DWARF DRACO | Neues Smart Teleskop

Dublone

Neues Mitglied
DWAF LAB hat neue Hinweise für ein größeres Smart Teleskop geleifert.
90mm Öffnung ist bekannt. Sonnst leider noch nichts.

Quelle: DRACO 2026 - DWARFLAB
Unbenannt1.jpg
 
Hallo,

Den Bildern nach zu urteilen ist ein aufgedampfter Fangspiegel zu sehen. Es könnte sich um ein Spiegelteleskop handeln, evtl. einen Maksutov.

Viele Grüße
Gerd
 
Sehr spannend, ich bin gespannt. Bei dem Fernbedienungs-Feature musste ich schmunzeln. 90mm sind vielversprechend. Essentiell wird hier auch die Frage nach dem verbauten Sensor. Ich freue mich auf weitere Details und die Dynamik am Markt!

CS Thomas
 

Wobei man hier bedenken sollte das die für die am Sensor ankommende Lichtmenge relevante effektive Öffnung bedeutend kleiner ist.

Es sollte sich hier um ein Katadioptrisches Cassegrain System handeln.
Vermutlich ein MAK Cassegrain mit Reducer vor dem Sensor.
Bei den sehr schnellen F 3,8 die hier vermutet werden darf der Sekundärspiegel nur einen kleinen Verlängerungsfaktor haben was dann eine ganz erhebliche Obstruktion zur Folge hat.
Ich würde schätzen das hier mit mindestens 50% Obstruktion zu rechnen ist, gut möglich das es sogar noch mehr ist.

Die 50% linear entsprechen 25% auf die Fläche also allein dadurch kommen 25% Lichtverlust zustande. Es kommt aber noch der Reflexionsverlust an 2 Spiegeln hinzu.
Bei 88% Standardverspiegelung bleiben also noch 0,88x088 = 0,774 übrig. Zusammen mit den 25% Verlust durch die Obstruktion kommen lediglich noch 0,88x0,88x0,75 = 0,58 des Lichts was in die Öffnung fällt am Sensor an.
Das entspricht einer effektiven Öffnung von Wurzel 0,58 = 0,76 also bei 90mm Öffnung von 68,6mm.
Effektiv sind es bei den vermuteten rund 350mm Brennweite dann also auch nur F5,1 und nicht F3,8 die sich nominell ergeben.

Ein 70mm APO bringt da mehr Licht auf den Sensor.

Dieses 90mm MAK Cassegrain System hat halt den Vorteil das es vergleichsweise leicht kompakt und Preisgünstig ist.
Es ist aber in jedem Fall bei der DS Fotografie einem 70mm APO unterlegen.
Das ist dann die Kehrseite der Medaille die man nicht vergessen sollte.

Die 90mm Öffnung und die F3,8 sind daher eher Augenwischerei und machen sich nur gut in der Werbung.

Trotzdem wären effektiv 68,6mm Öffnung und F5,1 immer noch besser als das was es sonst noch so in der Einsteiger Preisklasse gibt.
Wenn der Preis für das DWARF DRACO passt wäre es daher durchaus interessant.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin zusammen,

Ein 70mm APO bringt da mehr Licht auf den Sensor.

Dieses 90mm MAK Cassegrain System hat halt den Vorteil das es vergleichsweise leicht kompakt und Preisgünstig ist.

letzterer Punkt "preisgünstig" ist wohl ein wichtiger Faktor. Der Preis ist noch nicht bekannt, aber ein 70 mm APO als optisches Design dürfte um einiges teurer sein als ein MAK. Es ist ja auch "nur" ein Seestar "S50 Pro" geworden, und kein "S70 Pro", wie im Netz vermutet wurde...

CS
Peter
 
letzterer Punkt "preisgünstig" ist wohl ein wichtiger Faktor

Natürlich ist der Preis ein entscheidender Punkt warum Dwarflab nun mit einem MAK Cassegrain entsprechende Kompromisse macht.

Es ist ja auch "nur" ein Seestar "S50 Pro" geworden, und kein "S70 Pro", wie im Netz vermutet wurde...

