Hallo zusammen,
Ich habe ein Update für euch zu meinem neuen Dobson:
Beim Aufbau hat sich gezeigt, dass die Halterung für das Sucher-Fernrohr nicht ganz ideal ist.
Die Schwalbenschwanz-Halterung ist etwas konisch, beim Einsetzen des Fernrohrs in die Halterung löst sich diese leider.
Konnte aber kurzerhand mit einem Stück Filzgleiter fixiert werden => hält jetzt tiptop!
Ansonsten war die Montage einfach.
Gestern war mir der Wettergott hold und hat mir eine klare Nacht beschert.
@Arno_Imig : Vielen Dank für den Link (y) Kannte ich noch nicht.
Verarbeitung:
Bis auf die Sucherfernrohrhalterung nichts zu beanstanden.
Transport:
Ist OK für (meine) kurze Strecken. Die Rockerbox hat 2 Griffe in einer für mich ordentlichen Position, der Tubus in der "kompakten" eingefahrenen Position lässt sich problemlos tragen.
Beides zusammen alleine zu tragen ist höllisch schwer und unhandlich => dementsprechend nicht zu empfehlen.
Mein blödsinniger Allein-Versuch hatte zur Folge, dass ich es gleich schon mal unsanft abstellen musste

. Es ist aber noch alles heil

bis auf eine dementsprechende Dejustage.
Zu Zweit für kürzere Strecken aber durchaus möglich.
Justierung:
Unproblematisch mit Justierlaser und Concenter.
Durfte ich nach o.g. Aktion gleich mal ausgiebig testen

.
Handhabung im Einsatz:
Der "Flextube"-Auszug funktioniert perfekt. Selbst die Justage bleibt erhalten, wenn mal ein- und ausgefahren wird.
Die Stabilität wurde schon im Post#56 festgestellt (y).
Zum OAZ muss ich glaub nicht viel sagen, mit Untersetzung lässt problemlos scharf stellen.
Es lässt sich von Hand butterweich nachführen. Über eine Handschraube lässt sich eine Bremse (Klemmung zwischen Rockerbox und Tubushalterung) der vertikalen Lagerung für die eigenen Bedürfnisse einstellen.
Beim großen 2" 30mm Okular ist mein Dobson so gut im Gleichgewicht, das ich die Bremse mehr oder weniger komplett offen lassen kann. Bei den kleineren 1,25" musste ich die Bremse etwas (für meine Begriffe sehr wenig) anziehen.
Die Axiallagerung des horizontalen Lagers dreht ebenfalls butterweich und kann über eine zentrale Schraube (hier allerdings mit Gabelschlüssel) auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.
Mit meinen Einstellungen habe ich beim Nachführen so kein störendes "Losbrechen" und konnte ganz entspannt spechteln

.
Das einzig störende waren nur 2 Punkte:
Ein deutlicher Taubeschlag am Sucherfernrohr und am Telrad. Da muss ich mir noch was überlegen... da kann aber Skywatcher nichts dafür

. Die Spiegel waren hier weniger betroffen.
Für das Übersichtsokular muss eine Verlängerung verwendet werden, die bleibt jetzt einfach am Okular => eigentlich kein Thema und wahrscheinlich jammern auf hohem Niveau ...
Leistung:
MEGA

.
Aus zeitlichen Gründen (Schlaf und Arbeit ...) habe ich mich auf einfache Objekte beschränkt.
M13 wurde piekfein aufgelöst mit (für meinen Vergleich/Eindruck) deutlich mehr Sternen im Vergleich zum bekannten 10"er.
M57 zeigte sich als deutlicher Ring.
Die Doppelsterne Mizar A und B im kleinen Reiterlein waren sauber getrennt.
Mondbeobachtung mit Polfilter: Schön scharfe Krater mit Licht-/Schattenkontrasten, leichtes Seeing war zu bemerken, aber nicht störend.
Alle Objekte habe ich mit 30mm, 14mm, 8,8mm und 6,7mm (Vergrößerung 55x bis 246x) beobachtet mit so gut wie keinen Matschbildern. Einzig M57 erbrachte keine Verbesserung zwischen 8,8 und 6,7mm (aber auch keine Verschlechterung).
Für fast Vollmond wars schon mal Gut.
Mehr war leider gestern zeitlich nicht drin und heute schon wieder geschlossene Wolkendecke ...

Bin echt gespannt auf einen längeren Einsatz mit etwas weniger Mond und auf die Suche nach anderen (und weniger hellen) Objekten.
Falls ihr noch Fragen habt, gerne stellen.
Ach ja, das Bierangebot besteht natürlich auch weiterhin => also melden, wenn ihr im OA seid
Klare Nächte,
Johannes