Mond- und Planetenbeobachtungen.

Hallo Gerd,

Hat es bei dir am 09.06. auch geklappt? Anbei ein Foto von mir mit dem Handy

cs
Lothar
 

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Hallo Lothar,

Hat es bei dir am 09.06. auch geklappt? Anbei ein Foto von mir mit dem Handy

Nein.
In den letzten Abenden gab es bei mir dichte Wolken. Der Himmel war nahezu komplett bedeckt. Noch dazu hatte ich Spätschicht und an diesem Tag hatten wir eine Stunde daran gehängt um eine Farbe fertig zu fahren. Ich habe mich am diesem Abend erst um 0 Uhr von der Zeiterfassung verabschiedet.

Viele Grüße
Gerd
 

Mondbilder.​


Hallo,

Am 18 und am 20. Juni 2026 konnte ich den Mond beobachten.
Ich beobachtete den Mond zum Teil schon vor Sonnenuntergang oder in der hellen Dämmerung. Ich versuchte ein paar Bilder vom Mond anzufertigen, die aber nichts großartiges wurden.

Der Mond vom 18. Juni.

Den gesamten Mond habe ich mit dem 110/770mm Refraktor aufgenommen. Das Bild vom Mare Crisium entstand am 152/1200mm Refraktor
Beide Bilder habe ich am Taghimmel aufgenommen mit jeweils einem Rotfilter.

2026-06-18-Mond.jpg

Mare Crisium.

2026-06-18-Mare-Crisium.jpg

Der Mond vom 20. Juni.

Den gesamten Mond habe ich mit dem 110/770mm Refraktor aufgenommen. Die Bilder der Krater entstanden am 10" Cassegrain
Die Bilder habe ich in der hellen Dämmerung mit einem Grünfilter aufgenommen.

2026-06-20-Mond.jpg

Langrenus.

2026-06-20-Langrenus.jpg

Petavius.

2026-06-20-Petavius.jpg

Viele Grüße
Gerd
 

Die Venus beim Stern Regulus.​


Hallo,

Am Abendhimmel vom 11. Juli stand die Venus rund 2°19' entfernt vom Stern Regulus.
Die Konjunktion zwischen Venus und Regulus am 9. Juli konnte ich nicht beobachten.

2026-07-11-Daemmerung.jpg

Abenddämmerung.​

Den Stern Regulus konnte ich mit den freien Augen nicht sehen. Die Sicht am Horizont war recht gut, das reichte aber nicht für den 1m4 hellen Stern Regulus. Auf dem Bild ist Regulus deutlich rechts unterhalb der Venus zu sehen.

2026-07-11-Venus-Regulus-2.jpg


2026-07-11-Venus-Regulus.jpg

Venus und Regulus.​

Viele Grüße
Gerd
 

Der Mond vom 19. Juli 2026.​


Hallo,

Für die Aufnahme vom Mond am Abendhimmel setzte ich meinem 110/770mm Refraktor ein. Die Kamera war eine ToupTek 183MA mit Rotfilter.


2026-07-19-Mond.jpg

Der Mond vom 19. Juli 2026.​


Viele Grüße
Gerd
 

Der Mond vom 22. September 2026.​


Hallo,

Für die Aufnahme vom Mond am Abendhimmel setzte ich meinem 110/770mm Refraktor ein.

  • Kamera: Poseidon-M PRO.
  • 2x Fokal Extender.
  • Grünfilter.
  • Astronomik L-1 UV-IR Block.
  • 72% von 2.000 Bildern.
  • 2,600ms belichtet.
  • Gain: 350.
  • Sensortemperatur: 5°C.

2026-09-22-Mond.jpg

Der Mond.
​

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Marco,

Vielen Dank für deinem netten Kommentar.

Viele Grüße
Gerd
 

Mond und Saturn am 24. September 2026.​


Hallo,

In dieser Nacht beobachtete in meinem Garten. Ich setzte ich meinem 10" Cassegrain zusammen mit meinem 110/770mm Refraktor ein. Die Teleskope baute ich Seite an Seite auf die Losmandy G11 auf.

Himmel und Bedingungen:
Klarer Himmel ohne Wolken.

Den Mond beobachtete ich am Cassegrain bei einer Vergrößerung von 76x mit einem ND1.8 Neutralfilter und einer Vergrößerung von 218x mit einem ND0.9 Neutralfilter.
Der Mond steht im Cassegrain nicht sehr ruhig im Okular. Der Mond wird noch scharf abgebildet.

Mein Bild vom Mond habe ich am Cassegrain zusammen mit der Poseidon-M Pro Kamera mit einem IR Passfilter (Astronomik ProPlanet 807) aufgenommen.
Mein Bild zeigt die Landschaft um den Krater Tycho.

