Du verwendest einen veralteten Browser. Dieser kann eventuell diese oder andere Webseiten nicht richtig darstellen. Du solltest deinen Browser aktualisieren oder einen alternativen Browser verwenden.
Hallo,
passend zu den derzeitigen Mondbildern hätte ich auch noch etwas vom letzten Freitag zu bieten.
Seit Samstag ist ja nun schon wieder schlechtes Wetter.
Aufnahme mit DMK41 bei 2800mm Brennweite.
Zur Bearbeitung benutzte ich diesmal AVIStack, sicher ist da noch Finetuning möglich.
das Seeing war an dem Tag nicht besonders gut. Eine genaue Klassifizierung traue ich mir aber nicht ;-).
Im Video war auf alle Fälle ziemlich viel "Gewaber".
Aufgenommen habe ich Filme mit der DMK41 Firewire Kamera mit je 1000 Bildern, wobei ich bei AVIStack die Qualität auf 50% gesetzt hatte.
Diese Mondaufnahmen waren quasi das "first light" für mein Celestron C11. Bis dahin gab es aufgrund des schlechten Wetters nur "Schrauben an Nachbars Antennenmast" ;-).
Bei besserem Seeing bin ich schon gespannt, wie weit man mit einer Barlow bei dieser Optik gehen kann.
Es gibt ja einige beeindruckende Aufnahmen, die mit einer Kombination C11 + Baader FFC aufgenommen wurden. Ich denke jedoch, daß nicht mehr als f/40 machbar ist.
Die Detailauflösung der Bilder hat mich schon eine große Öffnung vermuten lassen. Ich habe mir einen Intes Alter 603 zugelegt und möchte mich nun weiter der Astroforografie widmen.
Derzeit arbeite ich mit der Toucam mit SW Chip und Astronomikfiltersatz. Meine Canon 5D möchte auch noch am Teleskop testen.
Leider habe ich aus der Stadt heraus immer mit Seeing zu kämpfen.
Hoffen wir, dass das Wetter nun langsam mal besser wird!
Gratuliere zu deinem First Light, sieht gut aus, mein FL
war von deinem weit weg, war ja auch noch chemisch
Nun, wenn das gewabber schon bei f10 heftig war, dann kannst du dich auf gewaltige Steigerungen deiner Ergebnisse freuen,
denn gutes Seeing ist das A und O für Detailreichtum.
Ich benutze eine DMK31 an meinem C11, der einzige Unterschied ist aber nur die Chipgröße und die Bilderrate.
Aufgrund der Pixelgröße dieser DMKs ist auch schon bei f10
gewaltig was drin, im Vergleich zu 5,4µ-pixeln einer ToUCam oder einer DMK21.
Aber ein hochtreiben der Brennweite auf f40 ist wirklich nicht nötig, f20 bis f30 reicht völlig aus, ab da wirds auch schon mit dem Licht kritisch.
Bei AviStack benutze ich in der Regel zwischen 200 und 320 Bilder, nicht mehr. Die dunklen und ausgebrannten Gebiete kann man ja ausgrenzen mit den unteren und oberen Schwellenwerten. Den Glättungsfaktor setzte ich meist auf 20, der Minimalabstand sitzt immer auf 30, der Suchradius ergibt sich individuell, sollte aber 10 nicht überschreiten.
Auch hat mir der Einsatz von Filtern schon viel Gewinn eingebracht, zB ein Gelbfilter oder ein Rotfilter, wenn es darum ging, das Seeing zu beruhigen.
danke für die Tipps mit AVIStack. Den Einfluß von Glättungsfaktor , Minimalabstand und Suchradius muß ich noch mal probieren bzw. nachlesen. Auch eine optimale Bildanzahl werde ich noch ermitteln müssen. Ich dachte immer, je mehr umso besser, man rechnet dann eben nur ewig.
Die dunklen bzw. ausgebrannten Gebiete ausgrenzen bedeuted doch, daß in diesen Gebieten keine Referenzpunkte gesetzt werden, oder?
Ein wichtiger Punkt ist auch, daß die DMK21 (5,6µ) größere Pixel als die DMK31/41 (4,65µ) hat. Aber für Planetenaufnahmen ist so eine DMK21 sicher doch besser (oder ?), da man in kürzerer Zeit mehr Aufnahmen machen kann. Ich müßte mal an Jupiter testen, was die maximale Belichtungszeit ist, bis sich die Rotation des Planeten bemerkbar macht.
Wenn Du auch eine DMK benutzt, da hätte ich noch eine Frage: hast Du schon einen maximalen Gain Wert ermitteln können, bei dem das Rauschen noch nicht stört ? Meine Idee ist, daß man die Belichtungszeit so kurz wie möglich hält. Ab einem bestimmten Gain wird sich aber sicher das Rauschen stark bemerkbar machen.
