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First Light Jupiter am 8" Dobson mit Webcam

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Hallo zusammen,

das gute Wetter und die perfekten Bedingungen ließen leider lange auf sich warten!
Meine Neuanschaffung, der 8", f6 GSO Dobson kam dann aber endlich am 6. April mit dem First-Light am Jupiter zum Einsatz!
Gleichzeitig sind dies auch meine ersten Versuche, mit einer Webcam Jupiter abzulichten. Zuvor hatte ich ja eine Kompaktdigi afokal am 114/900 Newton
für die Jupiteraufnahmen im Videomodus benutzt. Bei der Webcam handelt es sich um die Trust WB 5400, die mit der AmCap Software unterstützt wird.
Außerdem benutzte ich als Premiere Autostakkert2 zum Stacken der Frames.
Da ich den Dobson "nachgeschubst" habe, komme ich zum eigentlichen Problem. Autostakkert konnte viele der einzelnen Frames nicht verarbeiten!
Ich vermute, dass Jupiter nahezu im Gesichtsfeld bleiben muss, damit AS2 etwas damit anfangen kann. Somit hatte ich teilweise nur Verwendungsraten von etwa 100 Frames von ca. 500 pro Stream!
Daher auch die teilweise verrauschten Bilder. Aber ich bleibe dran!
Langfristig gesehen wird eine EQ-Plattform mit Nachführung besonders bei hohen Brennweiten erforderlich sein! Aber für das First-Light bin ich schon zufrieden, zumal ich den Schattendurchgang vom Jupitermond Io und dessen Austritt festhalten konnte!

8" GSO Dobson f6, 2xTS Shorty Barlowlinse bei f12. Trust Webcam WB 5400 mit IR-Sperrfilter.
Gestackt mit Autostakkert2 bei 1,5 Drizzle.
Weiterbearbeitung: Fitswork und Gimp.

Viele Grüße, CS, Uwe
Hallo Uwe,

Verwende vor autostakkert das Programm castrator, damit wird der Jupiter aus dem Video geschnitten und das neue Avi-File ist auch viel kleiner.

Eine EQ-Plattform habe ich mir selbst gebaut, allerdings ohne Motornachführung. Ich führe die Plattform manuell mit einem Hebel nach bzw. halte so den Jupiter im Display.
Nicht gerade professionell aber dafür hat es fast nichts gekostet.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

ich danke dir auch für den Hinweis mit dem Programm Castrator!
Das funktioniert ja richtig gut und geht sehr schnell. Ich war erstaunt. Jupiter befindet sich nun im Video zentriert im Gesichtsfeld!

Da ich Autostakkert zum erstenmal benutzt habe, war ich der Ansicht, dass es schon ausreichend wäre, in AS2 vor dem Stacken zunächst einen kleineren Bildausschnitt um Jupiter herum zu definieren um auch die Rechenzeit herabzusetzen! Das ist ja im Prinzip auch richtig. Wenn sich der Planet aber durch´s Gesichtfeld bewegt und an einigen Stellen des Streams angeschnitten, oder gerade nicht sichtbar ist, wird es schwierig! Das hat castrator gut ausgebügelt! - Wieder mal etwas dazugelernt!

Bei den beiden Jupiteraufnahmen habe ich leider vergessen, die Uhrzeit anzugeben!
Bild 1: 21:06 MESZ und Bild 2: 21:16 MESZ.
Man bemerkt bereits in nur 10 Minuten schon die Bildfelddrehung!

Da ich von 21:04 bis 21:20 aufgenommen habe, würde ich gerne eine Animation daraus machen! Du erstellst ja auch des öfteren Animationen, Holger. In welchem Programm machst du diese und wie lädst du sie hoch?

Ich werde auf jeden Fall dranbleiben und weiterexperimentieren. Ich hoffe noch mit optimierter Technik auf ein paar bessere Ergebnisse! Aber Jupiter wird nun langsam kleiner.

Viele Grüße, Uwe
 
Hallo Uwe,

woran liegt es? Das Ergebnis ist kaum besser als deine Versuche mit dem 114mm Newton Teleskop. Liegt es an der Webcam, die einfach nicht mehr bringt? Vielleicht liegt es auch an fehlenden Nachführung? Das Dobson ist nicht für jeden die beste Lösung für die Fotografie. Ich würde lieber auf eine EQ-Montierung setzten.


Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Uwe,

Ich verwende den Morphmaker aus dem Programm paintstar.
2 gleich große Jupiterbilder am Rand mit Fixpunkten versehen und im Planeten die Details, die sich bewegen markieren.
Für gif Animationen verwende ich dann Bilderdienste im Internet.

Wegen Deiner Webcam bin ich auch etwas skeptisch. Vielleicht probierst Du auch nochmal die Digicam. Ist denn visuell deutlich mehr zu sehen ? Also bei mir war das bei gutem Seeing der Fall.
Die Plattform habe ich erst später gebaut, es ging auch ohne.
Nur durch das Nachschubsen verschwendet man Zeit und hat weniger Frames zum Stacken.

Gruß,
Holger
 
Hallo Christian,
ich freue mich sehr, mal wieder etwas von dir zu hören!

Zum Thema: Ja ich denke, es liegt an diesen beiden Faktoren! Einmal sicherlich an der Webcam und zum zweiten, was noch wesentlich gravierender ist, an der fehlenden Nachführung! Hier sind ja aufgrund der sehr kurzen Zeitspanne nur sehr kurze Streams entstanden. Bei einem, sagen wir mal, 15 sekündigem Video und 30fps bei einer Verwendungsrate von 30% bleibt natürlich nicht viel zum Stacken übrig!
Fazit: Eine selbstgebaute EQ-Plattform, wie z.B. Holger sie benutzt, oder eine parallaktische EQ-Montierung wäre in diesem Falle anstrebenswert! Sicherlich wird dann langfristig auch eine Alccd-Kamera dazukommen. In dieser Richtung hattest du mir unlängst ja schon etwas empfohlen.
Naja, dies sind nun mal die ersten Gehversuche. Der 8" Newton kann auf jeden Fall visuell wesentlich mehr, als hier auf meinen Präsentationen zu sehen ist!

Danke, Christian für die Kritik und viele Grüße,
Uwe
 
Hi Holger,

danke dir für die prompte Antwort und Beschreibung zur Animationserstellung. Werde ich mal testen!
Ich habe natürlich auch die Digicam für die ersten Versuche am Dobson ausprobiert. Allerdings besitzt die Kamera keinen HD-Modus. Zudem ist beim 6fach Zoom im Vergleich zum 114/900 Newton das Ergebnis nicht wirklich gut; bzw. zu hell. Hier werde ich aber noch einen Versuch mit dem Graufilter bei 25% Transmission afokal durch das Okular ausprobieren.

Viele Grüße, Uwe
 

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