Takahashi FCT - 114/800

Metalblade

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Hallo zusammen,

Habt ihr schon von dem neuen Takahashi
FCT - 114 gehört ? Ich bin gespannt wie dieser sich gegen den 100 DZ und 120 TSA schlägt.

IMG_9068.jpeg


Er ist bereits vorangekündigt.



Viele Grüße
Stefan
 
Moin,

es wird wohl schon darüber geredet, dass das FCT das TSA-120 ablösen wird.

Ich habe hier ein 100DZ mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin.
Ich bin gespannt wie viel besser das FCT mit dem 0,66x Reducer ist als das 100DZ.

Ob sich da ein Upgrade lohnt?

Verrückt finde ich, dass die EU Händler wohl immer später die Optiken bekommen.
Von dem FSQ-80 wurden in den Staaten ja schon einige ausgeliefert.
Hier kann man für Sommer vorbestellen.
Sehr schade.


Grüße
Brian
 
Na, so langsam stimmt die Richtung. Mal sehen, ob es auch weitergeht Richtung der beiden großen TOAs.
 
Hallo,

Dieser FCT114 dürfte ein ganz feines Instrument werden, wenn man sich das LSA-Diagramm und den Strehlverlauf da anschaut:


Zudem nicht zu groß und nicht zu schwer, d.h. auch für kleinere Montierungen geeignet.
 
Moin,

ich bin auf dem ersten Blick auch angetan.
Hatte auch überlegt es vorzubestellen.
Allerdings habe ich noch die Veröffentlichung von den 0,65x FU Reducern im Hinterkopf.
Die Abbildung war da ne ganz schöne Geschmackssache.
Deswegen warte ich erstmal ab und hole mir das Teleskop, wenns mir gefällt, später.

Aktuell habe ich ein 100DZ.
Das FCT wäre ein nettes Upgrade.

Grüße
Brian
 
Hallo Brian,

da kommen dann wohl einige 100DZ/DF auf den Gebrauchtmarkt zu günstigen Preisen? :-)
Vorbestellen würde ich den FC-114DF nicht. Abwarten wie die ersten Erfahrungen sind und dann entscheiden ob man einen haben will oder nicht.
Aber das Gerät kommt ja angeblich erst gegen Ende des Jahres, d.h. als Weihnachtsgeschenk zozusagen.
 
Hier ein Vergleich der Strehlkurven, SA mit dem 100-DZ:

2026-06-24_09-00-58.png


Man sieht hier sehr schön, dass der FCT-114 vor allem im Blau-Bereich Vorteile ggü. dem 100-DZ aufzuweisen hat. Das Triplet spielt hier seine Stärken doch recht gut aus. Zudem ist das Diagramm vom 100DZ bei 450nm zu Ende, beim FCT gehts bis 436nm, also eine ganz andere Nummer.
Beim SA-Diagramm schaut das vom FCT-114 vor allem bei 0,75 excellent aus, genau dort, wo wir ein Optimum haben wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist was davon macht in der Praxis einen sichtbaren Unterschied. Die sind beide auf einem so hohen Niveau das nur noch Erbsenzählen bleibt.
Für einen 100DZ User macht ist der Öffnungsgewinn mit dem 114er auch nicht Offenbarung. Ab 120 dann schon eher.

CS
Franz
 
Also ich habe ja das 100DZ und hatte ein LZOS 115/805.
Das LZOS ist von den groben Daten ja sehr ähnlich zu dem Tak.

Wenn das 114er Tak so gut ist wie das LZOS merkt man fotografisch einen großen Unterschied.
Grade wenn es um L und B Filter bei Mono geht.

Ob einem der Aufpreis dann wert ist muss natürlich jeder für sich wissen.
Dafür hat man dann halt Ruhe.
 
Ah, ich hatte übersehen das der 100DZ ja ein Doublet ist. Dann ist die Sache klar.
 