Wobei nach meinem Wissen das S70 nicht vom Tisch ist.
Es musste nur dem S50Pro den Vortritt lassen, ist aber weiterhin in der Entwicklung.
Und wo jetzt Dwarflab mit dem DRACO vorlegt auch wenn es am Ende effektiv wohl „nur“ etwa 68,6mm Öffnung sein werden dürfte ZWO es nicht beim S50Pro belassen, die werden da sicherlich nachziehen.

Grüße Gerd
 
Hallo,

Interessant finde ich, das dieses Teleskop, das bisher nicht erschienen ist und keine endgültigen technischen Daten vorhanden sind, von ein und dem selben hier und im Astrotreff herab gewürdigt wird.
Lasst das Teleskop doch erst mal offiziell erscheinen und die ersten Bilder ansehen, bevor es schon wieder in Abrede gestellt wird.


Viele Grüße
Gerd
 
Erstmal abwarten. Ich denke ein großer Denkfehler ist die isolierte Betrachtung von Öffnung ohne die Betrachtung des Gesamtsystems, das machen wir im Regelfall in der klassischen EAA-Setup auch nicht - man denkt systemisch. Wenn das dann noch gegen Komponenten genau solcher modularer EAA-Setups gechallenged wird, ist das nicht nur nicht zielführend, sondern man vergleicht Äpfel mit Birnen. Smart Teleskope sind All-in-one Systeme, regelhaft klein, transportabel und günstig. Ob das dann mit in der Zukunft mit einem potentiellen S80 - wenn es dann irgendwann kommt - noch so klein ist, der verbaute Sensor und damit resultierende Systemanforderungen immer noch handlich bezahlbar sind, steht auf einer anderen Karte.

Ich bin jedenfalls gespannt auf Details zum obigen DRACO. Die Konkurrenz bringt hier schöne Dynamik und es wird interessant, welche spezifischen Nischen und Möglichkeiten die neuen Smarties bringen werden! Man wird sich sowohl bei DWARF als auch bei ZWO gleichermaßen intensive Gedanken machen - zu unserer Freude!

CS Thomas
 
Interessant finde ich, das dieses Teleskop, das bisher nicht erschienen ist und keine endgültigen technischen Daten vorhanden sind, von ein und dem selben hier und im Astrotreff herab gewürdigt wird.

Was für ein Unsinn.
Hier würgt keiner etwas herab sondern stellt lediglich allzu euphorische und am Ende etwas zu hohe Erwartungen in den richtigen Kontext.
Etwas mehr Sachlichkeit und Nüchternheit mag zwar die anfängliche überschwängliche Euphorie etwas dämpfen aber ist letztlich wichtig um nachher nicht enttäuscht zu werden.
Ich stehe dem Draco prinzipiell sehr positiv gegenüber und freue mich das es so etwas demnächst geben wird.
Die dann doch sehr überschwängliche Euphorie die einige hier erkennen lassen teile ich aber nicht.
Ich bleibe da schlich.

Trotzdem wären effektiv 68,6mm Öffnung und F5,1 immer noch besser als das was es sonst noch so in der Einsteiger Preisklasse gibt.
Wenn der Preis für das DWARF DRACO passt wäre es daher durchaus interessant.

Man merkt doch das einigen hier schon mächtig der Finger juckt um den Bestellbutton zu drücken sobald der mal verfügbar ist.
Gerade denen möchte ich helfen eine realistische Erwartung zu entwickeln um nachher nicht enttäuscht zu werden.

Wie gesagt das Draco ist ein interessantes Teleskop und besser als alles was es bisher im unteren Preissegment gab aber eine Wundertüte ist es eben auch nicht.
Warten wir daher mal den Preis ab um auch mal etwas zum Preis/ Leistungsverhältnis sagen zu können.
Das ist ja noch eine völlig unbeantwortete Frage wo wild spekuliert wird.
Aber es ist für mich eine der entscheidendsten Fragen um zu klären wie interessant das Draco wirklich ist.
Vergleichsweise teure und durchaus gute Smartteleskope gibt es zb. mit Vespera und Stellina ja schon lange.

Grüße Gerd
 
Hallo zusammen,

wie sich nun herauskristallisiert ist es wohl auch kein fotografisch ausgelegter MAK mit Reducer im Blendrohr wie ich anfangs vermutet hatte sondern ein Riccardi-Honders-Design.


