Zyklop

Mond vom 18.02. Plato und Alpen

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Hallo zusammen,

diese Aufnahme hab ich mit 8"f8 mit 2x Barlow aufgenommen.
IR-pass-Filter mit Chameleon-cam und 1000frames gestackt.
Wenn man genau hinguckt, sieht man in Plato noch zwei Krater im Dunkeln.

Visuell war das Bild viel schärfer wie dieses Ergebnis.
Man konnte noch kleinere Krater erkennen wie in Plato.

Hier noch in besserer Auflösung
http://img221.imageshack.us/img221/9380/jupl221924ps2.jpg

Bin nicht so überzeugt von IR-pass und werde das nächste Mal IR-block nutzen.
Hallo Peter!

Neue Kamera?, super Aufnahme!
Welche Aufnahmesoftware hast du verwendet? Gestackt mit?
 
Nabend Peter,

klasse Bild! Eine saubere Leistung und sehr ansprechend.

Visuell muss es Dich ja fast umgehauen haben, wenn das hier schon so gut ist :-)
 
Danke Ihr zwei,
bin aber nicht so zufrieden, wolte es aber trotzdem mal zeigen.
Die cam ich schon länger, kommt aber selten zum Einsatz.
Für Mondaufnahmen ist sie aber prima.
Ich habe mit 16bit aufgenommen und da ging mit dem alten NB nur 10FPS bei voller Auflösung.
Visuell habe ich noch nie eine bessere Sicht auf den Mond gehabt.
Ich hatte das erste Mal überhaupt die Krater in Plato mit dem 8"f8 gesehen mit einem 5mm Baader Hyperion bei 320x.
Auf 1000m üNN kann man einfach mehr sehen.
Ich habe aber den Eindruck, als wenn der IR-pass die falsche Wahl war. Nächstes Mal wieder IR-block und es wird sicher noch etwas besser.
Hab das Bild mal gepostet, weil ich parallel noch an meinem Jupiter schraube und es sich noch ewig hinzieht.
Sorry für die verdrehte Ausrichtung - musste schnell gehen.
Gestackt mit Registack und mit Firecaptue aufgenommen.
 
Für einen Achtzöller eine sehr gute Auflösung. Wenn man genau hinschaut, sieht man den Graben im Alpental. Der ist auch ein solcher Gradmesser wie die Platokrater.
Ich hätte die allgemeine Helligkeit noch ein gutes Stück angehoben, der gemeine Mondboden kommt doch ein wenig zu dunkelgrau. Da kannst Du gewiss noch ein wenig mit den Tonwerten spielen.
LG
Rudolf
 
Ergänzung: Habe mir das höher aufgelöste Bild mal runtergeladen und genauer angeschaut. Das Histogramm liegt schwerpunktmäßig im dunklen Bereich. Mit einem entsprechenden Gamma, besser noch einer guten S-Kurve in PS war ein deutlich angenehmerer, dem Visuellen ähnlicherer Eindruck erreichbar. Dann konnte ich auch die beiden Kraterchen im Plato entedecken; die waren so am Monitor nicht auszumachen.
Ach, und die aus meinem Kopernikus-Bild bekannten Doppelstrukturen finden sich am Ringwall und anderen hellen Stellen bei Dir auch... ;)
LG
Rudolf
 
Hi Rudolf,
ja ich habe mir vorher einige Gedanken gemacht über die Anlage der Tonwerte und habe mich entschieden die Tiefen nicht heller zu machen und die Lichter ebenfalls so zu lassen.
Ich habe bei der Aufnahme absichtlich so in 16bit aufgenommen, damit mir die hellsten Stellen nicht ausbrennen.
Du kannst gerne mal versuchen die Gradation zu ändern und das Ergebnis psoten - die Lichter brennen rel. schnell aus und der Helligkeitsverlauf wirkt unnatürlich.
Da man ja nur 256 Helligkeitsstufen hat sieht das eben so aus.
Wenn man das anpasst wie ein HDR, sieht das vielleicht lecker aus, aber entspricht nicht wirklich dem tatsächlichen Bild.
Das Auge kompensiert sowas natürlich mit der Iris.
 
Hallo Peter,

wenn Du eine neuere Version des PS hast, versuche es mal mit dem Menübefehl "Tiefen und Lichter". Wirkt Wunder bei solchen extremen Kontrasten.

Ein schönes Bild ist Dir da gelungen :super: . Die Rille im Alpental ist selbst bei 10 Zoll noch schwierig.

Gruß

von hamut
 
Hallo Peter,
16 bit sind nützlich, aber an denen allein liegt es nicht, ob helle Stellen ausbrennen oder nicht. Das besorgt eher die Begrenzung der Belichtung, die das Histogramm noch fasst.

Wie ich schon bei meinem Kopernikus-Bild angedeutet habe, stehen Mondaufnahmen unter anderen Voraussetzungen als Planeten. Das heißt, man darf, vielleicht muss sogar, bei der Aufnahme den ansonsten unantastbaren Gammaregler nutzen. Bei Planeten steht der in der Regel auf 100 (für die DMK und deren Software gesprochen). Beim Mond habe ich deutlich höhere Werte genutzt, um des gewaltigen Kontrastumfanges schon bei der Aufnahme Herr zu werden.

Das ist aber nur der erste Schritt. Die Nachbearbeitung erlaubt eine weitere Anpassung. Ob via Tiefen und Lichter oder wie ich es gemacht habe mit der Gradationskurve, beides sorgt für eine zielgenaue Anpassung der mittleren Helligkeiten, ohne dass Weiß ausbrennt oder Schwarz zu Grau wird. Ein bisschen Spielen damit lohnt sich. Gerade, um dem visuellen Eindruck näher zu kommen, der die Maria und Gebiete näher am Terminator doch deutlich heller sieht, als das Bild es wiedergibt.

Bearbeitung? Gerne. Schick mir Deine e-mail via PM.
LG
Rudolf
 
Hallo Zyklop, ein sehr schön anzuschauendes Bild mit vielen Details. Die Rille im Alpental ist klasse zu sehen und auch die Meeresrücken im Bildvordergrund sind sehr gelungen. Von solchen Details kann ich bei meinen Einzelbildern mit der DSLR nur träumen.
Ich bin auf weitere Experimente mit verschiedenen Filtern gespannt, Du weißt, ja je kürzer die Wellenlänge, je höher das Auflösungsvermögen des Teleskops, immer vorausgesetzt, das Seeing spielt mit.
Viele Grüße Olaf.
 

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