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Jupiter erste Schritte

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Hallo,
ich weiß, dass die Bilder nicht so toll sind, wie die meisten hier in Forum, trotzdem wollte ich sie zeigen und nach Anregungen fragen. Habe bis jetzt mich vier mal dran gemacht. Den ersten Abend kann ich vergessen.
Das erste Bild hier ist vom 10.04.2016 mit einigermaßen ausgekühlter Optik Meade 10" RCX 400 , das zweite vom 04.04.2016 mit Vixen 102M bei recht guten Seeingsverhältnissen und das dritte vom 21.04.2016 wieder mit Meade 10" RCX 400 (Optik kaum ausgekühlt Seeing schlecht). Die Cam überall DMK31.

Vielen Dank für eventuelle Bemerkungen und cs
Witold
Hallo Holger,

der Hinweis mit dem Abstand zwischen Barlow und Kamera (Okular) ist einfach genial. Da frage ich mich, wozu braucht noch ein Mensch Zoomokulare ;-).

Habe gerade, bevor Deine Antwort kam, ein Okular von Intes ca. 30mm reingesteckt (mit einem Meßfeld) in ein Gehäuse von einer No-Name-Barlow und dies in die Barlow von TeleVue. Das ganze kam in ein 400mm Objektiv. Noch in der Abenddämmerung konnte ich eine Antenne in ca. 100 Meter Entfernung anpeilen und es ausprobieren.
Es war deutlich über 3fache Vergrößerung im Vergleich zu dem Bild ohne Barlow und der Verlängerung. Die Helligkeit war entsprechend dunkler. Bin echt gespannt, wie das ganze am Mond etc. funktioniert. Es stellt sich nur die Frage, ab wann vergrößert man leer und ab wann (in meinem Falle) ein Punkt wirklich ungefähr als Punkt von der DMK 31 mit einem 10" Rohr dargestellt wird? Ab wann (welcher Brennweite?) hat man es nur noch mit einer leeren Vergrößerung (pixelige Bilder?) zu tun? Oder anders gefragt bei welcher Brennweite ist die Auflösung der Optik an die der Kamera am besten adaptiert?

Wie sieht das eigentlich in der Theorie aus? Als Bsp. würde ich gerne meine 10" Optik (mit 2032mm Brennweite) in der Kombination mit der DMK 31 (Pixelgröße 0,0465mm) nehmen.
Bei welcher Brennweite wird hier ein Punkt wirklich als Punkt und nicht als Pixel dargestellt? Gibt es dazu Literatur? Bitte um Nachsicht, aber ich bin kein Physiker und kein Optiker. Ich finde dazu nichts gescheites, nur die Bemerkungen, dass die Problematik besteht und bei jeder Kamera (aufgrund der Pixelgröße (= Auflösung?) eine andere Blende bzw. Brennweite notwendig ist. Wäre echt dankbar, wenn man mir das mit einfachen Worten erklären könnte. Das würde nicht nur mir, sondern auch andern viel Zeit und Ärger sparren.

Viele Dank und viele Grüße und cs

Witold
 
Hallo Witold,

ja, du brauchst dazu eine Verlängerungshülse. Da gibt es mehrere Möglichkeiten (1,25" / T2 / Steckhülse / ...). Der Vorteil von 1,25" und T2 Verlängerungen ist, dass hier alles schön verschraubt wird und dadurch nichts verkippen/verschieben kann. Dafür ist diese Art der Verlängerung relativ teuer und man hat meist feste Werte für die Abstandsverlängerung.

Billiger geht es mit Steckhülsen. Außerdem ist man damit ein bisschen variabler, was die Länge angeht. Man hat zwar wahrscheinlich ein bisschen Verkippung dabei, aber zum Ausprobieren ist es okay.

