113/450 Newton, FS Ausleuchtung für APS-C Chip?

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Mikskysurf

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Ich benötige mal fachlische Unterstützung zur Frage, welche Größe ein Fangspiegel haben soll!

Folgendes habe ich geplant zu bauen:

Einen 113/450 Orion Starblast mit einem 2" CR1 Moonlite ausstatten, um daran mit einer EOS 550D Großfeldaufnahmen zu fotografieren.
Den CR1 habe ich genommen weil der nicht hochaufbauend ist, aber stabil genug für die Kamera.
Das Anbringen des CR1 an den Tubus ist schon gemacht.
Gegen das eventuelle Durchrutschen des Innenrohrs werde ich eine Klemmschaube anbringen, also auch kein Problem.

ABER, wenn ich nun all die mir bekannten Daten in das Programm MyNewton eingebe, dann soll der FS eine Größe zwichen 53 - 56 mm haben, um den APS-C Chip, der eine Diagonale von nicht ganz 27mm hat, gut genug auszuleuchten!
Aber solch einen FS gibt es wohl nicht oder habe ich den noch nicht gefunden?

Das zweite Problem, was sich aus der Größe des FS ergibt, ist die Obstruktion!
Bei einem 53mm FS komme ich auf 22% Flächenbezogene Obstruktion.
Der 56mm FS hat schon fast 25%.

Bei einen 50mm FS, der eigentlich eine gängige Größe ist, habe ich eine Flächenbezogene Obstruktion von ca.20 Prozent.
Ist aber der APS-C damit genügend ausgeleuchtet?
Wie stark würde sich das optisch bei der Fotografie auswirken?
Wie groß darf ein FS Minimal eigentlich sein, um noch gute Bilder zu erhalten?

Ein guter Rat wäre mir jetzt sehr hilfreich, damit ich in meiner Bauphase weiter käme!


 
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Hi Michael,

bei 53mm kleine Achse hast du eine Obstruktion von 47%
Bei 56mm kleine Achse hast du eine Obstruktion von 49%

Das ist Heftig.

Der 130/650 Fotonewton von SW hat bei einer 130er Öffnung einen FS kleine Achse von 47mm. Das sind 36%

Mit diesem FS wärst du bei 41% Obstruktion.
Größer würde ich ihn nicht Wählen.
Du blendest ja auch ab mit einem großen FS.
Ich denke es ist gar nicht so einfach, dort den Spagat zu schaffen.
Grüße
Mark
 
Danke Mark für diese schnelle Antwort.

Wenn es reichen würde, nähme ich ja auch den FS mit 50mm (ca. 44% Obstruktion).
Aber nach eigener Recherche bin ich auch noch auf das Problem der Vignettierung gestoßen! Der Tubus hat wahrscheinlich einen zu kleinen Innendurchmesser.

Das mit dem Spagat wird sich noch zeigen, sehr wahrscheinlich muß ich auch noch einen dreifachen Salto dabei schlagen!

Werde wohl das Projekt, kaum gestartet, so nicht umsetzen können!
Hat jemand noch eine Idee, wie ich das noch retten könnte?
 
Hallo Michael,

die Obstruktion, sprich die Abschattung des Hauptspiegels durch den Fangspiegel, ist bei der Fotografie ohne Bedeutung. Wichtig ist hier die Ausleuchtung des Sensors. Es wundert mich ein wenig, dass du bei einem f/4-Spiegel mit nur 56mm auskommst, der sollte eigentlich größer sein. Liegt wohl an den kurzbauenden CR1.
Was du noch unbedingt brauchst ist ein guter Comakorrektor, bei f/4 wirst du nicht ohne auskommen.

Deine Berechnung mit der Flächenobstruktion ist vollkommen richtig. Lasse dich bitte nicht von diesen Horrorwerten der linearen Obstruktion verunsichern. Es ist mir bis heute unbegreiflich, wieso sich einige Leute an solchen Zahlenspielereien aufhängen(Sorry Mark, ist nicht persönlich gemeint).

Also: weiter bauen!

Grüße,
Matthias
 
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Moin Matthias!

> Lasse dich bitte nicht von diesen Horrorwerten der linearen Obstruktion verunsichern.

Wer sich ein bißchen mit der Materie befaßt hat, weiß auch, daß bis zu 50% lineare Obstruktion bei der Fotografie möglich sind, ohne daß das Bild leidet. Bestes Beispiel sind die RC-Astrographen. Visuell ist das aber eine ganz andere Geschichte, das muß man auseinanderhalten.
 
Danke Matthias, Du gibst mir wieder Hoffnung!
Der CR1 hat eine Höhe von nur 37mm! Habe mir dafür eigens aus Alu zwei Winkel als Aufnahme gefertigt, damit alles möglichst flach bleibt.
Als Korrektor soll der TS 2" Newton Koma Korrektor für Teleskope ab f/4, 0,95fach, zum Einsatz kommen.
Jetzt stellt sich noch die Frage, inwiefern sich die Vignettierung bemerkbar macht.


