EQ-Plattform für schweres Gerät! (>90kg)

Ich bezweifle es nicht – aber ich weiß auch, wie schwer es ist, eine normale Kamera zu fokussieren, bzw. oft genug den Fokus zu finden. Wie schnell ein Planet durch's Bild wandert. Und wie sehr manches Gerät wackelt, wenn ich das Display eines angeflanschten Handies berühre.

Wobei der Obsession bestimmt auch eine gute, (nicht zu) leichtgängige Mechanik hat, und die Planeten noch mehr verzeihen als Deep-SkyObjekte mit ihren längeren Belichtungszeiten. Auch wenn ich da hier im Forum schon überraschend gute Ergebnisse gesehen habe.

Aber ich bin durchaus froh, am nachgeführten Nicht-Newton einen Klappspiegel zu haben, mit dem ich zwischen Okular und Kamera umschalten und alles über den PC steuern kann. Die Handarbeit ist für mich nichts mehr.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen.

> "Wie würde man den Dobson (Peters Dobson) denn an die große 10Micron Montierung dran kriegen?"

Einfach eine ausreichend große, lange und stabile Prismenschiene dranschrauben; Rohrschellen braucht es eigentlich nicht. Die Spiegelzelle muss halt stabil genug sein, damit man sie an einer Seite packen kann statt auf beiden Seiten, ohne dass der Tubus sich verbiegt. Oder man setzt gleich die Optik in einen leichteren, für Rohrschellen o.ä. ausgelegten Tubus um.

Du hast grundsätzlich schon recht, viele kommerzielle Dobsons sind Tubus-Dobsons. Da kann man das so machen.

Aber Peters Dobson ist ein Rockerbox-Rohrgestänge-Dobson. Hier nochmal das Bild von oben.

petersdobson.jpg



Wo soll man da denn - ohne größere Umbaumaßnahmen, z.B. Einschweißen von 2 Stabilisierungsrechtecken o.ä. - die Prismaschiene für die 10Micron Montierung anschrauben?

Die Prismaschiene sollte ja ziemlich im Schwerpunkt angebracht werden und Verbindung zu allen Metallstreben herstellen, oder nicht?
Gruß
 
Hier ein Beispiel für einen Umbau von Dobson auf Newton:
Meinen alten 18" Dobson baute ich nach dem Buch von Kriege als Obsession Clone:
Screenshot_20260825_153746_Gallery.jpg

Den hab ich dann verkauft, der neue Besitzer(Thomas) schickte mir dann ein Foto vom Umbau auf Parallaktische Montierung:
Screenshot_20260825_153557_Samsung Browser.jpg

CS Mike
 
Der Schwerpunkt ist ja bei den Höhenrädern. Wenn die Box massiv genug ist, langt das schon mit einer Schiene. Unser CDK20 hängt auch nur hinten, am Schwerpunkt:

IMG_5782.jpeg

Und da ist der Hut auch nicht leicht.

Zur Not könnten zwei fette Losmandy-Schienen rechts und links bei Bedarf auch stabilisieren. Das Hauptproblem bei so einem Umbau ist, dass ein Dobson eher massiver gebaut ist und einer für eine Montierung leichter und mit anderem Schwerpunkt.

Dass eine gute Rockerbox das tragen kann, hat Mike ja grad gezeigt.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,

es gäbe da aber wahrscheinlich noch ein anderes Problem. Den Dobson-Gitterrohrtubus kann man nicht drehen, sondern er sitzt so in der Schiene wie es eben ist. Das kann beim Einblick für erhebliche Verrenkungen sorgen, wenn der Hut mit dem OAZ oben (und das ist er nicht) drehbar ist.

Bei einem Newton mit Voll-Tubus hat man ja oftmals deswegen Rotationsrohrschellen.

