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La Luna ... bei Tag

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Nachdem ich nun seit fast 4 Wochen immer wieder umsonst aufgebaut habe und immer etwas dazwischen kam (meistens Wolken) ist mir letzten Montag der Kragen geplatzt. Nachmittags gegen 16 Uhr hat es mal eben nicht geregnet, Zeug raus und den Mond bei Tageshelle und dichter Wolkendecke gefilmt.

Naja das Ausgangsmaterial war quasi nur graue Suppe, Tonwertspanne unter 50, aber nach ein wenig Bearbeitung kam das hier raus, denke für die Aufnahmebedingungen ist es durchaus ok. Trotzdem sind der Bildverarbeitung natürlich deutliche Grenzen gesetzt.

Instrument C9.25, wie immer ohne lästiger Barlow oder ähnlichem.

nv
Hallo Nachtvogel, gerade angesichts der Aufnahmebedingungen finde ich die Fotos Klasse.
Läßt Du uns noch Näheres erfahren, besonders welche Kamera Du benutzt hast?
C.S. Willi!
 
Ist ein Eigenbau, Chip ist aber ein Allerweltsteil, der MT9P031, das ist ein low cost CMOS-Sensor, der sich in der einen oder anderen Kompaktkamera wiederfindet. Vorteil sind extrem kleine Pixel, die Brennweitenverlängerung überflüssig machen. Wird leider regelmäßig in Sachen Astroeinsatz verrißen weil er einen rolling Shutter hat und halt ein "böser" CMOS ist, das ist aber bei weitem nicht so schlimm. Wenn das Seeing so derb ist, daß der rolling Shutter nennenswert zum Zug kommt, ist sowieso schon Hopfen und Malz verloren ... das ist zumindest meine persönliche Ansicht.

Software halt das übliche (Mac), AviStack, PixelMator, etc.

nv
 
Wow, nun bin ich noch mehr beeindruckt, Gratulation zu den tollen Ergebnissen mit Deinem Eigenbau!

C.S.Willi!
 
Nene is nix aufregendes, hab halt beruflich manchmal mit sowas zu tun und meinen Spaß damit, zufällig haben wir eben mal was ähnliches gebaut.

Mittlerweile gibts genug Industriekameras in der Richtung.

nv
 
hallo nv(?),

schön Motive, zudem ästhetisch durchgezeichnete Bilder !

bitte mehr davon... :)

Gruß
Christian

 
Was hat denn der Selbstbau gekostet?
Wie aufwendig ist das?
Ist der Chip irgendwie verwandt mit dem Micron MT9M001?
Könntest du deine Aufnahme mal zu youtube hochladen?
Gegen eine gute Barlow ist übrigens nix zu sagen....

 
Sind beide von Micron, der MT9M001 ist eher konventionell und hat hat 5.4er Pixel, der andere 2.2er.

Selbstbau lohnt wirklich absolut überhaupt nicht, es gibt wie gesagt Industriekameras verschiedener Hersteller (IDS, Basler, Imaging Source, usw.). Bei mir hat sich halt ein entsprechendes Hardwareprojekt in einer auf sowas spezialisierten Firma ergeben, bei dem obiger Sensor eingesetzt wurde, ansonsten wär ich nie auf die Idee gekommen (und bin eh grad dabei das ganze durch eine "normale" Kamera zu ersetzen).

Will mann wirklich sowas angehen, lohnt es sich am ehesten mit einem Demoboard zu starten, das es für diverse Chips gibt.

Es lohnt sich generell sich auf den Seiten größerer Anbieter dieser Kameras umzusehen. Wenn mann genau weiß was mann braucht (FPS, Schnittstelle, Pixelgröße, etc.) findet sich da immer was. Ist dann eher eine Preisfrage, vor allem bei Mindermengen.

Werd die nächsten Wochen ein paar ausgesuchte Modelle am C9 durchtesten, dann kann ich ja mal berichten. Wenn der Herrgott will, vielleicht mal auch nachts ohne Wolken :-)

Ich verstehe nicht, daß sich da noch immer kein Astrohändler mal dran macht und solche Kameras vertreibt. Außer den paar DMKs findet mann da nie was. Die sind nett, decken aber nur einen Teil des Möglichen ab.

// Gegen eine gute Barlow ist übrigens nix zu sagen....
Ja sicher, aber ich mag sie halt ned, jeder pflegt so seine Aversionen ;-)

nv
 
Hi NV,
ich hatte des öfteren mal diese Cam im Auge
http://www.opticstar.com/Run/Astronomy/Astro.asp?p=0_10_0_50_81 aber ich tendiere dann doch mehr zu einer Farb-Cam, Bayer-Gitter hin oder her.

Etwas mit einer hohen Auflösung und mindestens 30FPS wäre halt schon gut - eigentlich müsste man doch so eine Billig-Cam mit 30FPS-HD-Video und 2,5" Chip umbauen können zur Astro-Planten-Cam oder?
Objektiv rausreissen und 1,25"-Halterung mit Heisskleber reingekleben :-))
 
Kommt halt drauf an, was mann damit macht.

Fürn Mond allein (zumindets wenn es halt nur um Strukturen geht) ist ein Bayerfilter natürlich Verschwendung bzw. sehr hinderlich.

Beim Planeten ist es halt was anderes, wobei ich mich an Saturn auch kürzlich monochrom versucht habe, ein Zeitfenster von max etwa 4 Min reicht für ca. 1500 L-Bilder und jeweils 100 RGB-Bilder. Allerdings ist das schon eine sehr hektische Aktion mit dem Filterrad. Das Ergebnis hab ich noch nicht bearbeitet, ich weis momentan nicht wann ich das noch alles machen soll. Ob das ganze vernünftig zusammengeht hoffe ich am Wochenende mal sehen zu können.

Mit der Farb-Version dieses Chips habe ich kein Land gesehen, bei einstelligen Belichtungszeiten (1/5tel oder so) hört der Spaß auf.

Im Vergleich zum Mond ist z.B. Saturn halt deutlich dunkler, da ist mann mit den kleinpixeligen Chips billiger Kameras oft schon deutlich an der Schmerzgrenze. Da bleibt vermutlich eine Barlow mit einer grobpixeligen Kamera vorerst das empfehlenswertere, so dürften wohl so ziemlich alle Planetenbilder hier entstehen.

Wäre aber eine Idee das mal zu probieren, hm was hat Heißkleber eigentlich für ein Verhalten bei Temperaturänderungen ;-)

Diese Kamera die Du da gepostet hast kenn ich nicht. Vielleicht hab ich es übersehen, aber steht da irgendwo der verwendete Chip? Müßten auf jeden Fall eher große Pixel sein.

nv
 

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