Ich habe nun inzwischen auch einen IR Pass (742nm) Filter. Mal sehen, ob man damit das Seeing überlisten kann und ob das Licht ausreicht.
Hallo Kay,
ja, das mit dem mehr stimmt, aber nur bedingt.
Man sollte eine gewisse Zahl nicht unterschreiten, bei Mondbildern würde ich sagen 150, um das Rauschen zu bändigen für die Schärfebehandlung,
wenn du natürlich Topseeing hattest, kannst du auch ruhig mehr als 300 verwenden, aber irgendwann landest du bei astronomischen Zahlen, um das Rauschen zu halbieren, steigt die erforderliche Bildmenge im Quadrat.
Das mit dem ausgrenzen läuft auch genau so, wie du es beschreibst, es werden dann dort einfach keine Referenzpunkte erzeugt, um nicht das Rauschen zu begünstigen.
Für Planeten ist die DMK21 wirklich besser geeignet, vor allem weil man schneller aufnehmen kann, was wegen der Planetenrotation wichtig ist, wenn man ein Farbfilterrad benutzt, die hab ich aber nicht.
Ich würde sagen, die DMK31/41 ist nicht nur zu langsam, sondern auch etwas zu lichtschwach.
Und wie hier schon einige Bilder zeigten, sind bei Planeten etwas größere Pixel nicht schadhaft.
Der maximale Gain ist m.E. bei 700-800, meist bemühe ich mich, zwischen 500-600 zu bleiben, ich will die 30 Bilder pro Sekunde nicht unterschreiten.
Bei F10 sieht das natürlich noch besser aus, aber ab F20 plus Filter wirds eng mit 1/30 sek.
Das ist der Wert bei einer Firewirekamera, weiß jetzt nicht, wie das bei USB ist, aber so um 50% der Scala.
Gamma steht meist zw. 13 und 15, das ist auch etwa die Hälfte der Scala.
Die hohen Werte benötige ich hauptsächlich für die ISS-Jagd.
Bei der Filterwahl bleib ich immer individuell. Mal ist es der Gelbfilter, mal der Rotfilter und gelegentlich der IR.
Andere nutzen auch gerne einen Grünfilter, der hat bei mir allerdings noch nie überzeugt, vielleicht liegt das auch ein bißchen an der Optik, bei welchen Wellenlängen diese das beste Bild liefert. Am besten experimentieren, bei Topseeing gehts auch ganz ohne, kommt der Belichtungszeit ungemein zugute, aber so ein Seeing hatte ich noch nicht erleben dürfen.
danke für die Tipps bzgl. Gain und Gamma.
Deine Kamera ist ja doppelt so schnell, die DMK 41 schafft nur 15fps, trotzdem versuche ich natürlich die Belichtungszeit so kurz wie möglich zu halten.
Also, noch mal danke für die Tipps. Die werde ich beim nächsten mal bewußt berücksichtigen.
da sind Dir bereits auf Anhieb sehr gute und vielversprechende Aufnahmen gelungen!
Zitat von kay_thriemer:
Meine Idee ist, daß man die Belichtungszeit so kurz wie möglich hält. Ab einem bestimmten Gain wird sich aber sicher das Rauschen stark bemerkbar machen.
Die kurze Belichtungszeit betrachte ich als sehr empfehlenswert. Was sich mit einer DMK41 an einem 12" Spiegel bei f/10 machen lässt, hat Sefan Schimpf vom Astronomieclub Volkach an dieser Stelle höchst eindrucksvoll demonstriert.
Leider wurden inzwischen die Links zu seinen hochaufgelösten Bildern gekappt, und auf seiner Website sind die Bilder leider nur in eingeschränkter Qualität zu sehen.
Aufschlussreich ist aber die Diskussion im Forum auch so, und ein von mir nachvergrößerter Bildausschnitt aus der Ptolemaeus-Gruppe ist erhalten geblieben, weil er auf meinem Server liegt.
Es gibt noch eine ergänzende sowie auch eine vorausgegangene, sehr ausführliche Diskussion über den Zusammenhang zwischen Aufnahmebrennweite, Kameraauflösung und Belichtungszeit.
Meine erst jetzt veröffentlichte Venus-Sichel habe ich im Frühjahr dieses Jahres mit einer DMK21 (5,6 µm) bei f/12 aufgenommen. Das entspricht einer Ankopplung der DMK41 (4,65 µm) bei f/10.
Wenn Du bei so großer "Blende" arbeitest, kannst Du sowohl das Gain wie auch die Belichtungszeit reduzieren. Im übrigen gibt es nach meiner Erfahrung mit dem Rauschen selbst bei vollem Gain kaum Probleme, wenn Du mehr als 100 Bilder aufsummierst.
Bin sehr gespannt auf weitere Ergebnisse aus Deinem C11!
Diese Seite verwendet Cookies, um Inhalte zu personalisieren, diese deiner Erfahrung anzupassen und dich nach der Registrierung angemeldet zu halten.
Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.