Spiegel im Weltraum genehmigt!

Walter41

Aktives Mitglied
Hallo,

Jetzt dürfen wir bald unsere Teleskope endgültig einpacken:

Wenn das demnächst Wirklichkeit wird, dann kann man den Herkschelkeil auch in der Nacht am Teleskop dran lassen.....
 
Na klar, man wollte auch mal ein Tal in Tirol mit Spiegeln beleuchten, in das im Winter kein Sonnenstrahl fällt.
Man wollte im Batteriebetriebenen Copter den Zubringerverkehr zum Münchner Flughafen bewerkstelligen.
Außer 15 Mio €us Verlust hat das nur zu einem unbrauchbaren Mockup geführt. Star Wars hat nicht funktioniert oder nur in der Theorie. Die Vakuumröhrenbahn wird nicht funktionieren und die DB ist auf dem Weg ins "Nichts".
Solche Projekte von Wissenschaftlern oder Geldgrößen scheitern meist am Größenwahn und der Newtonschen Physik.
Redet überhaupt noch jemand vom Europäischen Navigationssystem? Auf meinem Navi sehe ich nur amerikanische, russische und chinesische Satelliten, Europäische Fehlanzeige, obwohl ich die europäischen mit finanziert und die anderen, funktionierenden nicht finanziert habe?!:n:
Also mein Fazit, es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird und allemal und überhaupt...

Gruß
 
Tja, ich überlege schon meine Sternwarte in ein Planetarium umzuwandeln, wie schon gesagt, wir retten zwar die Bienen aber die Motten strahlen wir weg. Und Glühwürmchen, braucht auch keiner …
 
Na klar, man wollte auch mal ein Tal in Tirol mit Spiegeln beleuchten, in das im Winter kein Sonnenstrahl fällt.
Gibt's schon in Rjukan (Norwegen), siehe den Artikel gleich oben bei Geografie, die Historie der Stadt ist aber auch höchst interessant.
Wenn man auf dem kleinen Markplatz steht wärmt es fühlbar!
Und ich meine auf einer Autobahn Richtung Genua mit getrennten Richtungsröhren hatte ich das auch schon mal,
das mit Heliostaten von hinten hinein geleuchtet wurde.
Das alles hat mich aber beim Beobachten des Nachts nicht gestört.

BG - Frank
 
Weil das sind ja Heliostaten auf einem Berg und nicht im All. D.h. wenn es Nacht ist dann ist es auch auf dem Berg nebenan Nacht.
Gruß
Thorsten
 
ahh, daran liegt das!
Aber ernstlich, der Unterschied ist ja gar nicht so groß, das kommt auf die Bahnhöhe an.
Ist der Spiegel im Erdschatten reflektiert er in beiden Fällen nichts.

Frank
 
Aus dem verlinkten Artikel:
"Ein neuer Satellit namens Earendil-1 soll absichtlich Sonnenlicht auf die Erde reflektieren. Er trägt einen Spiegel mit 54 Metern Durchmesser, der für zahlende Kundschaft die Nacht zum Tag machen soll."

Ich glaube nicht, dass das kommt. Und ich weiß auch ganz genau warum. Dann müssten nämlich, wenn man den aktuellen US Air Force Veröffentlichungen glauben soll, immer wenn ein amerikanischer Millionär spontan Licht für seine Gartenparty bestellt, ständig die ganzen getarnten UAPs in den oberen Atmosphärenschichten ad hoc umgeparkt werden, damit sie nicht in den Lichtkegel kommen. ;) ;) :ROFLMAO: :ROFLMAO:
 
Traurig, traurig. Dann müssen wir wohl alle auf Sonnenbeobachtung umsatteln.
Ob dann auch nachts und im Winter die PV Strom liefert?
 
