Die Spotgröße entspricht dann bei f/4,6 ca. 6,2µm. Alles was jetzt mindestens beugungsbegrenz ist liefert bei identischem Öffnungsverhältnis die gleich guten scharfen Ergebnisse. Spot -Diagramm Werte hin oder her.
Die Größe des BS bei F4,6 ist korrekt aber die anschließende Schlussfolgerung ist es nicht.
Man darf hier nicht geometrisch denken, sondern muss Wellenoptisch denken.
Geometrisch wäre es so das es egal wäre wie groß der Spot ist sobald der geometrische Spot kleiner als das BS ist und du hättest recht.
Wellenoptisch ist es so das auch bei einem geometrischen Spot der kleiner als das BS ist Licht in die Beugungsringe gedrückt wird.
Erst wenn der geometrische Spot ein Punkt ist also unendlich klein und wir Strehl 1,0 hätten ist eine Optik perfekt und wir haben eine ideale PSF mit maximaler Lichtmenge im BS.
Es macht daher absolut Sinn eine geometrische Spotgröße die deutlich kleiner als das BS ist anzustreben.
Außerdem geht es bei den hier diskutierten polychromatischen Spots auch um den Farbfehler.
Fast nur wegen des Farbfehlers hat der Polychromatische Spot auf der Achse überhaupt eine nennenswerte Größe.
Man kann also sagen je kleiner der polychromatische Spot auf der Achse umso besser ist die Farbkorrektur.
Dann handelt es sich bei den hier diskutierten Werten um den RMS Spotradius.
Du betrachtest aber den Durchmesser des BS und nicht den Radius.
Und der RMS Spotradius ist keineswegs der maximale Streukreis sondern das nach Fläche gewichtete Mittel.
Der maximale Streikreis ist wesentlich größer und kann auch bei 1µm RMS Spotradius bzw. 2µm Durchmesser durchaus die Größe des BS bei F4,6 von 6,2µm erreichen oder überschreiten.
Vor allem bei polychromatischen RMS Spotradien wenn der Durchschnitt gebildet wird.
Wenn also zb. die Spots bei Grün, Gelb und Rot recht klein sind und damit für einen kleinen Durchschnittswert sorgen bedeutet das noch lange nicht das auch Blau oder Violett so kleine Spots haben müssen.
Grüße Gerd