linsen.
Die Kernkompetens und beste Schärfe wird beim Dublet bei Grün liegen, mit Sw Kamera kein Problem visuell vielleicht hässlich.
Andererseits fällt der Farbfehler bei geringer Vergrößerung weniger auf.

Gruß Frank
Mmmm..., ein Telementor ist sehr gut für Sonnenbeobachtung geeignet (verkittetes Objektiv). Sollte man jedoch ein Projektionsokular verwenden, dann sollte das nicht verkittet sein (z.B. Huygens).

CS Jochen
 
Ich habe schon verkittete 80er ED mit zerrissenen Linsen gesehen.
Kann auch mit der Glaswahl zusammenhängen.
Telementor war kein ED Glas.

Gruß Frank
 
Das höre ich zum ersten Mal – und das Problem mit dem Kitt war doch, dass der sich unter Wärme zersetzt und trüb wird, und nicht, dass er zu Spannungen führt, wenn ich mich richtig erinnere?

Kann es sein, dass die (schwarze?) Fassung zu eng saß und sich in der Hitze ausgedehnt hat?

Ich habe kein Ahnung, ob mein ED80 verkittet ist – da verfärbt sich zwar das schwarze Eloxal am Tubus langsam Richtung Bronze, aber sonst gibt's keine Probleme. Die Warnung kenne ich nur bezüglich Okularen. Am Objektiv ist das Licht ja nicht gebündelt, das wird nicht wärmer als wenn es nur in der Sonne liegt.

Beste Grüße,
Alex
 
Das höre ich zum ersten Mal – und das Problem mit dem Kitt war doch, dass der sich unter Wärme zersetzt und trüb wird, und nicht, dass er zu Spannungen führt, wenn ich mich richtig erinnere?

Kann es sein, dass die (schwarze?) Fassung zu eng saß und sich in der Hitze ausgedehnt hat?

Ich habe kein Ahnung, ob mein ED80 verkittet ist – da verfärbt sich zwar das schwarze Eloxal am Tubus langsam Richtung Bronze, aber sonst gibt's keine Probleme. Die Warnung kenne ich nur bezüglich Okularen. Am Objektiv ist das Licht ja nicht gebündelt, das wird nicht wärmer als wenn es nur in der Sonne liegt.

Beste Grüße,
Alex
Kit wird trübe war früher als Canadabalsam verwendet würde,
Das wird eigentlich Flüssig unter Wärmeeinfuss und hat sich dann nicht wieder richtig verbunden.
Heute wird wohl eher UV härtender Kleber verwendet, der gibt nicht nach und es zerreißt das Glas wenn es verschiedene Ausdehnungskoefizenten hat, riesige Muscvelbrüche über die gesamte Öffnung.

Gruß Frank
 
Das wundert mich insofern, als dass da auch kein Anbieter von Herschelkeilen was dazu sagt. Und wie gesagt, das Objektiv dürfte ja nicht wärmer werden, als wenn es in der Sonne liegt. Eher weniger, weil das Glas ja transparent ist – da hätte ich wirklich eher die Fassung im Verdacht. Von verspannten Objektiven lese ich regelmäßig was, an Berichte von Muschelbrüchen im Objektiv bei der Sonnenbeobachtung habe ich noch nie was gelesen. Aber ich hatte schon Sonnenfilterfassungen aus Kunststoff, die sich so sehr erwärmt haben, dass die Folie gespannt war und nur noch ein matschiges Bild geliefert haben.

Ich hatte mal die Temperatur bei der Sonnenprojektion auf der Höhe vom komplett eingezogenen Rohr vom Okularauszug gemessen, das war auch noch recht human. Seitdem mache ich mir auch keine Sorgen mehr, ob irgendwelches Fett oder Plastik im Okularauszug verdampfen kann.

Dass man Fluoritoptiken keinen Temperaturschocks aussetzen soll (also von der 20° warmen Wohnung in die -20° kalte Winternacht) ist mir bekannt, aber EDs? Heute halten ja sogar viele Okulare die Sonnenprojektion aus.

Beste Grüße,
Alex
 
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