 
Naja und genau da liegt der Hund begraben.
Wer hat den schonmal einen Jupiter mit einem RC aufgenommen. Nur die wenigsten, weil das Ergebnis stark leidet.
Das ist in der Fotografie nicht anders. Aufgeblähte Sterne, schwächere Strukturen. Klar macht hier die Bildverarbeitung viel aus, aber wenn die Rohdaten die Bearbeitung schon erschweren.
Ich denke 90% die vom Newton auf RC gewechselt haben, gehen wieder zurück. Habe ich auch gemacht, da ein newton zwar mehr Hebelweg hat, das Ergebnis aber wesentlich besser ist.
So war mein Empfinden.
Vielleicht mache ich auch was falsch und erzähle dadurch Humbug. Aber eine Obstruktion über 40% ist nicht ohne. Und sollte nicht Unterschätzt werden. Aber gehe gerne auf 53mm oder 56mm, fotografiere und dann nutze mal deine vorhandene Größe von 42mm? Das Resultat wirst du sehen.
Es gibt User wie Astrolex oder Astrolex, der fotografiert mit so einem kleinen Newton. Frag ihn mal welche Länge er in kleiner Achse hat. Er hat auch eine DSLR dran.

Grüße
Mark

Edit:

Link

Hier mal ein Beitrag von ihm.
Ob er mit 35mm oder 55mm fotografiert wird nicht klar, aber die M31 sieht gut ausgeleuchtet aus für 35mm
 
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Zitat von winnie:
Moin Matthias!

> Lasse dich bitte nicht von diesen Horrorwerten der linearen Obstruktion verunsichern.

Wer sich ein bißchen mit der Materie befaßt hat, weiß auch, daß bis zu 50% lineare Obstruktion bei der Fotografie möglich sind, ohne daß das Bild leidet. Bestes Beispiel sind die RC-Astrographen. Visuell ist das aber eine ganz andere Geschichte, das muß man auseinanderhalten.

Da gebe ich dir vorbehaltlos recht. Als Beispiel ist hier das Rubinar 500mm f/5,6 zu nennen. Die Obstruktion von diesen Tele geht an die 60% linear und es ist trotzdem eine klasse Optik. Und gibt/gab es da nicht auch noch das 300mm f/4,5 mit einen noch größeren Fangspiegel?

Grüße,
Matthias
 
Morgen Mark, Danke für den Link, damit hast Du mir viel Last von den Schultern genommen!

Werde Astrolex eine PM schreiben und hoffen, das er sich meldet.
Im Anfang vom seinem Thread steht zum FS folgendes:
"Tubus um 40mm gekürzt und ausgestattet mit einem 2 Zoll Okularauszug und einem 55mm Fangspiegel."
Das der wieder ausgebaut wurde habe ich im Thread nicht gefunden.
Und das mit den 40mm kürzen muß ich mal mit MyNewton erarbeiten.
Habe so etwas ähnliches schon einmal gelesen.
 
Hi,

ich hatte schon ein ähnliches Projekt, daher kann ich mit praktischen Fakten dienen!
Ausgangsbasis war bei mir ein Skywatcher skyhawk 114/500. Der Spiegel hat aber keine 500mm sondern eher 420 oder sowas. Genau weiß ich das nicht mehr. Ich habe mir den auch zum Fotonewton umgebaut da ich etwas mit ner kleineren Brennweite gesucht habe. Ein Refraktor war mir einfach zu teuer. Da bin ich auf das gleiche Problem gestoßen wie Du auch - nämlich dem Fangspiegel! Ich habe mich darauf hin auf einen 46mm entschieden und es nicht bereut.
Auch ich fotografiere mit einer APS-C.
Schau mal, folgendes Bilder sind damit entstanden:

http://www.old.mash.webclient6.de/i...e/image?view=image&format=raw&type=img&id=386

oder:

http://www.old.mash.webclient6.de/i...e/image?view=image&format=raw&type=img&id=383

oder reines h-alpha:

http://www.old.mash.webclient6.de/i...e/image?view=image&format=raw&type=img&id=384

Die Vignetierung haltet sich in Grenzen und ist mit Flats absolut kein Problem. Ich habe den Hauptspiegel um knapp 10mm abgeblendet da bei den kleinen Spiegeln meistens der äußere Bereich nicht so gut ist.
Ich arbeite sehr gerne mit der kleinen Optik. Klein, leicht und sehr brauchbar was die Abbildung angeht.

Gruß Markus
 
Danke Markus!
Was für tolle und schöne Aufnahmen; da wird mir "janz wahrm um`s Hetz". Das sind echt gute Perspektiven für mich, dacht schon ich müßte aufgeben!

Wichtigste Frage als Erstes:
-Woher hast Du den FS???
-Ist das der GSO von TS?
Und zweite Frage:
-Hast Du den Tubus gekürzt? Das hat nämlich der Astrolex getan, wie Du weiter oben im Link vom Mark lesen kannst.
 
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Hi,

GSO Fangspiegel von TS.
Den Tubus habe ich gekürzt.