Die Brennweite dieser reinen Fotooptik soll 340mm betragen also bei Nominell 90mm Öffnung F3,8.
Da ein Riccardi-Huonders bauartbedingt eine extrem hohe Obstruktion aufweist dürften es effektiv wie oben schon von mir vorgerechnet inklusive aller Lichtverluste aber lediglich F5 oder langsamer sein.
Gegenüber dem S50 Pro mit 260mm Brennweite und sehr wahrscheinlich gleichem Sensor mit 2,9µm Pixeln bei beiden Teleskopen wäre der Abbildungsmaßstab mit dem Draco also 30% besser.
Dafür ist das Feld bei gleicher Sensorgröße beim S50 Pro entsprechend größer.
Da effektiv beide ähnlich schnell sind bleiben also im wesentlichen diese beiden Unterschiede übrig die sich für die Abbildung aus den Eckdaten beider Teleskope ergeben.

Also effektiv sind beide etwa gleich schnell.
Das S50 Pro bietet 30% mehr Feld als das Draco.
Das Draco bietet eine um 30% bessere Detailauflösung als das S50 Pro.
Je nach dem was einem wichtiger ist wird man zwischen beiden entscheiden.
Wobei der Preis natürlich auch noch eine wichtige Rolle spielt.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei 88% Standardverspiegelung bleiben also noch 0,88x088 = 0,774 übrig. Zusammen mit den 25% Verlust durch die Obstruktion kommen lediglich noch 0,88x0,88x0,75 = 0,58 des Lichts was in die Öffnung fällt am Sensor an.
Das entspricht einer effektiven Öffnung von Wurzel 0,58 = 0,76 also bei 90mm Öffnung von 68,6mm.
Effektiv sind es bei den vermuteten rund 350mm Brennweite dann also auch nur F5,1 und nicht F3,8 die sich nominell ergeben.
Die 88% Standardverspiegelung sind aber reine Spekulation. Normal sind auch in der Massenfertigung heutzutage eher 94%.
In cloudynights steht auch Etwas über Autoguiding und Sensorkühlung und Bildfeldrotation. Sehr spannend !
 
Genau so muss das halt bei der "Nächsten" Generation und nicht einfach nur nen anderer Sensor ala alter Wein in neuen Schläuchen.

Und liefert das Gerät auch ab darf es auch gern 2.000€ kosten :y:
 
Das dann in Verbindung mit dunklem Himmel und den ganzen neuen Möglichkeiten der Bildbearbeitung...
Allerdings bastel ich schon gerne vor einer Session an meinem Zeugs rum. Irgendwie ist das auch schön.
Aber es hat schon etwas, wenn man morgens zum Weckerklingeln in Übersee sein Teleskop startet, und nach nicht mal drei Minuten das erste Bild hat....
Mit den Jungs von Starshare auf La Palma geht das jetzt ja genauso. Limitierend war bisher immer die kleine Öffnung mit dem auch ansonsten eingeschränkten Smartteleskopen.
Aber das verwischt sich jetzt immer mehr...
 
Ja, dafür (also, für Remote) könnte ich mir echt vorstellen, mir eins anzuschaffen. :unsure:
 
Die 88% Standardverspiegelung sind aber reine Spekulation. Normal sind auch in der Massenfertigung heutzutage eher 94%.

Natürlich weiß ich nicht sicher die exakten Parameter und musste daher Annahmen treffen.
Die 50% Obstruktion sind da eher zu niedrig für ein schnelles Riccardi-Honders.

Wer lieber einen Anhaltspunkt aus der Praxis statt meiner Berechnung möchte der kann sich zb mal das MC Rubinar 5,6 / 500 ansehen, das verhält sich in der Praxis bei der Belichtungszeit wie ein F8,4.
Hat also nominell 89mm Öffnung und effektiv 59,5mm Öffnung.

In cloudynights steht auch Etwas über Autoguiding und Sensorkühlung und Bildfeldrotation. Sehr spannend !

Ja da gibt es spannende Dinge wobei nicht überall ganz klar ist was das nun bedeutet.
Ein Rotator zur Kompensation der Bildfeldrotation + einen EQ Modus macht für mich erst mal keinen Sinn.
Gut möglich das der Rotator also lediglich dafür da ist den Sensor optimal zum Objekt einzudrehen.