Erstaunlich, Dreilinser in der Qualität und dann so leicht. Die 114 mm finde ich seltsam gewählt, aber na gut, man wird sich etwas dabei gedacht haben. Vielleicht ein Optimum aus Öffnung und Gewicht. Spontan ist mir dazu der Vixen SD115SII eingefallen, aber der ist so wenig verbreitet, kein Fluorit und daher vermutlich keine Konkurrenz.
Der Tubusdurchmesser ist gleich dem Objektivdurchmesser, ob das sinnvoll ist wird die Praxis zeigen.
Auf jeden Fall ein tolles, leichtes Gerät. Bei Unterlinden gibt's auch noch ein paar Infos.
Hoffentlich skaliert man das ganze noch nach oben auf 140 mm oder darüber, siehe Steinheil. Mein FS-128 liegt bei gut 8 kg, bei einem 140er in ähnlicher Gewichtsklasse könnte ich schwach werden.
Grüße
Andreas
 
Tja, der lacht mich auch an... ;) Die Gründe wurden schon genannt.
Eigentich habe ich genug Refraktoren, und für jeden Fall ist was dabei.
Aber wenn der nächstes Jahr um diese Zeit auch mit 15% Rabatt angeboten wird..._affeaugen:

Okay, ich schaue hier einfach nicht mehr rein in diesen Thread... ;)

Viele Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

Frage: was sieht man mit dem mehr als mit einem 115er Vixen SD oder einem LZOS 115/805?
Was kostet denn der LZOS 115 neu? 4500€?

Und der Vixen SD 115Sii? 3100€

Da nehme ich doch den Tak FCT 114 für 3150€

Hallo? Der Tak FCT 114 hat einen echten Fluoritkristall im Inneren... its magic! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Vergleich zum LZOS hat das Tak auch einen großen Gewichtsvorteil.
Außerdem wird es extra für das Teleskop gerechnete Flattener und Reducer geben.
Das macht dann schon einen Unterschied.

Das Vixen ist „nur“ ein Zweilinser.
Zwar ein guter aber dennoch…
Grade wenn man fotografiert, worauf das Teleskop in der Konfiguration mit dem großen OAZ wohl abzielt, wird das einen großen Unterschied machen.

Das LZOS gibts ja auch nicht mehr neu.
Man kann also nicht einfach auf „kaufen“ klicken wie bei dem Tak.
Das LZOS kostet gebraucht auch ungefähr, je nach Ausstattung, das was das Tak neu kostet.
Würd ich mir zweimal überlegen.
Ich würde wohl das komplett neue Teleskop, mit einem „neuen“ Design und angepasstem Zubehör nehmen.
 
Hallo? Der Tak FCT 114 hat einen echten Fluoritkristall im Inneren... its magic! ;)
Echtes Fluorit hat optische Eigenschaften, die von keinem Glas erreicht werden und betrifft nicht nur die chromatische Dispsersion. Diese wird auch von FLP53, FLP55 und was weiss ich noch wie diese fluorithaltigen Gläser alle bezeichnet werden, erreicht, es bleiben trotzdem Gläser.
Optische Transparenz, minimale Lichtstreuung, Einschüsse, Homogenität etc. ist bei Fluorit unerreicht. Echtes Fluorit ist ein Kristall und das ein wunderbarer, was die optische Performance anbelangt. Nicht umsonst genießen diverse FL-APO's einen legendären Ruf.
Und wenn jetzt ein neuer APO im Bereich von 115mm Öffnung auf den Markt kommt, mit einem FL-Triplet Objektiv (ich gehe mal von einer NPN-Konstruktion aus, d.h. das FL-Element sitzt in der Mitte des Objektivs), noch dazu zu einem verlockenden Preis, mit relativ geringem Gewicht (was nicht unwesentlich ist), dann ist die Sachlage klar, was ich denn kaufen würde, wenn ich ein Teleskop in dieser Kategorie brauchen würde.
 
Frage: was sieht man mit dem mehr als mit einem 115er Vixen SD oder einem LZOS 115/805?
Antwort: Nix.
Wahrscheinlich wird man visuell keine weltbewegenden Unterschiede im A-B Verlgeich feststellen können, wenn überhaupt.
Es sind die genannten Geräte allesamt hervorragende Optiken von denen sich keines verstecken braucht. Es kommt halt auf den Preis und den Anwendungsfall an. Und so wie es ausschaut, dürfte der TAK FCT-114 vom PL-Verhältnis her sicher weit vorne dabei sein.
 