Viele Grüße
Werner
 
Astrothingy gibt es leider auch nicht mehr wie man auf der Herstellerseite lesen kann...
Leider haben die es auch auf meine Anfrage hin schon damals nicht geschafft, wenigstens mal ein Vorführgerät der größeren Version zur Besichtigung anzubieten. Sonst hätte ich vermutlich diese Plattform in Erwägung gezogen.

Wie im Eingangsbeitrag geschrieben, fällt Selbstbau, Umbau o.ä. für mich ohnehin aus.
Aber danke für die interessanten Beiträge und Bilder von Alternativlösungen.

Wahrscheinlich werde ich mich tatsächlich von meinen beiden ICS Dobsons trennen demnächst - auch wenn ich garantiert nicht wieder Spiegel dieser Qualität bekomme... handpolierte Optiken dieser Art werden offenbar einfach nicht mehr hergestellt. Skywatcher ist da jedenfalls garantiert kein adäquater Ersatz!
Aber die Frage ist halt, mit welcher Lösung man effizienter und erfolgreicher unterwegs ist, z.B. in Sachen Planetenfotografie. Was nützt mir der beste Spiegel, wenn ich andauernd nur Gezitter habe und nur mit sehr viel Mühe und Anstrengung einigermaßen brauchbares Aufnahmematerial bekomme.
Und selbst bei der visuellen Beobachtung empfinde ich die manuelle Nachführung inzwischen als immer mehr anstrengend und lästig, auch wenn meine ICS Dobsons sich wirklich butterweich nachführen lassen. Mit dem 20"er ist man aber gerade bei PNs und anderen kompakten Objekten sehr schnell in hohem Vergrößerungsbereich unterwegs und dann wird´s auch da anstrengend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier noch ein weiteres Beispiel: Zwei von mir gebaute Spiegelteleskope nach Texereau Bauweise, diese habe ich aber als Doppelfernrohr auf meiner Stakumontierung parallaktisch montiert in einer Kuppel aufgestellt gehabt:
Screenshot_20260825_160126_Samsung Browser.jpg

CS Mike
 
Hallo zusammen,

es gäbe da aber wahrscheinlich noch ein anderes Problem. Den Dobson-Gitterrohrtubus kann man nicht drehen, sondern er sitzt so in der Schiene wie es eben ist. Das kann beim Einblick für erhebliche Verrenkungen sorgen, wenn der Hut mit dem OAZ oben (und das ist er nicht) drehbar ist.

Bei einem Newton mit Voll-Tubus hat man ja oftmals deswegen Rotationsrohrschellen.

Viele Grüße
Werner
Hi Werner, um +-90° kann man den Hut schon drehen.
CS Mike
 
Hi Mike,

ja, wenn man den auf die Stangen setzt, aber nicht während der Session, oder habe ich da etwas übersehen…

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Peter,

werde ich mich tatsächlich von meinen beiden ICS Dobsons trennen demnächst - auch wenn ich garantiert nicht wieder Spiegel dieser Qualität bekomme... handpolierte Optiken dieser Art werden offenbar einfach nicht mehr hergestellt.

Also, es gibt in Deutschland oder Österreich mehrere Spiegelhersteller, die sehr hochwertige und interferometrisch getestete Spiegel herstellen. In USA gibt es u.a. noch Mike Lockwood, welcher hervorragende größere und schnelle Optiken poliert.

Das wäre also nicht das Hauptproblem, sondern wohl eher die Vorgabe, dass ein Umbau, Selbstbau, etc. nicht in Frage kommt. Da wird es aus meiner Sicht sehr schwierig wenn dein Gerät auch noch zusätzlich transportabel bleiben soll. Mit einer GM 3000 oder 4000 ist das auf keinen Fall mehr möglich.

