Komakorrigiertes Okular

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Ich hatte kürzlich das 20mm Houdini. Am f/5 Dobson hatte es zwar seine Wirkung, aber von punktförmiger Sternabbildung konnte keine Rede sein. Bei f/6 war es bereits kontraproduktiv und am Refraktor unbrauchbar. Mit Brille ging es auch nicht so richtig und ich mußte es zurückgeben. Man braucht wohl einen f/4 Newton damit es richtig gut funktioniert. Schön hingegen war das große Gesichtsfeld, dass sich viel größer als ein Nagler anfühlt obwohl es nur 4 Grad mehr sind. Ohne Komakorrektur wärs für mich sogar interessanter, so brauche ich es nicht unbedingt.
 
Hallo coltrane, vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Solches Feedback interessiert uns natürlich sehr, insbesondere wenn es von den Erfahrungen der meisten anderen Beobachter abweicht.
Nach dem Feedback, das wir bisher erhalten haben, sehen die meisten Anwender gerade an f/5- und f/6-Newtons eine sehr gute Sternabbildung. Wir haben auf unserer Website deshalb auch eine Rubrik "What observers are saying", in der wir zahlreiche unabhängige Erfahrungsberichte gesammelt haben:
Es wäre daher für uns sehr interessant zu erfahren, welche Kombination aus Teleskop und Zubehör Sie verwendet haben und was genau Sie unter der Sternabbildung beobachtet haben. Jedes zusätzliche Detail hilft uns, solche Unterschiede besser zu verstehen.
Vielen Dank nochmals, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Eindrücke zu teilen.
 
Wenn die Houdinis für f/4 gerechnet sind ist es logisch dass sie an anderen Öffnungsverhältnissen nicht optimal funktionieren. Ein Komakorrektor muß schließlich auch für jedes Teleskop/Okular anders eingestellt werden. Bei f/5 war die Sternabbildung im Feld zwar halbwegs rund und besser als zB. bei meinem Explore Scientific 17mm, aber doch recht aufgeblasen und lange nicht so gut wie in der Mitte. Am f/6 Dobson fand ich das ES bereits harmonischer, während das Houdini eher Unschärfen einfügte als zu beseitigen. Am 90/600 Triplett Apo war das ES dann haushoch überlegen. Was auch zu erwarten ist, warum das andere nicht sehen frage ich mich schon lange. Darum probiere ich die Sachen selbst, auf Foreneinträge kann man sich oft nicht so recht verlassen.
 
Wenn die Houdinis für f/4 gerechnet sind ist es logisch dass sie an anderen Öffnungsverhältnissen nicht optimal funktionieren.
Hier liegt vermutlich ein Missverständnis vor.
Ein Komakorrektor oder ein komakorrigierendes Okular, das für sehr schnelle Öffnungsverhältnisse wie f/3 ausgelegt ist, korrigiert auch langsamere Strahlengänge wie f/5 oder f/6 einwandfrei. Alle Lichtstrahlen eines f/5- oder f/6-Strahlengangs sind schließlich im f/3-Strahlengang enthalten. Wenn der f/3-Strahlengang gut korrigiert ist, gilt das ebenso für f/5 und f/6.
Deshalb funktionieren die Houdini-Okulare und Komakorrektoren grundsätzlich bei allen Öffnungsverhältnissen.

Ihre Beobachtung deckt sich allerdings weder mit meinen eigenen Erfahrungen noch mit denen von vielen hundert anderen Beobachtern. Auf unserer Seite „What observers say“ finden Sie Erfahrungsberichte von Nutzern mit Newton-Teleskopen von f/3 bis f/6.

Es muss also irgendeinen Grund für diese Unterschiede geben. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, woran es liegt.
Beobachten Sie mit Brille? Benötigen Ihre Augen eine Sehkorrektur?
 
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