Die Zeitfenster, in denen dieser Spiegel in einer Orbithöhe von 400 Meilen überhaupt Sonnenlicht auf die nächtliche Landschaft richten kann, sind allerdings, je nach Jahreszeit, auf ein bis zwei Stunden nach bzw. vor der astronomischen Dämmerung beschränkt. Die astronomisch nutzbare Nachtzeit, während der der Spiegel voll im Erdschatten steht, verkürzt sich dadurch je nach Jahreszeit auf vier bis neun Stunden. Wenn solche Spiegel später allerdings in erheblich größerer Orbithöhe platziert werden, dann verschlechtert sich diese Prognose ganz erheblich.

Siehe dazu Satellite Visibility and Brightness

Gruß, Peter
 
Die Zeitfenster, in denen dieser Spiegel in einer Orbithöhe von 400 Meilen überhaupt Sonnenlicht auf die nächtliche Landschaft richten kann, sind allerdings, je nach Jahreszeit, auf ein bis zwei Stunden nach bzw. vor der astronomischen Dämmerung beschränkt.
Das ließe sich aber mit einer Kette aus Satelliten deutlich erweitern. Der eine reflektiert das Licht zum nächsten usw.
Aber der Kosten/Nutzen Vergleich macht aus aktueller Betrachtung wenig Sinn.

CS,
Franz
 
Das sind für mich alles Hirngespinste, die an Kosten und Wartung scheitern werden.
Ich denke dabei auch an die Raumstationen. In alten SF-Storys waren das immer große Räder, die durch Rotation Schwerkraft an Bord garantierten. Und heute? Nix davon ist je realisiert worden. Zu aufwändig, zu teuer.
 
Sag niemals nie.
Das alles steht und fällt mit dem "preiswerten Zugang" zum Weltall.
Und das Starship steht in den Startlöchern.

Es ist üblich dass die Leute sagen "das geht nicht", "das kann man nicht", "das lohnt sich nicht".
Solange bis es einer macht der das nicht mitbekommen hat.
Natürlich ist es oft so dass "das geht nicht" tatsächlich stimmt.
Aber in diesem Fall hier wäre ich mir nicht so sicher.

Hoffen wir dass es am Ende Gründe genug gibt dass uns der Sternenhimmel erhalten bleibt.

Gruss
Thorsten
 
So etwas nennt man Zeitungsente! Der Standard ist da Standard, ebenfalls Bild, Welt usw....
 
Wenn man sich das hier so anschaut:


und dann überlegt, wer noch alles zigtausende Satelliten hochschießen will, dann kann man dazu nur sagen: Früher oder später ist "Gute Nacht".
 
Kann mir nicht vorstellen, dass das wirtschaftlich tragfähig wäre. Warum soll jemand viel Geld für gespiegeltes Sonnenlicht bezahlen, das nicht ankommt, wenn es bewölkt ist? In den meisten Anwendungsfällen dürfte eine Lösung am Boden viel billiger sein.

Der Kurs der SpaceX Aktie ist unter den Ausgabekurs gefallen und meine Vermutung ist, dass irgendwann die "Musk Blase" platzen wird. Was kann man langfristig und nachhaltig so teuer verkaufen, dass Raumfahrtkosten reinkommen?

Und dann noch das hier (in Ergänzung zu Walters Beitrag): A new CRASH Clock measures the chance of satellite collisions, and it’s ticking down fast

Sollte mal ein Sonnenflare vom Format Carrington kommen, ist Schluss mit dem Lichterzauber.
 
Ja,
wäre zu hoffen, das die Spiegelbude in den Konkurs geht. 50000 Spiegeldinger im All wären eine Katastrophe.
Schon allein die ganzen StarLink Satelliten, von den 40-50 monatlich, kontrolliert in der Hochatmosphäre verglühen, sind eine Zumutung.
Pro Satellit schmelzen ca. 30kg Aluminium und was diese Rückstände in Summe da oben anrichtet und zu welchen Wechselwirkungen es kommt, weiß man nicht wirklich.
Und nun müssen die Großkopferten noch ihre Gartenpartys beleuchten. Zum Haare raufen!

Genug geschimpft, ich trinke mal ne kalte Brewndo, denn die enthält Elektrolyte ;-)

Gruß Thomas
 
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