Auch was die Optik letztlich taugt und wie zuverlässig die Werksseitige Justage ist wird man erst noch sehen müssen.
So ein schnelles Riccardi-Honders kann schon recht „zickig“ sein.
Wenn das villeicht nur in billiger Plastik Spritzguss Verpackung sitzt und nicht in solidem Aluminium Druckgussgehäuse werden wir erst mal sehen müssen ob das gut funktioniert.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer lieber einen Anhaltspunkt aus der Praxis statt meiner Berechnung möchte der kann sich zb mal das MC Rubinar 5,6 / 500 ansehen, das verhält sich in der Praxis bei der Belichtungszeit wie ein F8,4.
Hat also nominell 89mm Öffnung und effektiv 59,5mm Öffnung.
Dieses gute Stück ist sogar noch in meinem Besitz. Vielleicht sollte ich mir einen "Draco" selbst zusammenbasteln ;)

Grüße Erik
 
Ich war mit der Abbildung des 5,6/500 nie zufrieden und benutzte die Optik als Guiding-Optik in Zeiten, als man noch mit Webcams für die Fotografie und das Guiding arbeitete.
Grüße
Dietrich
 
Mittlerweile ist klar:
340mm Brennweite F/3.8 durch spezielles Design.
Auch bei sehr hoher Obstruktion ist die Gesamtleistung eines zu 50% obstruierten Systems
für viele fotografische Anwendungen zumeist besser, als ein unobstruiertes Objektiv mit der Größe der verbleibenden tatsächlichen Fläche.

übrigens:
Nicht alle Spiegelobjektive sind schlecht.
Nikon 500 f/8N
Leica 500 f/8 MR Telyt (wie Minolta)
Tamron SP 500/8 mit seinem speziellen optischen Aufbau

Alle 4 erzielen durchaus beachtliche Ergebnisse bei Vollformat vorcalken Dingen wenn man Preis und Größe heranzieht.

 
Auch bei sehr hoher Obstruktion ist die Gesamtleistung eines zu 50% obstruierten Systems
für viele fotografische Anwendungen zumeist besser, als ein unobstruiertes Objektiv mit der Größe der verbleibenden tatsächlichen Fläche.

Hier stellst du einfach eine Behauptung in den Raum ohne zu begründen wie du zu dieser Behauptung kommst. Es ist auch unklar was nun genau unter Gesamtleistung zu verstehen ist.
Die Lichtsammelleistung um die es hier ging kann es ja nicht sein.
Du wirst nicht ernsthaft behaupten wollen das eine Spiegeloptik mit Obstruktion die lediglich die Lichtsammelnde Fläche einer deutlich kleineren Optik ohne Obstruktion hat trotzdem mehr Licht sammelt.
Und die Abbildungsqualität als die Bildgüte kann es auch nicht sein da diese vom Design und der Fertigungsqualität abhängt.

Klar wenn du ein Laica Spiegelobjektiv mit irgendeiner billig Scherbe vergleichst würde ich mal davon ausgehen das das Laica besser abschneidet.
Aber das geht natürlich auch anders rum und man könnte ein billiges Spiegelobjektiv mit einem hochwertigen Linsenobjektiv vergleichen.
Dann schneidet natürlich das Linsenobjektiv besser ab.

Und wenn Spiegelobjektive so toll sind wie du behauptest solltest du uns mal erklären warum das Exoten geblieben sind und die Profis heute große und schwere Linsenobjektive nutzen und keine Spiegelobjektive wo man die gleiche Brennweite wesentlich kompakter und leichter hätte.

Spiegelobjektive hatten ihre Zeit vor vielleicht 40 Jahren.
Das liegt daran das damals ED Glas oder CaF2 die absolute Ausnahme und extrem teuer war.
Die meisten Linsenobjektive mussten damals ohne ED Glas auskommen und zeigten dementsprechend auch einen spürbaren Farbfehler.
Heute ist das anders, selbst preisgünstige Linsenobjektive haben heute in der Regel mindestens 1 Linse aus ED Glas verbaut, bei hochwertigen Linsenobjektiven sind es sogar mehrere ED Linsen.
Der Farbfehler ist heute bei hochwertigen Linsenobjektiven also kein oder zumindest nur noch ein sehr kleines Thema.
Das heißt an deiner Behauptung mag vor 40 Jahren sogar etwas dran gewesen sein aber heute stimmt sie nicht mehr.