2026-09-24-Tycho.jpg

Die Landschaft um dem Krater Tycho.​

Den gesamten Mond habe ich am Refraktor zusammen mit der Poseidon-M Pro Kamera mit einem UV-IR Block (Astronomik L-1 UV-IR Block) und einem Grünfilter aufgenommen.

2026-09-24-Mond.jpg

Der Mond vom 24. September 2026.​


Saturn beobachtete ich am Cassegrain mit Vergrößerungen von 277 und 346x zusammen mit einem IR-Cut Mond-& Skyglow Neodymium-Filter.
Saturn steht im Cassegrain sehr still im Okular. Die Äquatorregion ist deutlich heller. Auf der Südhalbkugel kann ich Wolkenbänder unterscheiden. Die Cassinische Teilung kann ich deutlich sehen.

Viele Grüße
Gerd
 

Mond und Saturn am 25. September 2026.​


Hallo,

In dieser Nacht beobachtete wieder in meinem Garten. Ich setzte ich meinem 10" Cassegrain zusammen mit meinem 110/770mm Refraktor ein. Die Teleskope baute ich Seite an Seite auf die Losmandy G11 auf.

Himmel und Bedingungen:
Klarer Himmel ohne Wolken.

Mond:
Mit dem Cassegrain bei einer Vergrößerung von 76x mit einem ND1.8 Neutralfilter sind die Strahlen der Strahlenkrater gut zu sehen.
Im Refraktor mit einer Vergrößerung von 19x und dem ND1.8 Neutralfilter kommen die Strahlen durch die geringere Vergrößerung besser zur Geltung. Das Mondrandprofil abseits vom Terminator kommt ebenfalls gut zur Geltung.
Im Cassegrain mit einer Vergrößerung von 218x, kombiniert mit dem ND0.6 und ND0.9 Neutralfiltern wird der Mond scharf abgebildet. Der Mond steht sehr ruhig im Okular.
Am schmalen Terminator kann ich mithilfe einer Karte die Krater zuordnen, was durch die Verzerrung ab und an schwierig ist.

Die Detail-Bilder vom Mond habe ich am Cassegrain zusammen mit der Poseidon-M Pro Kamera mit einem UV-IR Block (Astronomik L-1 UV-IR Block) und einem Grünfilter aufgenommen.
Das erste Bild zeigt die Strahlenkrater Copernicus und Kepler.

2026-09-25-Copernicus.jpg

Die Krater Copernicus und Kepler.​

Das Bild zeigt den Mondrand bei den Kratern Grimaldi und Schickard.

2026-09-25-Lacus-Veris.jpg



2026-09-25-Lacus-Veris-beschriftet.jpg

Der Mondrand bei den Kratern Grimaldi und Schickard.​

Das Bild zeigt die Gegend beim Sinus Iridum und dem Oceanus Procellarum.

2026-09-25-Pythagoras.jpg



2026-09-25-Pythagoras-beschriftet.jpg

Der Mondrand beim Sinus Iridum und dem Oceanus Procellarum.​

Den gesamten Mond habe ich am Refraktor zusammen mit der Poseidon-M Pro Kamera mit einem UV-IR Block (Astronomik L-1 UV-IR Block) und einem Grünfilter aufgenommen.

2026-09-25-Mond.jpg

Der Mond vom 25. September 2026.​



Saturn:
Im 110/770mm Refraktor mit einer Vergrößerung von 257x steht Saturn sehr ruhig im Okular und wird scharf abgebildet.
Der Äquator von Saturn ist deutlich heller. Auf der Südhalbkugel von Saturn kann ich Wolkenbänder unterscheiden. Den Schatten vom Ring auf Saturn und den schmalen Schatten von Saturn auf dem Ring kann ich sehen. Die Cassinische Teilung kann ich deutlich sehen.
Im Cassegrain mit einer Vergrößerung von 346x steht Saturn ebenfalls sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.
Saturn ist im Cassegrain deutlich farbiger. Die helle Äquatorzone erscheint in einem zarten Ockergelb. Die beiden Hemisphären von Saturn setzen sich dunkler davon ab. Ich meine immer wieder einen etwas dunkleren Südpol sehen zu können.
Die Ringe sind heller und weißer als Saturn. Der "C-Ring" ist von den anderen Ringen unterscheidbar. Die Cassinische Teilung ist deutlich zu sehen.
Der Schatten vom Ring auf Saturn und der Schatten von Saturn auf dem Ring sind sehr deutlich zu sehen.
Direkt am Saturn stehen die Monde Tethys und Rhea.

Viele Grüße
Gerd
 
Die Details sind sehr gut und begeistern mich immer wieder. Toll.

Hast Du ein Programm, dass die Beschriftungen automatisch setzt?

