Hallo David,
bei der Frage nach dem "passenden" Reducer muss ich etwas schmunzeln, weil ja leider Meade es nie geschafft hat, einen passenden auf den Markt zu bringen.
Ich selber verwende ein 10" f/10 (gibt es ja auch in f/8) Meade ACF seit vielen Jahren mit dem CCDT 67 Reducer von Astrophysics (ist das selbe wie der CCD47 Reducer von TS). Mit APS-C sind die Sterne zum Bildfeldrand hin schlecht, in den Ecken sogar gruselig schlecht. Es bleibt aber genug nutzbares Bildfeld (ca. 2/3tel) übrig um die meisten Galaxien und Planetarischen Nebel abzubilden. Üblicherweise mache ich also einen Crop. Für Objekte, die das ganze Gesichtsfeld füllen ist das aber definitiv ungeeignet.
Trotzdem ist das Teleskop seit vielen Jahren mein Lieblingsteleskop, obwohl es im Bereich längerer Brennweiten bei mir durchaus Konkurrenz hat z.B. durch einen Esprit 150 APO oder einen 8" GSO RC. Das Meade ACF bringt mindestens die gleichen Details wie meine anderen Teleskope und sammelt aufgrund der größeren Öffnung mehr Licht. Wenn ich also bei kleinen Objekten kein großes Gesichtsfeld brauche gibt es keinen Grund, ein kleineres Teleskop zu benutzen.
Ein User hier im Forum hat mir den Lepus Reducer von Optec empfohlen. Der hat allerdings den Nachteil, dass er nicht komplett im Okularauszug versenkbar ist und daher hinter dem Okularauszug einen langen Hebel bildet. Ob mein alter Baader Steeltrack das aushält weiß ich nicht. Durch den langen Abstand zwischen Teleskop und Kamera landet man bei Verwendung eines Externen Okularauszuges auch mit beiden Reducern (Lepus und CCDT67) nur bei ca. f/8. Dadurch hat man nicht so viel Feld wie man sich das vielleicht erhofft hatte. Von der Lichtstärke her ist mir f/8 gut genug, bei den heutigen Kameras mit geringem Ausleserauschen kann man die Bilder ja immer noch in Software zur Rauschminderung verkleinern.
Wenn ich mir heutzutage ein vergleichbares Gerät kaufen wollte würde ich wohl zu einem 11" Celestron Edge HD greifen. Da gibt es einen passenden Reducer, ist aber auch deutlich teurer.