Problematisch fand ich eher den Okularauszug. Denn eine Basis hierfür gibt es wohl für so kleine Tuben nicht. Wenn es da eine gute Lösung gibt dann her damit...

Gruß Markus
 
Hai auch,

46mm FS, Hmmmmm!
Würde lieber den Orion FS nehmen; ob der besser ist als der von GSO kann ich so nicht sagen.
Ist halt ein Bauchgefühl, weil der Newton auch von Orion ist. Passt irgendwie.

Den OAZ habe ich mit zwei von mir selbst hergestellten Aluwinkel befestigt. Da ich aber noch keinen FS habe, warte ich ab, ob das auch funktioniert!?! Falls es zu instabiel ist, werde ich aus 2mm Alublech noch eine Adapterplatte darunter setzten.
Welchen OAZ benutzt Du eigentlich?
Und, sollte oder muß ich meinen Tubus auch kürzen?

Das mit dem 10mm Abblenden habe ich noch nicht so richtig verstanden. Soll dadurch der Außenbereich beim Bild schärfer werden, weil der HS nicht alles Licht richtig bündelt und zu sehr streut?

 
Hi,

der Orion kostet halt fast das doppelte. Das war es mir nicht wert. Es wäre natürlich interessant ob sich die hilux Verspiegelung wirklich bemerkbar macht.
Aktuell habe ich noch einen GSO Grayford dran, aber den wollte ich noch gegen einen Octo austauschen. Da muß ich aber erst mal noch nachfragen ob die mir eine gute Basis liefern können. Den Octo habe ich auch an meinem 8" und bin sehr zufrieden damit.

Der Rand des kleine und billigen Skywatcher spiegel soll wohl nicht so gut sein, daher habe ich mit Velour eine Art Scheibe gemacht die den ausenbereich um 10mm abschattet.

Gruß Markus
 
Dann schaue ich jetzt mal, das ich mir einen guten Fangspiegel besorge und dann weiter mache.

An alle die sich hier mitgeteilt und mir geholfen haben ein herzlichstes Dankeschön und wenn alles gut verläuft, dann werde ich mich melden.

Bis dahin.....
 
Hey Michael,

bitte berichte mal, es interessiert mich und sicher auch andere.
Ist schließlich ein spannendes System.

Grüße
Mark
 
Werde ich machen, muss mich aber erst kurieren.
Und dann brauch ich noch einen passenden FS.
Hoffentlich kriegt Petrus das nicht mit, sonst hab ich auch noch ein Wetter Problem!
 
Hallo zusammen,

was daraus geworden ist, kann man hier bewundern: http://forum.astronomie.de/phpapps/...ue/113/450__Newton=_50mm_FS_+_CR1#Post1150046

Ich wollte jedoch den "alten" Thread hochholen, da ich eine Frage zur Ausleuchtung hab:

Wie ist die Ausleuchtung im Originalzustand?

Mein 32mm SP wird wohl schon eine viel zu große AP bringen, aber ein Antares W70 mit 25mm könnte noch klappen und hätte auch noch fast 4°. Und das eben ohne Umbau oder Zukauf (hab ja keine 2" Okulare und schon der OAZ kostet mehr, als der Tubus). Ferner wäre das Teil fotografisch interessant - 'Planetenkamera' + Reducer oder Fourthirds könnte ja noch gehen, auch was die Fokuslage angeht. In Ermangelung eines Komakorrektors (oder gibt es so kleine?) aber wohl nur "Planetenkamera".

cs
Jürgen
 
Sodele,

ich hab mir den "Originalnewton" mal skizziert. Falls der FS wie bei TS angegeben tatsächlich 34mm hat, komme ich auf im Primärfokus auf ein ausgeleuchtetes Feld von knapp 17mm Durchmesser. Das wäre ja gar nicht schlecht bzw. für mich ausreichend. Nur: Stimmt das?

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

ich weiß, dass mein damaliger 114/450er eine 34mm FS drin hatte, das ist schon sehr lange her.
Ich glaube nicht, dass daran "gedreht" wurde. Man hat eher mal Kugelspiegel oder die berühmten "Anparabolisierten" geliefert. Bei der sonstigen Auslegung war man dafür sehr konservativ.
Klar ist, dass die 34 mm Außenmaß sind, 1-2 mm Fase muss noch abgezogen werden.

Gruß
*entfernt*
 
Hi Günther,

an die Fase hab ich gedacht und projeziert einfach mal 1mm angenommen.
Nach weiteren Überlegungen (mir kamen die 17mm zuuu gut vor) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Modell durchaus stimmen kann: bei 17mm zu 100% ausgeleuchtetem Feld wären Okulare bis 25mm Feldblendendurchmesser möglich, wenn man eine Ausleuchtung von 70% als akzeptabel betrachtet. Da das Gerät ja visuell ausgelegt ist und man nicht zuu viel Obstruktion möchte, ein durchaus sinnvoller Kompromiss. Soweit die Theorie.
Mal schaun, wie sich das in der Praxis verhält.

cs
Jürgen
 
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