Gruß Matthias
 
Hallo Gerd,

sehr schöne Sequenz der Mondaufnahmen. :y:

Saturn hatte ich letzten Freitag Morgen gegen 02:00 Uhr MESZ ebenfalls beobachtet. Zum Einsatz kam mein 18er + Bino bei ca. 430x. Seeing war vermutlich ähnlich gut und beeindruckend wie bei dir und die von dir beschriebenen Details waren ebenfalls zu sehen mit vielleicht einer Ausnahme:

Die Encke Teilung erschien in ganz wenigen Augenblicken hin und wieder extrem subtil am äußersten Rand der Ringe bzw. man bekam eine „Ahnung“ davon, dass da noch etwas ist. Klar und deutlich wie die Cassini-Teilung ist natürlich ganz anders und dieses habe ich visuell allerdings in etwa wie auf Fotos bisher nur ein einziges Mal ebenfalls mit 18“ und ca. 600x auf den Florida Keys vor 20 Jahren gesehen. Auch mehrere Wolkenbänder waren nur damals in großer Deutlichkeit unterscheidbar. Ein derartig gutes Seeing waren mir in unseren Gefilden bei Saturn leider bisher nicht vergönnt und dummerweise wird man dann gewissermaßen „verwöhnt“ obwohl Anblicke wie derzeit möglich selbstverständlich ebenso viel Freude bereiten.

Die Südpolregion unterschied sich vorgestern von der Farbtönung und Kontrast deutlich von der restlichen Saturnkugel. Auf die Monde habe ich nicht geachtet außer bei Titan, der als signifikant orange farbenes Kügelchen sichtbar war.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,


Ich hatte bei der Beobachtung immer wieder den Eindruck, das es an der Stelle der Encke Teilung oder besser dem Encke Minimum etwas dunkler im Ring war. Diese Beobachtung war mir aber zu unsicher um sie als "gesehen" einzuordnen. Ich konnte das Encke Minimum im Cassegrain bei größerer Ringöffnung mehrmals eindeutig sehen. Bei dieser Beobachtung war das aber zu grenzwertig.

Die Südpolregion unterschied sich vorgestern von der Farbtönung und Kontrast deutlich von der restlichen Saturnkugel.

Den Eindruck hatte ich auch. Das hätte ich bei meiner Beschreibung vom Saturn besser ausformulieren sollen.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

ja, das ist immer so eine Sache mit der „Encke Teilung“ bzw. dem „Minimum“. Meist sieht man selbst bei für unsere Gefilde gutem Seeing bestenfalls Nuancen davon. Bei größerer Ringöffnung natürlich dann entsprechend deutlicher. Kein Vergleich zu den tollen Aufnahmen, welche hier immer wieder gezeigt werden.

Wenn man das jedoch in großer Eindeutigkeit wenigstens ein mal live zu Gesicht bekommen hat, ist das wie eine „Offenbarung“ und man weiß genau, wie sich das anfühlt bzw. man ist nicht mehr darauf angewiesen im Ungefähren zu verharren.

Mal schauen, vielleicht passt es wieder irgendwann alles perfekt zusammen. Immerhin habe ich von einem Alpenstandort bisher keinen besseren Jupiter visuell jemals gesehen und mein bester Mars zeigte sich unweit von meinem zuhause an meinem Planetenbeobachtungsplatz.

Ich möchte aber nicht undankbar sein und solche Anblicke wie derzeit machen riesig Freude und tun der Seele richtig gut. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

Erleichternd wird für die Sichtung vom Encke-Minimum sein, das in den nächsten Jahren die Öffnung der Saturn-Ringe wieder größer wird und Saturn eine höhere Deklination erreicht. Die immer späteren Oppositionen in den späten Herbst und den Wintermonaten hinein kann eine ruhigere Luft ergeben die zusätzlich eine Sichtung erleichtert.

Es bringt auch viel sich einen Standort zu suchen, der eine gute Luftruhe bietet. Von meinem Garten zuhause habe ich selten die Bedingungen wie bei dieser Saturn-Beobachtung. Weiter draußen in der Natur habe ich aber einen Standort der deutlich ruhiger ist.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

Erleichternd wird für die Sichtung vom Encke-Minimum sein, das in den nächsten Jahren die Öffnung der Saturn-Ringe wieder größer wird und Saturn eine höhere Deklination erreicht. Die immer späteren Oppositionen in den späten Herbst und den Wintermonaten hinein kann eine ruhigere Luft ergeben die zusätzlich eine Sichtung erleichtert.

Ja, das wird spannend sein, und wir können uns sicherlich auf sehr schöne Saturnbeobachtungen einstellen.

Weiter draußen in der Natur habe ich aber einen Standort der deutlich ruhiger ist.

Das geht mir genauso.

Viele Grüße
Werner
 
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