Viele Grüße
Werner
 
Also, es gibt in Deutschland oder Österreich mehrere Spiegelhersteller, die sehr hochwertige und interferometrisch getestete Spiegel herstellen. In USA gibt es u.a. noch Mike Lockwood, welcher hervorragende größere und schnelle Optiken poliert.
Das wäre also nicht das Hauptproblem, sondern wohl eher die Vorgabe, dass ein Umbau, Selbstbau, etc. nicht in Frage kommt. Da wird es aus meiner Sicht sehr schwierig wenn dein Gerät auch noch zusätzlich transportabel bleiben soll. Mit einer GM 3000 oder 4000 ist das auf keinen Fall mehr möglich.
Ich kenne in D auch zumindest mal einen - der ist aber auftragstechnisch zur Zeit mehr als ausgelastet.
Ein weiteres Problem aus meiner Sicht: Spiegel über 18" scheint es heute auch leider nur noch mit sehr kurzen Öffnungsverhältnissen zu geben während man früher bspw. noch gut 20" Spiegel mit f/5 oder mehr bekam. Mir ist schon klar, dass die meisten Beobachter sich heute möglichst kurze Rohre wünschen, weil das ja durchaus auch praktischen Wert hat. Ich persönlich hab aber keine Angst vor Leitern und bevorzuge gerade bei Planeten IMMER Öffnungsverhältnisse von mind. f/5. Mein 14,5"er hat gottseidank auch noch f/5,2 und nicht f/4, wie bei neueren Modellen üblich... Ich konnte schon oft direkte Vergleiche bei Planetenbeobachtungen machen - nie haben mich dabei schnelle Öffnungsverhältnisse gegegenüber langsameren überzeugt. Der Kontrast leidet einfach enorm.

Aber jetzt kommen wir zu einem vollkommen anderen Thema! :-D


Zurück zur EQ-Plattform:
Den Hersteller Equatorial Platforms: Home Page kannte ich noch nicht - danke dafür!
Da das Ganze aus Amerika käme, dürfte die Abstimmung im Detail und aus der Ferne entsprechend kompliziert sein und mit Zoll/Spedition usw. wahrscheinlich auch finanziell nicht viel günstiger als die Lösung aus Frankreich (Dobson-Factory). Ich lese mich aber gerne noch genauer in diese Seite ein.

Grüße,
Peter
 
Equatorial Platforms machen auch Sonderanfertigungen.
Große gute Spiegel mit f/5 gibt's bei ZEN in Venedig. Tiziano Ollivetti einer der besten Planetenfotografen verwendet auch ZEN Spiegel.
CS Mike
 
Hallo Peter,

nie haben mich dabei schnelle Öffnungsverhältnisse gegegenüber langsameren überzeugt. Der Kontrast leidet einfach enorm.

Nun ja, liegt natürlich auch u.a. an gleichwertiger Optikqualität zum Vergleich. Vielleicht schaust demnächst auf dem ITT auf der Emberger Alm vorbei. Dann könntest deinen 20er mit meinem 22er vergleichen…oder ich bringe meinen 18er mit.;)

Entsprechend guter Kontrast ist nicht allein von besonders kleinem FS bei größerem F abhängig, aber … ganz anderes Thema.:giggle:
Jeder hat natürlich seine Vorlieben und ich habe lieber ein 10 cm hohes (kleines) Podest anstelle einer meterhohen Leiter im Zenith.

Viele Grüße
Werner
 
es gäbe da aber wahrscheinlich noch ein anderes Problem. Den Dobson-Gitterrohrtubus kann man nicht drehen, sondern er sitzt so in der Schiene wie es eben ist. Das kann beim Einblick für erhebliche Verrenkungen sorgen, wenn der Hut mit dem OAZ oben (und das ist er nicht) drehbar ist.
Hi!

Newtons auf parallaktischer Montierung vermeide ich deshalb auch, wo es geht – zumindest visuell. Gute Rotationsrohrschellen sind selten, und den Tubus drehen ist ohne ein Krampf. Bei einem 20"er will ich keine Rohrschellen lösen, um das Teleskop zu drehen. Und bei kleineren kann man nur hoffen, dass die Montierung danach noch eingenordet ist.