Dieser FCT114 dürfte ein ganz feines Instrument werden, wenn man sich das LSA-Diagramm und den Strehlverlauf da anschaut:

Nun es ist halt das was man von einem guten Triplet mit diesen Eckdaten erwarten kann.
Das ist seit langem Stand der Technik und wird auch von diversen FPL53 oder FCD100 Triplets erreicht.
Auch der TSA120 ist dem neuen FCT114 absolut ebenbürtig so das der neue FCT optisch keine Verbesserung gegenüber dem TSA bietet.
Das war auch nicht zu erwarten da CaF2 bei Triplets mit Luftspalt keinerlei Vorteil gegenüber FPL53 oder FCD100 hat.

Einen echten Vorteil gegenüber SD-Gläsern hat CaF2 nur bei Doublets und ölgefügten Triplets.
Bei Triplets mit Luftspalt lässt sich mit SD-Gläsern ein absolut ebenbürtiges Design erreichen.
Warum Takahashi nun das sehr gute TSA Design mit FPL53 durch das neue FCT Design mit CaF2 das bei der Farbkorrektur keinerlei Vorteil gegenüber dem TSA bietet ersetzt erschließt sich mir daher zumindest optisch nicht wirklich.

Ich vermute mal es sind eher Marketinggründe.
Der TSA reiht sich halt in eine immer größer werdende Reihe vergleichbarer SD Triplets ein.
Die FCT haben mit ihrem CaF2 eine Sonderstellung die man in der Werbung gut nutzen kann.
Also obwohl sich rein optisch eigentlich gegenüber dem TSA nichts verbessert hat kann man mit dem CaF2 Kristall der FCT werben und sich so von der Konkurrenz besser als mit dem TSA abgrenzen.

Rein optisch sehe ich den Esprit 120 als harten Konkurrent des FCT114.
Der Esprit bietet sehr wahrscheinlich eine ebenbürtige Farbkorrektur und kann auch von der Fertigungsqualität der Optik in der Serie durchweg überzeugen wie Tests von Tommy seit Jahren beweisen.

Wo TAK im Vorteil wäre ist die mechanische Seite und hier vor allem das Gewicht.
Gerade beim Leichtbau tut sich Skywatcher doch etwas schwer.
Wem also das für ein Triplet dieser Größe wirklich außergewöhnlich geringe Gewicht des FCT114 wichtig ist und wer eh TAK Fan ist und die Hammerschlag Lackierung liebt der wird zum FCT114 greifen.
Wer mit dem deutlich höherem Gewicht des Esprit 120EDX klarkommt und wer weniger auf die Mechanik und mehr auf die optische Seite wert legt der bekommt mit dem Esprit 120EDX ein optisch ebenbürtiges Teleskop das auch noch etwas mehr Öffnung bietet fast zum halben Preis eines FCT114.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,
super spannend, danke für die Einordnung. Ich werde meinen TSA-120 heute wieder streicheln und ihm versichern, dass er nicht zum Altglas gehört ;-)

Wie schätzt Du das Potenzial Richtung der TOAs ein?

VG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

die TOA haben ja ein ganz anderes Design ( P-N-P) mit 2 SD Gläsern und großem Luftspalt.
Das ermöglicht auch bei schneller Optik noch eine hervorragende Korrektur des Gaußfehlers also der Veränderung der sphärischen Korrektur mit der Wellenlänge.
Das ist der Hauptunterschied zum sonst üblichen N-P-N Design.
Der Farblängsfehler lässt sich aber auch mit einem N-P-N Design, egal ob SD Glas oder CaF2 erstklassig korrigieren.
Hier der TSA102 mit FPL53 und 2 mal Ohara BSL7 vergleichbar mit Schott BK7.


Je schneller die Optik umso eher macht sich der Gaußfehler bemerkbar und umso größer ist der Vorteil von einem Design wie im TOA.
Dafür braucht man bei einem TOA aber 2 SD Gläser und er ist recht schwer.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,
neben den theoretischen Werten gibt es auch noch die Punkte Fertigungsqualität und einen, ich nennen ihn mal subjektiven Nasenfaktor. Gerade bei den CaF₂ haltigen Objektiven berichten die Nutzer von besonderen Beobachtungseindrücken, und das obwohl die alten Tak Zweilinser, wie mein FS-128, eindeutig nicht 100% farbrein sind.
Mit Deinem Aiax Link kann ich leider nichts anfangen, die Werte sind mir nicht eingängig, ich sehe da keinen Vergleich auf der rechten Seite.
Der TSA-102 ist übrigens ziemlich exotisch, viele wurden davon bestimmt nicht gemacht, selten tauchen mal welche bei Ebay auf. Hätte mir fast mal einen zugelegt, war mir aber dann zu riskant ohne Besichtigung.

