Merkurs am 17.4. Taghimmel

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Hallo.
Habe mich gestern durch kleine Wolkenlücken zum Erfolg gekämpft. Mit Geduld und Spucke sowie den phänomenalen Fähigkeiten von Giotto konnte ich Merkur gegen 17:10 MESZ am Taghimmel einsacken. Trotz schlimmen Seeings sind wieder Albedostrukturen sichtbar, dafür kam aber auch nur eine ganz kleine Menge der wenigen besten Aufnahmen zum Staken.
Technik: 7"-Starfire, 2xBarlow auf ca. f:24, DMK21AU618 bei gain ca 530 und 1/445 sec., Baader IR-Pass 685. Stack und Mexhat in Giotto.
CS
Rudolf
Hallo Rudolf,

eines der besten Merkurbilder, die ich bisher mit Amateurmitteln gesehen habe! Da spielt das bessere Seeing als am Abendhimmel eine entscheidende Rolle.

Die Albedostrukturen sind sehr gut heraus gearbeitet.

VG Christian
 
Hallo Rudolf,

ein klasse Ergebnis, Glückwunsch.
Aber auch an Dich die Frage:
Wie hast Du den Merkur am Tag gefunden ?
Ich habe mit dem 25mm Okular den passenden Himmelsabschnitt systematisch abgesucht. Aber leider ohne Erfolg.

Gruß,
Holger
 
Hallo Rudolf,

bist Du Dir sicher das es sich hierbei nicht um Artefakte handelt. Am Rand ist Merkur sehr hell und die Muster auf der Halbscheibe scheinen punktförmig verteilt zu sein. Vielleicht wäre ein Vergleich mit einer virtuellen Ansicht aus einem entsprechenden Programm von Interesse.

Lieber Gruß nach Bad Gandersheim

Günther

 
Hallo Günther,

das Ganze kommt hin. Einfach mal hier die Beobachtungszeiten eingeben:
https://www.calsky.com/cs.cgi/Planets/2/1?obs=45848052094607

VG Christian
 
Hallo.
Vielen Dank erstmal für die vielen Reaktionen und das große Lob.
Der Schuh ist dann aber doch ein bisschen zu groß. Auch, wenn Merkur zu den schwierigen Planeten gehört, es geht auch im Amateurbereich noch deutlich besser. Als Beispiel könnte man die Seite der Japan ALPO anführen, wo es ein paar tolle Beispiele dafür gibt:
http://zetta.jpn.ph/alpo/latest/Mercury.htm

@Holger: Das Auffinden ist Sache von Erfahrung und Glück. Meine Methode: Zuerst Sonne einstellen. Mit Filter im Okular scharfstellen, damit es dann auch ohne den Planeten scharf zeigt. Die Differenzen in RA und D stelle ich mangels Goto manuell ein. Dabei habe ich in RA nur eine 5min Strichskala. Trotzdem klappt das Ganze mit einem OR 40 (40-fach) meistens so gut, dass Merkur irgendwo im Mittelfeld steht. Entscheidend sind dann blauer Himmel (Cirren, Dunst etc sind Killer, dann sinken die Chancen exponentiell) und etwas Geduld. Wenn ich ihn gefunden habe, genau zentrieren, auf Barlow und Filterrad wechseln, nochmal mit Okular nachschauen und zentrieren, dann Kamera dran, scharfstellen, loslegen. Wenn's gut läuft, in weniger als fünf Minuten gemacht. Ich habe aber auch schon mal fast zwei Stunden vergeblich gesucht...
Die Auffindung wird in den nächsten Tagen schwerer. Zwar wird Merkur größer, aber dadurch sinkt auch seine Helligkeit rasch und er ist am Tage nur noch ganz schwer vom Himmelshintergrund zu unterscheiden. Letztes Jahr habe ich ihn noch bis +1,0 finden können. Andererseits ist er nach oberen Konjunktionen sogar noch bei nur 5 Grad Sonnenabstand gut auffindbar (mindestens bei stahlblauem Himmel)!

@Günther: Nein, ganz sicher keine Artefakte. Ich mache immer mehrere Videos. Alle haben die gleichen Merkmale erbracht. Das geht artefaktisch kaum. Zudem gibt es eine recht gute Übereinstimmung mit CalSky-Simulationen oder stark verunschärften Guide9-Darstellungen mit Messenger-Oberfläche. Die Details sind zudem über Tage reproduzierbar. Heute habe ich ein weiteres Bild gewinnen können, da sind die beiden hellen Punkte im unteren Bereich wieder genauso drauf.
Bedeutend deutlicher und sicherer wird das Ganze, wenn mir das Wetter dann mal 20.000 statt 2000 frames wie am Sonntag erlaubt, weil dann das Rauschen nicht so durchschlägt wie hier. Trotzdem alles real!
CS
Rudolf
 
Hallo Rudolf,

danke für die Erläuterungen. Das wird bei mir also schon recht schwer werden. Selbst wenn ich den Merkur mit dem Okular finden sollte, wird er wohl nicht im Sucher sichtbar sein. Wenn ich dann zur Barlow mit Kamera wechsle, kann ich ja den Planeten nicht mit dem Sucher ins Fadenkreuz bringen.
Also muss ich auf gut Glück hin und her wechseln oder nachschwenken, in der Hoffnung ihn ins Bild zu bekommen.

Naja alles noch Theorie, bisher habe ich ihn am Tag noch nicht sichten können und wie Du schon angemerkt hast, wird es von Tag zu Tag schwieriger.
Aber ich werde das wohl in den nächsten Monaten immer mal wieder probieren.
Was den Anreiz erhöht sind die sichtbaren Strukturen oder liegt das nur am IR-Pass Filter ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Rudolf,

auf diesem Wege auch meinen Glückwunsch zur gelungenen Merkurablichtung, wir hatten ja schon den Kontakt über meinen Beitrag unter Planeten...Gruß,Jens
 

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