M 51 Whirlpool-Galaxie mit C 9,25 EHD und Atik 383

  • Besitzer des Mediums Carsten768
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Hallo Allerseits,

nach längerer Zeit möchte ich mal wieder ein Foto vorstellen: M 51 Whirlpool-Galaxie vom 14.03.13.
Zu der Zeit hatte Petrus wohl verpennt, Wolken zu schicken. Was lag da näher, als Petrus sein Wohnzimmer zu fotografieren.
Nach der langen Schlechtwetterperiode war es 3. Mal, dass ich die neue Atik 383L am C 9,25 EHD ausprobieren konnte, dieses mal bei voller Brennweite von 2350mm. Links und unten habe ich die Ränder ein klein wenig abgeschnitten, sonst ist der volle Bildbereich zu sehen.

Zur Aufnahme:
Optik: Celestron C 9,25 Edge HD bei f/10
Kamera: Atik 383L mit Baader LRGB Filtersatz
Guiding: Starlight Xpress Lodestar mit Atik OAG
Montierung: iOptron iEQ45 V2
Belichtung: 10x600s L, je 4x600s RGB bei -10°C, Bin 2x2
Korrekturbilder: Darks, Flats, Bias
Bildverarbeitung: MaxIm DL, Photoshop CS5

Link zu größeren Version:
http://www.flickr.com/photos/carsten768/8644210713

Ich hoffe, dass Bild gefällt. Kritik ist willkommen.

Clear Skies,

Carsten
Hallo Sebastian.

Ha, da hat's einer gemerkt!

Zu den Flats, die glaube ich das Problem sind.

Vorweg:
Ich habe den Flatfieldgenerator von GeOptik. Ob das so ein guter Griff war weiß ich nicht. Wenn ich mir das Licht anschaue, leuchtet er nicht 100% gleichmäßig. Vielleicht liegt da schon das Problem. Kann das jemand bestätigen? Hätte ich doch besser eine Neumann Folie genommen?

Als Korrekturbilder habe ich 10 Darks (für die Lights), 10 Flats je Filter und 10 Bias (für die Flats) gemacht. Ich weiß nicht, ob 10 Stck genug sind.

Ich habe die Atik an dem Abend zum 3. mal ernsthaft nutzen können. Was ich bei der Erstellung der Flats nicht wusste (und was ich zu spät gesehen habe) ist, dass ich die Flats teilweise zu kurz belichtet habe (kleiner 2 oder 3 Sekunden). Nach dem Kalibrieren war der Schatten vom Verschluß in der unteren, rechten Ecke zu sehen. Das habe ich dann mit der FitsWork Gradientenbeseitugung versucht, weg zu bekommen.

Nun hatte ich die Optik schon von der Montierung genomen, die Kamera habe ich versucht, nicht zu verdrehen. Ich glaube, das ist mir nicht ganz gelungen. Durch eine kleine Drehung beim Transport in den Hobbyraum habe ich sie vielleicht etwas verdreht. So ein C 9 mit Kamera ist ja kein Leichtgewicht.
Um jetzt den Schatten vom Verschluß weg zu bekommen, habe ich den Flatfield Generator dunkler gestellt und die Flats neu belichtet (knapp unter 30000), mit allen Filtern. Durch die leichte Drehung (sofern da eine war) sind vielleicht die Staubkörner nicht richtig weggerechnet worden. Ist aber nur ne Vermutung. Warum die Flats dann in den Ecken nicht funktioniert haben, weiß ich nicht. So groß war die Drehung nicht. Irgendwann hatte ich durch die Probiererei so viele Flats, dass ich vorne und hinten nicht mehr wusste, was ich mit welchen Flats gemacht habe. Da habe ich dann welche genommen und fertig.

Was ich auch nicht weiß ist folgendes:
Nach der Kalibrierung und dem Stretchen mit MaxIm DL habe ich den DDP-Filter benutzt. Was der rausgeholt hat war schon erstaunlich, allerdings sind jetzt kleinste Fehler bei den Flats aufgefallen.

Ich muss sagen, dass ich mit dem Stretchen mit MaxIm DL noch etwas auf Kriegfuß stehe. Beim DDP-Filter weiß ich garnicht, wie der genau arbeitet. Ich habe mich an eine Anleitung aus dem Weg gehalten.

Vielleicht kann mir ja jetzt noch jemand weiterhelfen, damit ich den Fehler nicht noch mal mache. Da wäre ich sehr dankbar.

CS,

Carsten
 
Hallo Erich,

Danke.

Sebastian hat recht. Ich habe vesucht zu beschreiben, wie ich die Flats gemacht habe und was für Probleme da waren. Vielleicht hat ja jemand nen Tipp für das nächste mal.

CS,

Carsten
 
Hallo Carsten,

na, da ist es doch wenigstens beruhigend, dass sich das so leicht erklärt.
Viele Tipps kann ich dir nicht geben. Ich benutze eine DSLR und das genaue Vorgehen, besonders in der EBV, dürfte sich da doch unterscheiden. Dennoch will ich dir kurz sagen, wie ich das mache. Vielleicht hilft es.
Flats erstelle ich mit einer Neumann-Folie (ich glaub nicht, dass die von GeOptik schlechter ist) etwa 20 Flats (was wohl etwas zu viele sind, aber es geht ja so schnell und schaden tuts auch nicht) indem ich das Teleskop nach meiner Aufnahmesession in Richtung Zenit ausrichte und die Folie einfach schön mittig drauf lege. Ohne dass ich Kamera oder OAZ anfasse, mache ich dann Aufnahmen mit einer Belichtungszeit, dass der Berg des Histogramms etwas oberhalb der Mitte oder im oberen Drittel liegt. Da darf jedenfalls nichts sättigen.
Danach kommt die Folie runter und der Deckel drauf, und ich mache nochmal genauso viele Flat-Darks mit den gleichen Einstellungen. Dafür könnte man zwar die Kamera auch abnehmen, aber wo ich schon mal dabei bin...
So sollten alle Donuts und Vignetten verschwinden.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

im Grunde erstelle ich die Flats genau so, wie du es hier beschreibst. Anstatt der FlatDarks (habe ich sonst auch immer gemacht) habe ich mal Bias für die Flats benutzt. Beim Ergebnis kann ich keinen Unterschied feststellen.

Allerdings habe ich doch die Vermutung, dass der GeOptic Flatfieldgenerator doch nicht so gut ist wie die Neumann Folien. Die Oberfläche scheint mit etwas ungleichmäßig ausgeleuchtet. Ich muss die Flats beim nächsten mal auf jeden Fall länger belichten, damit der Schatten vom Verschluß verschwindet, dann ist der Hintergrund schon mal gleichmäßiger.

CS,

Carsten
 

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Carsten768
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