Viele Grüße
Andreas
 
Außer dem Gewichtsvorteil wird sich nicht viel ergeben. Sicher wird man für fotografische Zwecke einen besseren Fokussierer benötigen.
Ein kurzer,leichter und moderner 130er F/7 -F/5 wäre mir lieber gewesen.
Da trennt sich die Spreu vom Weizen

Vom Rest gibt's schon genug.
 
Gerade bei den CaF₂ haltigen Objektiven berichten die Nutzer von besonderen Beobachtungseindrücken, und das obwohl die alten Tak Zweilinser, wie mein FS-128, eindeutig nicht 100% farbrein sind.

Ja bei Doublets oder ölgefügten Triplets mag es das geben aber bei einem Triplet mit Luftspalt dürfte sich hier der „CaF2 Effekt“ relativieren denn es sind hier ja schließlich auch 2 ganz normale Gläser verbaut.
Ein ölgefügtes CaF2 Triplet wie der Zeis APQ oder die ölgefügten TEC CaF2 Triplets zb. TEC 110 F5,6 oder das neue ölgefügte Baader 95 F6,1 CaF2 Triplet das in Deutschland gefertigt wird hätte halt den Vorteil das es hier nur 2 Glas/Luftflächen gibt was Streulicht an den Glas/Luftflächen auf ein Minimum reduziert und zusammen mit dem CaF2 Kristall eine exzellente Transmission bietet.


Ein Triplet mit Luftspalt kommt auf 6 Glas/ Luftflächen bzw. eines mit CaF2 auf 4 Glas / Luft und 2 Kristall / Luft Flächen was CaF2 hin oder her den Effekt des CaF2 Kristalls relativiert.
Ein CaF2 Doublet mit Luftspalt hat ja 2 Glas/ Luftflächen und 2 Kristall / Luftflächen.

Mit Deinem Aiax Link kann ich leider nichts anfangen, die Werte sind mir nicht eingängig, ich sehe da keinen Vergleich auf der rechten Seite.

Du kannst das dort gezeigte LSA Diagramm des TSA102 zb. mit dem des FCT114 vergleichen.


Beachte aber den unterschiedlichen Maßstab!
Beim TSA 102 reicht die X Achse bis +/- 0,3mm beim FCT114 sind es +/- 1mm.
Und beachte das der TSA102 F8 hat und damit eine größere Wellenoptische Schärfentiefe.
Wer mit LSA Diagrammen nichts anfangen kann der kann es vielleicht mit dem RC Wert der in dem Bild ebenfalls zum TSA 102 angegeben ist.

Das Design kommt auf fantastische RC 0,0637 bzw. sagen wir mal rund 0,064.
Ein Farblängsfehler ist hier für den betrachteten Spektralbereich also praktisch nicht existent und 1/0,064 = 15,6 mal kleiner als es die APO Definition nach RC Wert erfordern würde.

Der TSA-102 ist übrigens ziemlich exotisch, viele wurden davon bestimmt nicht gemacht, selten tauchen mal welche bei Ebay auf. Hätte mir fast mal einen zugelegt, war mir aber dann zu riskant ohne Besichtigung.

Das mag sein,ich habe den TSA 102 aber nur genommen weil ich zum TSA120 kein LSA Diagramm habe.
Der TSA 120 beruht aber auf der gleichen Paarung und muss lediglich von 102F8 auf 120 F7,5 skaliert werden so das man auch anhand des TSA 102 abschätzen kann wo der TSA 120 liegen sollte.
Ich kenne das Design des TSA 102 und kann es auf 114F7 oder 120F7,5 skalieren.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd,
mal abwarten, ob der Tak ein Hit oder ein Rohrkrepierer wird im Dschungel der 4 -5 Zöller.
Von F8 auf F7,5 skalieren, und das bei 18 mm mehr Öffnung, mein bescheidenes Optikwissen sagt mir, dass das nicht so trivial ist. Es wäre also schon gut, wenn man ähnliche Öffnungen miteinander vergleicht.
Grüße
Andreas
 
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