Fotografisch ist das grad egal, da zeigt der Okularauszug dann einfach fix nach "unten", zur Montierung, und er sieht nie wieder ein Okular.

Und visuell gibt es ja auch gute azimutale Montierungen; Planewave L-Mount und 10Micron AZ fallen mir spontan ein. Dann braucht man für Fotografie halt wieder einen Rotator; visuell ist der Einblick dann genau wie beim Dobson. Aber auch die sind für einen 20"er eher nur transportabel, wenn man sie gleich auf einem Hänger montiert. Shelley Stoody fällt mir da wieder ein, mit seinem Refraktor :)

Beste Grüße,
Alex
 
Alex, bei einer EQ Plattform hast du beides: Bequemen Einblick und parallktische Nachführung, dazu noch transportabel. Und die Option mit oder ohne EQP zu beobachten.
Ich möchte nix mehr anderes haben.
CS Mike
 
Mike,

kein Zweifel, ging mir nur um die Frage nach der Prismenschiene, und was man dann damit anfängt. Die EQ-Plattform ist ja eh die gewünschte Lösung.

Clear Skies,
Alex
 
Wenn die Box massiv genug ist, langt das schon mit einer Schiene.

Aber sicherer wäre es, wenn man auf die Holzwand der Box, die nun neu ganz alleine das komplette Gewicht des Dobson tragen soll, zunächst innen und außen Metallplatten zur Druckverteilung unterlegt, bevor man die Prismaschiene anschraubt. Denn vorher wurde das Gewicht ja von zwei Außenwänden getragen.

(...)
Das eine gute Box das tragen kann, hat Mike gerade gezeigt.

Streng genommen zeigt das Foto nur, dass Mikes Qualitätsbox das tragen kann.;) Wenn man das gleiche mit einer Skywatcher Dobson Box versuchen würde, bricht die Wand aus Presspappe einfach durch!

Das Hauptproblem bei so einem Umbau ist, dass ein Dobson eher massiver gebaut ist und einer für eine Montierung leichter und mit anderem Schwerpunkt.

Ja genau. Und die geringere Verwindungssteifigkeit der einen tragenden Holzwand kommt nach dazu. Die Konstruktion könnte aufschwingen, wenn der DEC Motor eine Korrektur macht.


es gäbe da aber wahrscheinlich noch ein anderes Problem. Den Dobson-Gitterrohrtubus kann man nicht drehen, sondern er sitzt so in der Schiene wie es eben ist. Das kann beim Einblick für erhebliche Verrenkungen sorgen, wenn der Hut mit dem OAZ oben (und das ist er nicht) drehbar ist.

Genau.

Zusätzlich ist durch die Montage einer Prismaschine an der Basebox aus einem vorher rollbaren Ein-Person-Instrument nun ein Zwei-bis-Drei-Personen-Instrument geworden. Nämlich immer dann, wenn die Prismaschiene des unbalancierten 60 bis 70 kg Instruments auf der Montierung eingefädelt werden muss.

Wenn man keine Sternwarte hat und den montierten Dobson nicht stehen lassen kann, ist das nichts.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja beim alten selbstgebauten 18" ging das, der hatte eine klassische Mirror Box in Obsession Bauweise.
Beim neuen 18" gekauften UC Obssesion geht das nicht, denn der hat eine "virtual mirror box",
Und wo nichts ist, kann man auch schwer was anschrauben...
20240818_172503.jpg


Was das Öffnungsverhältnis in Bezug auf Eignung als Planetenteleskop angeht, habe ich im Laufe der Jahre meine Meinung komplett geändert.
Begonnen habe ich mit f/9, mittlerweile bin ich bei f/4.27 gelandet.
Schleift man selber, würde ich ohne Not nicht unter f/4.75 gehen.
Kauft man exzellente Spiegel geht auch f/4.0 problemlos.

CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mike,

Was das Öffnungsverhältnis in Bezug auf Eignung als Planetenteleskop angeht, habe ich im Laufe der Jahre meine Meinung komplett geändert.
Begonnen habe ich mit f/9, mittlerweile bin ich bei f/4.27 gelandet.
Schleift man selber, würde ich ohne Not nicht unter f/4.75 gehen.
Kauft man exzellente Spiegel geht auch f/4.0 problemlos.

Sehe ich ganz genauso. Mein 18er hat F4,0, mein 22er mit Paracorr II etwa F3,8.
Beide liefern sehr schöne und hochaufgelöste Planetenbilder ab und brauchen sich in puncto Kontrast keinesfalls hinter dem 9er Apo verstecken. Lediglich für sehr schwache Möndchen stört die FS-Spinne schon etwas, da diese unvermeidlich ein wenig Streulicht erzeugt.

Viele Grüße
Werner
 
Deshalb habe ich geschrieben, eine gute Box kann das.

Es gibt auch genug parallaktische Einsteiger-Newtons, bei denen er Tubus eher aus Metallfolie statt aus Blech sind. Da retten auch Rohrschellen nichts mehr. Ein vernünftiges Teleskop hat da eher Reserven.

Als wir vor 30 Jahren unser C14 stationär aufgestellt hatten, kamen auch fette Rohrschellen dran, weil ein Metallbauer im Verein war, und weil ein Teleskop in Rohrschellen gehört (und die Montierung einen eigenen Standard für den Schwalbenschwanz hatte). Im Endeffekt haben die das Teleskopgewicht fast verdoppelt (nun, die Montierung konnte das ab), professionell ausgesehen und nichts gebracht. Heute wird das Teleskop mobil genutzt, und es ist wieder eine Prismenschiene drangeschraubt. Funktioniert einwandfrei.

Manchmal ist sicherer auch einfach nur Overkill. Kommt auf die vorhandene Mechanik an.
Wenn man das gleiche mit einer Skywatcher Dobson Box versuchen würde, bricht die Wand aus Presspappe einfach durch!
Kommt darauf an. Wir hatten mal einen 16" Skywatcher Dobson mit dickem Hartpappe-Tubus (kein Gitterrohr, sauschwer und wurde daher nie benutzt – da waren auch zwei Personen für nötig, um den aufzubauen). Einer überlangen Prismenschiene, die mit mehreren Schrauben über einen weiten Teil dew Tubus befestigt gewesen wäre, würde ich das schon zutrauen, den zu halten. Halt nicht nur mit einem M4-Schräubchen, das nur in das Material gedreht wird.

Und die geringere Verwindungssteifigkeit der einen tragenden Holzwand kommt nach dazu. Die Konstruktion könnte aufschwingen, wenn der DEC Motor eine Korrektur macht.
Oder das Holz dämpft die Schwingungen besser als Metall. Kommt auf die Konstruktion an. Aber das ist Theoretisiererei. Man findet immer Konstruktionen, die funktionieren, und welche, die nicht funktionieren.

Threadthema ist ja eigentlich eine EQ-Plattform; die Montage auf einer Montierung war nur die Notlösung.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,

es kommt immer auf die eigenen Möglichkeiten an.

Selbstverständlich würde ich für mich im Falle einer eigenen Sternwarte ein anderes als das vorhandene Setup wählen. Da käme ebenfalls eine sehr solide parallaktische, moderne, hochpräzise Montierung mit Absolutencodern und ein großer, hochwertiger (Mak) Cassi o.ä. in Betracht. Dazu huckepack der ein oder andere Refraktor.

Leider habe ich diese Freiheiten nicht und bin deswegen sehr auf mobiles Beobachten angewiesen, damit ich baumstörungsfrei beobachten kann und einen halbwegs dunklen Himmel vorfinde. Wahrscheinlich geht es vielen anderen Sternfreunden genau wie mir. Damit einhergehend ist gewissermaßen automatisch das Gesamtgewicht des jeweiligen Fernrohrs und die Fähigkeit, das Teleskop ganz alleine auch nachts auf- und abbauen zu können.