Zu deinen Autostakkert-Fragen: Das sind genau die Punkte, auf die es keine eindeutige Antwort gibt ;) Jeder macht es etwas anders und das Endergebnis ist trotzdem fast immer ziemlich ähnlich. Ob du den Noise Robust Wert eins höher machst, ob du 40% oder 60% stackst, oder ob du eine AP Size von 30 oder 40 nimmst, ist eigentlich erstmal egal.

Andere Dinge sind für den Anfang viel wichtiger: Fokus treffen, richtig belichten und optimales Öffnungsverhältnis einstellen.

Gruß Benny
 
Hallo Benny,

vielen Dank. Hast Du paar Tips für die Fokustrefsicherheit? Trotz der Präzisen beim RCX ist es ein russisches Roulett und Nervenspiel. Ich glaube, ohne irgendwelche Hilfen ist das nur eine Glückssache.

Richtige Belichtung ist für mich noch ein Buch mit sieben Siegeln. Gibt es da brauchbare (optische) Faustregeln? Und Öffnungsverhältnis: da suche ich nach den oben gestellten Antworten. Gibt es hier gute Formeln oder Ähnliches?

Gehe jetzt ins Heiabett. Schönen Sonntag und cs

Witold
 
Mit einem Fokusiermotor hättest du einen großen Vorteil. Der spart einiges an Zeit und Nerven, und man bekommt damit eine Genauigkeit hin, die von Hand nicht zu erreichen ist. Bin da ganz deiner Meinung, dass das Fokusieren ohne Hilfsmittel ein reines Glücksspiel ist ;)

Die Belichtung sollte so sein, dass das Bild nicht zu dunkel ist und auf keinen Fall so, dass manche Stellen überbelichtet sind. In der Hinsicht sind deine Bilder eigentlich perfekt! Falls möglich, solltest du mit der Belichtungszeit noch ein bisschen runter gehen und dafür den Gain erhöhen.

Genaue Formeln zum Öffnungsverhältnis habe ich nicht. Für meine 3,75µm Pixel Kamera benutze ich f/16. Auf deine Pixelgröße umgerechnet wäre das f/20. Manche Leute gehen aber auch noch höher. Da musst du einfach ein bisschen experimentieren und hin und wieder schauen, wie es die anderen so machen.

Gute Nacht.
 
Hallo Witold,

ich würde da nicht zu rechnerisch vorgehen.
Vertrau einfach auf Deinem persönlichen optischen Eindruck.
Das Livebild muss schon viele Details zeigen.
Ich tendiere eher zu dunkleren Aufnahmen.
Histogramm bei knapp über 50%. Dadurch verringert sich die Belichtungszeit. Außerdem werden gerade die feinen Details im mittleren weißen Band nicht überbelichtet. Denn bei Überbelichtung kann ich meine Aufnahmen auch mit der Bildbearbeitung kaum retten.

Mit den Gain-Werten hatte ich zu Testzwecken mal herumexperimentiert. Bei meiner Asi120mc geht es von 0 bis 100. 50 ist die normale Einstellung.
Ich habe dann diese Einstellung mit einem Gain-Wert von 70 verglichen. Da hier die fps höher war, habe ich etwas kürzer aufgenommen um das auszugleichen.
So hatte ich ungefähr ähnlich viele Frames im Avi File.

Beim Schärfen mit fitswork zeigte dann das Summenbild mit Gain 70 deutlich früher ein Rauschen.
Das Endergebnis war mit Gain 50 entsprechend besser.
Ich persönlich gehe nun mit den Gain-Werten nicht zu hoch und nehme lieber länger auf.

Gruß,
Holger

 
Hallo Benny, Holger und Jan,

vielen dank für Euren Feedback. Ich versuche heute Morgenstund Übermorgen die neuen Erkenntnisse ein- und umzusetzen.- Melde mich mit den neuen Ergebnissen.

Viele Grüße und auch viel Erfolg bei Eurer Jagt nach spektakulären Fotos von unseren planetarischen Brüdern und Schwestern.

Witold
 

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Irene2015
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