Hickson 44 Galaxy Group

BackyardImaging

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Liebe Astrogemeinde,

ich poste normalerweise eher selten meine Astrofotos, aber bei diesem hier handelt es sich um so eine Art "Herzensprojekt". Angefangen hatte ich 2023. Die Hickson 44- Gruppe fand ich schon immer sehr faszinierend, aber mein Equipment ist nicht gerade für die Galaxienzeit ausgelegt. 6" Öffnung und 750 mm Brennweite sind da doch sehr moderat. Trotzdem habe ich das Objekt dann doch in Angriff genommen, wohl wissend, dass das einiges an Belichtungszeit erfordern würde. Das Wetter in Deutschland hat mir dabei auch nicht gerade in die Hände gespielt. Hätte im Vorfeld aber gewusst, dass sich das Projekt über drei Jahre hinziehen würde, hätte es mir vielleicht anders überlegt :) Die letzten Aufnahmen habe ich 2025 angefertigt.

Zwischenzeitlich hatte sich auch der "Fuhrpark" vergrößert und auch das zusätzliche Equipment. Die ursprünglich vom Astroverein geliehene ZWO ASI 071 MC Pro wurde gegen eine ASI 2600 MC Pro getauscht. Später gesellte sich eine ASI 2600 MM Pro hinzu. Mein Skywatcher Newton PDS 150/750 erhielt einen Takahashi Epsilon 130 als Sparringspartner.

So konnte ich in drei Jahren immerhin 40,5 h Belichtungszeit sammeln. Davon 23,5 h in RGB und 17 h in Luminanz. Die Bearbeitung war nicht ganz trivial. Das Stacking erfolgte in Astropixelprocessor, die Bearbeitung inkl. Stretch in PixInsight und der letzte Schliff erfolgte in Photoshop.

Alle Daten und technischen Information sowie das hochaufgelöste Bild findet ihr auf Astrobin:

Anbei ein Crop auf das Zentrum der Galaxiengruppe. Die auffälligsten Mitglieder sind NGC 3190 – die große Spiralgalaxie im Zentrum; NGC 3193 – die elliptische Galaxie rechts daneben,; NGC 3185 – eine kleinere Balkenspiralgalaxie links und oberhalb von NGC 3190; sowie NGC 3187, eine stark verzerrte Spiralgalaxie, die ihre Blütezeit offenbar bereits hinter sich hat. Die Galaxien stehen nicht nur optisch zusammen, sondern durch die Schwerkraft aneinander gebunden; die strukturellen Veränderungen sind besonders deutlich bei NGC 3187 zu erkennen. Auch der Halo um NGC 3190 und NGC 3193 ist sehr ausgeprägt – ich würde sagen, bei genauerer Betrachtung kann man auf dem Bild auch eine Materiebrücke zwischen den Galaxien erkennen.

Konstruktive Kritik ist immer willkommen
:)

CS,
Ulrike
 

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Da hast Du dir zwar eine ziemlich volle, aber auch dunkle Ecke ausgesucht. Deine Geduld hat sich wirklich ausgezahlt. Super !
Gratuliere.
Rainer
 
Danke, Rainer, für die Blumen!
 
Hallo Ulrike,
gerne mehr ! Wirklich sehr schön geworden und auch das Framing finde ich ausgesprochen ästhetisch mit den prominent funkelnden Sternenrahmen.
Da zahlt sich auch die Belichtungszeit tatsächlich aus.

CS,
Franz
 
Danke, Franz. Mit der Bearbeitung tue ich mich immer etwas schwer. Hat hier auch nur ein Jahr gedauert :giggle:

CS,
Ulrike
 
Danke Gernot.
 
Hallo Ulrike,

mir gefällt die Aufnahme auch sehr gut, das Weitfeld besser als der Crop. Ich bin überrascht, dass trotz 40 Stunden nicht mehr Details rauskommen, daher überzeugt mich das Weitfeld auch mehr. Das soll aber keine Kritik sein, es zeigt nur die Schwierigkeit des Objektes. Ich hätte wahrscheinlich nach 4 Stunden aufgegeben. Respekt für Dein Durchhaltevermögen!

LG Olaf
 
Danke an euch!

@Olaf M. Am Ende bin ich - trotz der langen Belichtungszeit - eben doch limitiert durch die Öffnung und die Brennweite. So ein wenig Öffnungsfieber setzt dann auch bei mir ein und man denkt über 8" nach. Aber noch ein Teleskop für das schlechte Deutschland-Wetter... ich weiß nicht so recht. Vielleicht gewinne ich demnächst ja mal im Lotto oder so.

CS,
Ulrike
 
Hi Ulrike,
das ist wirklich sehr hübsch geworden! Toll, dass Du an dem Projekt über drei Jahre festgehalten hast. Das hat sich doch gelohnt.
NGC 3187 gefällt mir besonders gut. Die sieht einfach total fertig aus :)
CS
André
 
Danke an euch!

@Olaf M. Am Ende bin ich - trotz der langen Belichtungszeit - eben doch limitiert durch die Öffnung und die Brennweite. So ein wenig Öffnungsfieber setzt dann auch bei mir ein und man denkt über 8" nach. Aber noch ein Teleskop für das schlechte Deutschland-Wetter... ich weiß nicht so recht. Vielleicht gewinne ich demnächst ja mal im Lotto oder so.

CS,
Ulrike
Hallo Ulrike,

ja, bei Galaxien hätte ich auch gerne eine größere Optik. Aber eher wegen der Brennweite und nicht wegen der Öffnung.
Aber wie Du beweist, geht auch im Weitfeld einiges, auch mit noch kleineren Optiken. Mich würde interessieren, wie Dein Bild mit 10 oder 20 Stunden aussähe.

LG Olaf
 
Ach ja, mich würde interessieren, wie du die doch ziemlich unterschiedlichen Optiken miteinander kombiniert hast. Kannst du dazu etwas sagen? @BackyardImaging
Solche Stacking-Aufgaben überlasse ich gerne Astropixelprocessor. Das Programm schafft es ganz gut, die unterschiedlich gesampelten Bilder miteinander zu kombinieren. Bei mir war es schon ein wilder Mix mit zwei Teleskopen und drei Kameras. Wobei die ASI 2600 MC Pro und MM Pro identisch sind von der Pixelgröße her. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob und wie das in PixInsight geht.

CS,
Ulrike
 
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