In puncto Stabilität muss man dann eben den ein oder anderen Kompromiss machen. Für quasi „Starkwindbeobachtungen“ taugt keines meiner (4) mobilen Geräte.

Viele Grüße
Werner
 
@ "Tubus eher aus Metallfolie" 🤣
@ "baumstörungsfrei"🤣
Wenn ich jetzt schon könnte wie ich wollte, würde ich genau bei der TEPP EQ +18"Dobs bleiben, nur das Seeing würde ich durch besseren südlichen Standort( Kanaren) ändern.
CS Mike
 
Hallo zusammen,

zwar etwas OT - ich sehe das Problem, einen großen Dobson auf eine EQ-Montierung zu packen, vor allem in der Spiegelzelle. Bei den meisten fetten Dobsons sitzt der Spiegel ja AZ immer im gleichen Schwerpunkt auf einer Schlinge, zwei Wippen o. Ä.. Der Spiegel "drückt" also AZ immer nur in eine Richtung nach unten, die auch baulich dementsprechend ausgeführt und oft nach oben ungesichert, bzw. maximal gegen Herausfallen gesichert ist. EQ montiert sieht die Physik ganz anders aus, und da rede ich nicht nur von Deformation und Strehl, sondern von mechanischen Gefahren für das teure Glas.
Viele Modelle bekommt man mit Versteifung eine Prismenschiene schon irgendwie sicher montiert, gerade durch den bauartbedingt sehr tiefen Schwerpunkt - den Umbau der Zelle finde ich anspruchsvoller.

LG Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael,
Ein weiterer Vorteil, der EQPlattform, da hier die laterale Spiegellagerung vom Dobson noch funktioniert, da die Auslenkung aus der Horizontalen nicht groß ist. Ich verwende ein Drahtseil in der Schwerelinie des Spiegels welches durch Klebeband gegen Verrutschen gesichert ist.
CS Mike
 
Hallo zusammen

Unter Synta/Skywatcher gab es meines Wissens keinen Newton mit Sonotube (Schalungsrohr).
Die Sonotube wahren quasi ein rein Amerikanisches Phänomen, welche z.B. unter folgenden Namen vertrieben wurden:
Meade Starfinder
Celestron StarHopper
Coulter Optical Odyssee
Discovery Telescopes DHQ
Orion USA DeepSpace

Die ersten 16" Newton unter Skywatcher waren ca. 2010 die Flextube und diese wahren komplett aus Metall.
Die Skywatcher haben auch keinen dünn gefalzten ALU-Tubus wie OrionUK, sondern einen verschweißten Stahltubus.

Die Spiegel von Skywatcher können sich mit high-end Spiegel messen lassen.
Etliche Interferometrische Nachmessungen ergaben bis ca. 12" Strehls mit 0.95-0.98 und bei 16" 0.90-0.95.

Skywatcher vertreibt seine Spiegel auch als OEM und so findet sich auch unter anderem Namen in manchen Highendnewton oder Fotonewton eine Optik von Skywatcher.

Streng genommen zeigt das Foto nur, dass Mikes Qualitätsbox das tragen kann.;) Wenn man das gleiche mit einer Skywatcher Dobson Box versuchen würde, bricht die Wand aus Presspappe einfach durch!

Skywatcher hat wie gesagt keine Tuben aus Presspappe sondern aus Stahl.
Die Rockerbox von Skywatcher ist aus Sperrholzplatte.
Aber es wäre doch mal interessant eine solche Rockerbox an einer GM3000 geschraubt zu sehen:)
CS
 
Stimmt, war ein Meade Starfinder. Mein Fehler. Ist lange her, dass wir den hatten.

Aber ich würde keine Rockerbox auf irgendwas anderes als eine EQ-Plattform setzen. Auf eine Montierung würde ich nur den Tubus setzen, ohne Rockerbox :) Ist dann natürlich kein Dobson mehr, sondern ein normaler Newton…
 
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