Darum hat heute auch kein einziger großer Kamerahersteller noch Spiegelobjektive im Angebot.
Es gibt sie zwar auch heute noch aber nur aus der „2. Reihe“ von fremd Herstellern und sie fristen ein Nischendasein.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn Spiegelobjektive so toll sind wie du behauptest solltest du uns mal erklären warum das Exoten geblieben sind und die Profis heute große und schwere Linsenobjektive nutzen und keine Spiegelobjektive wo man die gleiche Brennweite wesentlich kompakter und leichter hätte.
Nun, in der "normalen" Fotografie waren das tatsächlich Exoten. Zwar kompakt und handlich (ich hatte das Nikkor 500/8 und MTO 1000/10), aber nur mit fester, meist nicht besonders lichtstarker Blende und den Kringeln im Bokeh. Mit Autofokus gab es vor langer Zeit nur ein Minolta 500/8 und interessanterweise aktuell ein "Kase AF 150/5.6 Reflex".
Bei den Teleskopen gab/gibt es ja eine Vielzahl von katadioptrischen Optiken, darum bin ich mal sehr auf das Draco gespannt.
 
Bei den Teleskopen gab/gibt es ja eine Vielzahl von katadioptrischen Optiken, darum bin ich mal sehr auf das Draco gespannt.

Ja das ist so da wir hier auch mit deutlich größeren Öffnungen arbeiten und klar irgendwann kommt da die reine Linsen Optik natürlich an Grenzen sowohl was Kosten als auch Gewicht und Baulänge betrifft.
Bei gleicher Öffnung ist aber auch in der Astronomie der Apo das Beste was kann kriegen kann da kann kein Spiegel mithalten.
Der Spiegel muss immer größer sein, wenn er vergleichbares leisten soll wie der APO.
Er kompensiert seine Nachteile halt durch mehr Öffnung.
Und genau das ist auch beim Draco der springende Punkt.
Er kompensiert den Nachteil seiner Spiegel Optik durch die für Smartteleskope vergleichsweise große 90mm Öffnung und kann darum trotz nachteiliger Spiegeloptik mit deutlich kleineren APOs konkurrieren.
Er kann aber nicht mit einem 90mm APO konkurrieren.

Allerdings tun einige so und es wird so dargestellt und selbst da dann auch noch mal übertrieben.
Da ist dann schon mal vom 4 fachen Lichtsammelvermögen gegenüber 50mm Öffnung die Rede wofür es aber einen 100mm APO bräuchte also nicht nur das man so tut als wären die 90mm Öffnung des Draco mit der eines APOs vergleichbar sondern man rundet in der Berechnung die 90mm sogar noch großzügig auf 100mm auf.

Die Wahrheit sieht da wesentlich ernüchternder aus.
Aus den vollmundigen 4 fachen Lichtsammelvermögen werden in Wahrheit so wie von mir vorgerechnet etwa 1,88 fach.
Je nach genauer Obstruktion und Reflexionsvermögen der Spiegel kann es auch etwas mehr oder weniger sein.

Und da sollte halt schon aufgeklärt werden.
Viele sehen leider nur die nominelle Öffnung dieser Spiegeloptik mit extremer Obstruktion und vergleichen diese direkt mit den APO Optiken der kleineren Smartteleskope oder anderen APOs
Das ist so aber irreführend.

Grüße Gerd
 
Hier stellst du einfach eine Behauptung in den Raum ohne zu begründen wie du zu dieser Behauptung kommst. Es ist auch unklar was nun genau unter Gesamtleistung zu verstehen ist.
Die Lichtsammelleistung um die es hier ging kann es ja nicht sein.
Du wirst nicht ernsthaft behaupten wollen das eine Spiegeloptik mit Obstruktion die lediglich die Lichtsammelnde Fläche einer deutlich kleineren Optik ohne Obstruktion hat trotzdem mehr Licht sammelt.
Und die Abbildungsqualität als die Bildgüte kann es auch nicht sein da diese vom Design und der Fertigungsqualität abhängt.

Klar wenn du ein Laica Spiegelobjektiv mit irgendeiner billig Scherbe vergleichst würde ich mal davon ausgehen das das Laica besser abschneidet.
Aber das geht natürlich auch anders rum und man könnte ein billiges Spiegelobjektiv mit einem hochwertigen Linsenobjektiv vergleichen.
Doch das behaupte ich.
Und Du weißt auch genau für welches Kriterium der Optik und der Astrofotografie das zutrifft.
Das Kriterium hast Du nur nicht nennen wollen.
Das 90mm CAT ist dem 50mm APO(Seestar) in einigen Anwendungen überlegen.

Das Leica Objektiv war auch nur ein Minolta.
Bei der Endfertigung/Montage hat man sich ein bisschen mehr Mühe gegeben und auf geringere Toleranzen geachtet.


Spiegeloptiken werden natürlich sehr wohl häufig den Linsenoptiken vorezogen. Hier aber dann eher nur noch in professionellen Anwendungen. Stichpunkt Raumfahrt.
Vielleicht schaust Du dir den Youtube Kanal von Hygens Optik mal an.
Der baut ihn absoluten Einzelanfertigungen extrem kleine monolithische Spiegeloptiken für die Raumfahrt.
 

Ja das weiß ja das du das behauptest nur begründen kannst du es nicht.
Und ein nochmaliges doch das behaupte ich ist keine Begründung.

Und Du weißt auch genau für welches Kriterium der Optik und der Astrofotografie das zutrifft.
Das Kriterium hast Du nur nicht nennen wollen.

Was soll das denn nur um den heißen Brei herumzureden und das Kriterium das du meinst selber nicht zu nennen.
Es wäre das einfachste du benennst es konkret und begründest den Vorteil den du da siehst.

Das 90mm CAT ist dem 50mm APO(Seestar) in einigen Anwendungen überlegen.

Wir haben hier nicht einige Anwendungen, sondern nur eine und das ist die DS Fotografie.
Sowohl das S50 als auch das Draco sind genau dafür ausgelegt.
Und hier sieht es ganz konkret zwischen S50Pro und Draco exakt so aus wie von mir oben schon dargelegt.

Also effektiv sind beide etwa gleich schnell.
Das S50 Pro bietet 30% mehr Feld als das Draco.
Das Draco bietet eine um 30% bessere Detailauflösung als das S50 Pro.

Das ist auch unabhängig vom Objekt das man damit beobachtet.

Auch wenn man mit beiden zb. Mond und Planten beobachtet ändert sich daran nichts da sich ihre Auslegung und damit die oben genannten Parameter dadurch natürlich nicht ändert.
Beide sind nicht für die hochauflösende Mond und Planetenfotografie ausgelegt, sondern für die DS Fotografie.

Für hochauflösende Mond und Planetenfotografie braucht es hier einen viel feineren Abbildungsmaßstab/Pixel und damit viel mehr Brennweite und das haben beide nicht.

Das Draco kann damit auch keinen Öffnungsbedingten Auflösungsvorteil ausspielen da beide das Beugungsbegrenzte Auflösungsvermögen mit ihrer Auslegung bei weitem nicht nutzen.
Die Detailauflösung wird hier in beiden Fällen von der Abtastung limitiert und nicht von der Beugung.

Daher können sie an Mond und Planeten auch bei weiten nicht das zeigen was sie rein theoretisch vom Beugungsbegrenztem Auflösungsvermögen her zeigen könnten.
Sie sind nun mal für DS ausgelegt.

Spiegeloptiken werden natürlich sehr wohl häufig den Linsenoptiken vorezogen. Hier aber dann eher nur noch in professionellen Anwendungen. Stichpunkt Raumfahrt.
Vielleicht schaust Du dir den Youtube Kanal von Hygens Optik mal an.
Der baut ihn absoluten Einzelanfertigungen extrem kleine monolithische Spiegeloptiken für die Raumfahrt.

Also professionelle Fotografen wie Pressefotografen sehe ich immer nur mit großen Linsenobjektiven und nicht mit Spiegelobjektiven.
Mag sein das ganz speziell in der Raumfahrt für spezielle Anwendungen Spiegelobjektive genutzt werden. Die Spiegelobjektive haben halt einen Platzt und Gewichtsvorteil der in der Raumfahrt besonders relevant ist wo jedes Gramm Gewicht und jeder cm^3 Raum erhebliche Kosten verursacht.

Grüße Gerd
 
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